Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2018/19 aktuelle Wetterprognose vom 20.10.2018 - Der Wettertrend geht in Richtung Frühwinter

Kaltes Herbstwetter - Der Wettertrend geht zum November mehr und mehr in die nasskalte und für die Jahreszeit zu kühle Witterung über. Auch die Zufuhr kalter Luftmassen polaren Ursprungs bleibt ein Thema. Kommt der Frühwinter?

Keine Frage, die kommenden Tage werden zunehmend herbstlicher. Vor allem über dem Norden ist ab Dienstag auch mit stürmischen Winden zu rechnen, welche von Nord nach Süd auch immer wieder Niederschlagsfelder über Deutschland hinweg treiben. Der Oktober hatte bislang erst zu 12 Prozent sein Niederschlagssoll erreicht und war bisweilen um +3,8 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu warm. Damit der Oktober nicht zu einem Rekordmonat wird, ist also eine Veränderung der Großwetterlage in Richtung Herbst notwendig - und die kommt! Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage zum Wetter Oktober 2018 nachlesen.

Ein Skandinavientief bringt den Herbst

Schaut man sich die Entwicklung der Großwetterlage genauer an, so gelingt der atlantischen Frontalzone der Vorstoß in Richtung Skandinavien am 22. Oktober. Im Zeitraum vom 23. bis 25. Oktober festigt diese sich über dem skandinavischen Raum und zur gleichen Zeit positioniert sich ein Hochdrucksystem westlich von Deutschland, der Schweiz und Österreich. So gelangen im Verbund der beiden Wettersysteme kühle und auch feuchte Luftmassen aus nordwestlichen Richtungen nach Mitteleuropa. Richtig spannend wird aber der Zeitraum darüber hinaus und kann zwischen Herbstwetter und dem Frühwinter entscheidend sein. Ein warmer Wettercharakter wie in den letzten Tagen - so viel sei schon einmal verraten - wird wohl nicht mehr in Erscheinung treten können.

Wind, Regen und kühle Temperaturen - das Wetter im Herbst 2018 wandelt sich
Wind, Regen und kühle Temperaturen - das Wetter im Herbst 2018 wandelt sich

Herbstwetter

Das alleine ist noch keine Aussage, den Herbstwetter hat viele Facetten und das was die Prognosemodelle in den letzten Tagen berechneten, kann man auch als Vollwetter bezeichnen, bei der verschiedene Variationen möglich sind. Entscheidend wird sein, wie sich das Hochdrucksystem draußen auf dem Atlantik verhalten wird.

Windiges, stürmisches und regnerisches Wetter

Das Hochdrucksystem weicht nach Süden aus, bleibt aber mit seinem Kerngebiet nördlich der Azoren. Gleichzeitig ist die Tiefdruckrinne zwischen Neufundland, Island und Skandinavien äußerst aktiv und es kommt zu einer turbulenten und abwechslungsreichen Großwetterlage. Ein Tiefdrucksystem nach dem anderen überquert Deutschland von West nach Ost. Mal mit einer milden Vorderseitenanströmung, mal mit kaltem Rückseitenwetter. Und je nachdem, wie schnell die vorherigen Luftmassen ausgetauscht werden müssen, geschieht das mit viel Wind, was den nördlichen Regionen auch Sturm bringen kann. Begleitet wird das Ganze von reichlich Niederschlag. Herbstwetter

Westwetterlage - abwechslungsreich in jeder Hinsicht

Berechnung der Großwetterlage nach Kontrolllauf: Westwetterlage - abwechslungsreich in jeder Hinsicht © www.meteociel.fr

Trogwetterlage

Eine Variante die man seit Tagen in den Wetterprognosen der Wettermodelle beobachten kann. Das Hoch keilt auf dem Atlantik nach Norden aus und nachfolgend wird das Zirkulationsmuster meridional geprägt (Nord-Süd, Süd-Nord). Deutschland, die Schweiz und Österreich würden in eine Nord-Süd Strömung gelangen können, was bis in den November 2018 hinein kalte Luftmassen polaren Ursprungs nach Mitteleuropa führen kann. Auch nach dieser Variante wären Starkwindereignisse nicht auszuschließen, doch ist die kalte Luft angekommen, so beruhigt sich der Wettercharakter langsam. Frostige Nächte und kühle Werte am Tage wären die Folge hieraus, was auch Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer unter bestimmten Voraussetzungen nicht ausschließt.

