Wetter Winter 2019/2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2019/2020 aktuelle Wetterprognose vom 31.08.2019 - Der Wettertrend geht in Richtung Frühherbst

Das Wetter im Herbst 2019 startet im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert zu kühl und daran wird sich so schnell auch nichts ändern.

Eine Kaltfront sorgt zum meteorologischen Herbstanfang über Deutschland für einen turbulenten Wettercharakter - örtlich ist auch mit kräftigen und ergiebigen Niederschlägen zu rechnen. Ganz nebenbei gehen auch die Temperaturen zurück und pendeln sich zumeist auf ein Jahreszeit-typisches Niveau ein. Vor allem aber in Richtung Norden können die Werte auch unterhalb des vieljährigen Mittelwertes im leicht zu kühlen Bereich liegen.

Trotz des Wetterwechsels aber halten sich die Niederschlagsprognosen in Grenzen. Lediglich südlich der Linie von Stuttgart und Usedom kann mit Summen von 10 bis 30 l/m² und örtlich bis 60 l/m² von nennenswerten Niederschlagssummen gesprochen werden. Sonst hält sich das Niederschlagsgebaren mit 0 bis 10 l/m² in Grenzen. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter September 2019.

Wie lange hält sich das unbeständige Herbst-Wetter?
Wie lange hält sich das unbeständige Herbst-Wetter?

Tiefer Luftdruck mit Nachdruck

Gleich in zwei Etappen gelingt den Tiefdrucksystemen zum Start in den September der Vorstoß in Richtung Skandinavien. Mit einer nordwestlichen Grundströmung werden instabile Luftmassen nach Deutschland geführt, was die Niederschlagsneigung ansteigen und die Temperaturen zurückgehen lassen kann.

Ein stabiler, oder gar spätsommerlich warmer Wettercharakter ist vorerst nicht zu erwarten
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Ein stabiler, oder gar spätsommerlich warmer Wettercharakter ist vorerst nicht zu erwarten © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Die Tiefdruckgebiete kommen in schöner Regelmäßigkeit

Nach der Wettervorhersage des europäischen Vorhersage-Modells ist in der ersten September-Dekade nicht mit einem spätsommerlich warmen Wettercharakter zu rechnen.

Tiefdruckdominanz

Das Azorenhoch liegt draußen auf dem Atlantik und lässt die Tiefdruckgebiete von Neufundland über Grönland und Island bis nach Skandinavien passieren, ohne sich dem Treiben großartig entgegenzustellen. Dabei können recht kräftige Sturmtiefsysteme entstehen, welche bspw. zum 10. September einen Kerndruck von bis 970 hPa erreichen können.

Da der hohe Luftdruck über Mitteleuropa fehlt und das Azorenhoch keine Anstalten macht, einen Hochdruckkeil nach Mitteleuropa zu entsenden, übernehmen die Tiefdruckgebiete die Gestaltung des Wettercharakters über Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Wind, Regen und kühle Temperaturen

Und so nimmt der Frühherbst seinen Lauf. Immer wieder ist mit Regenphasen zu rechnen - mal mehr und mal weniger stark. Zudem kann der Wind einem phasenweise ordentlich ins Gesicht blasen und zum 7./8. September über dem Norden in Böen auch Sturmstärke erreichen. Als frisch sind Tageswerte von +13 bis +18 Grad zu bewerten, welche mit etwas Sonnenschein darüber und mit entsprechender Niederschlagsaktivität auch darunter liegen können.

Frühherbst - Kein Spätsommer in Sicht
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Frühherbst - Kein Spätsommer in Sicht © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Die erste September-Hälfte ist tiefdruckdominiert

Dieser Wettertrend festigt sich nach der Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells der letzten Tage, was die Eintreffwahrscheinlichkeit deutlich erhöht.

