Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2018/19 aktuelle Wetterprognose vom 15.09.2018 - Wettertrend geht in Richtung Herbst

Der Sommer setzt sich im Herbst mit teils hochsommerlichen Temperaturen nochmals durch. Die Großwetterlage scheint eingefahren zu sein und jahreszeitliche Rekordwerte sind möglich.

In den kommenden Tagen sorgt ein Tiefdrucksystem auf dem Atlantik im Verbund mit hohem Luftdruck über Mitteleuropa für einen über Deutschland, Österreich und der Schweiz sommerlichen bis hochsommerlichen Wettercharakter. Zur Mitte der kommenden Woche können die Temperaturen auf +24 bis +28 Grad und örtlich auch über die +30 Grad Marke hinaus ansteigen. Nennenswerte Niederschläge sind nicht zu erwarten und so setzt sich die Hitze und die Trockenheit im September zunächst einmal fort. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter September 2018.

Sommerlicher Herbstmonat

Die aktuelle Abweichung der Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert der bereits vergangenen Septembertage liegt aktuell bei rund +3,3 Grad und sollte in den kommenden Tagen auf eine Abweichung von bis +4 Grad ansteigen können. Das ist außergewöhnlich und wenn sich in der letzten September-Dekade keine signifikante Veränderung der Großwetterlage durchsetzt, ist der September auf gutem Wege den Rekord aus den Jahren 2006 und 2016 mit einer Abweichung von +3,6 Grad einzustellen.

Damit sich die Großwetterlage aber umstellen kann, muss das Hochdrucksystem über Mitteleuropa verdrängt werden. Und das kann für die Tiefdrucksysteme zur echten Herausforderung werden.

Der Herbst kann sich noch nicht durchsetzen, stattdessen dominiert ein sommerlicher Wettercharakter das Wetter über Deutschland
Der Herbst kann sich noch nicht durchsetzen, stattdessen dominiert ein sommerlicher Wettercharakter das Wetter über Deutschland

Amerikanisches Prognosemodell: Herbstlicher

Die Tiefdruckaktivität ist nach der aktuellen Wetterprognose des amerikanischen Vorhersagemodells auf dem Atlantik als hoch zu bewerten. Das Hochdrucksystem aber kann seine Position bis zum 23. September über Mitteleuropa behaupten, sodass mit einer südwestlichen Grundströmung warme Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt werden können. Die Neigung zu Schauern und Gewittern steigt ab dem 20. September generell etwas an.

Bis zum 22. September aber gelingt der atlantischen Frontalzone der Vorstoß in Richtung Skandinavien und sorgt dafür, dass das Hochdrucksystem etwas nach Westen - in Richtung England - verlagert.

Auf und Ab der Temperaturen

Im Zusammenspiel der Wettersysteme können mit +14 bis +18 Grad kurzzeitig kühlere Luftmassen aus nordwestlichen Richtungen nach Deutschland gelangen. Im Zeitraum vom 25. bis 26. September bleibt die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik hoch und drücken das Hochdruckgebiet weiter nach Osten weg, sodass Deutschland erneut auf die warme Vorderseitenanströmung der Tiefdrucksysteme gelangen kann.

Das stete Anrennen der Tiefdrucksysteme aber zeigt Wirkung. Das Strömungsmuster stellt sich über dem Norden allmählich auf West um und auch über Mitteleuropa zeigt sich zum Ende des ersten Herbstmonats eine mit Wind, Regen und kühleren Temperaturen herbstliche Grundstimmung.

Ein langsamer, aber steter Umschwung vom Sommer in den Herbst.

Polarwirbelberechnung September

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Vorhersagemodell: Die atlantische Frontalzone positioniert sich über dem skandinavischen Raum festigen © www.meteociel.fr

Europäisches Wettermodell: Auf und Ab

Auch das europäische Wettermodell bestätigt mit seiner aktuellen Wettervorhersage die Hitzewelle der kommenden Woche bis einschließlich Donnerstag/Freitag. Anschließend sorgt die hohe Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik für ein ähnliches Wechselspiel wie nach den Berechnungen des amerikanischen Vorhersagemodells.

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Ein Tiefdrucksystem nach dem anderen strebt in Richtung Mitteleuropa und verhindert so die Ausbildung einer stabilen Großwetterlage. Mal führt eine Tiefdruckvorderseite sehr warme Luftmassen und auf der Rückseite kühlere Luftmassen nach Deutschland. Im Grunde aber stützt diese Berechnung den langsamen, aber stetigen Prozess der Umstellung in Richtung Herbstwetter.

