Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2018/19 aktuelle Wetterprognose vom 28.09.2018: Weiter in Richtung Herbstwetter

Nach einem ruhigen Wettercharakter im September, klopft Anfang Oktober der Herbst mit Wind, Sturm, Regen und kühlen Temperaturen an. Bleibt das so?

Heute ist es über dem Süden noch spätsommerlich warm, doch von Norden macht sich mit einer nördlichen Grundströmung eine Veränderung bemerkbar, deren Tiefpunkt am 2. Oktober mit Tageswerten von +7 bis +14 Grad erreicht sein kann. Unter bestimmten Voraussetzungen bleiben auch Schnee- und Graupelschauer nicht auszuschließen und mit Nachtfrösten ist auch wieder zu rechnen. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage Oktober 2018.

Herbstlich anmutender Oktober

Zu verdanken ist der herbstliche Wettercharakter einem Hochdrucksystem bei England, welches bis zum 3. Oktober noch etwas weiter nach Westen ausweicht und somit den Tiefdrucksystemen über dem Norden mehr Raum gewährt, um sich nach Süden auszudehnen. Dieser Prozess geht mit viel Wind, Wolken und gelegentlichen Niederschlägen vonstatten und da die Grundströmung aus nordwestlichen Richtungen kommt, ist auch mit herbstlich kühlen Temperaturen zu rechnen. Die Tageswerte liegen vom 1. bis 3. Oktober etwa um 1 bis 4 Grad unter dem langjährigen Mittelwert im etwas zu kalten Bereich. Ein Kaltstart in den zweiten Herbstmonat.

Der Wettercharakter wird über Deutschland zunehmend herbstlicher
Der Wettercharakter wird über Deutschland zunehmend herbstlicher

Amerikanisches Prognosemodell: Nachhaltige Veränderung ist möglich

Nach der Vorhersage des amerikanischen Prognosemodells steigen die Temperaturen nach dem 3. Oktober wieder langsam an und erreichen zum 4. Oktober Jahreszeit-typische Werte und zum 5. Oktober sind über dem Süden auch Werte von +15 bis +20 Grad möglich.

Doch die Stabilität der Großwetterlage ist insgesamt in Frage zu stellen. Die Tiefdruckaktivität bleibt auf dem Atlantik unvermindert hoch und drückt das Hochdrucksystem bis zum 8. Oktober immer weiter nach Osten. Gleichzeitig gelingt es aber dem Hochdruckgebiet nicht, sich nach Norden aufzuwölben und so verbleiben Deutschland, Österreich und die Schweiz in einer westlichen bis südwestlichen Grundströmung, was zeitweilig Niederschlagsfelder über Deutschland hinwegziehen, die Temperaturen über dem Süden aber in einem für die Jahreszeit etwas zu warmen und über dem Norden normalen Bereich einpendeln lässt. Teils kräftige Winde sind vor allem über dem Norden zu erwarten.

Wetterumschwung in der zweiten Oktober-Dekade

Im Zeitraum vom 9. bis 11. Oktober gelingt den Tiefdrucksystemen dann ein neuerlicher Trogvorstoß in Richtung Mitteleuropa, was die Temperaturen wieder absinken lassen und zu vermehrten Niederschlägen führen kann. Gleichzeitig aber wölbt sich von östlichen Europa aus ein Hochdruckkeil in Richtung Skandinavien auf, welcher sich bis zum 13. Oktober zu einem - recht kräftigen - Skandinavienhoch weiterentwickeln kann. Da wäre es also wieder: Das Skandinavienhoch!

Gestörtes Zirkulationsmuster

Sollte sich das Skandinavienhoch tatsächlich in der Form durchsetzen können, so wären für den weiteren Verlauf des Herbstes zwei Varianten möglich: Goldener Oktober, oder aber mit einer Unterwanderung ein sehr herbstlicher und nasser Wettercharakter. Details bleiben hierzu noch abzuwarten. In beiden Fällen aber ist das normale - von West nach Ost verlaufende - Zirkulationsmuster als gestört zu bewerten.

Etabliert sich über Skandinavien zur zweiten Oktober-Dekade ein stabiles Skandinavienhoch?

Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersagemodell: Etabliert sich über Skandinavien zur zweiten Oktober-Dekade ein stabiles Skandinavienhoch? © www.meteociel.fr

Europäisches Wettermodell: Kein beständiges Herbstwetter in Sicht

Ein Tiefdrucksystem nach dem anderen jagt in der ersten Oktober-Dekade nach der Wetterprognose des europäischen Wettermodells von Neufundland in Richtung Skandinavien. Da bleibt nicht viel Zeit für ruhigere Wetterphasen.

