Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2018/2019 aktuelle Wettervorhersage vom 5.12.2018 - Der Winter schneit herein - doch nicht überall!

Schnee und winterliche Temperaturen werden in Aussicht gestellt - doch nicht überall! Wie viel Schnee ist wo zu erwarten und wie lange bleibt die winterliche Episode erhalten?

Ein kräftiger Tiefdruckwirbel positioniert sich bis zum kommenden Wochenende über Skandinavien und sorgt über Deutschland von Freitag bis einschließlich Montag für stürmische Windböen. Örtlich sind auch orkanartige Winde mit erhöhtem Potential für Unwetter zu erwarten. Der Wind dreht am Wochenende auf nördliche Richtungen und führt kältere Luftmassen nach Deutschland, was die Schneefallgrenze bis auf mittlere Lagen absinken lassen kann. Aber auch in tieferen Lagen sind Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer zu erwarten. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose für das Wetter Dezember 2018.

Es wird kälter, aber nicht überall

Der Wind aus nördlichen Richtungen hat für alle die auf den Winter und Schneefall warten einen Nachteil. Die kalte Luft muss über die warme Nord- und Ostsee und erwärmt sich in diesem Prozess. So können die Temperaturen über dem Süden und Osten bis zum 12. Dezember auf 0 Grad absinken und verbreitet für Dauerfrost sorgen, doch über dem Norden und Westen orientieren sich die Werte mit +0 bis +4 Grad eher im nasskalten Bereich.

Nach den turbulenten und unwetterträchtigen Dezembertagen steht ein Wetterwechsel in die winterliche Richtung bevor
Nach den turbulenten und unwetterträchtigen Dezembertagen steht ein Wetterwechsel in die winterliche Richtung bevor

Schneeprognose

Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen vom 10. bis 12. Dezember auf die Rückseite eines nach Osten abziehenden Tiefdrucksystems. Somit bleibt die Luftschichtung labil und neigt bei wechselnder Bewölkung immer wieder zu Schauern, welche über den Staulagen auch länger andauernd ausfallen können. Größtenteils geht die Niederschlagsaktivität bis in tiefere Lagen in Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer über, doch zur Ausbildung einer Schneedecke wird es wohl erst in Lagen oberhalb etwa 200 bis 500 Meter reichen. Mehr dazu in der aktuellen Schneeprognose.

Die Ausbildung einer Schneedecke ist möglich, Details bleiben aber abzuwarten
Die Ausbildung einer Schneedecke ist möglich, Details bleiben abzuwarten. Mehr dazu in der aktuellen Schneeprognose

Wettertrend 14 Tage

Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells: Eine kurze winterliche Episode

Nach der aktuellen Wettervorhersage des amerikanischen Vorhersage-Modells setzt sich der Zustrom kälterer Luftmassen ab dem 10. Dezember in Richtung Deutschland in Gang. Bis zum 12. Dezember hat sich das Hochdrucksystem zwischen England und Skandinavien positioniert, während Deutschland, Österreich und die Schweiz im gradientenschwachen Umfeld von Tiefdrucksystemen verbleiben. Bei wechselnder Bewölkung kommt es immer wieder zu Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer.

Hochdruckachse verhindert die Zufuhr kälterer Luftmassen

Die Positionierung des Hochdrucksystems hat gleich zwei Eigenschaften. Zu einen wird die atlantische Frontalzone auf dem Atlantik blockiert und zum anderen wird durch die Hochdruckachse die Zufuhr arktischer Kaltluftmassen verhindert.

Nachhaltiges Winterwetter?

Zum aktuellen Stand eher nein. Warum? Die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik wird nach der Vorhersage des amerikanischen Prognose-Modells weiterhin als äußerst aktiv simuliert. Da dieses Tiefdrucksysteme aber nicht auf gewohnten Wege - über Skandinavien - nach Osten vorankommen, muss der Umweg über dem Süden genommen werden. Das Hoch wird zum 15. Dezember quasi unterwandert.

Viel Schnee über dem Süden und Osten?

Bis es aber soweit ist, können sich insbesondere über Bayern und Baden-Württemberg ab dem 13. Dezember interessante Wetterentwicklungen ergeben. Von den Alpen her ziehen feuchte und in der Höhe auch wärmere Luftmassen nach Deutschland und sorgen für Niederschläge, welche größtenteils als Schnee niedergehen können. Ein kurzzeitiger Wintereinbruch ist in diesem Zeitraum ab den mittleren Lagen sehr wahrscheinlich (300 bis 600 Meter).

Der Westdrift setzt sich durch

Die Position und auch die Konfiguration des Hochdrucksystems über Skandinavien ist für nachhaltiges Winterwetter weniger gut geeignet. Zu rasch zieht es sich nach der aktuellen Wettervorhersage nach Osten zurück und geht in das Kontinentalhoch über Russland über. Somit bekommt die atlantische Frontalzone den Raum und auch die Zeit für einen zweiten Versuch eine nachhaltige Zonalisierung durchzusetzen. Ob das gelingen mag, bleibt abzuwarten.

Über kurz oder lang gelingt es der atlantischen Frontalzone sich über Deutschland durchzusetzen
Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Über kurz oder lang gelingt es der atlantischen Frontalzone sich über Deutschland durchzusetzen © www.meteociel.fr

Wetterprognose des europäischen Prognose-Modells: Der Winter Spitz auf Knopf, bzw. Hop oder Top

Das Setup der kommenden Großwetterlage wird nach der Wettervorhersage des europäischen Prognose-Modell ganz ähnlich berechnet. So wird die Zufuhr kalter Luftmassen ab dem 10. Dezember eingeleitet und das Hochdrucksystem positioniert sich zum 12. Dezember über Skandinavien mit einer ganz ähnlichen Ausrichtung der Hochdruckachse.

