Wetter Winter 2019/2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2019/2020 aktuelle Wetterprognose vom 23.08.2019 - Hitze bis in den Herbst hinein?

Der Sommer kommt noch einmal mit einer Hitze-Phase zurück, doch ob das von langer Dauer sein wird, kann bezweifelt werden. Mit Beginn des ersten Herbstmonats zeichnet sich eine Veränderung der Großwetterlage ab.

Die kommenden Tage werden hochsommerlich warm ausfallen. Verbreitet sind Werte von bis, bzw. über +30 Grad zu erwarten und über manchen Regionen können auch bis +35 Grad erreicht werden. Das ist für einen Spätsommer warm und im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert etwa um +8 bis +10 Grad zu warm. Damit ist klar, dass mit dem August auch der dritte Sommermonat zu warm ausfallen und der Sommer 2019 nach dem vieljährigen Mittelwert als der 23. zu warme Sommer in Folge in die Geschichte eingehen wird.

Neben der Hitze werden sich ab dem Wochenende - bevorzugt über dem Süden und Osten, sowie entlang der Mittelgebirge auch Schauer und Gewitter ausbilden können, welche örtlich kräftiger ausfallen können. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter August 2019.

Wie lange kann sich der Spätsommer im September behaupten?
Wie lange kann sich der Spätsommer im September behaupten?

Die Hitze kommt aus dem Süden

Damit die Zufuhr außergewöhnlich warmer Luftmassen möglich wird, ist eine Konstellation aus einem Hochdrucksystem über dem östlichen Europa und einem Tiefdruckgebiet auf dem Atlantik nötig. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen inmitten dieser strammen Südströmung, was die warmen bis heißen Werte bis weit nach Skandinavien hoch führt.

Im Verbund der beiden Wettersysteme werden außergewöhnlich warme Luftmassen nach Deutschland geführt
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Im Verbund der beiden Wettersysteme werden außergewöhnlich warme Luftmassen nach Deutschland geführt © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Hitze bis in den Herbst hinein?

Das Hochdruckgebiet ist nach der aktuellen Wetterprognose des europäischen Vorhersage-Modell gut strukturiert und hält die Tiefdruckgebiete auf dem Atlantik in Schach. Die Blockadesituation könnte nach dieser Prognose ohne weiteres bis in den September hinein anhalten.

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Eine zunehmende Schauer und Gewitterneigung

Doch insgesamt kommt die atlantische Frontalzone bis zum Beginn des ersten meteorologischen Herbstmonats September weiter nach Osten voran und führt auf seiner Vorderseite feucht-warme und labil geschichtete Luftmassen nach Mitteleuropa. Anders formuliert steigt die Neigung zu kräftigen Schauern und Gewittern über Deutschland, Österreich und der Schweiz an.

Das Hochdruckgebiet schwächt sich zum Herbstbeginn etwas ab und die atlantischen Tiefdrucksysteme greifen auf Mitteleuropa über
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Das Hochdruckgebiet schwächt sich zum Herbstbeginn etwas ab und die atlantischen Tiefdrucksysteme greifen auf Mitteleuropa über © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Der Herbst beginnt zu warm

Ob sich die Hitze im September 2019 lange wird halten können, kann nach der Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells bezweifelt werden.

Die Tiefdruckaktivität setzt sich zum 1. September in Form eines schwachen Troges über Mitteleuropa durch und sorgt mit Werten von +16 bis +22 Grad für eine Normalisierung der Temperaturen, doch im weiteren Verlauf können sich weder die Tiefdruckgebiete, noch das Hochdrucksystem nachhaltig über Deutschland, der Schweiz oder Österreich durchsetzen.

Zu warmes und wechselhaftes Herbstwetter

Bei einen Wechselspiel aus Sonne, Wolken und gelegentlichen Schauern erreichen die Temperaturen vom 3. bis 7. September mit +20 bis +25 Grad spätsommerlich warme Werte. Im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert sind diese Werte um +2 bis +4 Grad zu warm.

