Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2018/19 aktuelle Wetterprognose vom 8.12.2018 - Turbulentes Wetter in der Vorweihnachtszeit mit Option auf Schnee

Orkanartige Winde fegen derzeit über Deutschland hinweg und zum Start in die neue Woche wird es deutlich kälter mit Schneeoptionen bis ins Flachland - Kommt jetzt der Winter?

Ein Sturmtief über dem südlichen Skandinavien sorgt über Deutschland aktuell für stürmische Windböen und über exponierten Lagen, sowie an den Küsten ist auch mit orkanartigen Winden zu rechnen. Mehr dazu in der aktuellen Windprognose. Die Temperaturen bleiben für die Jahreszeit zunächst noch zu mild, doch dreht die Grundströmung zum Beginn in die neue Woche auf nördliche Richtungen und die Schneefallgrenze sinkt bis auf mittlere Lagen ab und auch in tiefere Lagen sind Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer möglich. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose für das Wetter Dezember 2018.

Ein Hauch von Winter

So richtig durchsetzen kann sich der Winter aber noch nicht. Denn mit der Nordströmung werden die kalten Luftmassen über der noch warmen Nord- und Ostsee angewärmt, was die Tageswerte über dem Norden auf bis +7 Grad und über dem Süden auf +3 Grad ansteigen lassen kann. Nasskaltes Dezemberwetter mit Option auf die Ausbildung einer Schneedecke bis auf mittlere Lagen herab. Dazu aber später mehr.

Viel Niederschlag ist im Dezember niedergegangen
Viel Niederschlag ist im Dezember niedergegangen

Wettertrend 14 Tage

Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells: Eine winterliche Vorweihnachtszeit?

Gestern Abend hat das amerikanische Prognose-Modell bereits eine kleine - aber möglicherweise wirksame - Veränderung im Setup der Wetterprognose vorgenommen. Das Hoch über dem skandinavischen Raum wird stärker berechnet und das wiederum lässt einen erneuten - und nachhaltigen - Durchbruch der atlantischen Frontalzone in der Zeit vor Weihnachten infrage stellen.

Viel Niederschlag, Wind und milde Temperaturen

Das Hochdrucksystem verliert zum 14. Dezember seinen Einfluss auf das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz, bleibt aber über Skandinavien präsent. So gelingt es der atlantischen Frontalzone sich am südlichen Gradienten des Hochdrucksystems durchzuzwängen und schiebt sich bis zum 16. Dezember über das östliche Europa durch. So wäre in diesem Zeitraum mit einem erneut windigen und vor allem nassen Wettercharakter zu rechnen. Das Potential für unwetterartige Starkwindereignisse ist demnach als erhöht zu bewerten. Die Temperaturen könnten kurzzeitig über die +10 Grad Marke ansteigen.

In der Zeit vor Weihnachten kippt das Zirkulationsmuster

Im Zeitraum vom 16. bis 20. Dezember konzentriert sich im Bereich von England, Skandinavien und Deutschland das Tiefdruckzentrum, während weiter östlich das Azorenhoch nach Norden in Richtung Grönland aufstrebt. Sollten sich die Wetterprognosen des amerikanischen Vorhersage-Modells bewahrheiten, so bedeutet diese Entwicklung einen weiteren Störimpuls und führt letztlich zu einer Meridionalisierung des Strömungsmusters (Nord-Süd, Süd-Nord).

Trog Mitteleuropa

Da sich nun aber das Tiefdruckzentrum über Mitteleuropa befindet, simuliert das amerikanische Prognose-Modell die Ausbildung des Troges direkt über Mitteleuropa, was kurz vor Weihnachten die Temperaturen weiter absinken und für Schneefälle bis in tiefere Lagen sorgen kann. Weiße Weihnachten sind nach dieser Wetterprognose nicht abwegig. Dazu aber gegen 17:00 Uhr der Wetterprognose Weihnachten mehr. Anders formuliert: Diese Wettervorhersage zeigt zum 15./16. Dezember eine nur kurze Milderung. Anschließend geht der Wettercharakter in einen nasskalten über und eröffnet dem Winter 2018/19 seine Chancen.

Kurz vor Weihnachten Schneefall und winterlich kalt?
Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Kurz vor Weihnachten Schneefall und winterlich kalt? © www.meteociel.fr

Wetterprognose des europäischen Prognose-Modells: Winter? Skepsis ist angebracht!

Die Wettervorhersage des europäischen Vorhersage-Modells geht auch heute wieder in eine andere Richtung und trotzdem sind die Berechnungen beider Wettermodelle gar nicht so unterschiedlich.

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Winterliche kühle mit optionalem Schneefall

Das Skandinavienhoch macht seinen Einfluss auf das Wetter über Deutschland, der Schweiz und auch Österreich bis zum 16. Dezember geltend. Kurzzeitig sorgt ein Tiefdruckausläufer am 14./15. für kräftigen Wind und auch Niederschläge, welche bei Temperaturen knapp von über 0 Grad teils als Regen, teils als Schnee niedergehen können.

