Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2018/2019 aktuelle Wetterprognose vom 28.01.2019 - Winterliche Varianten nehmen zu

Der Winter wagt sich wieder bis in die tieferen Lagen vor. Ob er sich für längere Zeit durchsetzen kann, hängt von einem Hochdruckkeil ab.

Das Wetter zeigt sich in den kommenden Tagen bis in den Februar hinein instabil. Immer wieder ist mit Niederschlägen zu rechnen, welche teils bis in tiefere Lagen in Schnee oder Schneeregen übergehen können. Vor allem in den Nächten ist auch in den tieferen Lagen mit der Ausbildung einer Schneedecke zu rechnen, mehr Schnee gibt es ab den mittleren Lagen. Mehr dazu in der aktuellen Schneeprognose.

Als richtig winterlich ist der Wettercharakter aber nicht zu bewerten. Dazu fehlt es an der Höhenkälte. Vielmehr handelt es sich um einen nasskalte Wetterlage mit winterlichen Optionen ab den mittleren Lagen. Anfang Februar setzt zudem in der Höhe eine Milderung ein, welche sich - aufgrund einer schwachen Durchmischung - nur schwerlich bis in tiefere Lagen durchsetzen kann. Ab dem 2. und 3. Februar wird es wieder kälter und die Schneefallgrenze sinkt bis in tiefere Lagen ab. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose für das Wetter Februar 2019.

Welche Richtung schlägt der Winter ein?
Welche Richtung schlägt der Winter ein?

Wetterprognose nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Winterwetter

Die Wettervorhersage des amerikanischen Vorhersage-Modells berechnet im Zeitraum vom 3. bis 5. Februar eine andere Variante wie in den Tagen zuvor. Das Azorenhoch strebt nach Norden auf und blockiert die atlantische Tiefdruckrinne zwischen England und Island. Auf der Rückseite gelangen kältere Luftmassen nach Deutschland, was die Tageswerte - auch in tieferen Lagen - in den Dauerfrostbereich absinken lassen kann. Simuliert werden bspw. für den 6. Februar Tageshöchstwerte von -4 bis +1 Grad. Bei einem strammen Nordwind ist zudem immer wieder mit leichten Schneefall zu rechnen. Winterliche Wetterverhältnisse.

Die Zufuhr arktischer Kaltluftmassen kann sich im Zeitraum vom 6. bis 11. Februar weiter intensivieren. Der Hochdruckkeil kippt nach Osten weg und positioniert sich zum 8. Februar zwischen den Azoren, England und Skandinavien. Deutschland liegt am südlichen Hochdruckgradienten in einer kalten Ostströmung, was die Tageswerte mit -7 bis 0 Grad noch weiter absinken lassen kann. Zeitweilige Schneefälle komplettieren die winterliche Wetterentwicklung.

Winterwetter
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Winterwetter © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Mehr nasskalt als Winter

Der Hochdruckkeil des Azorenhochs kann sich nicht wirklich etablieren und kippt im Zeitraum vom 3. bis 5. Februar nach Osten über Mitteleuropa weg. Im gleichen Zeitraum ist die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik als hoch zu bewerten, was über Deutschland, Österreich und der Schweiz zu einer wenig winterlichen Entwicklung der Großwetterlage führen kann. Die Tageswerte werden bspw. für den 6. Februar im Bereich von +1 bis +6 Grad berechnet und stehen somit konträr zu den Berechnungen des amerikanischen Vorhersage-Modells - auf die Hochdruckzone, bzw. den Hochdruckkeil kommt es an.

Der Hochdruckkeil kippt nach Osten weg
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Der Hochdruckkeil kippt nach Osten weg © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: Kältere Varianten nehmen zu

Die Berechnungen des amerikanischen Vorhersage-Modells waren gegenüber den Kontrollläufen in den letzten Tagen stets ein zu warmer Ausreißer. Die Differenz zum Mittelwert betrugt teilweise bis zu 10 Grad und es war nur eine Frage der Zeit, bis eine andere Variante berechnet wird. Das scheint heute der Fall zu sein. Der Hauptlauf ist ganz gut in die Kontrollläufe eingebettet. Solange aber das europäische Vorhersage-Modell nicht eine ähnliche Wetterentwicklung berechnet, bleibt alles eine hypothetische Betrachtung. Anders formuliert sind nasskalte Wetterentwicklungen in tieferen mit winterlichen Optionen ab den mittleren Lagen weiterhin eine sehr wahrscheinliche Wetterentwicklung. Für die Jahreszeit zu warme Varianten spielen in der ersten Februar-Dekade eine untergeordnete Rolle.

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Nasskalt bis winterlich

Das Temperaturspektrum liegt am 3. Februar zwischen -3 bis +3 Grad (Mittelwert: +1 Grad über dem Westen und Norden, 0 Grad über dem Osten und -1 Grad über dem Süden), am 8. Februar zwischen -7 bis +6 Grad (Mittelwert: 0 Grad über dem Westen und Norden und -1 bis -3 Grad über dem Osten und Süden) und am 12. Februar zwischen -10 und +6 Grad (Mittelwert: -1 Grad über dem Westen, -2 Grad über dem Norden und -3 Grad über dem Süden und Osten). Die Niederschlagsneigung ist im gesamten Zeitraum leicht erhöht.