Keine stabile, aber dafür zu warme Wetterlage zum Beginn des Herbstes
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Keine stabile, aber dafür zu warme Wetterlage zum Beginn des Herbstes © www.meteociel.fr

Wettertrend der Kontrollläufe: Normalisierung der Temperaturen

Die Dauer der Hitze-Phase wird nach der aktuellen Wetterprognose der Kontrollläufen 30. August simuliert. Nachfolgend sinken die Werte auf einen für die Jahreszeit-typischen Bereich ab und können sich im Verlauf der ersten September-Dekade normalisieren.

Niederschlagsneigung nimmt zu

Die Niederschlagsprognose ist über dem Süden und Osten generell höher als über dem Norden und Westen zu bewerten. Die Gemeinsamkeit aber liegt in einer allgemein ansteigenden Niederschlagstendenz um den 26. August herum und bleibt bis weit in den September hinein leicht bis mäßig erhöht zu bewerten.

Temperaturspektrum der Kontrollläufe
Tag Spektrum Mittelwert
29. August +21 bis
+32 Grad
+24 bis
+27 Grad
3. September +12 bis
+27 Grad
+19 bis
+21 Grad
7. September +12 bis
+27 Grad
+17 bis
+19 Grad
Diagramm Temperaturen September 2019 vom 23.08.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe September 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Der Wettertrend für den Herbst und Winter 2019/2020 des Langfristmodells

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  • Der September und der Oktober 2019 soll jeweils mit einer Abweichung von +0,5 bis +1 Grad gegenüber dem vieljährigen Mittelwert etwas zu warm ausfallen können. Die Niederschlagsprognose ist gegenüber dem vieljährigen Sollwert eher unauffällig und im Trend leicht zu nass zu bewerten.
  • Der November 2019 wird mit einer Abweichung +1 bis +2 Grad deutlich zu warm und im Trend etwas zu nass simuliert.
  • Der erste Wintermonat Dezember kann nach der Vorhersage des Langfristmodells mit einer leicht positiven Abweichung von +0,5 bis +1,5 Grad zugleich der kälteste der drei Wintermonate werden. Die Niederschlagsneigung wird leicht positiv (zu nass) berechnet.
  • Die zwei verbleibenden Wintermonate Januar und Februar 2020 werden mit einer Abweichung von +1 bis +2 Grad und phasenweise bis +3 Grad deutlich zu warm berechnet. Die Niederschlagsneigung ist jeweils erhöht.
Abweichungen der Temperaturen im Herbst und Winter gegenüber dem langjährigen Mittelwert (CFSv2)
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
September 2019 +0,5 bis +1 Grad Trend: normal
Oktober 2019 +0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis leicht zu nass
November 2019 +1 bis +2 Grad Trend: normal bis etwas zu nass
Dezember 2019 +0,5 bis +1,5 Grad Trend: normal bis etwas zu nass
Januar 2019 +1 bis +3 Grad Trend: zu nass
Februar 2019 +1 bis +2 Grad Trend: zu nass
Diagramm der Temperaturentwicklung Herbst Winter 2019/2020  vom 23.08.2019
Diagramm der Temperaturentwicklung Herbst und Winter 2019/2020

Auf den Punkt gebracht

Außergewöhnlich warm werden die letzten August-Tage ausfallen können. Doch das Hochdrucksystem kann sich nach den aktuellen Wetterprognose der Vorhersage-Modelle behaupten und schwächt sich mit dem Herbst-Beginn ab. Tiefdruckausläufer können Deutschland, die Schweiz und Österreich erreichen und neben einer ansteigenden Niederschlagstätigkeit die Temperaturen in Richtung Normalniveau absinken lassen.

Überrascht sollte niemand mehr von einer zu warmen Herbst- und Winterprognose sein, doch ist die Wetterprognose des Langfristmodells mit derart warmen Werten noch mit Vorsicht zu genießen. Warum? Der Winter wird unserer Einschätzung nach mehr Kältephasen als in den vorangegangenen Wintern aufweisen können - letzten Endes dann aber doch etwas zu warm ausfallen können. Mehr dazu in der letzten Winterprognose.

Überrascht aber darf man von der Niederschlagsprognose sein. Weder der Herbst, noch der Winter werden zu trocken berechnet. Das deutet auf eine nachhaltige Umstellung der Großwetterlage in Richtung Zonalisierung hin (Westwetterlage). Abwechslungsreiches, windiges unbeständiges und zu mildes Wetter wäre die Folge hieraus.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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