Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2018/2019 aktuelle Wetterprognose vom 17.12.2018 - Das Warten auf Impulse

Wann kommt der Winter? Nicht nur wegen Weihnachten derzeit eine häufig gestellte Frage. Und tatsächlich - viel zu sehen war vom Winter 2018/19 bislang noch nicht. Bleibt das so?

Nach dem Dümpelwetter der Woche nimmt die Wetterdynamik am Wochenende wieder zu und kurz vor Weihnachten ist mit kräftigen Regen und teils stürmischen Winden zu rechnen. Der Wind treibt sehr milde Luftmassen nach Deutschland, was die Temperaturen dem Frühling näher als dem Winter bringt. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Dezember 2018.

Wetterwechsel über Weihnachten?

Wie das Wetter an Weihnachten 2018 im Detail ablaufen wird, dahinter stehen noch viele Fragezeichnen. Doch der Wettertrend für die Weihnachtszeit steht. Mildes bis nasskaltes Wetter mit reichlich Niederschlag und stürmischen Winden.

Chancen auf weiße Weihnachten?

Nach den aktuellen Berechnungen ist das allenfalls ab den mittleren Lagen zu diskutieren. Zwar erfolgt über die Weihnachtsfeiertage ein Wetterwechsel mit nachfolgender Abkühlung, doch kommt diese voraussichtlich zu spät, um noch für eine weiße Weihnacht zu sorgen. In den tieferen Lagen sind die Wahrscheinlichkeiten gegen Null gesunken. Im Grunde hat sich in den letzten 48 Stunden nur wenig verändert. Weitere Infos in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Weihnachten 2018.

Wann kommt der Winter?
Wann kommt der Winter?

Der Winter 2018/19: Oder das Warten auf Impulse

Quasi mit Beginn des meteorologischen Winters berichten wir von einer hohen Wahrscheinlichkeit des Ausgleichsverhaltens, welches für vermehrte Niederschläge und milde Temperaturen sorgen kann. Aktuell hat der Dezember ein Temperaturüberschuss gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +3 Grad und eine Erfüllung des Niederschlagssolls von 81 Prozent erreicht.

Rückblickend kann man sagen, dass sich das Ausgleichsverhalten durchgesetzt hat. Die Problematik aber von einer erhöhten Niederschlagsaktivität im Winter sind die Temperaturen - die sind alles andere als winterlich. Und so lange sich das Ausgleichsverhalten selbst erneuert, geht es selbst in eine Erhaltungsneigung über. Passiert das, so ist vom Winter 2018/19 nicht mehr allzu viel zu erwarten - zumindest in der Theorie.

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Den Winter aber abzuschreiben bevor der kalendarische Winter beginnt (21. Dezember 23:23 Uhr MEZ) wäre töricht. Doch ob sich der Winter durchsetzen kann, hängt von den Impulsen ab.

Kaltluftvorstoß über dem östlichen Kanada

Schaut man sich die aktuellen Wetterprognosen der Wettermodelle an, so werden im Zeitraum vom 20. bis 27. Dezember sehr kalte Luftmassen über das östliche Kanada nach Süden in Richtung Neufundland geführt. Das regt die Tiefdruckproduktion an und schwächt die Möglichkeit eines Störimpulses in Form eines Blockadehochs auf dem Atlantik.

Gleichzeitig aber sorgt die erhöhte Tiefdruckaktivität auch dafür, dass das Kontinentalhoch weiter nach Osten abgedrängt wird, was einen weiteres Störimpuls in Form eines Skandinavienhochs weniger wahrscheinlich macht. Und so stehen die Zeichen auf Milderung - vorerst. Der aktiv-dynamische Teil des Polarwirbels muss von Kanada weg transferiert werden, sonst wird das nichts mit dem Winter.

So wird das nichts mit dem Winter
Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: So wird das nichts mit dem Winter © www.meteociel.fr

Der Impuls vom Polarwirbel

Der Impuls einer Veränderung muss also vom Polarwirbel ausgehen. Entweder in Form eines Polarwirbelsplits oder auf die brachiale Art und Weise in Form eines Major-Warming (Zusammenbruch des Polarwirbels). Aber selbst wenn beide Phänomene eintreten, so bedeutet das noch lange kein Winterwetter über Deutschland, der Schweiz und Österreich. Es sorgt aber für - deutlich - bessere Grundvoraussetzungen.

