Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2018/2019 aktuelle Wetterprognose vom 17.11.2018 - Nasskaltes Herbstwetter mit winterlichen Phasen

Wind und Schneefall. Der kräftige Wind aus östlichen Richtungen treibt kühle Luftmassen nach Mitteleuropa. Am Mittwoch überquert ein Mittelmeertief Deutschland und sorgt für kräftige und länger andauernde Niederschläge, welche zunehmend und Schnee übergehen können. Hält nun der Winter Einzug?

Noch gleicht das Wetter einem ruhigen Novembercharakter. Nebel- und Hochnebelfelder im Wechsel mit Sonnenschein bei Jahreszeit typischen Temperaturen. Doch der Wind dreht auf östliche Richtungen und ab Sonntag verdichten sich von Nordosten die Wolkenfelder und sorgen zum Start in die kommende Woche für eine aufkommende Schauerneigung. Die Schneefallgrenze sinkt auf 200 bis 400 Meter ab und auch in tieferen Lagen kann mit Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer gerechnet werden. Der aus meteorologische Sicht interessanteste Tag ist aber der Mittwoch, wenn das Italientief nach Deutschland rein zieht. Kräftige Schneefälle können im Verbund mit einem kräftigen Wind aus östlichen Richtungen in manchen mittleren und höheren Regionen zu Schneeverwehungen führen. Mehr dazu in der aktuelle Wettervorhersage zum Wetter November 2018.

Die Ausbreitung einer Schneedecke ist ab den mittleren - und teils auch tieferen - Lagen möglich, aber nicht überall
Die Ausbreitung einer Schneedecke ist ab den mittleren - und teils auch tieferen - Lagen möglich, aber nicht überall

Schneeprognose

Wie viel Schnee ist zu erwarten? Zunächst muss darauf hingewiesen werden, dass es sich am Mittwoch um eine aktiv-dynamische Wetterentwicklung handelt. Veränderungen sind jederzeit möglich und auch noch zu erwarten. Sollte sich die Wetterentwicklung aber wie in der aktuellen Vorhersage abspielen, so wären bis einschließlich Donnerstag kommender Woche etwa nördlich der Linie von Köln und Dresden Neuschneemengen von 0 bis 2 cm in tieferen Lagen und 4 bis 15 in mittleren und höheren Lagen zu erwarten. Weiter nach Süden wird kaum Niederschlag berechnet, so dass dort auch nicht mit sonderlichen Schneemengen gerechnet werden kann.

Wettertrend 14 Tage

Amerikanisches Wettermodell: Der Winter zieht vorbei

Dem Hochdrucksystem über Skandinavien gelingt es in der aktuellen Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells nicht, sich bis nach Island auszudehnen und dort sich mit seinem Kern zu positionieren. Stattdessen verharrt es in einer Art Hochdruckzone von Island über Skandinavien bis über das östliche Europa reichend.

Polare Kaltluftmassen werden blockiert

Nördlich des Hochdrucksystems ziehen Tiefdruckgebiete in Richtung Barentssee und Karasee. Bedingt aber durch die Hochdruckachse wird der Kaltluftzustrom in Richtung Mitteleuropa blockiert und über das westliche Russland nach Süden abgeleitet. Zum 23. November entsteht bei Neufundland ein kräftiges Tiefdrucksystem und führt aus seiner Rückseite sehr kalte Luftmassen über das östliche Kanada raus auf den Atlantik, was das Tiefdrucksystem weiter verstärken kann. Zum 26. November liegt Deutschland, Österreich und die Schweiz in einem gradientenschwachen Wetterumfeld, während das Tief auf dem Atlantik weiter in Richtung Mitteleuropa vorankommt. Die Hochdruckzone bleibt aber noch erhalten, doch kommt in arge Bedrängnis.

In Folge daraus gewinnt die atlantische Frontalzone Ende November wieder an Dynamik und kann wieder vermehrt auf das Wetter über Mitteleuropa einwirken. In Summe entsteht daraus ein eher nasskalter Wettercharakter, welcher mit tiefwinterlichen Wetterverhältnissen wenig gemeinsam hat. Anders formuliert ist vom Winter in der aktuellen Berechnung nicht viel übrig geblieben.

