Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2018/2019 aktuelle Wetterprognose vom 20.11.2018 - Langfristmodell mit erneuten Korrekturen zum Winter

Der Frühwinter verabschiedet sich schon wieder, doch mit beständigen Novemberwetter ist vorerst nicht zu rechnen. Im Gegenteil - die atlantische Frontalzone macht sich auf den Weg in Richtung Mitteleuropa, woraus spannende Wetterentwicklungen entstehen können.

Schneefall ist heute Abend noch über den nördlichen Bundesländern zu erwarten, doch löst sich die Niederschlagsfront vom Tage zunehmend auf. Über den mittleren und höheren Lagen konnte sich auch eine Schneedecke ausbilden (Schneeprognose). Im weiteren Verlauf der Woche beruhigt sich das Wetter, bevor zum Wochenende schwache Tiefdruckausläufer vom Atlantik nach Deutschland übergreifen können. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose November 2018.

Für Anfang Dezember zeigte sich in der Wetterprognose des amerikanischen und auch europäischen Wettermodells ein Wettertrend, welcher über Mitteleuropa zu einer Grenzwetterlage führen kann. Da ist viel Spielraum für Spekulationen doch der Trend - wohin die Reise gehen kann - ist klarer umrissen. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage zum Wetter Dezember.

Regnerisches oder winterliches Dezemberwetter? Auf den Atlantik steht eine Entscheidung an
Regnerisches oder winterliches Dezemberwetter? Auf den Atlantik steht eine Entscheidung bevor

Wettertrend 14 Tage

Hop oder Top

Daran hat sich im Wesentlichen noch nichts geändert und es bleibt dabei. Ein entscheidendes Datum steht mit dem 27. November bevor. Entsteht ein Blockadehoch und führt auf seiner Rückseite kalte Luftmassen nach Süden, oder drückt sich die atlantische Frontalzone durch?

Ausgeprägte Erhaltungsneigung

Das Hochdrucksystem im Bereich von Skandinavien und Grönland gehört zu einer gestörten Zirkulation, welche nun mehr oder minder seit Februar 2018 anhält und auch für diesen extrem trockenen Wettercharakter sorgt(e). Der November hat bspw. erst zu 18 Prozent sein Soll erfüllen können und besonders über dem Südosten gibt es noch Landstriche, welche im November noch gar keinen Niederschlag gesehen haben. Zudem ist der letzte Herbstmonat bisweilen um rund +3,2 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu warm.

Es handelt sich also um eine ausgeprägte Erhaltungsneigung. Bleibt das Hoch nun bis in den Dezember über dem nördlichen Europa präsent, so kann von zunehmend kühleren Temperaturen ausgegangen werden. Mit viel Niederschlag ist aber nicht zu rechnen.

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Winter im Ausgleichsverhalten

Das Ausgleichsverhalten würde nun mit weniger hohem Luftdruck, dafür aber mit vermehrten Tiefdruckgebieten in Erscheinung treten können. Das würde im Umkehrschluss weniger Sonnenschein, mehr Regen/Schnee und gemäßigte bis milde Temperaturwerte bedeuten. Kurzum - nasskaltes Winterwetter.

Nun hat das Hoch aber im Jahresverlauf immer wieder und zum wiederholten Male für Überraschungen gesorgt. Gut möglich, dass es dieses Mal wieder der Fall ist. Und dennoch. Die Kontrollläufe und die aktuellen Wetterprognosen der Wettermodelle sind sich weitgehend einig:

Mehr Niederschlag

Die Tiefdruckaktivität erhöht sich im Zeitraum vom 25. November bis zum 6. Dezember. Ohne nun auf die Vorhersagen der Prognose-Modelle näher einzugehen ist der Temperaturtrend klarer in Richtung mild/nasskalt gesetzt. Ist das nun der Beginn des lange erwartenden Ausgleichsverhaltens? Man wird abwarten müssen, denn die Übergänge sind nicht so einfach zu deuten und eher fließend.

Atlantische Frontalzone greift mit stürmischen Winden auf Mitteleuropa über
Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell von heute Nachmittag: Atlantische Frontalzone greift mit stürmischen Winden auf Mitteleuropa über © www.meteociel.fr

Wie stehen die Chancen auf Winterwetter?

Entweder das Hoch liegt als Blockadehoch auf dem Atlantik, oder es positioniert sich im Bereich zwischen Island und Skandinavien. Denn in diesem Fall wäre es relativ egal, wenn die Tiefdrucksysteme weiter südlich durchziehen. Rückseitig bleibt der Spielraum für die Zufuhr kühlerer Luftmassen erhalten. Fungiert das Hoch auf den Atlantik als Blockadehoch, so wären auch Trogwetterlagen über Mitteleuropa möglich. Die Wahrscheinlichkeiten für winterliches Wetter mit Dauerfrost liegen bspw. am 2. Dezember aktuell bei rund 30 Prozent. Zum Vergleich haben milde Varianten eine Wahrscheinlichkeit von rund 50 Prozent.