Bis zum 16. Dezember verlagert sich das Tief über die östliche Mittelmeerregion und versucht im Verbund mit dem Hoch über Skandinavien eine Ost-West-Strömung einzuleiten. Ob das gelingt, hängt davon ab, was die atlantische Frontalzone draußen auf dem Atlantik macht. Ein weißer 3. Advent wäre möglich.

Mittelfristige Milderung

Die Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik kommen wegen dem Skandinavienhoch nicht weiter nach Osten voran und trogen auf dem Atlantik nach Süden aus. Somit entsteht zum 17./18. Dezember auf dem Atlantik ein kräftiger Tiefdruckwirbel, der irgendwo hin muss. Schaut man sich die nachfolgende Prognose-Karte an, so ist der Weg nach Nordosten versperrt und so pumpt das Tief warme Luftmassen aus südlichen Richtungen nach Mitteleuropa.

Aber…

Die Grundstruktur ist ganz ähnlich wie die Berechnungen des amerikanischen Vorhersage-Modells. Das Zirkulationsmuster meridionalisiert, nur eben mit dem Unterschied, dass das Tief zu weit westlich liegt, als dass in der Zeit vor Weihnachten Winterwetter über Mitteleuropa möglich ist.

Meridionales Strömungsmuster, doch für Mitteleuropa eher mit milden Temperaturen
Berechnung der Großwetterlage nach europäischen Prognose-Modell: Meridionales Strömungsmuster, doch für Mitteleuropa eher mit milden Temperaturen © www.meteociel.fr

Schneeprognose

Die Entwicklung der Großwetterlage ist noch unsicher, doch zeigt sich in der Schneeprognose bis zum 16. Dezember die Möglichkeit zur Ausbildung einer Schneedecke. Über dem Süden etwas mehr, über dem Norden etwas weniger. Viel Neuschnee ist in der Vorweihnachtszeit in den Alpenregionen zu erwarten. Mehr dazu in der aktuellen Schneeprognose.

Die Ausbildung einer Schneedecke bleibt in der Zeit vor Weihnachten möglich
Die Ausbildung einer Schneedecke bleibt in der Zeit vor Weihnachten möglich Schneeprognose © windy.tv

Wettertrend der Kontrollläufe: Amerikanisches Vorhersage-Modell deutlich zu kalt

Die weiter oben angedeutete Skepsis ist durchaus angebracht. Denn im Vergleich zu den Kontrollläufen gehört das amerikanische Vorhersage-Modell ab dem 18. Dezember zu den kältesten Varianten. Veränderungen sind zu erwarten. Die Mehrheit der Kontrollläufe berechnet vom 10. bis 14. Dezember eine etwas zu kühle Temperaturentwicklung. Vom 15. bis 20. Dezember bewegen sich die Temperaturen in einem Umfeld, welcher durchaus dem jahreszeitlichen Durchschnitt entspricht. Nasskaltes Winterwetter.

Das Temperaturspektrum erstreckt sich am 15. Dezember zwischen -2 bis +12 Grad (Mittelwert: +6 Grad über dem Westen, +4 Grad über dem Norden und Süden und +2 Grad über dem Osten) und am 20. Dezember zwischen -2 bis +11 Grad (Mittelwert: +3 Grad über dem Osten, sonst zwischen +4 und +5 Grad). Winterliche Varianten spielen nach den Kontrollläufen in der Zeit vor Weihnachten kaum eine Rolle.

Die Niederschlagsneigung wird im Zeitraum vom 12. bis 14. Dezember kurzzeitig schwächer berechnet, doch vom 15. bis 20. Dezember ist einiges an Niederschlag zu erwarten. Kurzum: Die Kontrollläufe stützen nasses, windiges und gemäßigt mildes Westwindwetter.

Diagramm Temperaturen Dezember 2018 vom 8.12.2018
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Dezember 2018 von zu kalt, normal, zu warm

Es wird sich zeigen müssen, ob die Schneeprognose des europäischen Vorhersage-Modells so aufrecht erhalten werden kann. Auch sind die Unsicherheiten der kommenden Wetterentwicklung ab dem 15. Dezember sehr hoch. Mit entscheidend wird sein, ob sich das Strömungsmuster meridionalisiert, oder ob sich eine neuerliche Zonalisierung (Westdrift) durchsetzen kann. Was daraus für Wetterentwicklungen an Weihnachten möglich sind und wie die Chancen auf weiße Weihnachten 2018 einzuschätzen sind, klären wir gegen 17:00 Uhr in einer weiteren Wetterprognose zum Wetter Weihnachten 2018 und gegen 20:00 Uhr erfolgt heute Abend an dieser Stelle nochmals eine Aktualisierung der Winterprognose 2018/19.