Eine nicht ganz einfach Wetterentwicklung, doch in Folge wäre daraus ein nasskalter Wettercharakter zu erwarten

Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Eine nicht ganz einfach Wetterentwicklung, doch in Folge wäre daraus ein nasskalter Wettercharakter zu erwarten © www.meteociel.fr

Europäisches Prognose-Modell: Zwei Zonen-Verteilung

Der erhobene Zeigefinger in Sachen Winterwetter kam in den letzten Tagen vom europäischen Vorhersage-Modell, welches - außer einem frühwinterlichen Intermezzo - nichts von einem Wintereinbruch wissen wollte. Interessanterweise passen sich die Simulationen der Wettermodelle nun an.

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Hochdruckzone blockiert die Kaltluftzufuhr

In der aktuellen Wetterprognose berechnet das europäische Vorhersage-Modell eine komplexe Hochdruckzone, welche von Kanada über Island bis nach Skandinavien reichen kann. Gleichzeitig ergibt sich eine Hochdruckbrücke bis über das östliche Sibirien quer durch den Polarwirbel. Das stützt den Polarwirbel im Schwerpunkt über der Barentssee und Karasee und eigentlich stünde einem Kaltluftausbruch in Richtung Mitteleuropa nichts im Wege, wäre da nicht ein Tiefdrucksystem auf dem Atlantik, welches bis zum 27. November England erreicht. Somit wird die Kaltluftzufuhr im Verbund mit der Hochdruckachse in Richtung Mitteleuropa blockiert.

Potential für winterliche Wetterverhältnisse ist zwar vorhanden, doch endet das nach dieser aktuellen Wettervorhersage in einer nasskalten Herbstwetterlage.

Komplex auch diese Wetterentwicklung, doch im Endeffekt würde das einen nasskalten Wettercharakter zur Folge haben

Berechnung der Großwetterlage nach dem europäischen Prognose-Modell: Komplex auch diese Wetterentwicklung, doch im Endeffekt würde das einen nasskalten Wettercharakter zur Folge haben © www.meteociel.fr

Der Wettertrend der Kontrollläufe: Eine für die Jahreszeit normale Wetterentwicklung

Das Spektrum bleibt breit gestreut und winterliche Wetterentwicklungen bleiben weiterhin möglich. Die Berechnungen beider Wettermodelle gehören zu den wärmeren Varianten der Kontrollläufe. Veränderungen sind somit in den kommenden Stunden zu erwarten.

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Wettertrend: Normale bis leicht zu kühle Temperaturen

Der Temperaturtrend steigt bis zum 25. November an und sinkt darüber hinaus wieder ab. So liegt das Temperaturspektrum am 25. November zwischen -2 bis +7 Grad (Mittelwert: +2 Grad über dem Osten und Norden und +4 Grad über dem Süden und Westen) und am 30. November zwischen -7 bis +11 Grad (Mittelwert: +2 Grad über dem Westen, +1 Grad über dem Norden und Süden und -1 Grad über dem Osten). Potential für Winterwetter im Dezember ist vorhanden - dazu aber später mehr.

Ansteigende Niederschlagsaktivität

Die Niederschlagsneigung steigt im Zeitraum vom 20. bis 22. November an und ist über dem Osten und Norden stärker ausgeprägt, als über dem Westen und Süden. Im Zeitraum vom 23. bis 25. November schwächt sich die Niederschlagserwartung wieder ab und steigt nach dem 25. November in einen leicht erhöhten Bereich an.

Diagramm Temperaturen Dezember 2018 vom 17.11.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Dezember 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Vieles deutet auf eine Jahreszeit-typische Wetterentwicklung mit winterlichen Phasen hin. Wie sich das Wetter im Dezember entwickeln kann, klären wir heute Abend zwischen 20:00 bis 20:30 Uhr in einer Aktualisierung der Wetterprognose zum Wetter Dezember 2018.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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