Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2018/19 aktuelle Wetterprognose vom 08.10.2018 - Ausgleichsverhalten im Winter?

Der goldene Oktober hält Einzug und bestimmt das Wetter über Deutschland weitgehend. Doch wie lange hält das Hoch noch durch und wann setzt sich der Herbst durch?

Herbstliche Wetterphasen gab es schon, doch sowohl im September, als auch im Oktober dominierten mehrheitlich spätsommerlich warme Tage den Herbst 2018. Aktuell liegt die Abweichung der bereits vergangenen Oktober-Tage gegenüber dem langjährigen Mittelwert bei +1,7 Grad. Und in den kommenden Tagen erreichen die Temperaturen mit verbreitet mehr als +20 Grad weiterhin viel zu warme Temperaturen, was den Temperaturüberschuss noch weiter ansteigen lassen kann. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage Oktober 2018.

Kein Hoch hält ewig

Verantwortlich für die Jahreszeitlich viel zu warmen Temperaturen ist ein Hochdrucksystem zwischen Skandinavien und den westlichen Russland. Die atlantische Frontalzone gibt sich zwar alle Mühe, um weiter nach Osten voranzukommen, scheitert aber zunächst kläglich. Wann kommt also die Veränderung? Die Vorhersage-Modelle zeigen, wie das Wetter in Richtung Herbst kippen könnte.

Der goldene Oktober sorgt bis zum Wochenende verbreitet für spätsommerlich warme Temperaturen
Der goldene Oktober sorgt bis zum Wochenende verbreitet für spätsommerlich warme Temperaturen

Der goldene Oktober kommt und bleibt - vorerst

So ein Hochdruckbollwerk mit bis zu 1045 hPa über dem östlichen Europa ist nicht von heute auf morgen abzubauen. Das berechnen auch die Vorhersage-Modelle. So könnte sich der für die Jahreszeit zu trockene und zu warme Wettercharakter noch bis zum 15. Oktober halten.

Darüber hinaus mehren sich die Unsicherheiten - vor allem in den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells. In den letzten Stunden wurden nach diesen Prognosen zwei unterschiedliche Varianten berechnet, bei der ab dem 16. Oktober so langsam sich die atlantische Frontalzone über Mitteleuropa mit Wind, Sturm, Regen und kühleren Temperaturen durchsetzen könnte. Heute allerdings ist von dieser Variante nicht mehr allzu viel übrig geblieben und die Hochdruckdominanz hält sich bis zum 24. Oktober. Unsicherheiten aber deuten auf eine langsame Veränderung hin.

Hoher Luftdruck bis in das letzte Oktober-Drittel hinein?

Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Hoher Luftdruck bis in das letzte Oktober-Drittel hinein? © www.meteociel.fr

Europäisches Vorhersage-Modell: Der Herbst hat gute Chancen

Auch in der Wetterprognose des europäischen Wettermodells mehren sich die Hinweise, dass das Hochdrucksystem ab dem 15./16. Oktober Probleme hinsichtlich seiner Stabilität bekommen könnte. Die atlantische Frontalzone formiert sich zum 17. Oktober zwischen Island, England und Skandinavien und setzt sich bis zum 18. Oktober über Skandinavien durch.

In Folge daraus wird der Wettercharakter zunehmend windiger, kühler und mit einer ansteigenden Niederschlagswahrscheinlichkeit ist ab dem 17. Oktober nach dieser Vorhersage zu rechnen. Bis dahin bleibt es für die Jahreszeit zu trocken und deutlich zu warm.

Steter Tropfen höhlt den Stein - das Hochdruckbollwerk löst sich langsam auf und die atlantische Frontalzone kann auf Mitteleuropa übergreifen

Berechnung der Großwetterlage nach dem europäischen Prognose-Modell: Steter Tropfen höhlt den Stein - das Hochdruckbollwerk löst sich langsam auf und die atlantische Frontalzone kann auf Mitteleuropa übergreifen © www.meteociel.fr

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Wettertrend Kontrollläufe: Weiterhin gute Chancen auf Herbstwetter

Der Zeitraum vom 8. bis 19. Oktober wird von den Kontrollläufen mit einer Abweichung des Mittelwertes gegenüber dem langjährigen Durchschnittswerts um 3 bis 6 Grad zu warm simuliert. Darüber hinaus zeigt sich eine langsame Normalisierung des Spektrums, was einen Wetterwechsel in Aussicht stellt.

