Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2018/2019 aktuelle Wetterprognose vom 9.12.2018 - Erneuter Durchbruch des Westwindwetters kurz vor Weihnachten?

Der stürmische Wind pfeift noch recht ordentlich und führt zum Start in die neue Woche kühlere Luftmassen nach Deutschland, so dass die Niederschläge teils bis in tiefere Lagen in Schnee übergehen können. Ist das nur ein winterliches Geplänkel oder steckt mehr dahinter?

Das Sturmtief verliert in den kommenden Tagen seinen Einfluss über Deutschland und der Wettercharakter beruhigt sich. Hier und da sind ein paar Schauer zu erwarten, welche am Montag noch verstärkt und über den Staulagen auch länger andauernd ausfallen können. Hier und da ist auch ein Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer bis in tiefere Lagen möglich, doch bleibt der Wettercharakter mit Tageswerten von +1 bis +6 Grad meist nasskalt. Ein Hauch von Winter eben. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose für das Wetter Dezember 2018.

Zirkulationsstruktur stellt sich um

Interessant war in den letzten Tagen zu beobachten, wie sich das Hochdrucksystem über Skandinavien wird verhalten und auch positionieren können. Es hält sich nach den aktuellen Berechnungen noch bis zum 16. Dezember, gerät aber durch die auf den Atlantik tobenden Tiefdrucksysteme immer mehr unter Druck und je länger diese Situation anhält, desto stärker und gewalttätiger werden die Tiefdrucksysteme - sie wollen unbedingt nach Osten vorankommen. So können in der Zeit vor Weihnachten turbulente Zeiten bevorstehen.

Turbulente Zeiten stehen dem Wetter über Deutschland in der Vorweihnachtszeit bevor
Turbulente Zeiten stehen dem Wetter über Deutschland in der Vorweihnachtszeit bevor

Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells: Krawallwetterlage

Im Zeitraum vom 15. bis 17. Dezember zieht sich das Hochdrucksystem mehr und mehr nach Osten zurück und überlässt den atlantischen Tiefdrucksysteme einen größeren Spielraum, sich über Deutschland, Österreich und der Schweiz zu entfalten. So erreicht am 17. Dezember schon das erste Sturmtief Deutschland und sorgt erneut für unwetterartige Starkwindereignisse und reichlich Niederschlag.

Milderung: Von Winter keine Spur

Da die Tiefdrucksysteme aber einiges an Energie aufbringen müssen - um das Hoch nach Osten zu vertreiben - wird weit nach Süden ausgeholt und von dort warme Luftmassen nach Mitteleuropa geführt. So wird der Wind von kräftigen Niederschlägen und ansteigenden Temperaturen begleitet. Bis zum 19. Dezember können die Tageswerte sich zwischen +6 bis +11 Grad einpendeln, was gegenüber dem langjährigen Mittelwert etwa um 4 bis 7 Grad zu warm ist.

Westwetterlage in der Zeit vor Weihnachten

Und so unterstützt das amerikanische Vorhersage-Modell seine Berechnungen von gestern Abend mehr und mehr und bestätigt den Trend zu einer erneuten Zonalisierung in der Vorweihnachtszeit (Westdrift). Im Zeitraum vom 9. bis 20. Dezember werden Niederschlagssummen von 20 bis 40 l/m² berechnet. In Staulagen sind bis 80 l/m² und über den Alpen weit über 100 l/m² zu erwarten. Sollte das so eintreten, hat der erste Wintermonat ein hohes Potential zu warm und deutlich zu nass auszufallen.

Stürmische und regnerische Westwetterlage in der Zeit vor Weihnachten
Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Stürmische und regnerische Westwetterlage in der Zeit vor Weihnachten © www.meteociel.fr

Wetterprognose des europäischen Prognose-Modells: Abwarten - gemäßigtes Wetter

Die Wettervorhersage des europäischen Vorhersage-Modells bleibt etwas konservativer. Das Hoch über Skandinavien bleibt bis zum 16. Dezember standhaft und führt aus östlichen Richtungen noch etwas kältere Luftmassen nach Deutschland. So können die Tageswerte am 16. Dezember im Bereich zwischen -4 und +2 Grad liegen. Dauerfrost ist demnach ein Thema, was auch seit Tagen immer wieder berechnet wird. Auch sind im Zeitraum vom 11. bis 16. Dezember immer wieder Niederschläge zu erwarten, welche mehr und mehr bis in tiefere Lagen in Schnee übergehen. Ein Wettercharakter, der dem Winter näher kommt.

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Atlantische Tiefdrucksysteme toben

Ob das Skandinavienhoch aber den Tiefdrucksystemen auf dem Atlantik Paroli bieten kann, bleibt abzuwarten. Zum aktuellen Stand berechnet das europäische Vorhersage-Modell zum 19. Dezember ein kräftigen Tiefdruckwirbel zwischen Island und England, während das Hoch sich schon weit über das westliche Russland zurückgezogen hat. Aus südwestlichen Richtungen wird es im Zeitraum vom 17. bis 19. Dezember langsam milder.

