Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2018/19 aktuelle Wetterprognose vom 23.10.2018 - Turbulentes Wetter mit ansteigenden Temperaturen

Das Wochenende kann unter Umständen mit den ersten Schneeschauern frühwinterlich ausfallen und in höheren Lagen ist auch die Ausbildung einer Schneedecke nicht auszuschließen. Für Anfang November zeigt sich ein wärmer werdender Temperaturtrend ab.

Das Wetter wird über dem Norden windiger und auch deutlich unbeständiger. Über dem Süden braucht es noch etwas, bis sich das Herbstwetter vollends durchsetzen kann. Ein guter Zeitpunkt scheint das kommenden Wochenende zu sein. Doch die Wettermodelle berechnen die Details zum Wochenende noch unterschiedlich, was zu einem regnerischen und milden, oder regnerischen und kalten Wettercharakter führen kann. Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer wären dann bis in tiefere Lagen nicht ganz auszuschließen. Das bleibt also ein Thema. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage zum Wetter Oktober 2018.

Eine spannende und ereignisreiche Wetterlage steht bevor

Das wenig Abwechslungsreiche Hochdruckwetter wird in den kommenden Tagen durch eine Wetterlage abgelöst, welche sich zum aktuellen Stand nur schwer vorhersagen lässt. Warum das so ist? Kalte Luft wird mit Hilfe einer Trogstruktur aus nördlichen Richtungen angezapft und initialisiert über der Mittelmeerregion ein Tiefdrucksystem, welches am Wochenende über die Alpen nach Norden zieht. Zwei Möglichkeiten ergeben sich: Warme Vorderseitenanströmung oder aber eine Verstärkung der Kaltluftzufuhr - wenige hundert Kilometer sind hier entscheidend. Beide Variante haben aber über dem Süden reichlich Niederschlag zur Folge. Oftmals hat die warme Variante teils unwetterartige Niederschlagsereignisse zur Folge.

Das Wetter im Herbst verändert sich - spürbar
Das Wetter im Herbst verändert sich - spürbar

Frühwinter oder mildes Herbstwetter?

Wie sehr sich die Wettermodelle in ihrer Wetterprognose zum Wochenende noch unterschieden, wird im Folgenden deutlich.

  • Das amerikanische Vorhersage-Modell simuliert am Wochenende Tageshöchstwerte von +2 bis +8 Grad und einer Schneefallgrenze von 800 Meter - teils auch darunter. In den Nächten sind mit +0 bis +5 Grad kühlere Werte zu erwarten.
  • Geht es nach der Vorhersage vom europäischen Prognose-Modells, so sind Tageswerte von +7 bis +13 Grad und mit Föhnunterstützung wären an den Alpen bis +17 Grad möglich.

Amerikanisches Vorhersage-Modell: Gemäßigtes Novemberwetter

Das turbulente Wetter normalisiert sich nach der Prognose des amerikanischen Wettermodells zum 30./31. Oktober. Ein Tiefdruckzentrum positioniert sich zwischen England und Spanien und mit einer milden Vorderseitenanströmung der Tiefdruckgebiete wird die kühle Trogwetterlage über Deutschland, Österreich und der Schweiz beendet.

Im weiteren Verlauf rücken die Tiefdrucksysteme über England weiter nach Osten vor und erreichen im Zeitraum vom 31. Oktober bis 3. November Deutschland. Die Niederschlagswahrscheinlichkeit ist nach dieser Prognose in diesem Zeitraum deutlich erhöht. Im gleichen Zeitraum aber dehnt sich von westlichen Russland ein Hochdrucksystem nach Skandinavien aus und zum 4. November gelingt der Brückenschlag quer über Mitteleuropa bis zu den Azoren.

In einer gradientenschwachen Wetterlage können sich längere Zeit Nebelfelder halten und die Temperaturen pendeln sich bei einem zunehmend trockenen Wettercharakter auf +7 bis +13 Grad ein, was den Jahreszeit typischen Werten entspricht.

Schwachgradientige Hochdruckzone über Mitteleuropa

Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Prognose-Modell: Schwachgradientige Hochdruckzone über Mitteleuropa © www.meteociel.fr

Europäisches Prognose-Modell: Trog vor Mitteleuropa

Nach der Wettervorhersage des europäischen Wettermodells bleibt die Trogstruktur bis zum 2. November erhalten, verlagert sich aber weiter nach Westen und liegt zwischen England, Portugal und den Azoren. Gleichzeitig dehnt sich auch nach dieser Berechnung vom westlichen Russland aus ein Hochdrucksystem in Richtung Mitteleuropa aus. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen zwischen diesen Fronten, was aus südlichen Richtungen sehr warme Luftmassen nach Norden führen kann.

