Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2018/2019 aktuelle Wetterprognose vom 25.01.2019 - Deutschland zwischen den Fronten

Zwischen einer winterlichen und milden Wetterentwicklung. Die Wettermodelle berechnen nun einen einheitlichen Trend - ist das Hin und her damit beendet?

Der Januar endet so, wie er sich die ganze Zeit über präsentiert hatte - als Gemischtwarenladen und hat von allem etwas zu bieten. Schnee, Eisregen, Regen, Sturm, Schnee- und Graupelschauer, dazu winterliche Wetterverhältnisse ab den mittleren Lagen mit mäßigem Nachtfrost. Gerade die Übergangsphasen sind als kritisch zu bewerten - mit gefährlicher Glättebildung ist zu rechnen. Mehr dazu im aktuellen Warnlagenbericht.

Für das Wetter Anfang Februar 2019 zeichnet sich nach den Vorhersage-Modellen ein zunehmend milder werdender Wettertrend ab. Der Trog liegt für winterliche Wetterverhältnisse zu weit westlich und das Kontinentalhoch rückt zu weit in Richtung Skandinavien vor. So prallen die Tiefdrucksysteme gegen das Hoch und führen aus südwestlichen Richtungen mildere Luftmassen nach Deutschland. Die Tageswerte können nach beiden Vorhersage-Modellen auf +4 bis +8 Grad ansteigen. So hätte der Winter keine Chance.

Die Kontrollläufe aber stützen diesen Wettertrend nur bedingt. Es hängt sehr viel davon ab, wie weit das Kontinentalhoch tatsächlich nach Westen vorankommt. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose für das Wetter Februar 2019.

Die Position eines Troges entscheidet über eine milde oder winterliche Wetterentwicklung
Die Position eines Troges entscheidet über eine milde oder winterliche Wetterentwicklung

Wetterprognose nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Milderung Anfang Februar, dann wieder kälter

Heute Nachmittag wurden die Berechnungen von heute Morgen nochmals bestätigt. Der Trog liegt zu weit westlichen und führt Anfang Februar milde Luftmassen nach Deutschland. Die Tageswerte können im Zeitraum vom 1. bis 3. Februar auf +0 bis +5 Grad ansteigen. Bei einer regen Tiefdruckaktivität ist immer wieder mit Niederschlägen zu rechnen, welche ab Höhenlagen von 800 bis 1.000 Meter in Schnee übergehen können.

Winterlich ab den mittleren Lagen

Der Trog kommt bis zum 3. Februar weiter nach Osten voran und führt über Deutschland kühlere Luftmassen hinweg. Die Temperaturen sinken im Zeitraum vom 3. bis 7. Februar auf -2 bis +4 Grad ab und ab 200 bis 400 Meter gehen die Niederschläge in Schnee über. Ein winterlicher Wettercharakter mit Ausbildung einer Schneedecke ist ab 400 bis 700 Meter möglich.

Kein Flachlandwinter

Zumindest nach der aktuellen Wettervorhersage des amerikanischen Vorhersage-Modells. Das Trogzentrum bleibt zwischen Island und England intakt und so gelangen Deutschland, Österreich und die Schweiz immer wieder auf die milde Vorderseitenanströmung. Anders formuliert: Wechselfrostwetter ab den mittleren und eine nasskalte Wetterentwicklung in tieferen Lagen.

Da spricht einiges gegen Winterwetter
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Da spricht einiges gegen Winterwetter © www.meteociel.fr

Der Polarwirbel als Impulsgeber

Dieses Hin und Her setzt sich auch heute fort. Bis gestern Abend sah es ganz danach aus, als ob die Hochdruckbrücke zwischen Sibirien und Alaska unterbrochen werden kann. Heute bleibt sie intakt. Das ist entscheidend, ebenso wie das voran rücken des Kontinentalhochs in Richtung Skandinavien und je nachdem, wie sich diese Achse ausrichten wird, wird maßgeblich der letzte Wintermonat davon beeinflusst werden können.

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Wettertrend ist klar umrissen - Veränderungen sind möglich

Gesichert ist die Milderung in den ersten Februar-Tagen nicht - es ist momentan ein wahrscheinlicher werdender Wettertrend. Die Kontrollläufe stützen diese Entwicklung (noch) nicht und schaut man sich den Durchschnitt aller Berechnungen zum 5. Februar an, so bleibt der Hochdruckklotz über Sibirien bestehen und kann die Hochdruckachse bis nach Alaska nicht aufrecht erhalten.

Strukturelle Veränderungen sind Anfang Februar nicht auszuschließen
Durchschnittsberechnung der Kontrollläufe: Strukturelle Veränderungen sind Anfang Februar nicht auszuschließen © www.meteociel.fr

Hoch gegen Tief

Zusammenfassen lassen sich die Kontrollläufe in einem Showdown zwischen dem Hoch über Sibirien und dem aktiven Teil des Polarwirbels über Kanada. Deutschland liegt an der Grenze der beiden Systeme. Die nachfolgende Wetterkarte aber zeigt ganz gut, wie der Durchschnittswert zu interpretieren wäre. Polarwirbelsplitt mit Wettersumpf über Mitteleuropa.

