Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2018/2019 aktuelle Wettervorhersage vom 7.12.2018 - Schnee in der Zeit vor Weihnachten?

Nach dem Sturm kommt Schnee, doch wie weit wagt sich der Winter herunter und wie sieht die Entwicklung in der Zeit vor Weihnachten aus?

Bis einschließlich Montag ist der Wettercharakter als turbulent zu bewerten und eine erhöhte Neigung zu unwetterartigen Wetterereignissen ist zu erwarten - meist in Form von Starkwindereignissen. Mit dem Wind treten teils kräftigen Niederschläge auf, welche mancherorts auch von Gewitter begleitet werden können. Zum Start in die neue Woche dreht der Wind auf nördliche Richtungen und es werden kühlere Temperaturen nach Deutschland geführt, was auch in tieferen Lagen für Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer sorgen kann. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose für das Wetter Dezember 2018.

Nasskaltes Dezemberwetter

Bei Höhentemperaturen von -4 bis -7 Grad wäre theoretisch die Ausbildung einer Schneedecke bis auf mittlere Lagen herab möglich, doch der Wind muss erst über die warme Nordsee und zudem noch die milden Luftmassen über Deutschland ausräumen. Statt Winterwetter zeigt sich ein eher nasskalter Wettercharakter zum Start in das zweite Dezember-Drittel. Etwas Schneefall ist möglich, doch meist werden imposante Schauerwolken zu sehen sein.

Schneeschauer sind möglich, doch der Wettercharakter zeigt sich eher nasskalt als winterlich
Schneeschauer sind möglich, doch der Wettercharakter zeigt sich eher nasskalt als winterlich

Wettertrend 14 Tage

Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells: Turbulente und ereignisreiche Wetterentwicklung

Das amerikanische Vorhersage-Modell hat es in den letzten Wetterprognosen immer wieder angedeutet und bestätigt es heute erneut. Das Hochdrucksystem kann sich nicht über dem skandinavischen Raum behaupten und wird von der zunehmenden Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik zunächst unterwandert und im weiteren Verlauf nach Osten weggedrückt.

Wind, Sturm und viel Niederschlag

Die Wetterküche kommt nach dem 14. Dezember wieder in Gang und ein Sturmtief nach dem anderen überquert Deutschland, Österreich und die Schweiz. So ist im gesamten Zeitraum vom 15. bis 20. Dezember nach der Wettervorhersage des amerikanischen Prognose-Modells mit wiederholten - teils kräftigen - Niederschlägen zu rechnen, welche mit Starkwindereignissen einhergehen können. Das Potential für Unwetter steigt wieder an! Liegen die Temperaturen anfangs noch im nasskalten Bereich, können aber mit den stürmischen Winden auf +10 bis +14 Grad ansteigen, was für die Jahreszeit viel zu warm ist. Der Winter hat nach dieser Prognose in der Zeit vor Weihnachten gar keine Chance.

Der Winter hat so gar keine Chancen sich vor Weihnachten durchzusetzen
Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Der Winter hat so gar keine Chancen sich vor Weihnachten durchzusetzen © www.meteociel.fr

Wetterprognose des europäischen Prognose-Modells: Nasskaltes Vorweihnachtswetter

Die Wetterprognose des europäischen Vorhersage-Modells ist im Verlauf zwar ähnlich, doch mit anderen Ergebnissen. Das Skandinavienhoch lässt sich nicht so einfach und schnell nach Osten wegdrücken und so müssen die Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik eine südlichere Zugbahn nehmen.

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Nasskalt mit Schnee für die höheren Lagen

Das Potential für unwetterartige Starkwindereignisse steigt auch nach der Wettervorhersage des europäischen Prognose-Modells im Zeitraum vom 13. bis 15. Dezember an. Gleichzeitig ist in diesem Zeitraum mit kräftigen Niederschlägen zu rechnen. Die milden Luftmassen können sich aber nicht durchsetzen und so bleibt es mit Tageswerten von +0 bis +6 Grad überwiegend nasskalt. Die Schneefallgrenze schwankt meist um die mittleren Lagen und sinkt in den Nächten teils bis in tiefere Lagen ab. Winterliche Straßenverhältnisse sind im Zeitraum vom 13. bis 17. Dezember zu erwarten.