Major-Warming wird konkreter

Bislang zwar nur in den Berechnungen und Simulationen, doch die Hinweise, dass sich ein äußerst kräftiges Minor-Warming um/nach Weihnachten zu einem Major-Warming weiterentwickeln kann, verhärten sich.

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Erneut wird die Windumkehr berechnet

Die Windgeschwindigkeiten in Stratosphärenhöhe betragen zur Weihnachtszeit meist +140 km/h. Das positive Vorzeichen bedeutet, dass es sich um eine normale Drehrichtung von West nach Ost handelt. Aktuell beträgt die Windgeschwindigkeit +86 km/h und sinkt bis Weihnachten auf +8 km/h ab. Ab dem 26. Dezember wird der Wert negativ und erreicht zum 31. Dezember sein Minimum von -57 km/h. Sollten diese Berechnungen eintreten, so wären die maßgeblichen Bedingungen zur Erfüllung eines Major-Warming gegeben.

Ein Temperatursprung von bis zu 90 Grad binnen weniger Tage. Maximum am 23. Dezember erreicht, Windumkehr zum 25. Dezember möglich
Berechnung des Polarwirbels in Stratosphärenhöhe: Ein Temperatursprung von bis zu 90 Grad binnen weniger Tage. Maximum am 23. Dezember erreicht, Windumkehr zum 25. Dezember möglich © www.meteociel.fr

Ein Major-Warming kann die Wende bringen

Vor allem dieses mögliche Major-Warming kann - der - entscheidende Störimpuls sein und den Winter in eine andere Richtung drehen. Ob es so kommt, bleibt abzuwarten. Die Kontrollläufe jedenfalls liefern in der Zeit nach Weihnachten zaghafte Hinweise für eine Abkühlung.

Auffällig dabei ist, dass der Störimpuls jeweils in Form eines Hochdruckkeils berechnet wird. Entweder als Blockadehoch auf dem Atlantik, oder als Hoch über Skandinavien. Von einem Zusammenbruch des Polarwirbels ist in den Kontrollläufen nichts zu erkennen. Das war aber in den letzten Major-Warming Jahren ebenfalls der Fall. Die Veränderungen treten erst dann auf, wenn das Warming in den unteren Luftschichten erfasst wird. Mit größeren Modellsprüngen ist in diesem Zeitraum zu rechnen.

Diagramm Temperaturen Dezember 2018 vom 17.12.2018
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Weihnachten 2018 von zu kalt, normal, zu warm

Langfristprognose

Wettertrend Winter 2018/19: Der Winter wird weiterhin zu warm berechnet

Da wird nicht daran gerüttelt und ist in letzter Konsequenz auch nachvollziehbar. Solange sich nichts grundlegendes am Strömungsmuster ändert, bleiben die Wahrscheinlichkeiten für einen zu warmen Winter bestehen.

  • Für den Dezember 2018 berechnet das Langfristmodell weiterhin eine Abweichung von +2 bis +4 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert. Mit den aktuellen Wetterprognosen scheint das sehr plausibel zu sein. Aber auch die Niederschlagsprognose fällt deutlich zu nass aus - auch das kann unterstrichen werden.
  • Das Wetter Januar 2019 wird mit einer Abweichung von +1 bis +3 Grad ebenfalls deutlich zu warm und auch zu nass berechnet.
  • Der Februar 2019 wird mit einer Abweichung von -0,5 bis +1 Grad als der kälteste Wintermonat bewertet und ist am Ende dann doch etwas zu warm und zu nass.
Abweichungen der Temperaturen im Winter 2018/19 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
Dezember 2018 +2 bis +4 Grad Trend: viel zu nass
Januar 2019 +1 bis +3 Grad Trend: deutlich zu nass
Februar 2019 +0,5 bis +1 Grad Trend: zu nass
Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2018/2019 vom 17.12.2018
Diagramm der Temperaturprognose Winter 2018/19

Was sich alles im Tagesverlauf getan hat, und wie die Wetterentwicklung zum neuen Jahr aussieht, klären wir heute Abend in einer ersten Wetterprognose für das Wetter Silvester 2018.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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