Bis zum 16./17. Oktober ist nach den Berechnungen der Kontrollläufe nur von einer schwachen Niederschlagsneigung auszugehen. Verbreitet bleibt es trocken, wobei es um den 12. Oktober schwache Niederschlagssignale gibt. Darüber hinaus steigt die Niederschlagswahrscheinlichkeit Tag für Tag etwas an. Anders formuliert favorisieren die Kontrollläufe einen in der letzten Oktober-Dekade langsam unbeständig werdenden Wettercharakter.

Diagramm Temperaturen Oktober 2018 vom 8.10.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Oktober 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Langfristmodell: Wettertrend für den Herbst und Winter 2018/2019

Nimmt man an, dass das Wetter bis zum 20. Oktober etwa um +2 Grad zu warm ausfallen wird, so müsste die letzte Oktober-Dekade um etwa -4 Grad zu kalt ausfallen. Bei einer Abweichung von +3 Grad wären es schon -6 Grad. Unmöglich ist das nicht, doch wahrscheinlicher ist, dass der Oktober 2018 nach dem zu warmen September als zweiter zu warmer Herbstmonat in die Wettergeschichte eingehen wird.

Darauf reagiert auch der Wettertrend des Langfristmodells, welches den Oktober mit einer Abweichung von -0,5 bis +1 Grad zwischenzeitlich normal bis etwas zu warm berechnet. Weitere Anpassungen sind in den kommenden Tagen zu erwarten. Der letzte Herbstmonat November 2018 soll zum aktuellen Stand mit einer Abweichung von -0,5 Grad über dem Norden und bis +2 Grad über dem Süden gegenüber dem langjährigen Mittelwert ebenfalls zu warm ausfallen.

In der Niederschlagsbewertung soll der Oktober deutlich zu trocken ausfallen. Der November wird gegenüber seinem Sollwert weitgehend normal und im Trend etwas zu trocken simuliert.

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Winterprognose 2018/19: Ein etwas zu warmer Winter

Veränderungen hat in der Langfristprognose erneut der Januar 2019 erfahren:

  • Der Dezember 2018 wird mit einer Abweichung von -0,5 bis +1 Grad normal bis leicht zu mild berechnet. In der Niederschlagserwartung sind keine Auffälligkeiten gegenüber dem Sollwert auszumachen. Kälte- und Frostperioden wären nach dieser Variante - auch mit Schneefall - möglich.
  • Das Wetter im Januar 2019 wird mit einer Differenz von +1 bis +2 Grad gegenüber den Vortagen wieder deutlich wärmer simuliert und fällt damit auf die Prognosen der letzten Wochen zurück. Die Niederschlagsneigung ist und bleibt gegenüber dem Sollwert deutlich erhöht.
  • Kaum Veränderungen ergeben sich für den Februar 2019. Die Abweichung wird mit +1 bis +2 Grad im deutlich zu warmen Bereich, bei einer leicht erhöhten Niederschlagserwartung simuliert.
Abweichungen der Temperaturen im Herbst und Winter 2018/19 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
September 2018 +1,8 Grad zu trocken
Oktober 2018 -0,5 bis +2 Grad Trend: deutlich zu trocken
November 2018 -0,5 bis +2 Grad Trend: etwas zu trocken
Dezember 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis leicht zu trocken
Januar 2019 +1 bis +2 Grad Trend: zu nass
Februar 2019 +1 bis +2 Grad Trend: etwas zu nass

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2018/2019 vom 8.10.2018

Erhaltungsneigung oder Ausgleichsverhalten?

Die letzten Monate waren viel zu trocken und von April bis einschließlich September auch viel zu warm. Darunter die zwei Rekordmonate aus dem April und Mai 2018. Hervorgerufen wurden diese Wetterereignisse durch Hochdrucksysteme, welche das Wetter über Deutschland dominierten und so zu einer außergewöhnlichen und lang anhaltenden Erhaltungsneigung führten.

Nun bedeutet hoher Luftdruck im Winter aber häufiger Nebel und mit zunehmender Abstrahlung auch für einen Auskühlungseffekt. Sollte sich also die Erhaltungsneigung mit einer Hochdruckdominanz auch über den Winter 2018/19 halten können, so wäre von einer zumindest mal normalen Wintersaison auszugehen.

Interpretiert man die Wettervorhersage des Langfristmodells, so zeigt sich eine Zunahme von Niederschlägen. Da bedeutet, dass die Tiefdrucksysteme wieder vermehrt das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz beeinflussen könnten, was einem Ausgleichsverhalten nahe kommt. Tiefer Luftdruck im Winter bedeutet aber eine höhere Wahrscheinlichkeit für zu milde Werte.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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