Wetter Winter 2019/2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2019/2020 aktuelle Wetterprognose vom 30.08.2019 - Keine stabile Wetterentwicklung

Die Temperaturen gehen Anfang September spürbar zurück und der Wettercharakter wird zunehmend unbeständiger. Der Herbst macht sich so langsam bemerkbar.

Ein markanter Wetterwechsel lässt bis zum 2. September die Temperaturen spürbar zurückgehen. Werden Ende August noch Werte um die +30 Grad erreicht, so sind mit unwetterartigen Dauerniederschlägen über dem Süden kaum mehr als +10 bis +15 Grad zu erwarten. Das entspricht einem Temperatursturz von bis zu 20 Grad. Doch ganz so schlimm ist das nicht und gilt nur für bestimmte Regionen. Verbreitet mäßigt sich das Temperaturspektrum mit +17 bis +23 Grad und passt sich lediglich den Jahreszeit-typischen Werten an.

Nennenswerter Niederschlag ist bis zum 4. September mit Summen von 15 bis 30 l/m² und örtlich bis 50 l/m² südlich der Linie von Stuttgart und Berlin zu erwarten. Sonst hält sich die Niederschlagsaktivität mit 0 bis 10 l/m² in Grenzen. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter September 2019.

Welche Chancen hat der Spätsommer im September noch?
Welche Chancen hat der Spätsommer im September noch?

Tiefer Luftdruck mit Nachdruck

Zu verdanken ist der Wetterumschwung einem Tiefdruckgebiet, welches nur sehr langsam von England in Richtung Skandinavien vorankommt, doch die zweite Tiefdruckwelle über Island besiegelt den Vorstoß der atlantischen Frontalzone in Richtung Skandinavien und damit den unbeständiger und kühler werdenden Wettercharakter über Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Ein unbeständiger Start in den Herbst
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Ein unbeständiger Start in den Herbst © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Keine Stabilisierung zu erkennen

Die Wettervorhersage des europäischen Vorhersage-Modells lässt nur wenige Fragen offen. Über Mitteleuropa wechseln sich vom 1. bis 10. September Hoch- und Tiefdrucksysteme in schöner Regelmäßigkeit ab.

Wechselwetter

Über Deutschland, der Schweiz und Österreich entsteht daraus ein unbeständiger Wettercharakter. Mal mit mehr und mal mit weniger Sonnenschein. Entsprechend sind auch die Temperaturen zu bewerten. Mal steigen diese über die +20 Grad Marke, mal bleiben diese darunter. Im Schnitt aber bewegen diese sich zumeist in einem Jahreszeitlich-typischen Umfeld.

Scheint die Sonne nicht, dominieren Wolken und leichter Niederschlag den Wettercharakter. Summiert man die Niederschlagssummen bis zum 10. September auf, so können in einem breiten Streifen von Bremen bis Berchtesgaden Niederschlagssummen von 15 bis 30 l/m² und örtlich bis 50 l/m² zusammenkommen. Weiter nach Osten und Westen sind mit 1 bis 15 l/m² weniger Niederschläge möglich.

Keine stabile Großwetterlage
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Keine stabile Großwetterlage © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Ein Auf und Ab

Nach der aktuellen Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells können sich die Tiefdruck- und Hochdruckgebiete nicht einigen, wer das Wetter über Deutschland, der Schweiz und Österreich dominieren soll.

Das Hoch zu weit westlich

Das Azorenhoch befindet sich auf dem Atlantik in einer nördlich verschobenen Position und drückt die atlantische Tiefdruckrinne nach Norden, sodass diese einen Umweg über Grönland und das europäische Nordmeer nehmen muss. Über Mitteleuropa aber fehlt der hohe Luftdruck und die Tiefdruckgebiete können am östlichen Hochdruckgradienten nach Süden abrutschen. Das hat einen bis zum 8. September unbeständigen und auch kühlen Wettercharakter zur Folge.

Ein Hochdruckkeil regt sich

Vom 8. bis 10. September steigt die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik weiter an und drückt das Hoch nach Osten, was bis nach Skandinavien und dem westlichen Russland reichend eine Hochdruckbrücke ermöglichen kann.

Doch von langer Dauer ist das nicht und vom 10. bis 14. September setzt sich wieder die Tiefdruckaktivität durch. Erst zur September-Mitte zeigen sich erste Anzeichen einer Stabilisierung der Großwetterlage - das sind aber nur Tendenzen, welche aktuell noch eine untergeordnete Rolle spielen.

Gemäßigt warm bis kühl

Die - gemäßigt - wärmeren Phasen beschränken sich nach der Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modell um den 5. September herum und im Zeitraum vom 11. bis 15. September (+17 bis +23 Grad). In den Zeiträumen dazwischen ist ein für die Jahreszeit leicht zu kühler Temperaturcharakter zu erwarten (+14 bis +18 Grad).