Diagramm Temperaturen Februar 2019 vom 28.01.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Februar 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Gewaltige Differenzen

Die Kontrollläufe weißen in sich gewaltige Unterschiede auf. Nicht selten wird ein Hochdruckkeil von den Azoren in Richtung Island berechnet, welcher in manchen Varianten über das europäische Nordmeer einen Brückenschlag zum Kontinentalhoch eingeht. Im Grunde werden die Berechnungen des amerikanischen Vorhersage-Modells gestützt. Aber es kann auch anders kommen, wenn der Hochdruckkeil nach Osten weggedrückt wird und das Kontinentalhoch dadurch gestärkt wird. Nachfolgend läuft die atlantische Frontalzone auf das Hoch auf und Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen in eine milde südliche bis südwestliche Strömungskomponente - davon ist man aber - im Moment - weit entfernt.

In der Theorie sind auch milde bis warme Varianten möglich
Berechnung Großwetterlage nach Kontrolllauf: In der Theorie sind auch milde bis warme Varianten möglich © www.meteociel.fr

Es kommt frischer Wind in die Wetterprognosen. Was sich im Tagesverlauf alles verändert hat, klären wir heute Abend gegen 20:00 Uhr an dieser Stelle.

Update der Wetterprognose von 19:45 Uhr
Aus technischen Gründen müssen wir das Update heute Abend etwas vorziehen und können aus diesem Grund noch nicht auf die Wetterprognose des europäischen Vorhersage-Modells eingehen. Wir versuchen dies im Laufe des Abends nachzuholen.

Das amerikanische Vorhersage-Modell berechnet bis Ende Januar in tieferen Lagen eine nasskalte und ab den mittleren Lagen eine winterliche Großwetterlage. Einiges an Neuschnee hat es heute bereits gegeben. Anfang Februar zieht ein Tiefdrucksystem von England nach Mitteleuropa und sorgt in der Höhe für eine Milderung, welche sich bis zum 2. Februar mit +0 bis +5 Grad bis in die tiefere Lagen durchsetzen kann. Die Schneefallgrenze steigt für einen kurzen Zeitraum auf bis 1.000 Meter an, sinkt aber zum 2. Februar auf 300 bis 600 Meter ab.

Nachfolgend meridionalisiert das Strömungsmuster bis zum 5. Februar, was die Tageswerte mit -1 bis +3 Grad über dem Süden und +0 bis +4 Grad über dem Nordwesten in einen nasskalten Bereich einpendeln lassen kann.

Kein Winterwetter?
Im Gegensatz zu heute Morgen und heute Nachmittag schwenkt das amerikanische Vorhersage-Modell heute Abend erneut um. Der Hochdruckkeil kippt nach Osten weg und nachfolgend haben im Zeitraum vom 6. bis 12. Februar die atlantischen Tiefdrucksysteme freie Bahn in Richtung Mitteleuropa. Milde, nasskalte und kalte Luftmassen wechseln sich ab und bei einem unbeständigen Wettercharakter ist auch mit viel Wind zu rechnen. Das Temperaturspektrum schwankt meist in einem Bereich von +1 bis +7 Grad, was für winterliche Wetterverhältnisse zu mild ist.

Im Gegensatz zu den vorherigen Simulationen fehlt heute Abend der Hochdruckkeil auf dem Atlantik
Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Im Gegensatz zu den vorherigen Simulationen fehlt heute Abend der Hochdruckkeil auf dem Atlantik © www.meteociel.fr


Ein Hin und Her
Was wahrscheinlich auch nicht so schnell beendet sein wird. Zum Vergleich: Gestern Abend wurde ein stabiles Hochdrucksystem über Mitteleuropa mit - sehr - milden Temperaturen berechnet. Heute Morgen und am Nachmittag zunächst ein Blockadehoch auf dem Atlantik mit winterlichen Wetterbedingungen über Mitteleuropa. Heute Abend nun eine westliche Grundströmung. Einzig heute Morgen und heute Nachmittag waren die Berechnungen gut in die Kontrollläufe eingebettet - heute Abend erfolgt wieder der deutlich zu warme Ausreißer.

Apropos Kontrollläufe: Der Mittelwert schwankt über dem Süden und Osten zwischen -1 und 0 Grad und über dem Norden und Westen mit 0 bis +2 Grad im leicht positiven Bereich. Auch hier wieder der Vergleich: Das amerikanische Vorhersage-Modell weißt zeitweilig eine Differenz von bis 8 Grad zum Mittelwert der Kontrollläufe aus.

Woher kommen die Unsicherheiten?
Zwei Faktoren spielen derzeit eine Rolle. Einmal das Kontinentalhoch, welches versucht sich nach Westen auszudehnen und zum anderen der instabile Polarwirbel, welcher nach den Kontrollläufen ein hohes Potential für ein Hochdruckeinschub zwischen den Azoren, Island, Grönland und Alaska hat. Das Blockadehoch auf dem Atlantik ist nicht vom Tisch. Sollte es aber nicht zustande kommen, so wird die atlantische Frontalzone wohl auf das sich nach Westen ausdehnende Kontinentalhoch auflaufen und für mildere Temperaturverhältnisse sorgen können.

Auffällig sind die Hochdruckeinschübe von den Azoren in Richtung Grönland
Berechnung der Großwetterlage nach Kontrolllauf: Auffällig sind die Hochdruckeinschübe von den Azoren in Richtung Grönland © www.meteociel.fr


Kurzer Nachtrag noch zum europäischen Vorhersage-Modell: Es gab gegenüber heute Morgen kaum Veränderungen. Weder mild, noch winterlich - nasskalt.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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