Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2018/2019 aktuelle Wetterprognose vom 16.12.2018 - Wann kommt der Winter?

Welche Chancen der Winter um und nach der Weihnachtszeit hat, hängt stark davon ab, wie sich ein Hochdrucksystem über dem Atlantik verhalten wird.

Im Verlauf der Woche wird es milder, doch liegen Deutschland, Österreich und die Schweiz zwischen den Fronten der atlantischen Frontalzone und einem Hochdruckblock zwischen Skandinavien und dem westlichen Russland. Hin und wieder etwas Regen, etwas Wind, viele Wolken, etwas Sonnenschein bei Temperaturen von +4 bis +8 Grad. Man ist geneigt das Ganze als Frontenfriedhof zu bewerten. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Dezember 2018.

Kurz vor Weihnachten kommt Bewegung ins Spiel

Ein Tiefdrucksystem verlagert im Zeitraum vom 20. bis 23. Dezember seinen Schwerpunkt von Neufundland in Richtung England und beeinflusst mit seiner Vorderseite zunehmend das Wetter über Deutschland. Winterliche Wetterentwicklungen haben in diesem Zeitraum keinerlei Chancen sich durchzusetzen.

Weiße Weihnachten? So nicht!

Ob es zu Weihnachten kälter werden kann, hängt davon ab, was das Hochdrucksystem auf dem Atlantik macht. Lässt es sich vom nächsten Tiefdrucksystem plattbügeln, steht eine milde, windige und niederschlagsreiche Weihnachtszeit bevor. Wölbt sich das Hoch auf, gelangen - je nach Konstellation - kühlere Luftmassen nach Mitteleuropa. Eine nasskalte Weihnachtszeit mit Schneeoptionen ab den mittleren Lagen wären zu diskutieren. Zum aktuellen Stand aber sind die Chancen auf weiße Weihnachten in tieferen Lagen schlecht - auch nach den Berechnungen von heute Nachmittag. Weitere Infos in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Weihnachten 2018.

Zwischen nasskaltem und mildem Weihnachtswetter
Zwischen nasskaltem und mildem Weihnachtswetter

Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells: Winter frühestens nach Weihnachten möglich

Nach der aktuellen Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells zieht das Tiefdrucksystem an Weihnachten nicht schnell genug nach Osten ab, um einen Trog über Mitteleuropa einzuleiten. Stattdessen schleift es von Südwest nach Nordost und blockiert die Kaltluft über Skandinavien. Auf dem Atlantik strebt das Azorenhoch nach Norden.

Meridionalisierung

Am zweiten Weihnachtsfeiertag liegt das Hochdrucksystem zwischen den Azoren und England, während über Frankreich noch die letzten Reste des Tiefdrucksystems liegen. Über dem östlichen Kanada strömen sehr kalte Luftmassen nach Süden und heizen die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik weiter an. Das Hoch stemmt sich dagegen und liegt positioniert sich bis zum 28. Dezember über England. Das Strömungsmuster meridionalisiert und die Zonalisierung kann sich - zumindest nach dieser Wetterprognose - nicht nachhaltig durchsetzen. Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen in eine nördliche Strömungskomponente, was die Temperaturen und die Schneefallgrenze absinken lassen kann.

Zu spät für weiße Weihnachten.

Ein meridionales Strömungsmuster mit winterlichen Optionen
Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Ein meridionales Strömungsmuster mit winterlichen Optionen © www.meteociel.fr

Weiße Weihnachten damit vom Tisch?

Nein, noch ist das Weihnachtsfest für Details zu weit entfernt und es zeichnet sich in der Wetterentwicklung eine erhöhte Dynamik mit Neigung zu meridionalen Mustern ab. Überraschungen sind möglich, wenngleich der Trend klar auf mild bis nasskalt getrimmt ist.

Major-Warming bleibt Thema

Der Temperatursprung kurz vor Weihnachten in Stratosphärenhöhe wird zunehmend konkreter berechnet. Das Maximum wird mit +6 Grad am 24. Dezember simuliert, was einem Temperatursprung von 86 Grad gleichkommt.

Die Windumkehr wird berechnet

Die Windgeschwindigkeiten liegen aktuell bei +108 km/h, am 24. Dezember bei +18 km/h und am 29. Dezember bei -57 km/h. Das negative Vorzeichen bedeutet, dass der Wirbel sich von einer West-Ost Drehrichtung auf Ost-West Umkehr und damit beginnt, den Polarjet abzubremsen, bzw. massiv zu schwächen. Normalerweise liegen die Windgeschwindigkeiten um die Weihnachtszeit bei +144 km/h.