Polarwirbelberechnung September

Berechnung Polarwirbel nach dem europäischen Vorhersagemodell: Die Tiefdruckaktivität zeigt Wirkung, doch kommt es auf die Details an © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: Unsicherheiten nehmen ab dem 22. September zu

Der Wettertrend der Kontrollläufe ist klar umrissen. Im Zeitraum vom 16. bis 22. September ist für die Jahreszeit zu warmes Wetter zu erwarten. Teils liegt der Mittelwert etwa um 4 bis 7 Grad über dem vieljährigen Durchschnittswert.

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Im Zeitraum vom 22. bis 28. September normalisiert sich das Temperaturspektrum langsam und nährt sich dem vieljährigen Durchschnittswert an. Im gleichen Zeitraum wird die Niederschlagsneigung schwach bis mäßig hoch bewertet. Ein Wetterumschwung im Verlauf der letzten September-Dekade ist zum heutigen Stand wahrscheinlicher geworden.

Das Temperaturspektrum liegt bspw. am 21. September zwischen +15 bis +30 Grad (Mittelwert: 21 Grad über dem Norden und +26 Grad über dem Süden) und am 30. September zwischen +10 bis +27 Grad (Mittelwert: +15 Grad über dem Norden und +18 Grad über dem Süden). Das geht klar in Richtung Herbst. Anzumerken ist aber, dass das amerikanische Wettermodell mit seiner Simulation nach den Kontrollläufen zu den kältesten Varianten gehört. Mit Veränderungen ist in den kommenden Stunden zu rechnen, bestätigt aber zugleich die unsichere Wetterentwicklung um den 21./22. September.

Diagramm Temperaturen September 2018 vom 15.09.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe September 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Langfristmodell: Wettertrend für den Herbst und Winter 2018/2019

Nur zwei Monate waren im Jahre 2018 bislang zu kühl. Der Februar und der März. Dann folgten zwei Rekordmonate und anschließend ein ausgeprägter Hitzesommer. Das System ist sozusagen eingefahren und eine nachhaltige Veränderung des Strömungsmusters scheint gar nicht so einfach. Schon gar nicht im September und Oktober, welche - aus statistischer Sicht - häufiger von einer Hochdruckwetterlage dominiert werden können.

Geht es nach dem Wettertrend des Langfristmodells, so könnte sich im Oktober und November so langsam eine Umstellung ergeben. Zwar wird das Temperaturniveau mit einer Abweichung von +0,5 bis +1 Grad im Oktober und von +1 bis +2 Grad im November weiterhin deutlich zu warm simuliert, doch zeigt nach dieser Prognose eine allmähliche Normalisierung des Niederschlagverhaltens.

Möchte man das interpretieren, so gewinnen die atlantischen Tiefdruckausläufer wieder mehr Einfluss auf das Wettergeschehen über Mitteleuropa. Dafür spricht auch, dass der Winter 2018/19 vom Langfristmodell mit einer Abweichung von +1 bis +3 Grad deutlich zu warm und zu nass simuliert wird. Mehr Niederschlag bedeutet mehr Wolken und mehr Wolken haben im Winter häufiger mildere Temperaturn zur Folge.

Klingt zunächst einmal plausibel und geht es nach der Statistik, so folgten einem warmen Frühling und Sommer häufiger zu warme Winter nach. Die Karten für einen normalen - oder gar zu kalten Winter - stehen weiterhin schlecht.

Sollte sich der Trend der Erhaltungsneigung aber bis zum November fortsetzen können, so wäre ein deutlich zu milder Winter in Frage zu stellen. Warum? In der Erhaltungsneigung wäre die Wahrscheinlichkeit eines Hochdrucksystems zwischen Island und England, bzw. Skandinavien wahrscheinlicher. Bedingt durch das Strömungsmuster um ein Hochdrucksystem herum könnten kühlere Luftmassen nach Deutschland gelangen. Man wird noch abwarten müssen

Abweichungen der Temperaturen im Herbst und Winter 2018/19 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
September 2018 +2 bis +4 Grad Trend: zu trocken
Oktober 2018 +0,5 bis +2 Grad Trend: etwas zu trocken
November 2018 +1 bis +2 Grad Trend: leicht zu trocken
Dezember 2018 +1 bis +2 Grad Trend: leicht zu nass
Januar 2019 +1 bis +3 Grad Trend: zu nass
Februar 2019 +1 bis +3 Grad Trend: zu nass

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2018/19 vom 15.09.2018

Die nächste Aktualisierung erfolgt gegen 13:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose Oktober 2018.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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