Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2018/2019 aktuelle Wetterprognose vom 24.01.2019 - Die Position eines Troges entscheidet über den weiteren Winterverlauf

Polarwirbelsplit oder nicht - zwischen winterlichen und nasskalten Wetterverhältnissen sind kleine Details von entscheidender Bedeutung!

Der Schneefall über dem Süden lässt nach und der Freitag beginnt mit einem ruhigen Wettercharakter, bevor zum Wochenende ein Sturmtief Deutschland überquert und dabei in der Höhe mildere Luftmassen über das Land führt. Dank des kräftigen - teils stürmischen - Windes ist die Durchmischung entsprechen gut, was die Milderung bis in tiefere Lagen führt. Die Tageswerte erreichen am Samstag und Sonntag +4 bis +8 Grad und können über dem Süden mit +2 bis +5 Grad noch etwas kälter ausfallen. Nichtsdestotrotz wird die Schneefallgrenze kurzzeitig auf bis über 1.000 Meter ansteigen können.

Ab Montag wird es wieder kälter, was auch in tieferen Lagen wieder zu Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer führen kann. Am Dienstag ist über dem Osten und Süden wieder mit Dauerfrost zu rechnen. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose für das Wetter Januar 2019.

Der Winter bleibt in Reichweite
Der Winter bleibt in Reichweite

Winterlicher Start in den Februar

Zwar kommt es im Detail noch sehr darauf an, wie sich der Trog über Mitteleuropa wird positionieren können, doch aktuell spricht vieles dafür, dass der Februar 2019 bei Tageswerten von -2 bis +2 Grad und zeitweiligem Schneefall winterlich startet. Mit der Ausbildung einer Schneedecke ist ab Lagen von 100 bis 300 Meter zu rechnen.

So oder so: Eine knappe Kiste

Das Hin und Her zwischen nasskalten und winterlichen Varianten wird sich noch etwas fortsetzen können. Deutlicher zeigt sich das anhand der Druckanomalien bis zum 4. Februar. Man erkennt den Ansatz einer Hochdruckblockade auf dem Atlantik - sollte das gelingen, könnte der Wintersack zugemacht werden. Wie sehr es aber im Detail darauf ankommt, zeigt sich in den beiden Pfeilrichtungen. Das Strömungsmuster ist meridional ausgeprägt und hat eine über Deutschland, Österreich und der Schweiz nordwestlich orientierte Großwetterlage zur Folge.

Da das steuernde Tief aber zu weit westlich liegt, gelangt Deutschland phasenweise in eine mildere (nicht warme) Westströmung. Liegt das Tief nur wenige hundert Kilometer weiter östlich, bleibt der Zustrom kalter Luftmassen erhalten und Winter bis in tiefere Lagen wäre zu erwarten.

Druckanomalie bis 4. Februar
Druckanomalie bis 4. Februar - Nasskalt Nordwest bleibt eine gute Option © climatereanalyzer.org

Amerikanisches Vorhersage-Modell: Wettertrend ist winterlich - es bleibt aber eine knappe Angelegenheit

Die Temperaturen pendeln im Zeitraum vom 1. bis 9. Februar im Bereich von -4 bis +2 Grad. Dazu sind immer wieder Schneefälle unterschiedlichster Intensität möglich. Der Knackpunkt aber zeigt sich auch hier in der Trogposition. Die nachfolgende Karte zeigt die Situation am 3. Februar. Für ein tiefwinterlichen Wettercharakter ist der Trog etwas zu weit westlich positioniert.

Eine sehr knappe Angelegenheit - Zwischen Winter und mildem Wetter liegen nur wenige hundert Kilometer
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Eine sehr knappe Angelegenheit - Zwischen Winter und mildem Wetter liegen nur wenige hundert Kilometer © www.meteociel.fr

Das europäische Vorhersage-Modell mit einer milderen Variante

Der Trog wird durch das Kontinentalhoch weiter nach Westen gedrückt. Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen somit auf die milde Vorderseitenanströmung des Troges.