Kalte Trogwetterlage über Deutschland, der Schweiz und Österreich

Berechnung der Großwetterlage nach Kontrolllauf: Kalte Trogwetterlage über Deutschland, der Schweiz und Österreich © www.meteociel.fr

Hoch Mitteleuropa / Skandinavien

Eine Variante, welche in den letzten Tagen zwar unwahrscheinlicher geworden ist, aber immer noch Potential hat, ist die Verlagerung des Hochdrucksystems in Richtung Mitteleuropa oder Skandinavien. Die Tiefdrucksysteme würden dann in einem gestörten Zirkulationsmuster vor Mitteleuropa blockiert werden können. Über Deutschland, Österreich und der Schweiz selbst herrschen dann schwachgradientige Wetterverhältnisse vor. Frostige Nächte und teils zäher Nebel tagsüber bei Jahreszeit typischen Werten wäre die Folge hieraus. Für alle die sich nach Regen sehnen ist das eine denkbar ungünstige Konstellation.

Hochdruckzone mit kalter Nordostströmung

Berechnung der Großwetterlage nach Kontrolllauf: Hochdruckzone mit kalter Nordostströmung © www.meteociel.fr

Wettertrend: Welche Variante setzt sich durch?

Die Gemeinsamkeiten der drei möglichen Varianten liegt in Jahreszeit typischen bis zu kalten Temperaturen. Eine zu warme Variante erscheint im Zeitraum vom 24. Oktober bis 4. November wenig wahrscheinlich. Und da die Großwetterlage sich nun umstellt ist um den 24. Oktober herum mit Starkwindereignissen und Niederschlägen zu rechnen.

Das amerikanische Vorhersage-Modell favorisiert weiterhin eine Trogwetterlage über Deutschland, Österreich und der Schweiz, welche am 25. Oktober beginnt und bis zum 4. November anhaltend sein kann. Tageswerte von +1 bis +10 Grad und seltener darüber hinaus wären möglich und in den Nächten zeigt sich eine erhöhte Neigung zu Nachtfrost. Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer wären bis in mittlere Lagen und unter bestimmten Voraussetzungen auch bis in tiefere Lagen herab möglich.

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Für die Jahreszeit zu kalt

Die Kontrollläufe stützen eine zu kalte Temperaturentwicklung im Zeitraum vom 26. Oktober bis 4. November. Das Temperaturspektrum liegt mit seinen Tiefstwerten zwischen -2 bis +10 Grad über dem Norden und -6 bis +6 Grad über dem Süden. Tagsüber schwankt das Spektrum zwischen +0 bis +13 Grad. Der Mittelwert liegt über dem Norden bei rund +6 bis +7 Grad und über dem Süden zwischen +5 bis +7 Grad mit einer leicht ansteigenden Tendenz in den November hinein. Nichtsdestotrotz ist das Spektrum gegenüber dem langjährigen Mittelwert etwa um 5 bis 8 Grad zu kalt - deutlich zu kalt!

Um auf die Wahrscheinlichkeit zurückzukommen. Das Wetter im Zeitraum vom 26. Oktober bis 4. November wird mit hoher Wahrscheinlichkeit wechselhaft, teils windig und für die Jahreszeit zu kühl ausfallen können. Ein nasskaltes und windiges Herbstwetter. Die Großwetterlage kann man als frühwinterlich bewerten, was über den höher gelegenen Regionen zu einem Wintereinbruch führen kann. Ab welcher Höhe? Ab 700 bis 900 Meter Höhe wäre mit der Ausbildung einer Schneedecke zu rechnen. Fällt der Niederschlag in der Nacht, so wäre kurzzeitig auch die Ausbildung einer Schneedecke darunter möglich.

Diagramm Temperaturen November 2018 vom 20.10.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe November 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Langfristmodell: Wettertrend für den Herbst und Winter 2018/19

Kurzum: keine Veränderung im Wintertrend. Der November soll nach der aktuellen Prognose mit einer Abweichung von +0,5 bis +2 Grad etwas bis deutlich zu warm ausfallen können. Der Dezember und Februar werden mit einer Abweichung von +1 bis +2 Grad zu warm und der Januar mit +0,5 bis +1 Grad etwas zu mild berechnet. Unter dem Strich eine zu warme Temperaturentwicklung.

Die Niederschlagsentwicklung ist im Januar und Februar 2019 etwas erhöht, sonst aber unauffällig gegenüber dem langjährigen Sollwert. Ob es so kommt, bleibt abzuwarten. Andere Langfristmodelle sind da noch reicher an Varianten.

Abweichungen der Temperaturen im Herbst und Winter 2018/19 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
September 2018 +1,8 Grad zu trocken
Oktober 2018 +0,5 bis +1,5 Grad Trend: zu trocken
November 2018 +0,5 bis +2 Grad Trend: normal bis etwas zu trocken
Dezember 2018 +1 bis +2 Grad Trend: normal bis leicht zu trocken
Januar 2019 +0,5 bis +1 Grad Trend: zu nass
Februar 2019 +0,5 bis +2 Grad Trend: etwas zu nass

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2018/2019 vom 20.10.2018

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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