Blockadehoch auf dem Atlantik mit Kaltluftzufuhr über Mitteleuropa
Berechnung der Großwetterlage nach Kontrolllauf: Blockadehoch auf dem Atlantik mit Kaltluftzufuhr über Mitteleuropa © www.meteociel.fr

Die Wahrheit wird sich dazwischen abspielen

Deutschland, Österreich und die Schweiz sind eher für gemäßigte Wetterlagen bekannt. Und so ist es auch zum aktuellen Stand wieder einzuschätzen. Die viel zu hohen Temperaturen der letzten Wochen haben sich normalisiert und sind örtlich auch zu kalt ausgefallen. Dieser Trend scheint sich im Dezember 2018 nun fortsetzen zu wollen. Das bestätigen auch heute wieder die Kontrollläufe. Zudem bestätigt sich auch die ansteigende Niederschlagswahrscheinlichkeit, was die Dürresituation langsam entspannen sollte.

AO und NAO Index mit positiven Entwicklungen

Ein weiterer Fürsprecher für einen gemäßigten Start in den ersten Wintermonat ist der sog. AO und NAO-Index. Beide sind aktuell deutlich negativ und spiegeln das gestörte Zirkulationsmuster wieder. Doch zum Dezember ist eine positive Entwicklungstendenz - bei beiden - zu erkennen. Das bedeutet, dass das Strömungsmuster auf einem guten Wege ist, sich zu normalisieren (Tiefdrucksysteme bei Island, Hochdruckgebiet über den Azoren). Zudem zeigt sich mit einem positiven AO-Index eine Stabilisierungsphase des Polarwirbels.

Langfristprognose

Wettertrend Winter 2018/19: Weitere Korrekturen des Langfristmodells

Schaut man sich den sich die Prognose für den Dezember 2018 an, so wird dieser über Deutschland mit einer Abweichung der Temperaturen von -0,5 bis +0,5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert weitgehend normal berechnet. Blickt man auf Europa, so wird der Norden und Osten normal bis zu kalt simuliert. Das ist ein gravierender Unterschied zu den Dezembermonaten der letzten Jahre. Im Umkehrschluss kann das bedeuten, dass das Kontinentalhoch einen viel größeren Einfluss auf das Wetter nehmen kann. Das südliche Europa wird tendenziell zu warm bis normal simuliert, was einer höheren Tiefdruckaktivität geschuldet ist.

Apropos Tiefdrucksysteme. Die Niederschlagsneigung wird über Deutschland, Österreich und der Schweiz normal simuliert, wobei über den Alpen und in den Gebieten südlich davon mit einer erhöhten Niederschlagsfrequenz ausgegangen werden kann. Die Schneeprognose des Langfristmodells ist für die Alpenregion - zum aktuellen Stand - als positiv zu bewerten. Generell wird Westeuropa deutlich zu nass und Nordeuropa zu trocken berechnet. Da ist es also wieder - das Skandinavien-, bzw. Kontinentalhoch.

Der Januar 2019 hat gegenüber gestern eine weitere Korrektur erfahren und wird mit einer Abweichung von -0,5 bis +0,5 Grad weitgehend normal simuliert. Der Rest von Europa ist ebenfalls unauffällig - weder zu warm, noch zu kalt. Lediglich der Südosten wird deutlich zu warm simuliert. Auch das ist gegenüber den letzten Jahren komplett anders.

Deutlicher wird das, wenn man sich die Niederschlagsprognose genauer anschaut. Der Norden von Europa soll normal und im Trend leicht zu trocken ausfallen. In einem breiten Streifen von England, Frankreich, Deutschland, die Schweiz, Österreich bis über die Türkei wird deutlich zu nass berechnet. Die Tiefruckrinne ist in diesem Bereich äußerst aktiv und verläuft von Nordwest nach Südost. Im Umkehrschluss wäre mit einer Hochdruckdominanz zwischen Island und Skandinavien zu rechnen, bei der die Tiefdrucksysteme den Umweg über den Süden nehmen.

Für den Februar 2019 berechnet das Langfristmodell mit einer Abweichung von +0,5 bis +1 Grad einen leicht zu milden Wintermonat über Deutschland. Aber auch der Blick auf Europa zeigt kaum Unterschiede - im Trend leicht zu mild. In der Niederschlagsbilanz zeigt sich ein zu trockener Bereich zwischen Österreich, Slowenien, Ungarn, dem Alpenraum und dem südlichen Deutschland. Sonst sind keine Auffälligkeiten gegenüber den Sollwerten auszumachen.

Abweichungen der Temperaturen im Herbst und Winter 2018/19 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
September 2018 +1,8 Grad zu trocken
Oktober 2018 +1,7 Grad zu trocken
November 2018 +1 bis +1,8 Grad Trend: extrem zu trocken
Dezember 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis leicht zu trocken
Januar 2019 -0,5 bis +0,5 Grad Trend: deutlich zu nass
Februar 2019 +0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis leicht zu trocken
Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2018/2019 vom 20.11.2018
Diagramm der Temperaturprognose Winter 2018/19

Zusammenfassung

Der Temperaturtrend geht für den Dezemberbeginn in Richtung normal bis leicht zu warm. Spielräume für kältere Entwicklungen gibt es aber noch. Die spannende Frage wird aber sein, ob es im Dezember zum Ausgleichsverhalten, oder einer Erhaltungsneigung kommt. Geht es nach dem Wettertrend des Langfristmodells, so neigt sich der Trend eher in Richtung einer Erhaltungsneigung.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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