Strukturloser Wettersumpf über Mitteleuropa
Berechnung Großwetterlage nach Kontrolllauf: Strukturloser Wettersumpf über Mitteleuropa © www.meteociel.fr

Wetterprognose der Kontrollläufe: amerikanisches Vorhersage-Modell viel zu warm

Das sich das Hin und Her in den kommenden Stunden noch fortsetzen könnte, zeigen die Kontrollläufe eindrucksvoll. Bspw. berechnet der Hauptlauf am 3. Februar Tageshöchstwerte von +4 bis +8 Grad. Der Mittelwert der Kontrollläufe aber schwankt über dem Süden, Osten und Norden zwischen - 1 und 0 Grad und über dem Westen bis +1 Grad. Am 9. Februar liegt das Temperaturspektrum zwischen -9 und +8 Grad bei einem Mittelwert von +1 Grad über dem Westen, 0 Grad über dem Norden und -2 Grad über dem Süden und Osten. Die Kontrollläufe bleiben weitgehend winterlich.

Diagramm Temperaturen Februar 2019 vom 25.01.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Februar 2019 von zu kalt, normal, zu warm

NAO-Index bleibt positiv

Der AO-Index wird bis weit in den Februar hinein deutlich negativ berechnet - ein instabiles Verhalten des Polarwirbels kann als gesichert bewertet werden. Der NAO-Index aber bleibt positiv. Das bedeutet, dass sich im Bereich rund um Island immer wieder Tiefdrucksysteme festsetzen können. Eine tiefwinterliche Wetterlage ist weniger wahrscheinlich. Vielmehr schwankt es im Bereich um die nasskalte Großwetterlage mit Optionen auf Winterwetter ab den mittleren Lagen.

Druckanomalie bis 5. Februar
Druckanomalie bis 5. Februar - Diese zwei Faktoren können entscheidend für den Wetterablauf im letzten Wintermonat sein © climatereanalyzer.org

Ob es im Tagesverlauf noch zu Veränderungen gekommen ist, oder sich der mildere Wettertrend bestätigt hat, erläutern wir gegen 20:30 Uhr in einer kurzen Aktualisierung der Wetterprognose an dieser Stelle.

Update der Wetterprognose von 20:34 Uhr
Sowohl heute Nachmittag, wie auch heute Abend berechnete das amerikanische Vorhersage-Modell eine - je nach Standpunkt - gemäßigt kalte, bzw. milde Variante. Der Trog wird erneut weiter westlich berechnet, was Deutschland, Österreich und die Schweiz mal auf die milde Vorderseite und mal auf die gemäßigt kalte Rückseite bringt. Die Temperaturen schwanken zwischen +4 bis +8 Grad, bzw. -1 bis +4 Grad. Nicht wirklich warm aber auch nicht winterlich kalt.

Schaut man sich die Entwicklung der Großwetterlage an, so hat sich nichts verändert. Deutschland liegt zwischen den Fronten der atlantischen Frontalzone und eines mächtigen Hochdruckblocks über dem westlichen Russland. Beide Wettersysteme schenken sich nichts und so ist nach dieser Wettervorhersage in der ersten Februar-Dekade ein nasskalter und abwechslungsreicher Wettercharakter zu erwarten.

Zwischen den Systemen im Wettersumpf
Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Zwischen den Systemen im Wettersumpf © www.meteociel.fr


Wetterprognose des europäischen Vorhersage-Modells: Zwischen den Fronten
Die Wettervorhersage des europäischen Prognose-Modells ist sehr ähnlich. Die Tiefdrucksysteme rennen gegen das Hochdruckbollwerk über dem Osten an und der letztendliche Durchbruch gelingt nicht. Stattdessen prallen die Wettersysteme über Mitteleuropa aufeinander und Deutschland gelangt in eine gemäßigt milde Südwestströmung.

Strukturloses Gammelwetter
Berechnung der Großwetterlage nach dem europäischen Prognose-Modell: Strukturloses Gammelwetter © www.meteociel.fr


Kontrollläufe: Kalt ab den mittleren Lagen
Zwar sind die Kontrollläufe auf den langsam milder werdenden "Zug" aufgesprungen, doch wirklich mild ist das alles nicht. Der Mittelwert des Spektrums schwankt im Zeitraum vom 29. Januar bis 10. Februar zwischen 0/-1 Grad über dem Süden und Osten und +0 bis +2 Grad über dem Westen und Norden. Anders formuliert spricht das für winterliche Wetterverhältnisse ab den mittleren Lagen (300 bis 600 Meter). Der Hauptlauf des amerikanischen Vorhersage-Modells gehört zu den wärmsten Varianten. Ähnlich verhält es sich beim europäischen Prognose-Modell. Milderung ist möglich, Skepsis ist angebracht.

Warum spielen die Kontrollläufen noch nicht mit? Die simulierte Großwetterlage ist zwar sehr wahrscheinlich, doch (noch) nicht gesichert. Eine nicht unerhebliche Anzahl der Kontrollläufe berechnet den Hochdruckeinschub, bzw. das sibirische Hochdrucksystem in einer anderen Position, was eben entscheidend zwischen winterlichen Wetterverhältnissen und nasskaltem Dümpelwetter sein kann.

Veränderungen sind möglich
Berechnung der Großwetterlage nach Kontrolllauf: Veränderungen sind möglich © www.meteociel.fr


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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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