Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2018/19 aktuelle Wetterprognose vom 27.09.2018 - Der Wettertrend geht in Richtung kühles Herbstwetter

Der Wettertrend der Prognosemodelle wird zunehmend einheitlicher. Typisches Herbstwetter hat zum aktuellen Stand die besten Aussichten.

Auf den spätsommerlichen folgt in den kommenden Tagen ein zunehmend frühherbstlicher Wettercharakter, welcher Anfang Oktober in einen herbstlichen übergehen kann. Unter bestimmten Voraussetzungen wären auch Schnee- oder Graupelschauer am 2. Oktober nicht auszuschließen. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage Oktober 2018.

Herbstlich in den Oktober

Begleitet wird der Temperaturrückgang von einem auffrischenden - phasenweise auch stürmischen - Wind, welcher zunächst auf nördliche Richtungen und subpolare Luftmassen nach Deutschland führt, Anfang Oktober aber auf westliche Richtungen dreht. So ist in den Nächten vom Wochenende und zum Start in die neue Woche wieder mit örtlichem Bodenfrost zu rechnen.

Der Grund für den herbstlichen Wettercharakter ist ein Hochdrucksystem, welches sich Anfang Oktober weiter nach Westen zwischen den Azoren und England positionieren kann. Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen somit kurzzeitig in den Bereich einer nordwestlich orientierten Grundströmung eines Troges, welcher relativ zügig über Mitteleuropa hinweg zieht. Ob es also tatsächlich für Schnee- oder Graupelschauer reichen wird, bleibt noch abzuwarten, denn für den 3. Oktober können die Temperaturen bereits wieder in den Bereich der Jahreszeit-typischen Werte ansteigen.

Wolken, Wind und etwas Regen - typisches Herbstwetter Anfang Oktober
Wolken, Wind und etwas Regen - typisches Herbstwetter Anfang Oktober

Amerikanisches Prognosemodell: Trend zu wärmeren Temperaturwerten

Im Grunde gibt es nach der Vorhersage des amerikanischen Prognosemodells nur zwei mögliche Wetterentwicklungen. Entweder das Hoch strebt weiter nach Westen und hinterlässt über Mitteleuropa eine kühle und herbstlich anmutende Trogwetterlage, oder aber das Hoch wird von der Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik nach Osten weggedrückt, was zu so etwas wie den goldenen Oktober führen kann.

Nach der aktuellen Wetterprognose ist vom 3. bis 6. Oktober eine Patt-Situation gegeben. Weder das Hoch, noch die atlantische Tiefdruckrinne setzen sich nachhaltig über Mitteleuropa durch. Was bleibt ist eine schwachgradientige Wetterlage, bei der die Temperaturen auf +16 bis +22 Grad ansteigen können.

Stürmisches Herbstwetter

Vom 6. bis 7. Oktober setzt sich eine atlantische Tiefdruckstörung durch und sorgt über Mitteleuropa für ein deutlich dynamischeres Herbstwetter. Auch stürmische Windböen wären wieder möglich. Gleichzeitig sinken die Temperaturen weiter ab und die Niederschlagsneigung nimmt zu.

Normales Herbstwetter

Ist das Sturmtief durch, so berechnet das amerikanische Prognosemodell im Zeitraum vom 7. bis 13. Oktober ein nachrückendes Hochdrucksystem, welches sich mit seinem Kern über Mitteleuropa, bzw. dem östlichen Europa positionieren kann. In Folge steigen die Tageswerte langsam wieder auf ein Jahreszeit-typisches Niveau an, wenngleich der Wettercharakter unbeständig bleibt.

Keine stabile Großwetterlage in der ersten Oktober-Dekade

Berechnung der Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersagemodell: Keine stabile Großwetterlage in der ersten Oktober-Dekade © www.meteociel.fr

Europäisches Wettermodell: Unbeständiges Herbstwetter

Ähnlich bleiben die Wetterprognosen des europäischen Vorhersagemodells. So ist Anfang Oktober mit einem durchschwenkenden Trog über Mitteleuropa zu rechnen, welcher die Temperaturwerte gegenüber dem langjährigen Mittelwert in den zu kalten Bereich absinken lassen kann. Nachfolgend rückt die Hochdruckzone aber weiter nach Osten ab, was die atlantischen Tiefdrucksysteme von Westen auf das Hoch auflaufen lassen kann.

