Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2018/19 aktuelle Wetterprognose vom 06.10.2018 - Eine Großwetterlage wie in Stein gemeißelt

Die Wettersysteme setzten sich gegenseitig fest und ermöglichen über Deutschland, Österreich und der Schweiz eine stabile und für den Oktober nicht untypische Großwetterlage.

Hoher Luftdruck bestimmt das Wetter in den kommenden Tagen über Deutschland. Nur am späten Samstagnachmittag und am Sonntag kann es zu gelegentlichen Schauern und Gewittern kommen, sonst bleibt es trocken und im Laufe der Woche scheint die Sonne - nach Auflösung von Frühnebelfeldern - von einem nahezu blauen Himmel. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage Oktober 2018.

Hoch gegen Tief

Verantwortlich für den warmen und größtenteils sonnigen Wettercharakter ist die Konstellation zweier Wettersysteme zueinander. Ein kräftiges Hochdrucksystem über dem östlichen Europa, Skandinavien und dem westlichen Russland und eine hohe Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik zwischen Island und den Azoren. Deutschland, die Schweiz und Österreich befinden sich somit in einer südlichen Grundströmung im Einflussbereich des Hochdrucksystems. Ein warmer und trockener goldener Oktober. Wie lange bleibt das so?

Viel Sonnenschein und buntes Laub - der goldene Oktober setzt sich in der neuen Woche durch
Viel Sonnenschein und buntes Laub - der goldene Oktober setzt sich in der neuen Woche durch

Der goldene Oktober kommt und bleibt

Die Wettervorhersagen beider Wettermodelle sind nahezu identisch. Deutschland, Österreich und die Schweiz verbleiben im zweiten Oktober-Drittel weitgehend im warmen und trockenen Einflussbereich des Hochdrucksystems.

Grundsätzlich ist nicht auszuschließen, dass es eine Tiefdruckstörung oder der eine oder andere Schauer es bis nach Deutschland schafft. Doch die Niederschlagsprognose bleibt bis zum 20. Oktober als gering einzustufen. Sehr zum Leidwesen der Natur, welche schon seit Februar mit der Trockenheit zu kämpfen hat. Schaut man sich die Niederschlagsberechnung des amerikanischen Wettermodell an, so werden bis zum 22. Oktober Niederschlagssummen von 0 bis 5 l/m² und örtlich - mit Hilfe von Schauern - bis 12 l/m² simuliert. Das europäische Prognose-Modell berechnet bis zum 16. Oktober Summen von 0 bis 5 l/m². Viel zu trockenes Oktober-Wetter.

Ein eindrucksvolles Hochdrucksystem über dem östlichen Europa

Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersagemodell: Ein eindrucksvolles Hochdrucksystem über dem östlichen Europa © www.meteociel.fr

Das Hoch muss weg

Wie aber kann eine Veränderung der Großwetterlage von statten gehen, damit wieder mehr Niederschlag und kühlere Temperaturen nach Deutschland gelangen können? Kurz und knapp: das Hoch muss weg. Entweder nach Osten oder nach Westen. Zwar gibt es diese Berechnungen in den Kontrollläufen hin und wieder zu bestaunen, doch gehören herbstliche Wetterentwicklungen bis zum 18. Oktober zu einer Minderheit.

So könnte ein Wetterumschwung funktionieren

Berechnung der Großwetterlage nach Kontrolllauf: So könnte ein Wetterumschwung funktionieren © www.meteociel.fr

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Wettertrend Kontrollläufe: Chancen auf den Herbst steigen in der letzten Oktober-Dekade an

Die Wettervorhersagen der Kontrollläufe stützen klar den Trend der letzten Tage. Ein weitgehend trockener Wettercharakter im Zeitraum vom 7. bis 16. Oktober. Darüber hinaus steigt von Süd nach Nord die Niederschlagsneigung insgesamt an, was zum heutigen Stand einen Wetterumschwung zur Diskussion stellt.

Ein weiteres Indiz für einen möglichen Wetterumschwung zur letzten Oktober-Dekade sind die Temperaturen. Bis zum 16. Oktober sind diese mit einem Spektrum von +14 bis +24 Grad und einem Mittelwert von +18 bis +19 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert etwa um 4 bis 8 Grad deutlich zu warm. Im Zeitraum vom 17. bis 22. Oktober senkt sich das Temperaturniveau langsam und könnten sich darüber hinaus weiter normalisieren.

Diagramm Temperaturen Oktober 2018 vom 6.10.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Oktober 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Langfristmodell: Wettertrend für den Herbst und Winter 2018/2019

Die Veränderungen in der Langfristprognose sind nur minimal. Der Oktober soll mit einer Abweichung von -0,5 bis +1 Grad normal bis leicht zu warm ausfallen. Der November bleibt mit einer Abweichung von -0,5 bis +0,5 Grad über dem Norden als normal und über dem Süden mit einer Differenz von bis +2 Grad zu warm zu bewerten. In der Niederschlagsbilanz wird der Oktober deutlich und der November mäßig zu trocken bewertet. Die zurückliegenden Oktober-Tage haben bereits einen Überschuss von rund +1 Grad vorzuweisen und in Aussicht der zu warmen Temperaturen der kommenden Tage, kann man davon ausgehen, dass das Langfristmodells weitere Korrekturen wird vornehmen müssen. Kurzum: ein zu warmer und zu trockener Herbst 2018.

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Winterprognose 2018/19: Ein etwas zu warmer Winter

Auch in der Winterprognose keine Veränderungen:

  • Der Dezember 2018 wird mit einer Abweichung von -0,5 bis +1 Grad normal bis leicht zu mild berechnet. In der Niederschlagserwartung sind keine Auffälligkeiten gegenüber dem Sollwert auszumachen.
  • Das Wetter im Januar 2019 wird mit einer Differenz von -0,5 bis +1 Grad weitgehend normal bis etwas zu mild berechnet, doch zeigt sich im zweiten Wintermonat eine Tendenz in Richtung der +2 Grad im dann doch zu warmen Bereich. Die Niederschlagsneigung ist und bleibt gegenüber dem Sollwert deutlich erhöht.
  • Kaum Veränderungen ergeben sich für den Februar 2019. Die Abweichung wird mit +1 bis +2 Grad im deutlich zu warmen Bereich, bei einer leicht erhöhten Niederschlagserwartung simuliert.
Abweichungen der Temperaturen im Herbst und Winter 2018/19 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
September 2018 +1,8 Grad zu trocken
Oktober 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: deutlich zu trocken
November 2018 -0,5 bis +2 Grad Trend: zu trocken
Dezember 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis leicht zu trocken
Januar 2019 -0,5 bis +2 Grad Trend: zu nass
Februar 2019 +1 bis +2 Grad Trend: etwas zu nass

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2018/2019 vom 5.10.2018

In der morgigen Prognose vom 7. Oktober untersuchen wir den Einfluss der Polarwirbels auf das Wetter im Winter 2018/19.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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