Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2018/2019 aktuelle Wetterprognose vom 21.11.2018 - Stürmischer und regnerischer Start in den Winter?

Beginnt der meteorologische Start in den Winter mit Sturm und kräftigen Niederschlägen? Falls das so kommen soll, müsste der Westdrift in Gang gesetzt werden. Wie stehen die Chancen hierfür?

Kalt war es heute verbreitet und nur in wenigen Regionen wurde die +5 Grad Marke erreicht. Zudem ist in der kommenden Nacht mit mäßigem Frost zu rechnen. In den kommenden Tagen wird es kurzfristig wieder etwas milder und zum Wochenende ist mit den ersten Tiefdruckausläufern auch mit etwas Niederschlag zu rechnen, doch so richtig warm wird es vorerst nicht, denn zum Start in die neue Woche liegen die Tageshöchstwerte mit +0 bis +6 Grad in einem für die Jahreszeit leicht zu kalten Bereich. Sofern Niederschlag fällt, schwankt die Schneefallgrenze zwischen 400 bis 800 Meter und sinkt Anfang der Woche auf 300 bis 600 Meter ab. Viel an Niederschlag ist aber generell nicht zu erwarten. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose für das Wetter November 2018.

Für Anfang Dezember kennen die Wetterprognosen der Wettermodelle derzeit nur eine Richtung und diese nennt sich zunehmende Zonalisierung oder anders formuliert kommt der Westdrift wohl langsam in Gang. Spielräume für winterliche Wetterentwicklung gibt es noch, doch werden diese zunehmend kleiner. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage zum Wetter Dezember 2018.

Mit einem Westdrift wird das Wetter abwechslungsreicher und dynamischer ablaufen können
Mit einem Westdrift wird das Wetter abwechslungsreicher und dynamischer ablaufen können

Wettertrend 14 Tage

Enorme Wellenbewegungen entlang der Polarfront

Das amerikanische Vorhersage-Modell berechnet einen relativ kühlen Wettercharakter bis einschließlich dem 28. November. Bis dahin verstärken sich auf dem Atlantik die Tiefdrucksysteme und steuern auf Mitteleuropa zu. Bis zum 29. November entsteht auf dem Atlantik eine ganze Tiefdruckkette, während sich zwischen Grönland und dem östlichen Kanada das Hochdrucksystem positioniert. Ein zweites wird vor der atlantischen Frontalzone nach Osten über Osteuropa und dem westlichen Russland weggedrückt.

Regen, Schnee und stürmisches Dezemberwetter

Ab dem 1. Dezember geht es dann Schlag auf Schlag. Ein Tiefdrucksystem nach dem anderen überquert nach der Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells von heute Abend Deutschland, Österreich und die Schweiz. Die Tiefdruckrinne verlagert sich dabei von Süden weiter nach Norden und hat bis zum 6. Dezember die normalen Verhältnisse nahezu wieder hergestellt.

In Folge daraus beginnt der Dezember 2018 stürmisch, regnerisch und über zeitweilige Phasen auch nasskalt mit Schneefall bis auf die mittleren Lagen herab. Im Kern der Prognose steckt aber erneut eine langsame aber stetige Veränderung der Großwetterlage auf West bis Südwest und das bedeutet wenig winterliche Wetterverhältnisse.

Ein fast normales Zirkulationsmuster
Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Ein fast normales Zirkulationsmuster © www.meteociel.fr

Europäisches Prognose-Modell: Auflebende Tiefdruckdynamik auf dem Atlantik

Eine ganz ähnliche Wetterprognose berechnet das europäische Vorhersage-Modell heute Abend. Die Tiefdruckaktivität gewinnt bis Anfang Dezember zunehmend an Dynamik und erstreckt sich am 1. Dezember von Neufundland über England bis nach Skandinavien. Die Tiefdrucksysteme greifen dabei komplett auf Deutschland, Österreich und die Schweiz über. Ein regnerischer, windiger und gemäßigt milder Wettercharakter wäre die Folge aus dieser Prognose.