Stellt sich kurz vor Weihnachten eine Südwestwetterlage ein?
Berechnung der Großwetterlage nach europäischen Prognose-Modell: Stellt sich kurz vor Weihnachten eine Südwestwetterlage ein? © www.meteociel.fr

Schneeprognose

Geht es nach der Schneeprognose des europäischen Vorhersage-Modells, so sind die Voraussetzungen für die Ausbreitung einer Schneedecke bis zum 16. Dezember gar nicht einmal so schlecht. Mehr dazu in der aktuellen Schneeprognose.

Die Ausbildung einer Schneedecke bleibt in der Zeit vor Weihnachten möglich
Die Ausbildung einer Schneedecke bleibt in der Zeit vor Weihnachten möglich Schneeprognose © windy.tv

Amerikanisches Vorhersage-Modell zu brachial

Immer wieder lässt sich das beobachten, wenn es um den Durchbruch eines Westdrift geht. Das amerikanische Vorhersage-Modell geht anfangs recht forsch an die Sache heran und rudert in den darauffolgenden Tagen zurück. Am Ende bleibt ein gemäßigter Wettercharakter übrig.

Wettertrend der Kontrollläufe: Westwindwetter

Der Zeitraum vom 10. bis 16. Dezember wird für die Jahreszeit leicht zu kalt berechnet. Darüber hinaus steigt das Temperaturspektrum in den leicht zu milden Bereich an. Begleitet wird dieser Prozess von reichlich Niederschlag. Im Fazit setzt sich kurz vor Weihnachten mit hoher Wahrscheinlichkeit die Zonalisierung nochmals durch. Grundsätzlich erhöht das die Wahrscheinlichkeiten auf kalte, bzw. weiße Weihnachten 2018. Dazu aber um 17:00 Uhr in der Weihnachtsprognose mehr.

Das sich die Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells in den kommenden Stunden noch verändern wird, ist anzunehmen. Warum? Der Hauptlauf bildet in den Kontrollläufen am 16., 18. und 20. Dezember jeweils drei Spitzen aus, welche von den Kontrollläufen so nicht unterstützt werden. Abwarten ist angesagt.

Das Temperaturspektrum erstreckt sich am 15. Dezember zwischen -2 bis +13 Grad (Mittelwert: +5 bis +6 Grad über dem Westen und Süden und +1 bis +3 Grad über dem Norden und Osten) und am 20. Dezember zwischen -3 bis +12 Grad (Mittelwert: +3 Grad über dem Osten, sonst zwischen +5 und +6 Grad). Winterliche Varianten spielen nach den Kontrollläufen in der Zeit vor Weihnachten erneut weniger eine Rolle.

Unterstützt wird eine im Zeitraum vom 15. bis 20. Dezember hohe Niederschlagserwartung, was eine Zonalisierung wahrscheinlicher macht.

Der Winter hat im Zeitraum vom 10. bis 16. Dezember durchaus seine Berechtigung und die Wetterprognosen der Vorhersage-Modelle berechnen noch unterschiedliche Varianten für den Temperaturverlauf. Nach dem europäischen Wettermodell ist auch die Ausbreitung einer Schneedecke bis in tiefere Lagen möglich. Über kurz oder lang wird sich aber in der Zeit vor Weihnachten eine Milderung und ein ruppiger Wettercharakter durchsetzen können. Was das für das Wetter an Weihnachten bedeutet, klären wir gegen 17:00 Uhr in einer weiteren Wetterprognose zum Wetter Weihnachten 2018 und gegen 20:00 Uhr erfolgt heute Abend an dieser Stelle nochmals eine Aktualisierung der Winterprognose 2018/19.

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Update der Wetterprognose von 20:03 Uhr
Auch heute Abend berechnete das amerikanische Vorhersage-Modell eine Zonalisierung im Zeitraum vom 15. bis 21. Dezember. Doch von der ursprünglich brachialen Variante wurde zwischenzeitlich - wie erwartet - wieder Abstand genommen. So ist im Zeitraum vor Weihnachten immer wieder mit Niederschlagsereignissen zu rechnen, welche auch mal mit stärkerem Wind einhergehen können. Starkwindereignisse sind am 15. und 18. Dezember möglich. Die Temperaturen pendeln sich meist auf Werte zwischen +4 bis +8 Grad ein.

