Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2018/2019 aktuelle Wetterprognose vom 23.12.2018 - Der Temperaturtrend ist negativ - Chancen für den Winter?

Pünktlich zu Weihnachten wird es kälter, doch von einem winterlichen Wettercharakter ist man noch weit entfernt. Wie stehen die Chancen auf einen Wintereinbruch im Zeitraum nach Weihnachten?

Kräftige und örtlich auch unwetterartige Niederschläge sind in den kommenden 24 Stunden im Schwerpunkt über Baden-Württemberg und Bayern zu erwarten. An Heiligabend ziehen sich die Niederschläge an die Alpen zurück und nachfolgend sinken die Temperaturen mit +3 bis +7 Grad in den nasskalten Bereich ab.

Vor allem über den östlichen Landesteilen sind auch Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer zu erwarten, doch weiße Weihnachten bleiben den höheren Lagen vorbehalten. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Weihnachten 2018.

Winter im neuen Jahr?
Winter im neuen Jahr?

Viel Niederschlag über dem Süden

Die aktuelle Niederschlagsprognose berechnet über weite Teile vom Saarland, Baden-Württemberg und Bayern in den kommenden 24 Stunden Niederschlagssummen von 20 bis 40 l/m² und in Staulagen bis zu 80 l/m². An den Alpen können bis 100 l/m² erreicht werden. Somit sind die Unwetterkriterien für Starkniederschlag erfüllt. In manchen Regionen kann mit Überflutungen gerechnet werden. Weitere Informationen zur Hochwassersituation.

Wetterprognose amerikanisches Vorhersage-Modell: Erhebliche Schwankungen

Die Wettervorhersagen des amerikanischen Vorhersage-Modells berechnen Deutschland, Österreich und die Schweiz im Zeitraum vom 27. bis 30. Dezember weitgehend unter Hochdruckeinfluss. Die Frage wird sein, wo sich der Nebel und Hochnebel auflöst und die Sonne zum Vorschein kommen lässt. Zwischendurch sind auch Schauer möglich, doch die Temperaturen bleiben mit Werten von +3 bis +6 Grad für die Jahreszeit zu mild. Kurz vor Silvester dreht der Wind auf nördliche Richtungen und kann die Temperaturen noch weiter absinken lassen. Wie das Wetter an Silvester im Detail verlaufen kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einem Update.

Anfang Januar nehmen die Schwankungen zu. In den letzten Stunden waren sowohl winterliche als auch milde Wetterentwicklungen berechnet worden. Zum aktuellen Stand zeigt sich zum Jahreswechsel über Kanada ein enormer Kaltluftausbruch in Richtung Neufundland, was die Tiefdruckproduktion auf dem Atlantik auf Hochtouren laufen lässt. Das Hochdrucksystem stellt sich dieser Situation und blockiert, bzw. lenkt die Tiefdrucksysteme über das europäische Nordmeer und Skandinavien ab.

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Auf die Hochdruckposition kommt es an

Im Zeitraum vom 1. bis 5. Januar verlagert sich das Hochdruckgebiet weiter auf den Atlantik, hinterlässt aber eine schwache Hochdruckzone quer über Mitteleuropa bis über das westliche Russland verlaufend. Zur gleichen Zeit bildet sich über der östlichen Mittelmeerregion ein Tiefdrucksystem und im Verbund der Wettersysteme gelangen kältere Luftmassen kontinentalen Ursprungs nach Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Deutlich kälter - Dauerfrost möglich

Mit der örtlichen Grundströmung und der nächtlichen Abstrahlung können die Werte bis zum 4. Januar auf -4 bis +0 Grad über dem Süden und Osten und +0 bis +3 Grad über dem Norden und Westen absinken. Dauerfrost wird in einigen Regionen zum Thema werden können. Wie unter Hochdruckeinfluss aber üblich, ist nur mit einer sehr geringen Niederschlagsneigung zu rechnen. In den Nächten werden Tiefstwerte von -10 bis 0 Grad simuliert.

Ein strammer Ostwind führt winterlich kalte Temperaturen nach Deutschland
Berechnung Großwetterlage des amerikanischen Vorhersage-Modells: Ein strammer Ostwind führt winterlich kalte Temperaturen nach Deutschland © www.meteociel.fr

Wetterprognose des europäischen Vorhersage-Modells: kurzfristige Veränderungen möglich

Schon an Silvester zeigen sich nach der aktuellen Wettervorhersage des europäischen Vorhersage-Modells Veränderungen. Das Hoch strebt nach Norden auf und sorgt mit einer von Nordost nach Südwest verlaufenden Hochdruckachse für die Zufuhr kalter Luftmassen. Unter bestimmten Voraussetzungen ist auch mit Schneefall zu rechnen.