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Update der Wetterprognose von 19:59 Uhr
Das amerikanische Vorhersage-Modell zeigte es heute sehr eindrücklich, wie der Ablauf des Wetters bis Weihnachten 2018 sein kann. Von einer kalten und winterlichen Trogwetterlage, über Trogwetterlage, bei der Deutschland, Österreich und die Schweiz sich auf der warmen Trogvorderseite befinden und heute Abend nun eine westlich orientierte - zonal verlaufende - Großwetterlage mit reichlich Niederschlag und gemäßigt milden Temperaturen vor und um Weihnachten herum.

Der Winter hat nur zwei Chancen
Eine Zonalisierung ist alles andere als zuträglich für winterliche Wetterverhältnisse. Möglich macht das eher ein meridionales oder gestörtes Zirkulationsmuster. Alles andere sind eher milde bis nasskalte und damit wenig winterliche Varianten.

Westwetterlage vor und zu Weihnachten 2018 - doch gilt das Hauptaugenmerk auf den Polarwirbel gereichtet
Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Westwetterlage vor und zu Weihnachten 2018 - doch gilt das Hauptaugenmerk auf den Polarwirbel gereichtet © www.meteociel.fr


Was macht der Polarwirbel?
Also, was macht der Polarwirbel - Hat er das Potential für eine gestörte Zirkulation (Hoch Skandinavien oder Island/Grönland), oder sorgen Turbulenzen für ein meridionales Strömungsmuster mit einem Blockadehoch auf dem Atlantik? Die oben gezeigte Wetterkarte lässt dieses Spielraum zu - zumindest in der Theorie.

In 14 von 20 Fällen zeigt sich in den Berechnungen von heute Abend ein instabiler Polarwirbel, was in etwa 70 Prozent entspricht. Potential ist vorhanden, wenngleich ein gestörter oder instabiler Polarwirbel noch lange nicht mit kalten Winterwetter über Deutschland, Österreich oder der Schweiz gleichzusetzen ist. Es zeigt lediglich, dass da noch einiges an Möglichkeiten vorhanden ist.

Auch ein möglich kräftiges Minor-Warming in Stratosphärenhöhe gilt es in den kommenden Tagen kurz vor Weihnachten im Auge zu behalten. Sollte es sich weiter intensivieren und sich zu einem Major-Warming weiterentwickeln können, wird das eine sehr spannende Angelegenheit.

Kräftiges Minor-Warming in Stratosphärenhöhe
Berechnung des Polarwirbels in Stratosphärenhöhe: Kräftiges Minor-Warming © www.meteociel.fr


Europäisches Vorhersage-Modell: Winter, nasskalt, dann Milderung
Der Winter hat mit Tageswerten von 0 Grad im Zeitraum vom 12. bis 14. Dezember seine Chancen. Anschließend formieren sich die Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik und steuern in Richtung Mitteleuropa. Über kurz oder lang zeichnet sich eine milde Südwestwetterlage in der Vorweihnachtszeit ab. Aber auch hier ist das Setup als interessant zu bewerten. Spielraum für andere Entwicklungen bleibt erhalten.

Milde Südwestwetterlage in der Vorweihnachtszeit
Berechnung der Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Milde Südwestwetterlage in der Vorweihnachtszeit © www.meteociel.fr


Viel Neuschnee ab den höheren mittleren Lagen
Auch das bleibt unverändert. Viel Neuschnee ist bis zum 18. Dezember in den höheren Lagen, vor allem über den Skiregionen der Alpen oberhalb etwa 1.000 Meter zu erwarten. Eine echt gute Grundlage für die bevorstehenden Weihnachtsferien. Für die Lagen darunter wird man weiterhin abwarten müssen, wie sich die Details entwickeln. Zum aktuellen Stand ist aber auch in tieferen Lagen die Ausbildung einer Schneedecke nicht auszuschließen.

Kontrollläufe: Tendenz zu wärmeren Entwicklungen
Auch - oder gerade wegen - des Hin und Her, die Kontrollläufe sind heute Abend im Zeitraum vom 15. bis 24. Dezember etwas milder geworden. Der Mittelwert liegt mit +4 bis +6 Grad etwas über dem langjährigen Mittelwert im zu milden Bereich. Chancen auf Winter bis in tiefere Lagen geht nach diesen Prognosen gen Null. Niederschmetternd für alle Freunde des Winterwetters ist zudem, dass kaum ein Kontrolllauf eine winterliche Variante berücksichtig, welche auch für Dauerfrost sorgen könnte.

Fazit
Im Zeitraum vom 16. bis 24. Dezember sieht das zum aktuellen Stand nicht unbedingt nach Winterwetter aus. Doch das ist eine Momentaufnahme, welche morgen schon wieder anders aussehen kann. Das Setup bietet hierfür jedenfalls den erforderlichen Spielraum.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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