Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2018/2019 aktuelle Wetterprognose vom 28.12.2018 - Eine Entscheidung steht bevor - Kommt der Winter Anfang Januar?

Zwischen winterlichen Wetterverhältnissen und stürmischen Winden bei milden Temperaturen ist Anfang Januar noch alles möglich. Der Wettertrend hat eine klare Richtung.

Ein Sturmtief zieht am 29. Dezember über dem Norden und sorgt dort für einen unruhigen und unbeständigen Wettercharakter. Pünktlich zu Silvester setzt sich über Baden-Württemberg und Bayern ein Hochdrucksystem durch und sorgt für einen ruhigen und zu Nebel- und Hochnebel neigenden Wettercharakter. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Silvester 2018.

Der Winter hat vorerst keine Chancen sich in 2018 nochmals durchzusetzen. Ändert sich das 2019?

Schnee- und Graupelschauer im neuen Jahr?
Schnee- und Graupelschauer im neuen Jahr?

Wetterprognose amerikanisches Vorhersage-Modell: Kühler, mild, nasskalt - stürmisches Wetter

Im Zeitraum vom 1. bis 3. Januar geht ein Trog östlich von Deutschland nach Süden nieder und sorgt über Osteuropa für winterliche Wetterverhältnisse. Über Deutschland, Österreich und der Schweiz macht sich die Kälte nur kurz bemerkbar, an einen Wintereinbruch ist aber bis zum 3. Januar nicht zu denken. Einzelne Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer können sich aber durchaus untermischen.

Ruhiges Wetter

Im Zeitraum vom 4. bis 6. Januar zieht der Trog rasch nach Osten ab, während auf dem Atlantik kräftige Tiefdrucksysteme entstehen und nach Osten vorrücken. Das Hoch kippt in diesem Zeitraum nach Osten weg und über Deutschland, der Schweiz und Österreich entsteht eine gradientenschwache Großwetterlage. Ein Wechselspiel aus Sonne, Wolken, Nebel und gelegentlich etwas Niederschlag ist bei Temperaturen von +4 bis +8 Grad zu erwarten.

Starkwindereignisse

Im Zeitraum vom 6. bis 8. Januar baut sich eine Tiefdruckrinne von Neufundland bis weit über das westliche Russland reichend auf. Deutschland gelangt auf die südliche Strömung der Tiefdrucksysteme, was in diesem Zeitraum zu kräftigen Niederschlag und teils unwetterartigen Starkwindereignissen führen kann. Mit dem Wind werden aus südwestlichen Richtungen milde Temperaturen nach Deutschland geführt, was die Tageswerte bis zum 8. Januar auf +8 bis +13 Grad ansteigen lassen kann.

Ein Hauch von Winter

Im Zeitraum vom 9. bis 12. Januar kommt es nach der Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells zu einem sog. Downstream-Development. Das Tief positioniert sich über Skandinavien und trogt nach Süden aus. Die Wetterdynamik bleibt auf dem Atlantik hoch, sodass der Zustrom winterlich kalter Luftmassen nicht gelingen mag. Vielmehr ist in diesem Zeitraum bei Tageswerten von +0 bis +5 Grad und gelegentlichen Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauern bis in tiefere Lagen mit einem nasskalten Wettercharakter zu rechnen.

Turbulentes Wetter mit einem Hauch von Winter
Berechnung Großwetterlage des amerikanischen Vorhersage-Modells: Turbulentes Wetter mit einem Hauch von Winter © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Winterliche Wetterverhältnisse

Anders bleibt die Wettervorhersage des europäischen Vorhersage-Modells. Das Hoch kippt Anfang Januar nicht nach Osten ab und der Trog geht westlicher nieder.

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Schneefall und Dauerfrost - Winterwetter

Am 1. Januar zieht ein kräftiger Tiefdruckwirbel über Skandinavien nach Osten und intensiviert sich in diesem Prozess. Das Hoch liegt noch in stabiler Form über Deutschland. Am 2. Januar liegt das Tief über der Ostsee. Das Hoch weicht nach Westen aus und erstreckt sich von der westlichen Mittelmeerregion bis nach Island.

Infolge entsteht daraus ein meridionales Strömungsmuster und im Verbund der beiden Wettersysteme werden kalte Luftmassen arktischen Ursprungs bis nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt. Schneefälle sind ab dem 2. Januar in Betracht zu ziehen. Dauerfrost ist demnach ab dem 3. Januar zu erwarten.

Das Hoch kippt weg

Als stabil ist die Wettervorhersage des europäischen Vorhersage-Modell nicht zu bewerten. Dem Hoch gelingt es nicht die Blockadehaltung aufrecht zu erhalten und kippt zum 6. Januar über Mitteleuropa weg. Von Norden wird es langsam milder, doch kann sich südlich der Linie von Köln und Dresden der Dauerfrost noch bis zum 6. Januar halten.

Winterliche Wetterverhältnisse Anfang Januar, doch fehlt es dem Trog an Stabilität
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Winterliche Wetterverhältnisse Anfang Januar, doch fehlt es dem Trog an Stabilität © www.meteociel.fr

Major-Warming!

Kaum Veränderungen. Die Mehrheit der Prognose-Modelle berechnet in Stratosphärenhöhe die Umkehr der zonalen Winde mit dem Jahreswechsel. Die aktuelle Windgeschwindigkeit beträgt +50 km/h, sinkt zum 30. Dezember auf +7 km/h ab und erreicht zum 3. Januar einen Minimum von -58 km/h. Das bedeutet, dass der Polarwirbel von oben herab einen gravierend schwächenden Einfluss erhält, dessen Auswirkungen die Vorhersage-Modelle zum aktuellen Stand noch nicht erfassen können, da die realen Werten schlichtweg noch nicht vorliegen.

So ist im Zeitraum vom 29. Dezember bis 5. Januar mit zunehmenden Unsicherheiten in den Prognose-Modellen zu rechnen. Da wir entsprechend viele Anfragen erhalten, sei an dieser Stelle nochmals darauf hingewiesen. Ein mögliches Major-Warming hat nicht zwangsläufig einen Wintereinbruch über Deutschland, Österreich und der Schweiz zur Folge, es verbessert lediglich die Rahmenbedingungen hierfür.

Keine Erholung des stratosphärischen Wirbels

Auch das berechnen die Vorhersage-Modelle mehrheitlich. Bis zum 13. Januar bleibt die Windgeschwindigkeit entlang des 65. Breitengrades in Stratosphärenhöhe negativ.

Der stratosphärische Wirbel kann sich bis zum 10. Januar nicht stabilisieren
Berechnung Polarwirbel in Stratosphärenhöhe: Der stratosphärische Wirbel kann sich bis zum 10. Januar nicht stabilisieren © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: Unwinterlich - starke Schwankungen Anfang Januar

Während das europäische Vorhersage-Modell eine winterliche Episode vom 2. bis 6. Januar berechnet, zeigen die Kontrollläufe lediglich eine Abkühlung auf ein Jahreszeit-typischen Bereich. Nachfolgend steigt der Temperaturtrend wieder an und liegt mit seinem Mittelwert etwa um 1 bis 4 Grad über dem langjährigen Mittelwert im zu warmen Bereich.

Aber…

Das Temperaturspektrum selbst hat Anfang Januar eine erhebliche Streuung und reicht am 4. Januar von -6 bis +7 Grad. Veränderungen sind in den kommenden Stunden zwangsläufig zu erwarten. Ob es im Tagesverlauf zu gravierenden Veränderungen gekommen ist, klären wir heute Abend gegen 20:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter Januar 2019.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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