Winterliche Weihnachten?
Darüber hatten wir schon heute Nachmittag in der Wetterprognose zum Wetter Weihnachten 2018 ausführlich berichtet. Heute Abend hat sich daran kaum etwas verändert. Die Tiefdruckaktivität verlagert sich zum 23. Dezember mehr in Richtung Mitteleuropa, während auf dem Atlantik ein Hochdrucksystem nach Norden aufstrebt. Somit ergibt sich vom 24. bis 26. Dezember über Deutschland, Österreich und die Schweiz die Möglichkeit einer Trogwetterlage, was aus nördlichen Richtungen kältere Luftmassen nach Mitteleuropa führen kann.

Nach der aktuellen Wetterprognose von heute Abend wären an Heiligabend bei Temperaturen von -2 bis +4 Grad Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer bis in tiefere Lagen möglich. Weiße Weihnachten sind zum aktuellen Stand jedenfalls nicht auszuschließen, doch sind die Berechnungen noch mit einer hohen Skepsis zu bewerten - zu lange ist es noch bis Weihnachten hin.

Nasskalt, mild, nasskalt - Setzt pünktlich zu Weihnachten Schneefall ein?
Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Nasskalt, mild, nasskalt - Setzt pünktlich zu Weihnachten Schneefall ein? © www.meteociel.fr


Was macht der Polarwirbel?
Das ist und bleibt die spannende Frage. Heute Abend hat sich das Verhältnis von stabil zu instabilen Zustand auf 50 zu 50 ausgeglichen. Interessant ist, dass extreme Störungen heute Abend zugenommen haben. Das bedeutet, dass für das Weihnachtswetter und auch die Zeit davor so gut wie nichts gesichert ist.

Beispiel einer extremen Störung des Polarwirbels
Berechnung der Großwetterlage nach Kontrolllauf: Beispiel einer extremen Störung des Polarwirbels © www.meteociel.fr


Die obenstehende Karte kann - muss aber nicht - ein Ergebnis des kräftigen Minor-Warming in Stratosphärenhöhe sein, welches vom amerikanischen Vorhersage-Modell um die Weihnachtszeit herum berechnet wird. Heute Abend noch etwas kräftiger. Die Temperaturen betragen am 19. Dezember noch bis -80 Grad und steigen bis zum 22. Dezember auf +4 Grad an. Ein Temperatursprung von bis zu 84 Grad. Das ist enorm und wird in dieser Konstellation - sollte sie denn tatsächlich auch eintreffen - nicht ohne Wirkung für die unteren Luftschichten bleiben. Das wird in den kommenden Tagen für alle Freunde des Winterwetters noch eine sehr spannende Angelegenheit mit durchaus weitreichenden Folgen für den weiteren Verlauf des Winters. Gut möglich, dass dann der wärmste Teil schon erledigt ist.

Kräftiges Minor-Warming in Stratosphärenhöhe mit Anzeichen für ein Major-Warming
Berechnung des Polarwirbels in Stratosphärenhöhe: Kräftiges Minor-Warming mit Anzeichen für ein Major-Warming © www.meteociel.fr


Europäisches Vorhersage-Modell: Hoch gegen Tief
Die Fronten sind nach der Wetterprognose des europäischen Wettermodells klar verteilt. Kräftiges Tiefdrucksystem auf dem Atlantik und ein ebenso kräftiges Hochdruckgebiet zwischen Skandinavien und dem westlichen Russland. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen im Zeitraum vom 15. bis 19. Dezember zwischen den Fronten in einer zunehmend milder werdenden Südströmung. Die Niederschlagsneigung nimmt ebenso zu, wie die Windaktivität.

Bis zum 19. Dezember hat sich das Tiefdrucksystem dann über England positioniert und sorgt über Deutschland für eine milde und regenreiche Vorweihnachtszeit.

Milde Südwestwetterlage in der Vorweihnachtszeit
Berechnung der Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Milde Südwestwetterlage in der Vorweihnachtszeit © www.meteociel.fr


Kontrollläufe: Milde Phase wird bestätigt
Im Zeitraum vom 15. bis 20. Dezember ist eine für die Jahreszeit zu warme Temperaturentwicklung sehr wahrscheinlich anzunehmen. Im Zeitraum vom 20. bis 25. Dezember aber neigt sich der Mittelwert der Kontrollläufe dem Jahreszeit typischen Werten zu. Der Mittelwert selbst spricht an Weihnachten eher für nasskalte Varianten. Der Hauptlauf des amerikanischen Vorhersage-Modells gehört zu den kälteren Varianten. Man tut also gut daran, dass Ganze weiterhin mit einer gewissen Skepsis zu beobachten.

Fazit
Die Milderung im Zeitraum vom 15. bis 20. Dezember ist zwar noch nicht in "trockenen Tüchern", doch zwischenzeitlich sehr plausibel. Ein kräftiges Minor-Warming in Stratosphärenhöhe, sowie ein nicht allzu stabiler Polarwirbel ermöglichen in der Zeit vor - wie auch über - Weihnachten spannende und vielseitige Wetterentwicklungen.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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