Die Schwankungen der Wettermodelle werden zunehmen

Sollte sich das Major-Warming tatsächlich so entwickeln können, so werden 2 bis 7 Tage später die unteren Luftschichten davon beeinflusst werden und massive Veränderungen erfahren können. Ob winterlich kalt oder nicht, bleibt einmal dahin gestellt. Die Schwankungen der Prognosemodelle werden um/nach der Weihnachtszeit in diesem Fall zunehmen. Das ist mitunter auch ein Grund, warum eine Milderung an Weihnachten derzeit eine wahrscheinliche Option darstellt, aber keineswegs gesichert ist.

Ein Temperatursprung von bis zu 86 Grad binnen weniger Stunden. Maximum am 24. Dezember erreicht, Windumkehr zum 25. Dezember möglich
Berechnung des Polarwirbels in Stratosphärenhöhe: Ein Temperatursprung von bis zu 86 Grad binnen weniger Stunden. Maximum am 24. Dezember erreicht, Windumkehr zum 25. Dezember möglich © www.meteociel.fr

Sind schon Auswirkungen zu erkennen?

Nicht wirklich. Zwar berechnen die Kontrollläufe hin und wieder Varianten eines extremst gestörten Polarwirbels in der Zeit nach Weihnachten, doch liegt das nicht über dem normalen Maß. Ist also völlig normal und unauffällig. Auch in dieser Hinsicht wäre mit einem Major-Warming deutliche Veränderungen in den kommenden Tagen zu erwarten.

Kontrollläufe: Eher zu warm als zu kalt

Gemessen an den Kontrollläufen stellen die Wettermodelle kein Mittelmaß dar. Entweder deutlich zu warm, oder deutlich zu kalt. Mit der oben beschriebenen winterlichen Variante nach Weihnachten ist das amerikanische Vorhersage-Modell die mit Abstand kälteste Variante! Dass es in den kommenden Stunden zu weiteren Veränderungen kommen wird, erklärt sich fast von selbst.

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Das Temperaturspektrum erstreckt sich am 25. Dezember zwischen -2 und +10 Grad (Mittelwert: +5 bis +7 Grad) und am 30. Dezember zwischen -1 und +10 Grad (Mittelwert: +3 bis +5 Grad). Die Niederschlagsneigung ist im Zeitraum vom 21. bis 25. Dezember deutlich erhöht und sinkt darüber hinaus in den leicht erhöhten Bereich ab.

Diagramm Temperaturen Dezember 2018 vom 16.12.2018
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Weihnachten 2018 von zu kalt, normal, zu warm

Langfristprognose

Wettertrend Winter 2018/19: Winter deutlich zu warm?

So lange keine gravierende Veränderung eintritt, ist auch keine Veränderung in der Langfristprognose zu erwarten. Die erste Hälfte des ersten Wintermonats ist vorüber und mit einer Abweichung von rund +3,4 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu warm ausgefallen.

Die Niederschlagsbilanz ist mit einer Erfüllung des Solls von rund 80 Prozent zur Monatsmitte mehr als erfüllt. Der Dezember 2018 hat das Zeug dazu nach einer sehr langen Dürreperiode wieder zu nass auszufallen. Klar ist auch, dass durch diese Niederschlagsaktivität der Winter nur sehr begrenzte Chancen hat. Anders formuliert hat sich in der ersten Dezember-Hälfte das sog. Ausgleichsverhalten durchsetzen können. Das Langfristmodell geht in seiner heutigen Wetterprognose davon aus, dass sich das Ausgleichsverhalten über den Januar und Februar fortsetzen kann.

  • Mit einer Abweichung von +2 bis +4 Grad wird der Dezember 2018 gegenüber dem langjährigen Mittelwert deutlich zu warm und auch zu nass bewertet.
  • Die Abweichung für den Januar 2019 wird mit +2 bis +3 Grad ebenfalls deutlich zu warm bewertet. Die Niederschlagsbilanz fällt deutlich positiv aus (zu nass).
  • Ein leichte Korrektur hat der Februar 2019 erfahren, welcher mit einer Differenz von -0,5 bis +1 Grad normal und im Trend leicht zu mild berechnet wird. Aber auch für den letzten Wintermonat wird eine zu hohe Niederschlagsbewertung in Aussicht gestellt.
Abweichungen der Temperaturen im Winter 2018/19 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
Dezember 2018 +2 bis +4 Grad Trend: viel zu nass
Januar 2019 +2 bis +3 Grad Trend: deutlich zu nass
Februar 2019 +0,5 bis +1 Grad Trend: zu nass
Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2018/2019 vom 16.12.2018
Diagramm der Temperaturprognose Winter 2018/19

Ob sich der milde Wettertrend zu Weihnachten festigt, oder ob es noch zu Überraschungen kommen kann, klären wir heute Abend gegen 20:00 Uhr in einer Aktualisierung der Wetterprognose Weihnachten 2018.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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