Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2018/19 aktuelle Wetterprognose vom 26.10.2018 - Ein deutlich zu warmer Start in den November zeichnet sich ab

Sturm, Dauerregen und örtliche Schneeschauer. Der Herbst zeigt am kommenden Wochenende, dass er auch anders kann. Welche Großwetterlage aber ist darüber hinaus zu erwarten. Für die Jahreszeit zu warm?

Man möge unsere Begeisterung für die kommende Wetterlage verzeihen, aber nach Wochen der Abstinenz interessanter Wetterlagen ist die kommende einfach ein Hochgenuss. Fast schon schade, dass sich Anfang November wieder eine weitgehend ruhige Großwetterlage einstellt. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage zum Wetter November 2018. Die Frage die sich aber stellt: Setzt sich der Wetterfrust im November fort, oder ist das der Anfang einer sich nachhaltig umstellenden Großwetterlage?

Langweiliges oder abwechslungsreiches Novemberwetter?

Mit entscheidend wird sein, ob sich die Fronten zwischen der atlantischen Frontalzone und einem osteuropäischen Hochdrucksystem verhärten, oder ob es den Tiefdrucksystemen gelingt, bis nach Mitteleuropa vorzustoßen und vielleicht auch für eine länger andauernde Regenperiode sorgen kann.

Die Sonne verliert im November weiter an Kraft
Die Sonne verliert im November weiter an Kraft

Amerikanisches Vorhersage-Modell: Fronten zunächst verhärtet

Die aktuelle Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells simuliert im Zeitraum vom 1. bis 5. November ein Tiefdruckzentrum über Island und ein Hochdruckgebiet über dem östlichen Europa. Da passiert nicht viel und bei einem Wechselspiel aus Sonne und Wolken ist im Schwerpunkt über dem Westen hin und wieder mit etwas Niederschlag zu rechnen. Mit einer südlichen Grundströmung gelangen warme Luftmassen nach Deutschland, was die Werte mit +14 bis +18 Grad in einem für die Jahreszeit etwa 2 bis 5 Grad zu warmen Bereich ansteigen lassen kann. Der November 2018 legt nach dieser Wettervorhersage einen Warmstart hin.

Abwechslungsreiches Herbstwetter

Vom 5. bis 10. November gelingt es der atlantischen Frontalzone weiter nach Osten vorzudringen und den hohen Luftdruck über dem östlichen Europa nach Süden abzudrängen. Gleichzeitig strebt über der Barentssee ein weiterer Hochdruckkeil in Richtung Polarwirbel vor und im Verbund mit einem Tief werden sehr kalte Luftmassen nach Süden geführt. Für Deutschland aber zunächst wenig wetterwirksam. Erst wenn die atlantische Frontalzone auf die kalten Luftmassen trifft, wird es wieder interessanter.

Eine zweite Variante wäre, dass sich das Hoch weiter in Richtung Skandinavien verlagert und den Kaltlufttropfen mehr in Richtung Mitteleuropa zieht. Insgesamt eine leicht durchwachsene und hochdruckdominierte erste Novemberdekade mit einem hohen Potential zu warm auszufallen.

Eine für den November durchaus typische Wetterlage

Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Eine für den November durchaus typische Wetterlage © www.meteociel.fr

Europäisches Prognose-Modell: Warmstart in den November

Auch die Wetterprognose des europäischen Vorhersage-Modells lässt den Rückschluss einer für die Jahreszeit zu warmen Wetterentwicklung Anfang November durchaus zu. Auch hier stehen sich die Fronten zunächst verhärtet gegenüber und Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen inmitten der warmen Südströmung.

Mit Föhnunterstützung über +20 Grad

Zeitweilig simulierte das europäische Vorhersage-Modell auch noch extremere Varianten, welche mit Hilfe von Föhn die Werte auf +17 bis +23 Grad ansteigen lassen könnte.

