Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2018/2019 aktuelle Wetterprognose vom 24.12.2018 - Ein Hauch von Winter im neuen Jahr?

Kommt der Winter? Es ist kälter geworden, doch von einer flächendeckenden weißen Weihnacht ist man weit entfernt. Doch die Anzeichen für einen Wetterwechsel im neuen Jahr mehren sich.

Die kräftigen Niederschläge der Nacht ziehen sich im Tagesverlauf an die Alpen zurück und die Niederschlagsneigung lässt allgemein nach. Über Weihnachten dehnt sich ein Hochdrucksystem über Deutschland aus und sorgt nach zäher Nebel- und Hochnebelauflösung für gelegentlich etwas Sonnenschein. Im Schwerpunkt über dem Norden sind hin und wieder auch leichte Niederschläge zu erwarten. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage zum Wetter Weihnachten 2018.

Vor allem über den östlichen und südöstlichen Landesteilen sind auch Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer zu erwarten, doch weiße Weihnachten bleiben den höheren Lagen vorbehalten. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Weihnachten 2018.

Ein winterlicher Wettercharakter mit Eis und Schnee?
Ein winterlicher Wettercharakter mit Eis und Schnee?

Das Wetter zwischen den Tagen

Vom 27. bis 29. Dezember dominiert das Hochdrucksystem das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz mit einem ruhigen Wettercharakter und milden Temperaturen. Je nach Nebel- oder Hochnebelauflösung ist auch Zeit für etwas Sonnenschein. Über dem Norden sind auch ein paar wenige Regentropfen möglich.

Stürmisches Silvester-Wetter?

Dahinter muss noch ein Fragezeichen gesetzt werden. Das amerikanische Vorhersage-Modell berechnet diese Variante seit gestern und rückt auch nicht sonderlich davon ab. Randtiefsysteme ziehen im Zeitraum vom 29. bis 31. Dezember vom Atlantik nach Skandinavien und sorgen zunächst über Norddeutschland für stürmische Winde, welche sich an Silvester weiter intensivieren und nach Süden ausdehnen können. Sollten diese Berechnungen eintreten, so wäre an Silvesternacht in manchen Regionen mit schweren Sturmböen zu rechnen. Der Wind kommt aus nördlichen Richtungen und lässt die Temperaturen nahe an die 0 Grad absinken. Die Niederschläge gehen bis in tiefere Lagen in Schnee über.

Das europäische Vorhersage-Modell stützt diese Entwicklung mit einem Sturmtief zum 30. Dezember, welches seine Wirkung zu Silvester verliert. Dennoch erscheint ein Starkwindereignis zum Jahreswechsel möglich zu sein. Morgen gehen wir auf das Sturmthema zum Wetter Silvester 2018 näher ein.

Stürmisches Silvesterwetter?
Berechnung Großwetterlage des amerikanischen Vorhersage-Modells: Stürmisches Silvesterwetter? © www.meteociel.fr

Wetterprognose amerikanisches Vorhersage-Modell: Vom heftigen Wintereinbruch bis zu frühlingshaft milden Temperaturen

Die Sprünge - welche das amerikanische Vorhersage-Modell von Prognose zu Prognose derzeit berechnet - sind bemerkenswert. Heute Nacht wurde eine tiefwinterliche Großwetterlage bis weit in den Januar hinein berechnet. Heute Morgen bleibt davon eine nasskalte Großwetterlage mit nachfolgender Milderung übrig.

Von tiefwinterlich auf milde Südwestwetterlage - die Schwankungen sind enorm
Berechnung Großwetterlage des amerikanischen Vorhersage-Modells: Von tiefwinterlich auf milde Südwestwetterlage - die Schwankungen sind enorm © www.meteociel.fr

Mögliches Major-Warming

Woher kommen diese Schwankungen? Aktuell erfährt die Stratosphäre eine enorme Erwärmung. Von ursprünglich -84 Grad sind die Temperaturen bis gestern auf +8 bis +12 Grad angestiegen. Spannend wird nun sein, ob es gelingen mag die Winde in dieser Höhe von West-Ost auf Ost-West zu drehen.

Normalerweise betragen die Windgeschwindigkeiten um Weihnachten herum +144 km/h. Aktuell liegen sie bei +108 km/h, am 29. Dezember bei 0 km/h und am 3. Januar bei -22 km/h. Eine Windumkehr ist möglich und somit wären die Kriterien für ein Major-Warming erfüllt- zumindest zum aktuellen Stand und nach den aktuellen Simulationen. Insgesamt eine knappe Angelegenheit, aber eine welche den Winter nachhaltig beeinflussen könnte.

