Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2018/2019 aktuelle Wetterprognose vom 19.12.2018 - Der Winter hat zunächst kaum Chancen sich durchzusetzen

Wann kommt der Winter? Mit den bevorstehenden Weihnachtsferien ist das derzeit die am häufigste gestellten Frage - häufig im Zusammenhang mit der bangen Frage, ob auch in den Skiregionen genügend Schnee liegen wird. Der Winter aber hat über Deutschland im Prinzip nur eine Chance.

Wie sich das Wetter an Weihnachten 2018 entwickeln wird, steht auch heute Abend noch nicht fest. Da sind wenige hundert Kilometer entscheidend zwischen nasskaltem und milden Wetter. Für weiße Weihnachten ist es mit einem Spektrum von +2 bis +8 Grad definitiv zu mild. Veränderungen sind weiterhin zu erwarten. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Weihnachten 2018.

Wann kommt der Winter?
Wann kommt der Winter - oder bleibt es grün?

Bis Silvester wenig winterliches Wetter

Auch daran hat sich heute Abend kaum etwas verändert. Das amerikanische Vorhersage-Modell berechnet den Trog zwischenzeitlich etwas westlicher, es bleibt aber dabei - der Trog zieht an Deutschland vorbei und sorgt allenfalls für nasskalte Witterungsbedingungen. Weitere Informationen in der Wetterprognose Silvester 2018.

Aber auch im Zeitraum darüber hinaus berechnet das amerikanische Vorhersage-Modell eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine Zonalisierung. Der Winter hat demnach die schlechtesten Karten - im wahrsten Sinne des Wortes!

Deutschland liegt bis Silvester im Wettersumpf
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Deutschland liegt bis Silvester im Wettersumpf © www.meteociel.fr

Wetterprognose des europäischen Vorhersage-Modells:

Der Trog geht auch nach der Wetterprognose des europäischen Vorhersage-Modells weiter östlich nieder, während Deutschland, Österreich und die Schweiz im Zeitraum vom 25. bis 29. Dezember im Einflussbereich des Hochdrucksystems liegen. Nasskaltes Wetter wäre nach diesen Berechnungen bis Silvester zu erwarten.

Unwinterliche Wetterverhältnisse
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modells: Unwinterliche Wetterverhältnisse © www.meteociel.fr

Die Plötzliche Stratosphärenerwärmung

Zum aktuellen Stand beginnt in Stratosphärenhöhe ein Minor-Warming und lässt die Temperaturen bis morgen früh um 40 Grad ansteigen. Bis zum 22. Dezember beträgt der Temperaturanstieg 60 Grad und erreicht sein Maximum am 23./24. Dezember mit einer Differenz von rund 88 Grad. Damit ist die erste Bedingung für eine Weiterentwicklung zu einem Major Warming erfüllt. Das gilt zwischenzeitlich als gesichert.

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Die zweite Bedingung ist die Windumkehr entlang des 60./65. Breitengrades von West-Ost auf Ost-West. Aktuell beträgt die Windgeschwindigkeit +58 km/h, sinkt bis zum 25. Dezember auf 0 km/h ab und wird bis Ende Dezember mit -50 km/h im negativen Bereich simuliert. Die Betonung liegt klar auf simuliert, denn eingetreten ist das Major-Warming noch nicht, es deutet aber vieles darauf hin, dass mit der negativen Windgeschwindigkeit die zweite Randbedingung erfüllt werden kann - zumindest zum aktuellen Stand. Betrachtet man noch weitere Modelle (GEOS-5, CMC-GEPS, FNMOC-EFS), so liegen diese ebenfalls im negativen Bereich. Anders formuliert sind die Rahmenbedingungen für en Major-Warming günstig - jetzt muss es nur noch eintreten. Es würde aber nach der Statistik ganz klar aus dem Rahmen fallen.

Kräftiges Minor-Warming mit beginnendem Major-Warming
Berechnung Polarwirbel in der Stratosphäre: Kräftiges Minor-Warming mit beginnendem Major-Warming © www.meteociel.fr

Folgt einem Major-Warming Winterwetter nach?

Diese Frage lässt sich mit einem klaren Nein beantworten. Ein Major-Warming sorgt lediglich dafür, dass sich der Polarwirbel massiv abschwächt. Mit einem Wintereinbruch über Deutschland, Österreich und der Schweiz ist das nicht gleichzusetzen. Es verbessert lediglich die Rahmenbedingungen hierfür. Das letzte Major-Warming stammte aus dem Februar 2018 und hatte nachfolgend einen zu kalten Februar und März 2018 zur Folge.

Gibt es schon Auswirkungen zu sehen?

Hier bleibt es nicht mehr bei einem klaren Nein. Die Kontrollläufe haben einen für Deutschland sehr konstanten und linearen Temperaturtrend, welcher im Zeitraum vom 27. Dezember bis 3. Januar gegenüber dem langjährigen Mittelwert etwa um +3 Grad zu warm ist.

Kontrollläufe zeigen erste Anzeichen von instabilen Polarwirbel

Heute Nachmittag und heute Abend berechnen die Kontrollläufe zunehmende Veränderungen hinsichtlich der Stabilität des Polarwirbels. Auffällig sind jeweils die Varianten, bei der über dem skandinavischen Raum und über dem Atlantik Hochdrucksysteme berechnet werden, welche weit in den Polarwirbel hinein wirken und zu einem Splitverhalten führen. Die nachfolgende Karte ist eine extremere Variante der Kontrollläufe von heute Abend und dient lediglich zur Illustration, was die Auswirkungen eines instabilen Polarwirbels sein können.

Kräftiges Minor-Warming mit beginnendem Major-Warming
Berechnung Polarwirbel in der Stratosphäre: Kräftiges Minor-Warming mit beginnendem Major-Warming © www.meteociel.fr

AO- und NAO-Index

Beide Indikatoren sind nichtssagend. Der AO-Index ist aktuell schwach negativ und steigt bis zum 1. Januar 2019 in den neutralen Bereich an. Der NAO-Index ist bis in den Januar hinein neutral bewertet. In Summe ist nasskaltes bis mildes Wetter wahrscheinlicher als ein nachhaltiger Wintereinbruch. Interessant aber ist, dass sich in der Polarregion in den kommenden 10 Tage eine Hochdruckanomalie zeigt. Der Achsverlauf ist für Winterfreunde weniger optimal und fördert den Kältepol über Kanada.

Druckanomalie bis 29. Dezember
Druckanomalie bis 29. Dezember - Kältetransfer in Richtung Kanada © climatereanalyzer.org

Zusammenfassung

Der Winter hat nach den aktuellen Berechnungen der Wettermodelle keine Chancen sich über Deutschland, Österreich und der Schweiz bis zum 3. Januar 2019 bemerkbar zu machen. Dafür ist der Kaltluftzustrom über dem östlichen Kanada zu intensiv und facht die Tiefdruckproduktion auf dem Atlantik immer wieder von neuem an. Eine nasskalt bis milde West-, Südwest-, oder Nordwestwetterlage ist wahrscheinlicher als eine winterliche Trog-, oder Ostwetterlage. Damit der Winter seine Chancen über Deutschland bekommen kann, muss der Kältepol über Kanada weg, oder blockiert werden. Ein Major-Warming hätte das Zeug dazu, diesem Umstand zu verändern. Die kommenden Tage werden sehr spannend werden: Hop oder Top.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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