Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2018/19 aktuelle Wetterprognose vom 29.09.2018 - Zwischen goldenem Oktober und kühlem Herbstwetter

Goldener Oktober oder stürmisches Herbstwetter? Die Vorhersagen der Wettermodelle sind sich noch nicht einig, der Wettertrend ist aber klar umrissen.

Deutschland gerät zunehmend in den Einflussbereich von Tiefdrucksystemen. So ist zum Start in den Oktober mit einem unbeständigen Wettercharakter zu rechnen. Über dem Norden von Deutschland sind auch stürmische Winde zu erwarten. Die Temperaturen gehen zunächst allgemein auf ein für die Jahreszeit zu kaltes Niveau zurück, steigen aber zum Tag der Deutschen Einheit von Süden wieder an. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage Oktober 2018.

Das Wetter wird herbstlicher

Gleich eine ganze Tiefdruckserie zieht in den kommenden Tagen von Island in Richtung Skandinavien und beeinflusst vor allem den Norden von Deutschland mit stürmischen Windböen, welche am 2. Oktober auch zu schweren Sturmböen führen können. Auch Niederschläge sind möglich, doch nennenswert sind diese mit einer Niederschlagssumme von 10 bis 25 l/m² nur über den Küstenregionen und über dem südlichen Baden-Württemberg und Bayern, sonst sind mit 0 bis 8 l/m² nur spärliche Niederschlagsmengen zu erwarten.

Zweigeteiltes Herbstwetter - über dem Norden unbeständig und windig, über dem Süden mehr Sonne und wärmere Temperaturen
Zweigeteiltes Herbstwetter - über dem Norden unbeständig und windig, über dem Süden mehr Sonne und wärmere Temperaturen

Amerikanisches Prognosemodell: Das riecht nach Südwestwetterlage

Die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik bleibt auch in der Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells im Zeitraum vom 5. bis 15. Oktober als hoch zu bewerten. Bedingt aber durch die hohe Tiefdruckaktivität bleibt dem Hochdrucksystem kein Platz, sich über dem Atlantik nach Norden auszudehnen und wird von den Tiefdrucksystemen nach Osten weggedrückt.

In Folge daraus entsteht im Zeitraum vom 5. bis 10. Oktober über Deutschland, Österreich und der Schweiz eine südwestlich orientierte Großwetterlage, welche über dem Nordwesten zeitweilig unbeständig und auch windig ausfallen kann, die Temperaturen aber mit +16 bis +22 Grad in einem für die Jahreszeit etwas zu warmen Bereich ansteigen lassen kann.

Goldener Oktober

Unter normalen Umständen ein von vielen Menschen gewünschter Wetterzustand ist im Oktober nochmals eine trockene und warme Periode. Doch mit der Vorgeschichte aus dem sehr heißen und trocken Frühjahr und Sommer, wünschen sich viele Regenwetter und kühle Temperaturen.

Geht es aber nach der aktuellen Vorhersage des amerikanischen Wettermodells, so übertreibt es die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik und regt den hohen Luftdruck über Mitteleuropa dazu an, sich nach Norden in Richtung Skandinavien aufzuwölben.

Gestörtes Zirkulationsmuster

In Folge daraus wird die atlantische Frontalzone vollständig blockiert, während Deutschland, Österreich und die Schweiz im Zeitraum vom 10. bis 15. Oktober voll im Einflussbereich der schwachgradientigen Hochdruckzone liegen kann. Niederschläge sind in diesem gestörten Zirkulationsmuster kaum zu erwarten und die Temperaturen erreichen mit Werten von über +20 Grad für die Jahreszeit deutlich zu warme Werte - Goldener Oktober eben.

Kommt das Hoch, kommt der goldene Oktober

Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersagemodell: Kommt das Hoch, kommt der goldene Oktober © www.meteociel.fr

Europäisches Wettermodell: Kein goldener Oktober

Die aktuelle Wettervorhersage des europäischen Prognosemodells stützt die Variante des amerikanischen Prognosemodells nur in der Form, als dass sich im Zeitraum vom 3. bis 5. Oktober eine schwache Hochdruckzone über Mitteleuropa aufbauen kann.

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Die Tiefdruckrinne auf dem Atlantik aber verläuft anders und das Hochdrucksystem bleibt mit seinem Kern auf dem Atlantik bestehen. Somit erhöht sich über Deutschland, Österreich und der Schweiz die Wahrscheinlichkeit für einen durchwachsenen, windigen und abwechslungsreichen Wettercharakter im Zeitraum vom 5. bis 8. Oktober.

Der Aufbau von einer stabilen Hochdruckwetterlage ist in dieser Vorhersage nicht zu erkennen.

Berechnung Großwetterlage Oktober 2018 - unbeständiges und teils windiges Herbstwetter

Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersagemodell: Unbeständiges und teils windiges Herbstwetter © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: normales Herbstwetter

Wenn man so will, sind die Wetterprognosen des amerikanischen Wettermodells hinsichtlich eines goldenen Oktober zu optimistisch. Warum? Die Kontrollläufe stützen eher die unbeständige, abwechslungsreiche und windige Variante des europäischen Prognosemodells.

Jahreszeit typische Temperaturen

Der Mittelwert des Temperaturspektrum erstreckt sich vom 5. bis 15. Oktober mit Werten von +14 bis +16 Grad in einem für die Jahreszeit normalen Bereich. Das Spektrum am Tage liegt zwischen +8 bis +21 Grad und in den Nächten zwischen +1 bis +14 Grad.

Diagramm Temperaturen Oktober 2018 vom 28.09.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Oktober 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Langfristmodell: Wettertrend für den Herbst und Winter 2018/2019

Morgen wieder etwas ausführlicher, heute die Kurzvariante.
Der Oktober soll mit einer Abweichung von -1 bis +0,5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert normal bis etwas zu kühl ausfallen können. Der November mit -0,5 bis +1 Grad normal und im Trend etwas zu mild. In der Niederschlagsprognose sind beide Herbstmonate unauffällig gegenüber dem Sollwert. Zusammen mit den viel zu warmen Septemberwetter (Abweichung liegt aktuell bei +2,2 Grad) ein zu warmer und trockener Herbst 2018.

Langfristprognose Winter 2018/19: Etwas zu warm

Die Wintermonate Dezember und Februar werden mit einer Abweichung von +0,5 bis +2 Grad leicht zu mild bis deutlich zu warm berechnet. Der Januar 2019 könnte nach diesem Wettertrend und zum aktuellen Stand mit einer Abweichung von -0,5 bis +1 Grad der kälteste Wintermonat werden.

Gleichzeitig soll der Januar auch der niederschlagsreichste Wintermonat sein, was auch Schneefall bis in tiefere Lagen ermöglichen kann. Der Dezember soll im Trend etwas zu trocken und der Februar leicht zu nass ausfallen können. Möchte man diese Winterprognose des Langfristmodells interpretieren, so ist ein durchwachsener Winter 2018/19 zu erwarten, welcher durchaus seine Kältephasen haben und am Ende doch zu mild ausfallen kann.

Abweichungen der Temperaturen im Herbst und Winter 2018/19 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
September 2018 +1,9 bis +2,2 Grad Trend: zu trocken
Oktober 2018 -1 bis +0,5 Grad Trend: normal
November 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis leicht zu nass
Dezember 2018 +0,5 bis +2 Grad Trend: normal bis leicht zu trocken
Januar 2019 -0,5 bis +1 Grad Trend: etwas zu nass
Februar 2019 +0,5 bis +2 Grad Trend: normal bis leicht zu nass

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2018/2019 vom 29.09.2018

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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