Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2018/2019 aktuelle Wetterprognose vom 18.01.2019 - Sorgt ein Mittelmeertief für einen hochwinterlichen Wetterabschnitt?

Sorgt ein Vb-Tief für winterliche Wetterverhältnisse in allen Höhenlagen und welche Chancen hat der Hochwinter? Die Prognosemodelle gegen in eine eindeutige Richtung. Doch der erhobene Zeigefinger bleibt - vorerst - erhalten!

In den kommenden Tagen werden die Temperaturen zunehmend winterlicher, doch lässt die Niederschlagsneigung über das Wochenende insgesamt nach, so dass es nicht überall zur Ausbildung einer dünnen Schneedecke reichen wird. Wahrscheinlich ist das heute noch über dem Osten und Süden von Deutschland der Fall.

Im Verlauf der kommenden Woche kommt es zu einem Abtropfprozesses eines Tiefdrucksystems über die Mittelmeerregion. Die Niederschlagsneigung steigt an und bei Temperaturen um die 0 Grad kann bis in tiefere Lagen mit Schneefall gerechnet werden. Winterliche Wetterverhältnisse sind ab Lagen von 200 bis 400 Meter zu erwarten. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose für das Wetter Januar 2019.

Winterliche Wetterverhältnisse
Winterliche Wetterverhältnisse

Wetterprognose amerikanisches Vorhersage-Modell: Vollwinter - aber mit erhobenem Zeigefinger

Das amerikanische Vorhersage-Modell berechnet bis zum 23. Januar den Tiefdruckwirbel über der Mittelmeerregion. Gleichzeitig strebt das Azorenhoch auf dem Atlantik steil nach Norden auf und es setzt ein meridionales Strömungsmuster ein. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen inmitten des Einflussbereichs des Tiefdrucksystems über der Mittelmeerregion.

Viel Niederschlag möglich

Ein Mittelmeertief ist bekannt für reichlich Niederschläge - meist an den südlichen Alpenrändern. Schwappt es weiter nach Norden, so ist auch über dem Süden von Deutschland mit viel Niederschlag zu rechnen. Da sowohl in der Höhe, als auch am Boden kalte Luftmassen advehiert werden, ist nach der aktuellen Wetterprognose mit Schneefall bis in tiefere Lagen zu rechnen.

Der erhobene Zeigefinger

Die Gefahr eines Mittelmeertiefs besteht in dessen Zugbahn. Zieht es zu weit nördlich, werden über die östliche Mittelmeerregion und dem östlichen Europa milde Luftmassen bis nach Deutschland geführt. Statt Schnee wäre mit kräftigen Regenfällen zu rechnen, welche nach Norden langsam in Schnee übergehen können. Liegt das Tief zu weit südlich, passiert nichts. Sehr häufig aber sorgen solche Mittelmeertiefs für kräftigen Schneefall.

Vollwinter

Im Zeitraum vom 24. bis 27. Januar verlagert sich der Hochdruckkeil über England und Skandinavien, während sich das Tief - entlang seiner Vb Zugbahn - weiter über das östliche Europa verlagert. Im Verbund der beiden Wettersysteme werden sehr kalte Luftmassen arktischen Ursprungs nach Süden geführt. Simuliert werden bspw. für den 27. Januar Tageshöchstwerte im Bereich von -9 bis -1 Grad und in den Nächten sind Tiefstwerte von unter -15 Grad möglich. Das amerikanische Vorhersage-Modell berechnet eine hochwinterliche Großwetterlage.

Eine hochwinterliche Wetterentwicklung
Berechnung Großwetterlage des amerikanischen Vorhersage-Modells: Eine hochwinterliche Wetterentwicklung © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Mittelmeertief mit hochwinterlicher Großwetterlage

Schaut man sich die Wettervorhersage des europäischen Wettermodells an, so erkennt man die Parallelen zur Simulation des amerikanischen Prognose-Modells. Mit einer Vb-Zugbahn positioniert sich bis zum 24. Januar ein Tiefdrucksystem über der Mittelmeerregion.

Sehr kalte Luftmassen

Gleichzeitig entsteht auf dem Atlantik ein Hochdruckkeil, welcher sich bis zum 26. Januar mit seinem Kern über Skandinavien festigt. Im Verbund der beiden Wettersysteme kommt es zur Advehierung sehr kalter Luftmassen arktischen Ursprungs, sodass nach diesen Berechnungen örtlich zweistellige Minusgrade am Tage erreicht werden können. Die Tiefstwerte können in den Nächten in die Nähe der -15 Grad Marke absinken.

Eine hochwinterliche Wetterentwicklung wird wahrscheinlicher
Berechnung Großwetterlage des europäischen Vorhersage-Modells: Eine hochwinterliche Wetterentwicklung wird wahrscheinlicher © www.meteociel.fr

Wie wahrscheinlich ist der Hochwinter?

Keine Frage, diese Wetterentwicklung wird in den kommenden Tagen in den Fokus rücken, doch gesichert ist diese Wetterentwicklung keineswegs. Das zeigt auch der Blick auf die Kontrollläufe. Sowohl das amerikanische, wie auch europäische Vorhersage-Modell gehören zu den kältesten Varianten. Der Mittelwert der Temperaturen in 1.400 Meter Höhe schwankt zwischen -4 und -8 Grad und wird vom amerikanischen Vorhersage-Modell kurzzeitig bis auf -17 Grad abgesenkt. Das zeigt, wie weit der Hauptlauf vom Mittelwert entfernt ist. Für Dauerfrost bis in tiefere Lagen müsste die Höhentemperatur etwa -7 Grad betragen.

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Winterliche Wetterverhältnisse ab den mittleren Lagen

Als weitgehend gesichert aber gilt die winterliche Wetterentwicklung ab den mittleren Lagen zwischen 300 bis 600 Meter. Die Niederschlagsneigung ist in den Kontrollläufen ab dem 23. Januar deutlich erhöht, was zu einem anwachsen der Schneedecke führen sollte.

Jahreszeitlich zu warme Temperaturen haben kaum Relevanz

Das Temperaturspektrum liegt am 27. Januar zwischen -12 und +3 Grad (Mittelwert: -2 bis -3 Grad über dem Westen und Norden, -4 Grad über dem Osten und -7 Grad über dem Süden) und am 31. Januar zwischen -6 und +5 Grad (Mittelwert: 0 bis -2 Grad).

Diagramm Temperaturen Februar 2019 vom 18.01.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Januar 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Der Zustand des Polarwirbels

Der Polarwirbel macht in den meisten Varianten der Kontrollläufen keine gute Figur. In 80 Prozent der Berechnungen wir der Polarwirbel gestört simuliert. In einigen Berechnungen kommt es zum Polarwirbelsplit. In 50 Prozent der Kontrollläufe hat der instabile Polarwirbel winterliche Auswirkungen auf Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Der Polarwirbelsplit bleibt ein Thema
Berechnung Polarwirbel nach Kontrolllauf: Der Polarwirbelsplit bleibt ein Thema © www.meteociel.fr

Was sich im Tagesverlauf alles verändert hat und welche Wetterentwicklungen im Februar möglich sind, erläutern wir heute Abend gegen 20:45 Uhr in einer Wetterprognose für das Wetter Februar 2019.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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