Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2018/2019 aktuelle Wetterprognose vom 01.02.2019 - Ein zunehmend wahrscheinlicher Wettertrend zeichnet sich ab

Nasskalte Start in den Februar. Die winterlichen Varianten weichen nicht aus den Prognose-Modellen, doch ein klarer Wettertrend zeichnet sich bis Mitte Februar in der Wetterentwicklung ab.

Nasskaltes Wetter ist in den ersten Februartagen zu erwarten. Immer wieder kommt es zu Niederschlägen, welche teils als Regen und teils als Schnee bis in tiefere Lagen niedergehen. Weder winterlich noch richtig mild, doch entspricht dieser Wettercharakter exakt dem Jahreszeit-typischen Wetter. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose für das Wetter Februar 2019.

Der Grund für die nasskalte Witterung sind Tiefdrucksysteme, welche sich vom Atlantik her Deutschland nähern, sich aber letztendlich nicht mit einer milden Westströmung durchsetzen können. Schaut man sich die dazugehörige Großwetterlage an, so liegt am 6. Februar ein Tiefdrucksystem über Island, ein weiteres über der Mittelmeerregion, während sich von den Azoren über Mitteleuropa bis über das westliche Russland ein Hochdruckkeil erstreckt. Diese Kombination lässt grundsätzlich zwei völlig unterschiedliche Wetterentwicklungen zu, welche so von den Prognose-Modellen heute simuliert werden

Zwischen nasskalt und winterlich - das Hin und Her geht vorerst weiter
Zwischen nasskalt und winterlich - das Hin und Her geht vorerst weiter

Wetterprognose nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Winterlich

Und da ist er wieder, der nächste Umschwung - und gleich vorweg - das amerikanische Vorhersage-Modell gehört zu den kälteren Varianten. Ist aber dennoch interessant, da diese winterliche Wetterentwicklung von beiden Wettermodellen in den letzten Tagen immer wieder einmal berücksichtigt wurde - ganz vom Tisch ist sie also nicht.

Blockadehoch über Skandinavien

Im Zeitraum vom 6. bis 7. Februar dehnt sich das Kontinentalhoch weiter nach Skandinavien aus und blockiert die atlantischen Tiefdrucksysteme vollständig. Bis zum 8. Februar baut sich zudem von den Azoren bis nach Skandinavien ein Hochdruckkeil auf. Somit gelangen Deutschland, Österreich und die Schweiz in eine kalte Nordostströmung, was die Tageswerte bis zum 10. Februar in den Dauerfrostbereich absinken lassen kann. Für den 13. Februar werden Tageshöchstwerte von -6 bis 0 Grad berechnet. Dazu gibt es immer wieder Schneefall.

Da ist es wieder: Das Skandinavienhoch mit Kaltlufttropfen
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Da ist es wieder: Das Skandinavienhoch mit Kaltlufttropfen © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Milde Luft aus Südwest

Auch beim europäischen Vorhersage-Modell gibt es eine 180 Grad Wende. Statt Skandinavienhoch mit Kaltlufttropfen wird nun eine gemäßigt milde bis nasskalte West- bis Südwestwetterlage berechnet. Im Grunde haben die beiden Wettermodelle ihre Varianten getauscht.

Die gemäßigt milde bis nasskalte West- bis Südwestvariante
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Die gemäßigt milde bis nasskalte West- bis Südwestvariante © www.meteociel.fr

Nasskalt ist die wahrscheinliche Variante

Der Trend ist klar strukturiert - auch in den Kontrollläufen. Die Varianten mit dem Skandinavienhoch bleiben möglich, doch schwinden deren Unterstützer. Somit festigt sich der Trend der letzten Tage. Anders formuliert ist in den kommenden Stunden damit zu rechnen, dass das amerikanische Vorhersage-Modell erneut umschwenken wird.

Das Temperaturspektrum der Kontrollläufe liegt am 9. Februar zwischen -7 und +7 Grad (Mittelwert: +2 bis +3 Grad über dem Westen und Norden, +1 Grad über dem Osten und 0 Grad über dem Süden) und am 15. Februar zwischen -9 bis +11 Grad (Mittelwert: +2 bis +3 Grad über dem Norden und Westen und 0 Grad über dem Süden und Osten). Auch hier: der Mittelwert entspricht weitgehend dem Jahreszeit-typischen Wert.

Diagramm Temperaturen Februar 2019 vom 01.02.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Februar 2019 von zu kalt, normal, zu warm

NAO-Index positiv

Ein weiteres Indiz für eine nasskalte bis gemäßigt milde Großwetterlage ist der NAO-Index, welcher bis auf weiteres leicht positiv bewertet wird. Das bedeutet, dass der Bereich um Island herum Tiefdruckdominiert ist und somit ein Blockadehoch auf dem Atlantik verhindert wird. Das macht West- bis Nordwestwetterlagen über Deutschland, der Schweiz und Österreich wahrscheinlicher. Deutlicher zeigt sich das in den Druckanomalien der kommenden 10-Tage.