Nasskaltes Wetter in der Vorweihnachtszeit mit Potential für Schneefall teils bis in tiefere Lagen
Berechnung der Großwetterlage nach europäischen Prognose-Modell: Nasskaltes Wetter in der Vorweihnachtszeit mit Potential für Schneefall teils bis in tiefere Lagen © www.meteociel.fr

Schneeprognose

Aufgrund der unterschiedlichen Berechnungen ist eine Schneeprognose nicht einfach. Nach dem amerikanischen Prognose-Modell steigt die Schneefallgrenze bis in höhere Lagen an, während nach dem europäischen Vorhersage-Modell die Niederschläge bis in tiefere Lagen in Schnee übergehen und dort auch für die Ausbreitung einer Schneedecke sorgen können. Veränderungen sind in den kommenden Tagen zu erwarten. Mehr dazu in der aktuellen Schneeprognose.

Die Ausbildung einer Schneedecke bleibt in der Zeit vor Weihnachten möglich
Die Ausbildung einer Schneedecke bleibt in der Zeit vor Weihnachten möglich Schneeprognose © windy.tv

Wettertrend der Kontrollläufe: Erhöhte Differenzen

Wie so häufig, wenn sich die atlantische Frontalzone bemerkbar macht, steigen die Differenzen zwischen den einzelnen Kontrollläufen an. Das amerikanische Prognose-Modell springt in den Kontrollläufen hin und her, was ein Indiz für die auflebende Westwetteraktivität ist (warme Vorderseite, kühle Rückseite). Die Temperaturen in Rund 1.500 Meter erstrecken sich am 19. Dezember von -6 bis +11 Grad und weisen eine Differenz von 17 Grad aus. Zum Vergleich: für eine Wettervorhersage ist eine Differenz von 2 bis 4 Grad und für eine Wetterprognose von 2 bis 6 Grad wünschenswert. Um Details geht es aber gar nicht einmal, sondern um den Wettertrend und der erstreckt mit einer höheren Wahrscheinlichkeit in einem normalen bis zum warmen Spektrum.

Das Temperaturspektrum erstreckt sich am 15. Dezember zwischen -4 bis +12 Grad (Mittelwert: +6 Grad über dem Westen, +4 Grad über dem Norden +2 Grad über dem Süden und +1 Grad über dem Osten) und am 20. Dezember zwischen -2 bis +11 Grad (Mittelwert: +6 bis +7 Grad über dem Norden und Westen und +3 Grad über dem Süden und Osten). Winterliche Varianten spielen in der Zeit vor Weihnachten kaum eine Rolle.

Die Niederschlagsprognose der Kontrollläufe ist im Zeitraum vom 11. bis 14. Dezember etwas schwächer zu bewerten, sonst sind reichlich Niederschläge zu erwarten. Langweilig wird es wohl nicht werden

Diagramm Temperaturen Dezember 2018 vom 7.12.2018
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Dezember 2018 von zu kalt, normal, zu warm

Der Winter hat seine Chancen und auch Schneefall bis in teils tiefere Lagen ist möglich. Nach dem 15. Dezember setzt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder die atlantische Frontalzone durch und sorgt für reichlich Niederschlag. Ob als Schnee oder als Regen hängt noch von der Zugbahn ab. Vieles deutet zum aktuellen Stand auf eine nasskalte bis milde Temperaturentwicklung in der Vorweihnachtszeit hin. Turbulentes Wetter in der Vorweihnachtszeit erhöhen Übrigens die Chancen auf weiße Weihnachten. Wie sich das Wetter entwickeln kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einer weiteren Wetterprognose zum Wetter Weihnachten 2018 und gegen 20:00 Uhr erfolgt heute Abend nochmals eine Aktualisierung der Winterprognose.

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Update der Wetterprognose von 19:59 Uhr
Im Tagesverlauf gab es in den Wetterprognosen des amerikanischen Vorhersage-Modells geringfügige Veränderungen, welche die Wetterentwicklung nach dem 15. Dezember weiterhin offen lassen.