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Die Temperaturen können bei einem weiterhin unbeständigen Wettercharakter auf ein für die Jahreszeit typisches Niveau ansteigen. Die Tiefdruckdynamik ist insgesamt höher als nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells zu bewerten und auch Starkwindereignisse sind nicht auszuschließen.

Berechnung Großwetterlage Oktober 2018 - unbeständiges und teils windiges Herbstwetter

Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersagemodell: Unbeständiges und teils windiges Herbstwetter © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: Trend zur Normalisierung

Der Wettertrend der Kontrollläufe bleibt seit Tagen nahezu gleich. Nach der Warmphase folgt im Zeitraum vom 28. September bis 3. Oktober eine für die Jahreszeit zu kühle Temperaturphase nach. Der Mittelwert liegt mit +11 bis +13 Grad um 2 bis 5 Grad unter dem Jahreszeit-typischen Wert, was den kalten Start in den Oktober zunehmend wahrscheinlicher macht.

Ab dem 3. Oktober spreizt sich der Temperaturtrend in zu warm, bzw. deutlich zu kühl. Das bestätigt nochmals die unsichere Hochdruckposition. Bei den wärmeren Varianten liegt das Hoch weiter östlich und bei den kühleren Varianten weiter westlich von Mitteleuropa. So liegt das Temperatuspektrum am 5. Oktober zwischen +9 bis +25 Grad (Mittelwert: +16 bis +18 Grad) und am 12. Oktober zwischen +9 bis +21 Grad (Mittelwert: +14 bis +15 Grad). Der Mittelwert pendelt um den für Oktober normalen Wert.

Mäßige Niederschlagsentwicklung

Nennenswerte Niederschläge sind nach den Kontrollläufen im Zeitraum vom 1. bis 3. Oktober auszumachen. Anschließend geht die Niederschlagsneigung in den schwachen Bereich zurück und steigt darüber ab dem 8. Oktober nur etwas an.

Zusammenfassung: Leicht unbeständiges Herbstwetter

Fasst man die Vorhersagen zusammen, so besteht in der ersten Oktober-Dekade eine hohe Wahrscheinlichkeit für gemäßigte (normale) Temperaturen bei einem leicht unbeständigen und abwechslungsreichen Wettercharakter.

Diagramm Temperaturen Oktober 2018 vom 27.09.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Oktober 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Langfristmodell: Wettertrend für den Herbst und Winter 2018/2019

Das Langfristmodell macht heute einen weiteren Schritt in die richtige Richtung. Lange Zeit wurden die Monate von November bis Februar - und damit auch die Wintersaison - deutlich zu warm berechnet, während andere Langfristmodelle einen teils zu kühlen bis normalen Winterverlauf in Aussicht stellten.

Nach dem aktuellen Wettertrend wird der Oktober mit einer Abweichung von -1 bis +0,5 Grad normal und im Trend etwas zu kühl und der letzte Herbstmonat November mit -0,5 bis +1 Grad normal und im Trend etwas zu warm berechnet.

Langfristprognose Winter 2018/19: Nur etwas zu warm

Für den Winter wird die Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert weiterhin zu warm berechnet. Vor allem der Dezember sticht mit einer Abweichung von +1 bis +2 Grad deutlich hervor. Eine Korrektur erhielt hingegen der Januar und Februar mit einer Abweichung von -0,5 bis +2 Grad. Da kommt etwas Bewegung in Spiel. Zwar bleibt im Trend des Langfristmodells der Winter 2018/19 zu warm, doch sind kältere - winterliche - Phasen nicht auszuschließen.

Aber auch in der Niederschlagsbewertung tut sich von Oktober bis Februar 2019 so langsam etwas. Von deutlich zu nass mehr in Richtung normale Verhältnisse gegenüber dem Sollwert. Das zeigt, dass ein Ausgleichsverhalten (mehr Regen, mehr Wolken, milde Temperaturen) über den Winter keineswegs gesichert ist. Die kommenden Tage werden es zeigen, ob das Langfristmodell diesen Wettertrend beibehält.

Abweichungen der Temperaturen im Herbst und Winter 2018/19 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
September 2018 +1,5 bis +2,5 Grad Trend: zu trocken
Oktober 2018 -1 bis +0,5 Grad Trend: normal
November 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis leicht zu nass
Dezember 2018 +1 bis +2 Grad Trend: normal bis leicht zu trocken
Januar 2019 -0,5 bis +2 Grad Trend: etwas zu nass
Februar 2019 -0,5 bis +2 Grad Trend: normal bis etwas zu trocken

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2018/2019 vom 27.09.2018

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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