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Was macht das Hoch?

Auf diese Frage wird es ankommen, ob sich der Winter verstärken wird, oder ob er eine nur vorübergehende Erscheinung ist. So beginnen die Tiefdrucksysteme ab dem 13. Dezember das Hoch am südlichen Gradienten zu unterwandern und drücken das Hoch weiter nach Osten weg. Anders jedoch wie beim amerikanischen Vorhersage-Modell bleibt das Hoch präsent und erstreckt sich von Island bis über das westliche Russland. Gleichzeitig erreicht ein kräftiger Tiefdruckwirbel die Barentssee und Karasee.

Was macht das Hoch? Weicht es nach Westen in Richtung Island und Grönland aus, so ergibt sich daraus ein nördlichen Strömungsmuster, was Kaltluftmassen arktischen Ursprungs nach Deutschland, Österreich und die Schweiz führen kann. Der Winter hätte in diesem Fall gute Chancen sich zu behaupten.

Lässt sich das Hoch aber noch weiter nach Osten wegdrücken, so kommt die atlantische Frontalzone voll in Gang und könnte mit einer Südwestwetterlage für milde Temperaturen sorgen. Diese Entwicklung kann schon maßgeblich die Richtung für das Wetter Weihnachten und den Dezember 2018 vorgeben.

Welche Richtung schlägt das Hoch ein? Der weitere Wetterablauf hängt davon ab.
Berechnung der Großwetterlage nach europäischen Prognose-Modell: Welche Richtung schlägt das Hoch ein? Der weitere Wetterablauf hängt davon ab. © www.meteociel.fr

Wettertrend der Kontrollläufe: nach winterlichem Temperaturabschnitt normales Dezemberwetter

Der Dezember 2018 war bislang um +6,3 Grad zu warm. In den kommenden Tagen wird sich daran nicht viel verändern. Im Zeitraum vom 8. bis 10. Dezember normalisiert sich nach der Wettervorhersage der Kontrollläufe das Temperaturspektrum und sinkt im Zeitraum vom 10. bis 16. Dezember in einen für die Jahreszeit um etwa 3 bis 5 Grad zu kalten Bereich ab. Somit wird der Temperaturüberschuss aus der ersten Dezember-Dekade abgemildert, aber wohl nicht abgebaut werden können.

Normalisierung der Dezembertemperaturen

Im Zeitraum vom 16. bis 21. Dezember berechnen die Kontrollläufe einen sich normalisierenden Temperaturtrend. So liegt das Temperaturspektrum am 13. Dezember zwischen -4 bis +5 Grad (Mittelwert: -1 Grad über dem Süden und Osten und +1 Grad über dem Norden und Westen) und am 20. Dezember zwischen -6 bis +8 Grad (Mittelwert: +1 Grad über dem Osten, sonst zwischen +2 bis +4 Grad).

Die Niederschlagsprognose der Kontrollläufe ist im Zeitraum vom 7. bis 11. Dezember als hoch zu bewerten und schwächt sich darüber hinaus in den mäßig erhöhten Bereich ab. Dauerhaftes und trockenes Hochdruckwetter ist somit weniger wahrscheinlich.

Diagramm Temperaturen Dezember 2018 vom 5.12.2018
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Dezember 2018 von zu kalt, normal, zu warm

Langfristprognose

Wettertrend Winter 2018/19: Deutlich zu warm

  • Es wird schwer werden, den Temperaturüberschuss von aktuell +6,3 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert abzubauen, bzw. in die negative Richtung zu lenken. Und so verwundert auch nicht, dass das Langfristmodell seine Wetterprognose für den Dezember 2018 heute erneut angepasst hat. Die Abweichung beträgt zwischenzeitlich +1 bis +3 Grad und fällt zum aktuellen Stand deutlich zu warm aus. Gleichzeitig wird die Niederschlagsneigung deutlich erhöht berechnet - auch das verwundert wenig.
  • Dass das Ganze auf ein sog. Ausgleichsverhalten hinausläuft, haben wir in den letzten Prognosen mehrfach erwähnt und das Langfristmodell scheint sich ganz auf diese Linie eingeschossen zu haben. Denn auch der Januar 2019 wird mit einer Abweichung von +1 bis +3 Grad deutlich zu warm und zu nass simuliert.
  • Davon betroffen ist auch noch der Februar 2019, welcher mit einer Differenz von +0,5 bis +2 Grad als dritter Wintermonat gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu warm und zu nass simuliert wird.
Abweichungen der Temperaturen im Winter 2018/19 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
Dezember 2018 +1 bis +3 Grad Trend: zu nass
Januar 2019 +1 bis +3 Grad Trend: deutlich zu nass
Februar 2019 +0,5 bis +2 Grad Trend: zu nass
Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2018/2019 vom 5.12.2018
Diagramm der Temperaturprognose Winter 2018/19

Ob sich im Tagesverlauf etwas verändert hat und wie die Chancen auf weiße Weihnachten 2018 stehen, klären wir heute Abend gegen 20:00 Uhr in einer Aktualisierung der Wetterprognose zum Wetter Weihnachten 2018.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,6 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,05 +2,17 +1,48 652 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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