Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2018/19 aktuelle Wetterprognose vom 07.09.2018: Warmes Septemberwetter, doch im Wettertrend bestätigt sich eine Veränderung

Deutschland gelangt in den kommenden Tage in eine für den September außergewöhnlich warme Südwestströmung. Doch kündigt sich zur Monatsmitte eine Veränderung der Großwetterlage an, was einen entscheidenden Impuls in Richtung Herbst geben kann.

Das Wochenendwetter beginnt etwas unbeständig und hin und wieder ziehen ein paar Wolkenfelder vorüber. Die Niederschlagsneigung ist heute noch als mäßig hoch zu bewerten, lässt aber über das Wochenende nach. Zum Start in die neue Woche ist der Himmel über dem Norden stark bewölkt, doch das ändert sich bis zur Wochenmitte und wie bereits über dem Süden scheint bei spätsommerlichen Temperaturen häufiger die Sonne. Örtlich können für September auch sehr außergewöhnliche Temperaturwerte erreicht werden. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage September 2018.

Der September macht nochmal einen auf Sommer

Der Grund für die spätsommerlich bis sommerlich warmen Temperaturwerte ist ein Tiefdruckkomplex zwischen Island und Skandinavien, dessen Tiefdruckachse von Südwest nach Nordost verläuft. Weiter nach Süden erstreckt sich ein Hochdruckkeil von den Azoren bis über das östliche Europa, sodass zwischen diesen beiden Wettersystemen eine warme Südwestströmung entstehen kann. Doch wie lange kann sich das für den ersten Herbst-Monat viel zu warme Wetter noch halten?

Wie lange hält sich der spätsommerliche Wettercharakter
Wie lange hält sich der spätsommerliche Wettercharakter?

Amerikanisches Prognosemodell: Der Wettertrend geht in Richtung Herbst

Das für die Jahreszeit zu warme Wetter kann sich nach der aktuellen Wettervorhersage des amerikanischen Prognosemodells noch bis zum 15. September halten. Erst darüber hinaus sorgen die atlantischen Tiefdrucksysteme für eine Veränderung der Großwetterlage.

Die Tiefdrucksysteme sorgen für einen Impuls, welches die Hochdruckzone im Verlauf vom 16. bis 20. September immer weiter nach Süden zurückweichen lässt und der atlantischen Frontalzone den Vortritt gewährt. In Folge daraus wird der Wettercharakter nach dem 15. September in Etappen unbeständiger und auch kühler werden können.

Der Herbst klopft an

Sollten sich die Prognosen des amerikanischen Vorhersagemodells bewahrheiten, so wäre mit viel Wind und auch mit länger andauernden und kräftigen Niederschlagsphasen ab dem 18./19. September zu rechnen. Die Temperaturen könnten auf Werte von +11 bis +17 Grad zurückgehen - Aus Spätsommer wird Herbst.

Polarwirbelberechnung September

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Vorhersagemodell: Eine kräftige Tiefdruckstruktur kann für einen Wetterwechsel in Richtung Herbst sorgen © www.meteociel.fr

Europäisches Wettermodell: Zwischen Vorderseiten- und Rückseitenwetter

Das europäische Prognosemodell schwankt in seiner Wettervorhersage. Mal ist es eine sehr warme Vorderseitenanströmung, welche den sommerlichen Wettercharakter bis zum 17. September erhalten könnte und eine Simulation später wölbt sich zwischen England, Deutschland und Skandinavien ein Hochdrucksystem nach Norden auf.

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Sollte das Aufstreben des Hochdrucksystems von Erfolg gekrönt sein, so wäre die atlantische Frontalzone bis zum 17. September weitgehend blockiert und Regenfälle wären bei weitem nicht in dem Ausmaß wie nach dem amerikanischen Wettermodell zu erwarten.

Da Deutschland aber am östlichen Gradienten des Hochdrucksystems liegt, ist im Zeitraum vom 15. bis 17 September mit der Zufuhr kühlere Luftmassen aus nördlichen Richtungen zu rechnen, was zu Tageswerten von +15 bis +20 Grad führen kann.

Polarwirbelberechnung September

Berechnung Polarwirbel nach dem europäischen Vorhersagemodell: Ein Hochdruckgebiet sorgt für ein meridionales Strömungsmuster © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: Zweite September-Dekade zu warm

Nicht nur die erste September-Dekade, sondern auch das zweite September-Drittel hat eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu warm auszufallen. Die Kontrollläufe berechnen in ihrem Wettertrend eine Abweichung der Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von 3 bis 7 Grad im zu warmen Bereich. Erst ab dem 17./18. September zeigt sich eine langsame Normalisierungstendenz.

Das Temperaturspektrum liegt am 15. September zwischen +16 bis +28 Grad (Mittelwert: +23 Grad über dem Norden und bis +25 Grad über dem Süden) und am 22. September zwischen +10 bis +30 Grad (Mittelwert: +19 bis +20 Grad). Man sieht aber schon an der hohen Differenz, dass für den Herbst, wie auch für den Spätsommer noch ein breiter Spielraum verbleibt. Das amerikanische Wettermodell gehört im Übrigen zu den kälteren Varianten, so dass in den kommenden Stunden mit Veränderungen zu rechnen ist.

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Trend zu mehr Niederschlag

Der Niederschlagstrend der Kontrollläufe bestätigt sich auch heute wieder und zeigt ab dem 15. September eine zunehmende Niederschlagserwartung - auch über dem Süden. Somit stützen die Kontrollläufe zum einen die zu warmen Temperaturen in der zweiten September-Dekade, aber auch den Wetterwechsel zum Beginn des letzten September-Drittels.

Diagramm Temperaturen September 2018 vom 07.09.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe September 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Langfristmodell: Wettertrend für den Herbst und Winter 2018/2019

Eine Unterstützung zu einem möglichen Wetterumschwung in der letzten September-Dekade erhalten die Prognosemodelle auch vom Langfristmodell, welches den September in der Niederschlagsprognose von zu trocken auf leicht zu trocken korrigiert hat. Bei den Temperaturen bleibt die Abweichung mit -0,5 bis +1 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert im normalen bis zu warmen Bereich. Damit das Langfristmodell also nicht völlig daneben liegt, müsste sich das Wetter in der zweiten September-Hälfte mehr in Richtung Herbst entwickeln. Aktuell hat der September ein Temperaturüberschuss von +3,6 Grad.

Der Oktober soll mit einer Abweichung von -0,5 bis +1 Grad normal bis leicht zu warm und der letzte Herbstmonat November mit +0,5 bis +2 Grad deutlich zu warm ausfallen. In der Niederschlagsprognose zeigt sich der Oktober deutlich zu trocken, der November weitgehend normal und im Trend etwas zu trocken.

Für die Wintersaison 2018/19 bleibt alles wie gehabt. Die Abweichungen liegen mit +1 bis +3 Grad im deutlich zu warmen Bereich und die Niederschlagsneigung wird zum aktuellen Stand über den Winter deutlich erhöht berechnet.

Abweichungen der Temperaturen im Herbst und Winter 2018/19 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
September 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: leicht zu trocken
Oktober 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: deutlich zu trocken
November 2018 +0,5 bis +2 Grad Trend: leicht zu trocken
Dezember 2018 +1 bis +3 Grad Trend: zu nass
Januar 2019 +1 bis +3 Grad Trend: zu nass
Februar 2019 +1 bis +3 Grad Trend: zu nass

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2018/2019 vom 07.09.2018

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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