Eine warme Vorderseitenanströmung wird in den ersten Novembertagen bestätigt

Berechnung der Großwetterlage nach dem europäischen Prognose-Modell: Eine warme Vorderseitenanströmung wird in den ersten Novembertagen bestätigt © www.meteociel.fr

Wettertrend: Erste Novemberdekade deutlich zu warm?

Die Kontrollläufe bestätigen in den letzten Tagen konsequent einen zu warmen Entwicklungstrend. Daran hat sich heute nichts verändert. Der Mittelwert des Temperaturspektrums liegt am 5. November zwischen +12 bis +15 Grad und am 10. November zwischen +9 bis +11 Grad. Im Vergleich zum langjährigen Mittelwert sind das etwa 3 bis 7 Grad zu warme Temperaturen.

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Niederschlagssituation angespannt

Im Zeitraum vom 28. bis 30. Oktober sind in einigen Regionen von Deutschland ordentliche Niederschlagssummen zu erwarten (Niederschlagsprognose). Doch Anfang November geht die Niederschlagserwartung über dem Osten deutlich zurück, während über dem Westen und Norden ein paar Niederschlagssignale erhalten bleiben. Die zu trockene Witterung hat eine ebenso hohe Wahrscheinlichkeit, sich in der ersten Novemberdekade fortzusetzen.

Diagramm Temperaturen November 2018 vom 26.10.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe November 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Langfristmodell: Wettertrend für den Herbst und Winter 2018/19

Nach dem aktuellen Wettertrend des Langfristmodells wird der November 2018 aber keineswegs durchweg zu warm berechnet. Nach anfänglichem Temperaturüberschuss zeigen sich auch kühlere Wetterphasen. Am Ende liegt die Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert mit -0,5 bis +1 Grad im normalen bis leicht zu warmen Bereich. Sollten sich aber die deutlich zu warmen Temperaturen in der ersten Novemberdekade - wie berechnet - durchsetzen können, so ist in den kommenden Tagen mit einer Korrektur zu rechnen. In der Niederschlagsentwicklung bleibt der November gegenüber seinem Sollwert unauffällig. Auch das bleibt hinsichtlich der aktuellen Wetterprognosen der Wettermodelle noch in Frage zu stellen.

Die Winterprognose 2018/19 bleibt zu warm.

  • Mit einer Abweichung von +1 bis +2 Grad wird der Dezember 2018 deutlich zu warm berechnet. Im Vergleich zu den anderen Wintermonaten ist er nach dieser Prognose der wärmste Wintermonat der Saison 2018/19. Im Niederschlagsverhalten zeigt sich der Dezember neutral gegenüber seinem Mittelwert und kann im Trend leicht zu trocken ausfallen.
  • Kältere Temperaturphasen haben zum aktuellen Stand im Januar 2019 durchaus ihre Chancen. Die Abweichung wird mit +0,5 bis +1 Grad im nur moderat leicht zu warmen Bereich berechnet. In der Niederschlagsprognose kann der Januar zu nass ausfallen.
  • Unverändert auch der Februar 2019. Die Abweichung gegenüber dem langjährigen Durchschnittswert liegt mit +0,5 bis +2 Grad im zu warmen Bereich und mit einem leicht positiven Niederschlagsverhalten könnte der Februar etwas zu nass ausfallen.
Abweichungen der Temperaturen im Herbst und Winter 2018/19 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
September 2018 +1,8 Grad zu trocken
Oktober 2018 +1,3 bis +2,3 Grad Trend: zu trocken
November 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis etwas zu trocken
Dezember 2018 +1 bis +2 Grad Trend: normal bis leicht zu trocken
Januar 2019 +0,5 bis +1 Grad Trend: etwas zu nass
Februar 2019 +0,5 bis +2 Grad Trend: etwas zu nass

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2018/2019 vom 26.10.2018

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,6 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,05 +2,17 +1,48 652 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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