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So gelangen Deutschland, Österreich und die Schweiz in ein Wechselspiel aus Hochdruck- und Tiefdruckphasen, mal milderen und mal kühleren Temperaturen und stürmische Winde sind über dem Norden auch nicht auszuschließen. Zum 8. Oktober aber tritt auch hier eine Veränderung der Großwetterlage ein. Der hohe Luftdruck konzentriert sich vollständig auf das östliche Europa und dehnt sich weiter - bis über das westliche Russland - nach Norden aus. Somit fehlt auf dem Atlantik die Hochdruckstütze und die Tiefdruckgebiete werden zunehmend blockiert. In Folge daraus können zwischen Island und England Sturmtiefs entstehen und auf ihrer Vorderseite milde Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz transportieren.

Berechnung Großwetterlage Oktober 2018 - unbeständiges und teils windiges Herbstwetter

Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersagemodell: Unbeständiges und teils windiges Herbstwetter © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: normales Herbstwetter

Bis zum 6. Oktober sind sich die Kontrollläufe mit ihrem Wettertrend nahezu einig. Nach einem Kaltstart folgt die Normalisierung der Temperaturwerte, welche im Schnitt über dem Süden etwas zu warm und über dem Norden etwas zu kühl ausfallen können.

Ab dem 7. Oktober zeigt sich eine höhere Differenz zwischen den einzelnen Vorhersagen und sowohl zu milde, als auch zu kühle Varianten sind gleichermaßen möglich. Im Vergleich dazu sind die Berechnungen des amerikanischen Wettermodells ab dem 10. Oktober als zu kalt zu bewerten, so dass es hier in den kommenden Stunden noch zu Veränderungen kommen kann.

Das Temperaturspektrum liegt am 7. Oktober zwischen +8 bis +24 Grad (Mittelwert: +14 bis +15 Grad) und am 13. Oktober zwischen +8 bis +23 Grad (Mittelwert: +15 Grad). Der Mittelwert entspricht in etwa dem langjährigen Durchschnittswert.

Mäßige hohe Niederschlagsentwicklung

Über dem Süden, Westen und Osten ist die Niederschlagsbewertung im Zeitraum vom 1. bis 9. Oktober als schwach bis mäßig hoch zu bewerten und steigt vom 9. bis 14. Oktober in den mäßig erhöhten Bereich an. Anders die Situation über dem Norden, wo sich mit höhere Wahrscheinlichkeit häufiger die Tiefdrucksysteme durchsetzen können. Dort ist mit einer durchweg mäßig erhöhten Niederschlagswahrscheinlichkeit zu rechnen.

Zusammenfassung: unbeständiges Herbstwetter

Das zusammengefasste Ausblick auf die Prognose der ersten Oktober-Hälfte gleicht der der letzten Tage. Unbeständig, teils windig mit milden und kühleren Wetterphasen und hin und wieder mit etwas Regen.

Diagramm Temperaturen Oktober 2018 vom 28.09.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Oktober 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Langfristmodell: Wettertrend für den Herbst und Winter 2018/2019

Der Wettertrend des Langfristmodells berechnet den Herbstmonat Oktober mit einer Abweichung von -1 bis +0,5 Grad zu kühl bis normal und den November 2018 mit einer Abweichung von -0,5 bis +1 Grad normal bis leicht zu warm. In Summe heben sich die zwei Herbstmonate auf und der September könnte mit einer gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu warmen Temperaturabweichung (aktuell +2,35 Grad) das Zünglein an der Waage für einen zu warmen Herbst 2018 sein.

Langfristprognose Winter 2018/19: Etwas zu warm

Der Dezember und der Februar werden nach dem Wettertrend des Langfristmodells mit einer Abweichung von +0,5 bis +2 Grad teils deutlich zu warm berechnet. Der Januar 2019 aber hat in der Simulation eine Abweichung von -0,5 bis +1 Grad im normalen bis leicht zu milden Bereich. Im Schnitt soll der Winter 2018/19 - zum aktuellen Stand - um +0,5 bis +2 Grad zu warm ausfallen können.

Die Niederschlagsneigung ist von Oktober bis Februar als weitgehend normal, wobei der Dezember und Februar leicht zu trocken ausfallen könnten. Anders formuliert ein Winter mit Kälte- und Schneephasen, doch am Ende ein etwas zu warmer Winter.

Abweichungen der Temperaturen im Herbst und Winter 2018/19 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
September 2018 +1,5 bis +2,5 Grad Trend: zu trocken
Oktober 2018 -1 bis +0,5 Grad Trend: normal
November 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis leicht zu nass
Dezember 2018 +0,5 bis +2 Grad Trend: normal bis leicht zu trocken
Januar 2019 -0,5 bis +1 Grad Trend: etwas zu nass
Februar 2019 -0,5 bis +2 Grad Trend: normal bis etwas zu trocken

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2018/2019 vom 28.09.2018

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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