Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2018/2019 aktuelle Wetterprognose vom 29.10.2018 - November warm und trocken? Eine Hochdruckposition kann frühzeitig die Weichen stellen

Die unwetterartigen Niederschläge über weite Teile von Italien, der Schweiz und Österreich bleiben in den kommenden Stunden erhalten und die angespannte Situation dort weiter verschärfen. Das verantwortliche Tief zieht nach Norden über Deutschland hinweg und sorgt mit Starkwindereignissen für eine imposante Luftmassengrenze.

Der Vorteil - soweit man von den unwetterartigen Niederschlägen über der Mittelmeerregion überhaupt sprechen kann - ist, dass der Hauptniederschlag über den Alpen mit teils über 400 l/m² größtenteils in Form von Schnee gepuffert werden kann. Bereits heute aber wird es schon wieder milder, was weitere Wassermassen aus den Alpen in die Fluss- und Talregionen zuführen kann. Anfang November 2018 beruhigt sich die Situation wieder.
Über Deutschland ist das alles weniger dramatisch. Starke Bewölkung mit Auflockerungen und etwas Sonnenschein am Dienstag. Nur der Wind könnte für Probleme sorgen, welcher am Dienstagabend unter bestimmten Voraussetzungen über dem Nordwesten orkanartig auffrischen kann. Aber auch sonst sind immer wieder starke und in höhere Lagen auch stürmische Windböen möglich. Das eigentlich imposante aber ist die Luftmassengrenze am 30. Oktober mit Werten von bis +20 Grad über dem Osten und +8 Grad über dem Westen.

Der November 2018 startet warm

Anfang November sind die Wetterfronten nach der aktuellen Wettervorhersage klar verteilt. Islandtief gegen osteuropäisches Hochdrucksystem. Deutschland, die Schweiz und auch Österreich liegen zwischen den Fronten in einer gemäßigt warmen Süd-, bis Südwestanströmung, was die Tageswerte mit +12 bis +15 Grad und örtlich bis +18 Grad für die Jahreszeit in einen zu warmen Bereich ansteigen lassen kann. Die Sonnenscheindauer nimmt insgesamt zu und die Niederschlagsneigung weiter ab.

Ein Mix aus Sonne, Wolken und etwas Niederschlag - der letzte Herbstmonat 2018 startet zu warm
Ein Mix aus Sonne, Wolken und etwas Niederschlag - der letzte Herbstmonat 2018 startet zu warm

Amerikanisches Vorhersage-Modell: Großwetterlage im Umbruch - Hochdruckposition entscheidend

Die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells ist seit Tagen nahezu identisch. Bei Grönland sammeln sich Kaltluftmassen an, was die Tiefdruckdruckproduktion auf dem Atlantik bei Island anheizt und somit die kalten Luftmassen weite nach Süden auf den Atlantik führen kann. Gleichzeitig aber liegt über dem westlichen Russland, östlichen Skandinavien und dem osteuropäischen Raum ein Hochdrucksystem und dessen Position wird entscheidend sein, ob das erste Novemberdrittel zu nass oder zu trocken ausfallen wird.

Erste Novemberdekade mit hoher Wahrscheinlichkeit zu warm

Bedingt durch die Drehbewegung der beiden Wettersysteme (Tief gegen und Hoch im Uhrzeigersinn), liegen Deutschland, Österreich und die Schweiz die meiste Zeit in einer für die Jahreszeit zu milden Südströmung. Die Tageswerte können sich auf +10 bis +13 Grad einpendeln. Mit Sonnenschein etwas darüber hinaus und mit Regen auch etwas darunter.

Wann kommt Regen?

Entscheidend ist die Hochdruckposition und nach der aktuellen Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells kommt die atlantische Frontalzone im Vergleich zu den letzten Tagen weiter nach Osten voran, während das Hoch sich weiter nach Norden verlagert. Die Tiefdrucksysteme haben somit mehr Spielraum das Hoch am südlichen Gradienten zu unterwandern. So ist die Niederschlagsneigung im Zeitraum vom 1. bis 13. November - in ganz Deutschland - leicht bis mäßig erhöht. Über dem Westen werden generell mehr Niederschlagssignale berechnet, als über dem Osten. In Summe: 20 bis 40 l/m² über dem Westen und Süden, sonst 7 bis 15 l/m² und über dem Osten 0 bis 6 l/m².

Die Fronten stehen sich verhärtet gegenüber, doch kommt die Frontalzone weiter nach Osten voran

Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Die Fronten stehen sich verhärtet gegenüber, doch kommt die Frontalzone weiter nach Osten voran © www.meteociel.fr

Europäisches Prognose-Modell: Warmstart in den November

Auch die Wetterprognose des europäischen Vorhersage-Modells schlägt in die gleiche Kerbe. Bedingt durch eine hohe Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik und einem gut ausgebildeten Hochdrucksystem über dem östlichen Europa stehen sich die Fronten gegenüber.