Weder die Hoch-, noch die Tiefdruckgebiete können sich in der ersten September-Hälfte nachhaltig durchsetzen
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Weder die Hoch-, noch die Tiefdruckgebiete können sich in der ersten September-Hälfte nachhaltig durchsetzen © www.meteociel.fr

Wettertrend der Kontrollläufe: Ein normaler Herbst-Monat ist möglich

Der Wettertrend der Kontrollläufe bestätigt sich heute erneut. Das Temperaturspektrum bewegt sich bis zum 15. September in einem für die Jahreszeit typischen Umfeld und kann über dem Norden und Westen auch mal knapp darunter liegen.

Immer wieder führen die Tiefdruckgebiete auch Niederschlagsfelder über Deutschland hinweg. Zumeist sind das leichte Niederschläge, welche um den 10. September herum auch kräftiger ausfallen können. Im Grunde aber stützt das den unbeständigen Wettercharakter bis zur Monatsmitte.

Temperaturspektrum der Kontrollläufe
Tag Spektrum Mittelwert
5. September +11 bis
+21 Grad
+16 bis
+18 Grad
10. September +10 bis
+24 Grad
+16 bis
+18 Grad
14. September +9 bis
+24 Grad
+17 bis
+18 Grad
Diagramm Temperaturen September 2019 vom 30.08.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe September 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Der Wettertrend für den Herbst und Winter 2019/2020 des Langfristmodells

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  • Dass das Wetter im September normal ausfallen kann, zeigt auch die Wetterprognose des Langfristmodells, welches den September mit einer Abweichung von -0,5 bis +0,5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert im normalen und im Trend mit einer Differenz von +1 Grad leicht zu warmen Bereich. Die Niederschlagsprognose fällt gegenüber dem langjährigen Sollwert unauffällig und im Trend leicht zu nass aus.
  • Der Oktober 2019 wird mit einer Abweichung von +0,5 bis +1 Grad gegenüber dem vieljährigen Mittelwert weiterhin etwas zu warm interpretiert. Im Niederschlagstrend gibt es kaum Auffälligkeiten gegenüber dem vieljährigen Sollwert, wenn man aber so will, tendiert der zweite Herbstmonat in die leicht negative Richtung (etwas zu trocken).
  • Das Wetter im November 2019 sollt mit einer Abweichung der Temperaturen gegenüber dem vieljährigen Mittelwert von +0,5 bis +2 Grad etwas bis deutlich zu warm ausfallen können. Die Niederschlagsprognose ist zudem als erhöht zu bewerten.
  • Ist der Herbst noch mit einem Auf und Ab der Temperaturen versehen, so ist geht der Wettertrend für die Winter-Saison in eine klare und eindeutige Richtung - die Abweichung wird mit +1 bis +2 Grad deutlich zu warm simuliert. Das gilt sowohl für den Dezember 2019, wie auch für den Januar und Februar 2020. Örtlich kratzt die Abweichung sogar an der +3 Grad Marke. Die Niederschlagsneigung ist über alle Winter-Monate als erhöht zu bewerten und insbesondere der Januar und Februar sollen deutlich zu nass ausfallen.
Abweichungen der Temperaturen im Herbst und Winter gegenüber dem langjährigen Mittelwert (CFSv2)
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
September 2019 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal
Oktober 2019 +0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis leicht zu nass
November 2019 +0,5 bis +2 Grad Trend: normal bis etwas zu nass
Dezember 2019 +1 bis +2 Grad Trend: normal bis etwas zu nass
Januar 2019 +1 bis +3 Grad Trend: zu nass
Februar 2019 +1 bis +2 Grad Trend: zu nass
Diagramm der Temperaturentwicklung Herbst Winter 2019/2020  vom 30.08.2019
Diagramm der Temperaturentwicklung Herbst und Winter 2019/2020

Auf den Punkt gebracht

Es sieht ganz danach aus, als ob sich in der ersten September-Hälfte weder ein Hoch, noch ein Tiefdruckzentrum nachhaltig über Mitteleuropa durchsetzen kann. Dieser Wettertrend bestätigt sich seit Tagen und wird somit zunehmend wahrscheinlicher. So ist über Deutschland, der Schweiz und Österreich mit einen unbeständigen Wettercharakter und einer leicht erhöhten Niederschlagsneigung zu rechnen. Die Temperaturen schwanken zumeist um den Jahreszeit-typischen Wert herum (+19 Grad) und können - je nach Sonnenschein-, oder Niederschlagsdauer - mal darüber oder darunter liegen.

Herbst- und Winter-Trend

Das was das Langfristmodell momentan noch simuliert, kann infrage gestellt werden und ist zum aktuellen Stand lediglich einen Trend, der nach der Statistik auch wahrscheinlicher ist, als andere Varianten - insofern durchaus plausibel. Doch das Zirkulationsmuster ist beharrlich auf eine meridionale Richtung geprägt und das was das Langfristmodell über die Winter-Monate simuliert ist ganz klar eine nachhaltige Zonalisierung (Westwetterlage). Auf dieses Thema sind wir vor ein paar Tagen einmal näher eingegangen: Wie wird der Herbst und Winter 2019/20?.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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