Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2018/2019 aktuelle Wetterprognose vom 3.11.2018 - Nasses und kühles, oder trockenes und warmes Herbstwetter? Der Trend ist klar strukturiert

Ausgeprägte und viel zu warme Hochdruckzone, oder nasskaltes Herbstwetter? Eine Außergewöhnliche Wetterlage steht bevor.

Eein Tiefdrucksystem über dem Atlantik und ein Hochdruckgebiet über dem östlichen Europa sorgen im Verlauf der kommenden Woche für ein leicht unbeständigen, aber insgesamt ruhigen Wettercharakter. Zudem werden mit einer südlichen Grundströmung außergewöhnlich warme Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt, was die Temperaturen phasenweise auf +14 bis +18 Grad und an den Alpen auf bis +21 Grad ansteigen lassen kann. Im Vergleich zum langjährigen Mittelwert sind die Temperaturen um etwa 6 bis 10 Grad zu warm. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage November 2018.

Ein Wechselspiel aus Sonne, Wolken, Nebel. Gelegentlich ist auch etwas Niederschlag möglich
Ein Wechselspiel aus Sonne, Wolken, Nebel. Gelegentlich ist auch etwas Niederschlag möglich

Amerikanisches Wettermodell: Hochdruckzone Mitteleuropa

Geht es nach der Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells, so dehnt sich das Hochdrucksystem im Zeitraum vom 8. bis 12. November über dem westlichen Russland weiter nach Westen aus und geht eine Hochdruckverbindung mit dem Azorenhoch ein. Über Deutschland, der Schweiz und Österreich entsteht somit eine schwachgradientige Hochdruckzone. Gleichzeitig ist die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik als hoch zu bewerten.

In Folge daraus verbleibt Mitteleuropa bis zum 15. November in einem schwachen und wenig dynamischen Wetterumfeld. Nach Nebelauflösung kommt es zu einem Mix aus Sonne, Wolken und hochnebelartiger Bewölkung. Niederschläge sind nach dieser Wettervorhersage kaum zu erwarten. Die Temperaturen können sich auf +12 bis +17 Grad einpendeln und bleiben somit für die Jahreszeit viel zu warm.

Umbau der Großwetterlage

Ein Umbau der Großwetterlage ist nach den Berechnungen des amerikanischen Prognose-Modells ab dem 16. November nicht auszuschließen. Das Hochdrucksystem verlagert sich weiter nach Westen und liegt zum 17. November mit seinem Kern zwischen Island und England. So wird die blockierende Wirkung auf die atlantische Frontalzone aufgehoben, welche sich zum 18. November über Skandinavien positionieren und im Verbund mit dem Hoch kühlere Luftmassen aus nördlichen Richtungen nach Deutschland führen könnte.

Umbau der Großwetterlage?

Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Umbau der Großwetterlage? © www.meteociel.fr

Europäisches Prognose-Modell: Warmes Herbstwetter

Die Wetterprognose des europäischen Modells ist heute dem amerikanischen sehr ähnlich. Die Hochdruckzone dehnt sich bis zum 13. November weiter nach Westen aus und erstreckt sich von den Azoren bis weit über das westliche Russland.

Warm und wenig Niederschlag

Deutschland, die Schweiz und auch Österreich liegen voll im Einflussbereich der schwachgradientigen Hochdruckzone. Sonne, Wolken und Nebel, bzw. Hochnebelfelder würden für Abwechslung am Himmel sorgen, doch bleibt auch nach dieser Vorhersage die Niederschlagsneigung als sehr gering einzustufen.

Hochdruckzone Mitteleuropa

Berechnung der Großwetterlage nach dem europäischen Prognose-Modell: Hochdruckzone Mitteleuropa © www.meteociel.fr

Außergewöhnliche Hochdruckaktivität

Schaut man sich die Wetterprognosen der beiden Wettermodelle genauer an, so erkennt man eine außergewöhnlich stark ausgeprägte Hochdruckzone, welche sich mehr oder minder vom östlichen Sibirien, über Europa bis über die östliche Regionen der USA erstreckt. Die Tiefdrucksysteme tun sich zunächst schwer, das Hochdruckgebiet entscheidend zu stören. Doch zeigt die Berechnung des amerikanischen Wettermodells, dass es mit einer Umstellung der Großwetterlage relativ rasch gehen kann. Bedingung ist aber eine Zentralisierung des Hochdruckkerns. Und das ist das eigentlich spannende für die kommenden Tage. Diese Hochdruckposition kann für den weiteren Wetterverlauf im November von entscheidender Bedeutung sein, sowohl in die kühle und nasse, als auch trockene und warme Richtung.

Außergewöhnliche Hochdruckaktivität

Berechnung der Großwetterlage nach dem europäischen Prognose-Modell: Außergewöhnliche Hochdruckaktivität © www.meteociel.fr

Wettertrend: Kaum Veränderungen

Die Kontrollläufe berechnen den Zeitraum vom 4. bis 7. November deutlich zu warm. Am 8. und 9. November wird es etwas kühler, doch dann steigen die Temperaturwerte wieder in einen für die Jahreszeit zu warmen Bereich an. Nasskaltes Herbstwetter hat demnach wenig Chancen sich durchzusetzen. Zudem gehört das amerikanische Prognose-Modell mit einer kühlen Nordströmung zu den kälteren Varianten der Kontrollläufe, sodass in den kommenden Stunden mit Veränderungen zu rechnen ist.

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Kein Landregen in Sicht

Die Niederschlagswahrscheinlichkeit steigt über dem Norden und Westen ab dem 8. November in den leicht erhöhten Bereich an, bleibt aber über dem Süden und Osten weitgehend im schwachen Bereich. Das stützt eine Großwetterlage mit tiefem Luftdruck über Island und einer Hochdruckzone über dem Osten/Mitteleuropa. Der Norden und der Westen kann zeitweilig von den Tiefdrucksystemen beeinflusst werden.

Diagramm Temperaturen November 2018 vom 3.11.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe November 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Langfristprognose: Der gesamte November zu warm

Am Montag gehen wir etwas näher auf die unterschiedlichen Wettertrends der Langfristmodelle ein. Heute die Kurzform:

Abweichungen der Temperaturen im Herbst und Winter 2018/19 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
September 2018 +1,8 Grad zu trocken
Oktober 2018 +1,7 Grad zu trocken
November 2018 +1 bis +4 Grad Trend: extrem zu trocken
Dezember 2018 +1 bis +2 Grad Trend: normal bis leicht zu trocken
Januar 2019 +1 bis +2 Grad Trend: deutlich zu nass
Februar 2019 +1 bis +3 Grad Trend: etwas zu nass

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2018/2019 vom 3.11.2018

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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