Zunächst kälter und dann?
Im Verbund von einem Hochdrucksystem zwischen Island und Skandinavien und einem Tiefdrucksystem über dem östlichen Europa werden im Zeitraum vom 11. bis 14. Dezember in der Höhe kältere Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt. Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer sind bis in tiefere Lagen zu erwarten, doch müssen die Luftmassen zunächst über die noch warme Nord- und Ostsee geführt werden. Ein nasskalter Wettercharakter ist in diesem Zeitraum sehr wahrscheinlich.

Im weiteren Verlauf zeigt sich das Hochdrucksystem im Vergleich zu den vorherigen Prognosen etwas standhafter, was die atlantischen Tiefdrucksysteme auf eine südlichere Zugbahn zwingt. Anders formuliert werden im Zeitraum vom 14. bis 20. Dezember immer wieder Tiefdrucksysteme über Deutschland hinwegziehen und mit ihrer Vorderseite mildere und mit der Rückseite kältere Luftmassen nach Mitteleuropa führen können. Das Potential für unwetterartige Starkwindereignisse bleibt in den Vorhersagen von heute Abend erhalten.

Wenig winterlich aber…
Wie wir bereits in der Wetterprognose zum Wetter Weihnachten 2018 von heute Nachmittag erläutert haben, hat der Winter derzeit einfach die schlechteren Karten. Das bedeutet aber keinesfalls, dass die kommende Milderung nach dem 14. Dezember schon als gesichert gilt. Schaut man sich die Kontrollläufe von heute Abend an, so gibt es noch einiges an Spielraum.

Wenig winterliche Aussichten
Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Wenig winterliche Aussichten - zu stark ist der Westdrift © www.meteociel.fr


Europäisches Vorhersage-Modell: Winter, nasskalt oder Milderung?
Diese Frage war heute Morgen schon nicht so einfach zu beantworten. Zeigte sich das Hochdrucksystem über Skandinavien doch deutlich stabiler und langlebiger. Heute Abend nun eine Fortführung der Variante. Im Zeitraum vom 14. und 15. Dezember rauscht ein Tiefdrucksystem vom Atlantik kommend über Deutschland, die Schweiz und Österreich hinweg und positioniert sich zum 16. Dezember über der Mittelmeerregion. Somit ergibt sich ein erhöhter Spielraum für winterliche Varianten, vor allen in den höheren Lagen, welcher sich auch in der aktuellen Schneeprognose widerspiegelt.

Viel Neuschnee ab den höheren mittleren Lagen
In Lagen oberhalb etwa 500 bis 700 Meter werden bis zum 17. Dezember Neuschneemengen von 10 bis 20 cm berechnet. In tieferen Lagen schwankt das zwischen 0 und 10 cm. Richtig viel Neuschnee ist aber über den Alpenregionen oberhalb etwa 800 Meter zu erwarten. Dort werden Neuschneemengen von 50 bis 100 cm berechnet.
Nasskalte Nordwestwetterlage mit Optionen auf Schnee
Berechnung der Großwetterlage nach dem europäischen Prognose-Modell: Nasskalte Nordwestwetterlage mit Optionen auf Schnee © www.meteociel.fr


Kontrollläufe: wenig aufgeregt
Da hat sich kaum etwas verändert. Das Temperaturverhältnis ist gegenüber dem langjährigen Mittelwert fast als normal zu bewerten. Zu kalte und zu warme Varianten sind zwar auch vertreten, doch wahrscheinlicher ist in der Vorweihnachtszeit ein Temperaturspektrum, welches sich im nasskalten Bereich zwischen +2 bis +6 Grad bewegt. Als sehr wahrscheinlich gilt eine vom 15. bis zum 23. Dezember erhöhte Niederschlagsleistung. Der Dezember 2018 hat gute Chancen zu nass auszufallen.

Fazit
Der Winter 2018/19 tut sich schwer. Das Zirkulationsmuster ist eher zonal statt meridional ausgereichtet und das bedeutet eine höhere Wahrscheinlichkeit für mildes bis nasskaltes Winterwetter. Veränderungen sind möglich und auch zu erwarten. Spannend bleibt weiterhin, wie sich das Hochdrucksystem über Skandinavien verhalten wird. Voraussichtlich viel Schnee über den Alpenregionen.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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