Druckanomalie bis 11. Februar
Druckanomalie bis 11. Februar - Hoch gegen Tief - Deutschland liegt in der milder werdenden Zone © climatereanalyzer.org

Wetterprognose des Langfristmodells: Ein normaler Wintermonat

Daran hat sich in den letzten Tagen nichts verändert. Das Langfristmodell simuliert im Februar 2019 eine Abweichung von -1 bis +1 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert. Der Norden leicht zu kühl, der Süden leicht zu mild - verbreitet normal.

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In der Niederschlagsbewertung hat es Veränderungen gegeben. Demnach wird der Februar zu trocken - teils deutlich zu trocken - simuliert.

Schaut man auf Europa, so wird über den Gebieten südlich der Alpen eine deutlich erhöhte Niederschlagsneigung berechnet. Weiter nach Norden nimmt die Niederschlagsneigung ab. In der Interpretation herrscht von Grönland über Island bis über das westliche Russland hoher Luftdruck vor. Die atlantischen Tiefdrucksysteme werden auf eine südlichere Bahn gedrückt, was über Mitteleuropa zu einem wechselhaften und mal milden und kühleren Wetter führen kann.

Abweichungen der Temperaturen im Winter 2018/19 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
Dezember 2018 +3 Grad Viel zu nass
Januar 2019 +0,5 bis +1 Grad Trend: zu nass
Februar 2019 -1 bis +1 Grad Trend: zu trocken
Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2018/2019 vom 01.02.2019
Diagramm der Temperaturprognose Winter 2018/19

Der Wettertrend zeichnet sich ab, doch die Kontrollläufe sind mehrheitlich noch orientierungslos. Das liegt mitunter an den unterschiedlichen Ausgestaltungen der Polarwirbelstruktur. Anders formuliert: Der Trend ist wahrscheinlich, die Details variabel. Die nächste Aktualisierung erfolgt heute Abend gegen 20:45 Uhr an dieser Stelle.

Update der Wetterprognose von 20:43 Uhr
Es war ja zu erwarte: Das amerikanische Vorhersage-Modell hat seine deutlich zu kalten Berechnungen von heute Morgen im Tagesverlauf komplett über den Haufen geworfen und simuliert bspw. für den 13. Februar Tageshöchstwerte von +8 bis +13 Grad. Dem Frühling näher als dem Winter.

Der Grund für die Milderung ist eine imposante Tiefdruckentwicklung auf dem Atlantik, welche im Verbund mit einem Hoch über der Mittelmeerregion und Mitteleuropa ab dem 6. Februar sehr milde Luftmassen aus südwestlichen Richtungen nach Deutschland führt. Der Winter hat demnach kaum Chancen sich durchzusetzen.

Milde Südwestwetterlage
Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Milde Südwestwetterlage © www.meteociel.fr


Das europäische Vorhersage-Modell: Eine ganz knappe Entscheidung
Die Berechnungen des europäischen Wettermodells laufen über kurz oder lang zwar auch auf eine Südwestwetterlage hinaus, doch das Kontinentalhoch ist nicht sehr weit entfernt. Es spielt also weiterhin eine Rolle und so wäre es nicht verwunderlich, wenn die Modelle morgen nochmals kältere Varianten präsentieren.

Wie bereits gestern wird heute erneut eine Patt-Situation simuliert
Berechnung der Großwetterlage nach dem europäischen Prognose-Modell: Wie bereits gestern wird heute erneut eine Patt-Situation simuliert © www.meteociel.fr


Das amerikanische Vorhersage-Modell mit großen Sprüngen
Um das einmal zu verdeutlichen, wie groß derzeit die Schwankungen sind. Heute Morgen berechnete das amerikanische Vorhersage-Modell für den 10. Februar eine Temperatur in 1.500 Meter Höhe von -13,7 Grad. Heute Abend sind daraus +5 Grad geworden. Der Mittelwert der Kontrollläufen bleibt moderater und orientiert sich mit +3 bis +5 Grad über dem Norden und Westen und +1 bis +2 Grad über dem Süden und Osten am langjährigen Mittelwert.

Wettertrend wenig winterlich
Der Wettertrend der letzten Tage bestätigt sich mehr und mehr. Eine richtig tiefwinterliche Großwetterlage bleibt zwar (noch immer) nicht auszuschließen, doch mehrheitlich deutet sich eine nasskalte bis milde Entwicklung der Großwetterlage an.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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