Blockadehoch auf dem Atlantik mit Kaltluftzufuhr über Mitteleuropa
Berechnung der Großwetterlage nach Kontrolllauf: Blockadehoch auf dem Atlantik mit Kaltluftzufuhr über Mitteleuropa © www.meteociel.fr

Wettertrend der Kontrollläufe: So richtig warm ist das nicht

Die Wettervorhersage der Wettermodelle spielen sich meist im warmen Sektor der Kontrollläufe ab, welche die noch nicht so richtig stützen. Vielmehr bleiben die Kontrollläufe ihrem Wettertrend der letzten Tage treu.

Das Temperaturspektrum liegt am 1. Dezember zwischen -7 und +13 Grad (Mittelwert: +5 Grad über dem Westen und Süden und +3 Grad über dem Norden und Osten) und am 6. Dezember zwischen -4 bis +13 Grad (Mittelwert: +5 bis +6 Grad über dem Westen, Süden und Norden und +4 Grad über dem Osten). Die Mittelwerte entsprechen weiterhin dem, was für die Jahreszeit normal ist. Die Niederschlagsneigung ist ab dem 25. November leicht bis mäßig erhöht.

Möchte man das anders interpretieren, wird es in Lagen oberhalb etwa 1.000 bis 1.300 Meter zunehmend winterlich.

AO und NAO Index mit positiven Entwicklungen - stocken aber im neutralen Bereich

Beide Werte sind aktuell stark negativ, was ein Resultat der gestörten Zirkulation ist. Beide Werte streben Anfang Dezember in Richtung neutrale Verhältnisse, was grundsätzlich für den Regenerierung des Westdrift spricht. Doch anstatt die NAO-Werte deutlich positiv werden (starkes Islandtief), fängt der Wert an, ins Stocken zu geraten und bleibt neutral. Das bedeutet, dass Südwestwetterlagen weniger wahrscheinlich sind wie West- oder Nordwestwetterlagen. Das stützt im Grunde die Prognose Kontrollläufe mit normalen Temperaturverhältnissen.

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Langfristprognose

Wettertrend Winter 2018/19: nur noch etwas zu mild

Viel ist von der ursprünglich deutlich zu warmen Winterprognose des Langfristmodells nicht übrig geblieben.

  • Der Dezember 2018 wird mit einer Abweichung von -0,5 bis +0,5 Grad normal und im Trend mit bis +1 Grad etwas zu warm simuliert. In der Niederschlagsbewertung sind keine Auffälligkeiten gegenüber dem Sollwert auszumachen.
  • Ganz ähnlich wird die Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert mit -0,5 bis +1 Grad im Januar 2019 berechnet. Doch im Gegensatz zum Dezember soll der Januar deutlich zu nass ausfallen.
  • Aber auch der Februar 2019 hat zwischenzeitlich eine Korrektur erfahren und soll zum heutigen Stand mit einer Differenz von +0,5 bis +1 Grad leicht zu mild ausfallen können. In der Niederschlagsberechnung zeigt sich eine etwas zu trockene Entwicklung.
Abweichungen der Temperaturen im Herbst und Winter 2018/19 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
September 2018 +1,8 Grad zu trocken
Oktober 2018 +1,7 Grad zu trocken
November 2018 +1,4 bis +1,8 Grad Trend: extrem zu trocken
Dezember 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis leicht zu trocken
Januar 2019 -0,5 bis +1 Grad Trend: deutlich zu nass
Februar 2019 +0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis leicht zu trocken
Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2018/2019 vom 21.11.2018
Diagramm der Temperaturprognose Winter 2018/19

Zusammenfassung

Der Wettertrend bleibt klar umrissen und geht in Richtung Westdrift. Doch nicht allzu selten wurde das in der jüngsten Vergangenheit schon häufiger berechnet und letzten Endes ist nicht viel davon übrig geblieben. Wir möchten es an dieser Stelle nur einmal erwähnt haben. Der entscheidende Zeitpunkt für die weitere Wetterentwicklung ist der 28. November. Morgen wird man ein Stück schlauer sein.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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