Wie warm kann es werden?

Simuliert werden +13 bis +18 Grad unter bestimmten Voraussetzungen wären am Alpenrand auch bis +20 Grad möglich. Gegenüber dem vieljährigen Mittelwert entspräche das einem etwa um 2 bis 7 Grad zu warmen Start in den November 2018.

Aus südlichen Richtungen gelangen warme Luftmassen nach Deutschland

Berechnung der Großwetterlage nach dem europäischen Prognose-Modell: Aus südlichen Richtungen gelangen warme Luftmassen nach Deutschland © www.meteociel.fr

Wettertrend: Welche Variante setzt sich durch?

Ein Trend zeichnet sich in beiden Wetterprognosen ab. Ein Hochdrucksystem über Russland macht sich auf den Weg nach Westen und hat ein hohes Potential das Wetter Anfang November über Deutschland zu beeinflussen. Wie stark der Einfluss sein wird, hängt davon ab, wie weit die atlantische Frontalzone nach Osten vorankommen mag.

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Zum aktuellen Stand aber bestätigt sich nach der Kältephase Ende Oktober eine ansteigende Temperaturtendenz Anfang November 2018. Das Temperaturspektrum liegt am 29. Oktober zwischen +1 bis +9 Grad (Mittelwert: +5 bis +7 Grad), am 2. November bei +3 bis +16 Grad (Mittelwert: +10 Grad) und am 7. November +3 bis +17 Grad (Mittelwert: +10 Grad). Im Vergleich zum langjährigen Mittelwert liegt der Durchschnitt etwa um +0,5 bis +2 Grad im zu warmen Bereich.

Reichlich Niederschlag

Die Niederschlagsprognose gilt es im Detail noch abzuwarten, doch auch hier lässt sich nach der Wetterprognose der Kontrollläufe eine Gemeinsamkeit ausmachen. Die Niederschlagsneigung ist ab dem 27. Oktober über ganz Deutschland erhöht und schwächt sich vom 2. bis 7. November nur langsam ab. Betrachtet man das in Summe, so könnten bis zum 7. November Niederschlagssummen von 20 bis 40 l/m² zusammenkommen (Je nach Lage auch mehr oder weniger). Besonders viel Niederschlag wird mit 80 bis 400 l/m² über dem Alpenraum berechnet. Ein erhöhtes Unwetterpotential ist für diese Regionen gegeben.

Diagramm Temperaturen November 2018 vom 23.10.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe November 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Langfristmodell: Wettertrend für den Herbst und Winter 2018/19

Das Langfristmodell hat in den letzten Tagen die Prognose November 2018 etwas korrigiert und bleibt heute bei einer Abweichung von -0,5 bis +1 Grad im normalen bis etwas zu milden Bereich.

Für den Winter 2018/19 hat sich der Langfristtrend kaum verändert. Der Dezember 2018 soll mit einer Abweichung von +1 bis +2 Grad zu warm, der Januar 2019 mit +0,5 bis +1 Grad leicht zu warm und der Februar mit +0,5 bis +2 Grad leicht zu mild bis zu warm ausfallen.

Niederschlagserwartung normalisiert sich

In der Niederschlagsprognose zeigt sich im Trend ein normaler bis leicht zu trockener November. Der Dezember wird ebenfalls normal simuliert, jedoch mit dem Trend leicht zu nass auszufallen. Der Januar und Februar werden tendenziell leicht zu nass simuliert.

Abweichungen der Temperaturen im Herbst und Winter 2018/19 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
September 2018 +1,8 Grad zu trocken
Oktober 2018 +0,8 bis +1,5 Grad Trend: zu trocken
November 2018 -0,5 bis +1,5 Grad Trend: normal bis etwas zu trocken
Dezember 2018 +1 bis +2 Grad Trend: normal bis leicht zu trocken
Januar 2019 +0,5 bis +1 Grad Trend: etwas zu nass
Februar 2019 +0,5 bis +2 Grad Trend: etwas zu nass

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2018/2019 vom 23.10.2018

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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