Doch auch nach dieser Prognose zeigt sich über Kanada ein erheblicher Vorstoß kalter Luftmassen polaren Ursprungs bis weit nach Süden. Das führt dazu, dass die Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik immer kräftiger und aggressiver gegen das Hoch vorgehen. Und so kippt die Hochdruckachse Anfang Januar nach Osten weg und Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen erneut im Einflussbereich schwachgradientiger Wettervorgänge. Bei starker bis wechselnder Bewölkung sind hin und wieder Schneeschauer möglich und südlich der Linie vom Saarland und Berlin kann sich bis zum 2. Januar eine dünne Schneedecke ausbilden. Mehr dazu in der aktuellen Schneeprognose.

Schwachgradientige Hochdruckwetterlage mit Option auf etwas Schnee
Berechnung Großwetterlage des europäischen Vorhersage-Modells: Schwachgradientige Hochdruckwetterlage mit Option auf etwas Schnee © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: für die Jahreszeit zu warm

Im Zeitraum vom 26. bis 31. Dezember berechnen die Kontrollläufe eine um +1 bis +3 Grad zu warme Temperaturentwicklung gegenüber dem langjährigen Mittelwert. Anfang Januar sinkt das Niveau auf eine leicht zu milde Abweichung ab. Nach dem 4. Januar nehmen zu kalte Varianten zu.

Das Temperaturspektrum liegt am 1. Januar zwischen -3 bis +8 Grad (Mittelwert: +2 bis +4 Grad) und am 7. Januar zwischen -8 bis +9 Grad (Mittelwert: -1 bis +3 Grad). Ein heftiger Wintereinbruch würde anders aussehen. Vielmehr unterstützen die Kontrollläufe eine nasskalte Wetterentwicklung im neuen Jahr.

Diagramm Temperaturen Januar 2019 vom 23.12.2018
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Januar 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Veränderungen in der Mittelfrist-Prognose sehr wahrscheinlich

Aktuell werden die Weichen für einen zu kalten oder zu warmen Winterverlauf gestellt. Bleibt das Hoch an Ort und Stelle, so wird sich nur wenig verändern können. Das erste Januar-Drittel könnte zu mild ausfallen. Damit der Winter eine Chance hat, muss das Hoch weg und der Kaltluftzustrom über Kanada unterbunden werden. Die Verwerfungen sind zum aktuellen Stand recht hoch und die Dynamik ist bemerkenswert. Veränderungen sind wahrscheinlicher als ein weiter so.

Warming in Stratosphärenhöhe

Heute Abend erreicht das Warming in Stratosphärenhöhe mit +8 bis +12 Grad seinen vorläufigen Höhepunkt, was in diesen Regionen einem Temperatursprung von bis zu 92 Grad entspricht. Das ist zum frühen Zeitpunkt des Winters außergewöhnlich und kommt nicht so häufig vor. Nach den Berechnungen der NASA ist das das stärkste Warming im Dezember seit Beginn der Aufzeichnungen!

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Major-Warming!?

Doch das stärkste Warming nützt nichts, wenn sich die zonalen Winde zwischen dem 60. und 65. Breitengrad in Stratosphärenhöhe nicht umkehren und den Polarjet durch die entgegengesetzte Rotation massiv abschwächen.

Nach den aktuellen Simulation beträgt die Windgeschwindigkeit heute +108 km/h, am 27. Dezember +36 km/h und am 3. Januar -61 km/h. Somit wird heute erneut eine Windumkehr in Stratosphärenhöhe berechnet. Sollte sich das Major-Warming durchsetzen, werden im Zeitraum der kommenden sieben Tage sowohl sehr winterliche, als auch milde Varianten in den Prognose-Modellen zu sehen sein. Ein Major-Warming ist nicht mit winterliche Wetterverhältnissen über Deutschland, Österreich und der Schweiz gleichzusetzen, es verbessert aber im erheblichen Maße die Grundvoraussetzungen dafür.

Ob der Polarwirbel nochmals in die Gänge kommen kann?

Auch das ist im Moment eine sehr spannende Frage. Nach den Berechnungen des amerikanischen Vorhersage-Modells zeigen sich keine großartigen Entwicklungen zu einer Restabilisierung. Sollte sich das tatsächlich so entwickeln können, kann der Winter im neuen Jahr eine völlig andere Richtung einschlagen.

In Stratosphärenhöhe wird der Wirbel massiv und zeigt bis zum 7. Januar nur wenig Anzeichen einer Stabilisierung
Berechnung Polarwirbel in Stratosphärenhöhe: In Stratosphärenhöhe wird der Wirbel massiv und zeigt bis zum 7. Januar nur wenig Anzeichen einer Stabilisierung © www.meteociel.fr

Zusammenfassung

Es tut sich einiges und die Parameter lassen den Rückschluss auf einen Temperaturrückgang in der ersten Januar-Dekade zu. Mit einem einsetzenden Major-Warming kann es in den kommenden sieben Tagen noch zu erheblichen Verwerfungen in den Prognose-Modellen kommen und spannende Zeiten brechen für Freunde des Winterwetters an.

Wie das Wetter an Silvester verlaufen wird, klären wir gegen 17:00 Uhr in einer neuen Wettervorhersage zum Wetter Silvester 2018. Heute Abend erfolgt gegen 20:00 Uhr eine Zusammenfassung des Tages mit dem Ausblick auf das Wetter Januar 2019.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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