Frühherbst

Die Großwetterlage ist als gut strukturiert zu bewerten. Da liegt das Azorenhoch weit nach Norden verschoben auf dem Atlantik und drückt die Tiefdruckrinne nach Norden. Das hindert die Tiefdruckgebiete aber nicht, sich bis nach Skandinavien zu verlagern.

Bedingt durch den fehlenden Hochdruck über Mitteleuropa, rutschen die Tiefdruckgebiete am östlichen Hochdruckrand - direkt über Mitteleuropa - nach Süden ab. Infolge daraus gelangen Deutschland, Österreich und die Schweiz bis zum 10. September in einen nordwestlich orientierten Strömungscharakter.

Unbeständig und kühl

Zwar ergeben sich aus dieser Konstellation heraus durchaus auch mal schöne Wetterphasen, doch die meiste Zeit über werden Tiefdruckgebiete mit wechselnder Bewölkung und zeitweiligen Niederschlägen das Wettergeschehen dominieren können. Bis zum 15. September werden Niederschlagssummen von verbreitet 20 bis 40 l/m², örtlich bis 60 l/m² simuliert. Lediglich über der Region Saarland, Teile von Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg können mit 4 bis 15 l/m² weniger Regenfälle erwartet werden.

Kommt die Sonne zum Vorschein, steigen die Temperaturen rasch in Richtung der +20 Grad Marke, fehlt die Sonne und regnet es zudem, sind kaum mehr als +15 Grad zu erwarten. Das ist frühherbstlich frisch.

Tiefdrucksysteme dominieren weite Teile der ersten September-Hälfte
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Tiefdrucksysteme dominieren weite Teile der ersten September-Hälfte © www.meteociel.fr

Wettertrend der Kontrollläufe: Ein für die Jahreszeit zu kühler Start in den Herbst

Auch daran hat sich heute nichts verändert. Zwar gibt es um den 5. September einen positiven Peak, was die Tageswerte mal über die +20 Grad Marke ansteigen lassen kann, betrachtet man aber die weitere Temperaturentwicklung, so liegt diese im Vergleich zum langjährigen Mittelwert im normalen bis leicht zu kühlen Bereich. Über dem Norden und Westen ist es tendenziell kühler als über dem Osten und Westen.

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Erhöhte Niederschlagsaktivität

Im Zeitraum vom 2. bis 5. September ist die Niederschlagsprognose der Kontrollläufe als schwach bis leicht erhöht zu bewerten. Darüber hinaus aber steigt diese bis zum 15. September in den leicht bis mäßig erhöhten Bereich an.

Temperaturspektrum der Kontrollläufe
Tag Spektrum Mittelwert
6. September +12 bis
+18 Grad
+14 bis
+16 Grad
11. September +10 bis
+25 Grad
+15 bis
+17 Grad
15. September +9 bis
+24 Grad
+15 bis
+18 Grad
Diagramm Temperaturen September 2019 vom 31.08.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe September 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Auf den Punkt gebracht: Welche Chancen hat der Spätsommer

Keine Frage, die Wetterprognosen deuten nicht gerade auf eine spätsommerliche und stabile Wetterentwicklung hin. Dafür ist das Hochdruckgebiet falsch aufgestellt und es mag keine Hochdruckbrücke zum Kontinentalhoch über Russland gelingen. Stattdessen stoßen die Tiefdruckgebiete immer wieder in die entstehende Lücke über Mitteleuropa vor und sorgen für einen unterkühlten und unbeständigen Wettercharakter.

Einige der Kontrollläufe aber berücksichtigen ab dem 12. September den Hochdruckaufbau über Mitteleuropa - zunächst zaghaft, dann aber zunehmend in autarker Formation. Diese Entwicklung sollte man in den kommenden Tagen weiter beobachten, denn sie passt gut in das Zirkulationsschema von 2019 und auch aus statistischer Sicht gibt es in der zweiten September-Dekade häufiger Hochdruckgebiete über Mitteleuropa zu bestaunen.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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