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Schwankungen nehmen zu

Das Phänomen des möglichen Major-Warming erklärt auch, warum die Schwankungen so enorm ausfallen können, denn mit Winddrehung beginnen die oberen Luftschichten gegen die Rotationsbewegung des Polarwirbels zu wirken. Das kann im Extremfall soweit gehen, dass dieser komplett in sich zusammenbricht. Die Wellenbewegungen entlang der Polarfront nehmen zu und je nachdem auf welcher Seite Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen, ist mit einem milden, oder tiefwinterlichen Wettercharakter zu rechnen.

Das Warming hat sein vorläufigen Höhepunkt erreicht
Berechnung Polarwirbel in Stratosphärenhöhe: Das Warming hat sein vorläufigen Höhepunkt erreicht © www.meteociel.fr

NAO- und AO-Index

Beide Werte differieren Anfang Januar zunehmend und weise ein sehr breites Spektrum auf. Auch hier spiegeln sich die Unsicherheiten wieder. Schaut man auf die Druckanomalie der kommenden 10 Tage, so zeigt sich ein von Mitteleuropa vorstoßendes Hochdrucksystem in Richtung England. Gleichzeitig driftet der Tiefdruckschwerpunkt von Island weiter nach Nordosten ab. Dehnt sich das Hoch nun in den kommenden Tagen weiter in Richtung Island aus, ergeben sich durch diese Konstellationen winterliche Wetterverhältnisse in den ersten Januar-Tagen. Wenn nicht, bleibt es beim ruhigen und milden Wettercharakter.

Druckanomalie bis 4. Januar
Druckanomalie bis 4. Januar - Tendenz zur Verlagerung des Hochdrucksystems in Richtung Island © climatereanalyzer.org

Wie wahrscheinlich sind winterliche Wetterverhältnisse im Januar?

Schaut man sich die Wetterprognosen der Kontrollläufe an, so weisen diese ab dem 30. Dezember zunehmende Differenzen auf, welche in der Höhe von 1.400 Meter bis zu 18 Grad betragen können. Mehrheitlich simulieren die Kontrollläufe im Zeitraum vom 1. bis 7. Januar einen Temperaturrückgang auf ein etwas zu kühles Temperaturniveau. Der Winter wird in diesem Zeitraum zunehmend wahrscheinlicher.

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Das Temperaturspektrum erstreckt sich am 1. Januar zwischen -3 und +7 Grad (Mittelwert: +2 bis +5 Grad, am 5. Januar zwischen -6 und +5 Grad (Mittelwert: -2 bis 0 Grad über dem Osten und Süden und +1 bis +2 Grad über dem Norden und Westen) und am 8. Januar zwischen -8 bis +10 Grad (Mittelwert: -1 bis 0 Grad über dem Süden und Osten und +2 bis +3 Grad über dem Westen und Norden).

Die Niederschlagsneigung ist im Zeitraum vom 1. bis 8. Januar als leicht bis mäßig erhöht zu bewerten.

Winterwetter möglich

Interpretiert man nur die Mittelwerte der Kontrollläufe, so sind winterliche Wetterverhältnisse über dem Süden und Osten bis in tiefere Lagen möglich. Über dem Norden und Westen sind es nasskalte Wetteraussichten mit Schneeoptionen ab den mittleren Lagen. Tiefwinterliche Wettervoraussetzungen wären nach den Kontrollläufen - zum aktuellen Stand - in den höheren Lagen zu erwarten.

Diagramm Temperaturen Januar 2019 vom 24.12.2018
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Januar 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Abwarten

Die Wetterprognosen der Wettermodelle werden in den kommenden Stunden noch mehrfach hin und her springen können. Das ist nichts außergewöhnliches und war auch so zu erwarten. Viel wichtiger ist in den kommenden Tagen, ob es zur Windumkehr in Stratosphärenhöhe kommt und wie sich der Polarwirbel dazu einstellen wird. Das über Weihnachten wetterbestimmende Hoch wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Hauptakteur der kommenden Wetterentwicklung sein. Im Moment hilft in der Mittel- und Langfristvorhersage nichts anderes als abwarten.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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