Deutschland zwischen den Fronten

Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen im Zeitraum vom 1. bis 8. November zwischen den Wettersystemen in einer sehr warmen Südanströmung, was die Temperaturen auf +12 bis +15 Grad und örtlich auf bis +19 Grad ansteigen lassen kann. Das wäre im Vergleich zum langjährigen Mittelwert eine etwa um 3 bis 6 Grad zu warmes Herbstwetter.

Schwache Niederschlagsleistung

Das Hochdrucksystem ist in dieser Vorhersage besser ausgebildet und sorgt dafür, dass die atlantische Frontalzone nicht sonderlich weit nach Osten vorankommen kann. Entsprechend schlägt sich das auch in der Niederschlagsbewertung nieder. Etwa östlich der Linie von Bremen und Stuttgart sind Niederschlagssummen von 0 bis 8 l/m² und westlich davon 7 bis 30 l/m² möglich.

Das Kontinentalhoch sorgt für einen weitgehend trockenen und für die Jahreszeit zu warmen Wettercharakter

Berechnung der Großwetterlage nach dem europäischen Prognose-Modell: Das Kontinentalhoch sorgt für einen weitgehend trockenen und für die Jahreszeit zu warmen Wettercharakter © www.meteociel.fr

Wettertrend: Erste Novemberdekade zu warm

Auch dieser Trend lässt sich in den letzten Tagen beobachten. Die Kontrollläufe stützen eine etwa um 1 bis 2 Grad zu warme erste Novemberdekade. Doch im Vergleich zu den letzten Tagen hat sich eine Veränderung im Schwerpunkt ergeben, welche in den kommenden Stunden noch genauer verifiziert und wiederholt werden muss.

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Die Niederschlagsneigung nimmt generell etwas zu, was der atlantischen Frontalzone mehr Spielraum gibt, bis nach Mitteleuropa vorzudringen. Da der Sonnenstand im November weiter abnimmt, verhindert eine Wolkendecke und der dazugehörige Niederschlag deutlich zu warme Temperaturen. Anders formuliert erfolgt im Wettertrend der Kontrollläufe heute Korrektur von deutlich zu warm zu etwas zu warm und von zu trocken zu einer gemäßigten Niederschlagserwartung. Ob diese Prognose aber beibehalten wird, kann zum aktuellen Stand noch in Frage gestellt werden.

Diagramm Temperaturen November 2018 vom 29.10.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe November 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Langfristmodell: Wettertrend für den Herbst und Winter 2018/19

Das Langfristmodell nimmt in seinem Wettertrend heute ebenfalls eine Korrektur vor und berechnet die Temperaturabweichung für den November 2018 mit +1 bis +2 Grad nun im deutlich zu warmen Bereich. Damit passt sich das Langfristmodell den Wetterprognosen der Vorhersage-Modelle der letzten Tagen etwas an.

Doch auch ein klar zu warmer Wettertrend ist noch mit einem dicken Fragezeichen zu versehen. Warum? Die kommenden Tage werden die entscheidenden Weichen stellen und von großer Bedeutung wird sein, welche Rolle das Hochdrucksystem über dem Osten einnimmt. Schaut man auf die Niederschlagsprognose, so soll der November 2018 deutlich zu trocken ausfallen können. Anders formuliert geht die Langfristprognose davon aus, dass das Hoch sich weiter nach Westen ausdehnen könnte.

Die Winterprognose 2018/19 bleibt zu warm. Ernüchternd die Winterprognose des Langfristmodells für alle Freunde des Winterwetters 2018/19.

  • Die Abweichung der Temperaturen gegenüber dem vieljährigen Mittelwert soll nach der aktuellen Prognose im Dezember 2018 mit +1 bis +2 Grad im deutlich zu warmen Bereich liegen können. In der Niederschlagsprognose könnte der Dezember im Trend etwas zu trocken ausfallen.
  • Der zweite Wintermonat Januar 2019 wird mit einer Abweichung von +1 bis +2 Grad ebenfalls deutlich zu warm berechnet. Weiterhin auffällig ist die hohe Niederschlagserwartung, was auf eine westliche bis südwestliche Grundströmung hindeutet.
  • Mit einer Abweichung von +0,5 bis +2 Grad könnte nach dieser Prognose der Februar 2019 der kälteste Wintermonat werden. Die Niederschlagsneigung ist gegenüber dem langjährigen Mittelwert etwas erhöht.
Abweichungen der Temperaturen im Herbst und Winter 2018/19 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
September 2018 +1,8 Grad zu trocken
Oktober 2018 +1,8 bis +2,2 Grad Trend: zu trocken
November 2018 +1 bis +2 Grad Trend: zu trocken
Dezember 2018 +1 bis +2 Grad Trend: normal bis leicht zu trocken
Januar 2019 +1 bis +2 Grad Trend: zu nass
Februar 2019 +0,5 bis +2 Grad Trend: etwas zu nass

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2018/2019 vom 29.10.2018

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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