Der Trog ist für winterliche Wetterverhältnisse zu weit westlich
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Der Trog ist für winterliche Wetterverhältnisse zu weit westlich © www.meteociel.fr

Großwetterlage ist winterlich

Die Kontrollläufe bestätigen mehrheitlich einen instabilen Polarwirbel mit diversen Ansätzen zu einem Polarwirbelsplit. Wurde in den letzten Tagen noch ein Hochdruckkeil von Sibirien bis nach Alaska - quer durch den Polarwirbel - simuliert, so wurde in den letzten Stunden davon Abstand genommen. Für alle Freunde des Winterwetters sind das grundsätzlich gute Nachrichten. Warum? Der aktive Teil des Polarwirbels über Kanada wird durch das Strömungsmuster nicht mehr befeuert, was Trogwetterlagen über Mitteleuropa wahrscheinlicher macht.

Anzeige

Ein riesiges Hochdrucksystem über Sibirien

Was zunehmend vermehrt in den Kontrollläufen berechnet wird, ist ein enorm kräftiges und weitreichendes Hochdrucksystem über Sibirien. Dabei wird der Hochdruckkeil in Richtung Alaska gekappt und der Kältepol kann in Richtung der Aleuten abgeführt werden.

Instabiler Polarwirbel mit einem mächtigen Hochdruckkomplex über Sibirien
Berechnung Großwetterlage nach Kontrolllauf: Instabiler Polarwirbel mit einem mächtigen Hochdruckkomplex über Sibirien © www.meteociel.fr

Polarwirbelsplit mit teils erheblichen Auswirkungen

Die oben gezeigte Karte stellt den Durchschnitt aller Kontrollläufe dar. Welche Auswirkungen das aber im Einzelnen haben kann, zeigt die nachfolgende Wetterkarte eines Kontrolllaufes. Ein Polarwirbelsplit mit völlig chaotischen Wetterverhältnissen über Mitteleuropa. Das Hin und Her wird wohl nicht so schnell enden.

Polarwirbelsplit mit chaotischen Auswirkungen über Mitteleuropa
Berechnung Großwetterlage nach Kontrolllauf: Polarwirbelsplit mit chaotischen Auswirkungen über Mitteleuropa © www.meteociel.fr

Wetterprognose des Langfristmodells: Normal bis leicht zu mild

Das Langfristmodell hat seine Wetterprognose für den Februar 2019 kaum verändert. Die Abweichung beträgt gegenüber dem langjährigen Mittelwert -0,5 bis +1 Grad und schwankt zwischen normal bis leicht zu mild. Der Februar hat somit ein hohes Potential der kälteste der drei Wintermonate werden zu können.

Die Niederschlagsneigung wird über Deutschland neutral um im Trend leicht zu trocken berechnet.

Abweichungen der Temperaturen im Winter 2018/19 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
Dezember 2018 +3 Grad Viel zu nass
Januar 2019 +0,5 bis +1,5 Grad Trend: zu nass
Februar 2019 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis leicht zu trocken
Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2018/2019 vom 24.01.2019
Diagramm der Temperaturprognose Winter 2018/19

Das werden - vor allem für die Freunde des Winterwetters - ein paar spannende Tage werden. Die Grenzen zwischen Freud und Leid werden nahezu fließend sein.

Anzeige

 

Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

Unterstützen Sie uns!

Ihnen gefallen unsere Wettervorhersagen? Dann unterstützen Sie uns mit einem freiwilligen Geldbetrag in einer von Ihnen gewünschten Höhe.

Betrag auswählen
Weitere Informationen

Mach mit!

Wetter ist Ihre Leidenschaft und Sie schreiben gerne? Für unsere Rubrik der Wettermeldungen aus aller Welt suchen wir Verstärkung. Falls Sie Lust haben, ein Teil des Teams von Wetterprognose-wettervorhersage.de zu werden, melden Sie sich einfach und unverbindlich über das Kontaktformular.

Kontakt zu uns

Stadtwetter (beta)