Wetter Winter 2018/2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Herbst und Winter 2018/19 aktuelle Wetterprognose vom 04.09.2018 - Der Wettercharakter ist dem Sommer näher als dem Herbst

Der Wettercharakter ist dem Sommer näher als ein Herbst. Doch wie lange kann sich die Hochdruckzone über Mitteleuropa noch behaupten?

Eine schwachgradientige Wetterzone beeinflusst in den kommenden Tagen Deutschland mit einer etwas erhöhten Neigung zu Schauern und Gewittern, deren Schwerpunkt südlich einer Linie von Köln und Dresden liegen kann. Zum Wochenende setzt sich über England und der Nordsee eine Tiefdruckdruckstörung durch, welche mit ihren Ausläufern häufiger das Wetter über Deutschland beeinflussen kann. Viel Niederschlag ist zum aktuellen Stand über dem Süden und Westen zu erwarten, welcher nach Norden und Osten nachlassen kann. Der September macht zur Wochenmitte nochmal einem auf Sommer und zur Wochenmitte könnte über dem Westen auch die +30 Grad Marke überschritten werden, bevor sich die Temperaturen zum Wochenende auf ein spätsommerliches Niveau einpendeln können. Mehr dazu in der aktuellen Prognose für das Wetter im September 2018.

Tiefdruckstörung setzt sich nicht durch

Dem Tiefdrucksystem über England fehlt aber zum aktuellen Stand die Dynamik, um das Wetter über Deutschland, der Schweiz und auch Österreich nachhaltig herbstlicher zu gestalten. Stattdessen geht das Tief in die atlantische Frontalzone über, welche ihren Kern am 10. September über Island hat. So hat das Azorenhoch wieder mehr Spielraum einen Hochdruckkeil quer über Mitteleuropa auszubilden und es entsteht eine klassische Islandtief und Azorenhoch Konstellation, welche über Deutschland die spätsommerlich warmen Luftmassen führen kann.

Das Herbstwetter muss sich noch etwas gedulden, zunächst ist noch der Spätsommer am Zug
Das Herbstwetter muss sich noch etwas gedulden, zunächst ist noch der Spätsommer am Zug

Amerikanisches Prognosemodell: Südwestwetter mit herbstlichen Ausgang

Die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells ist relativ klar strukturiert und berechnet die Südwestwetterlage in einer weitgehend beständigen Form bis zum 14. September. Zwischenzeitlich kann sich über Deutschland auch ein Hochdruckkern positionieren.

In Folge daraus ist in diesem Zeitraum bei Werten von +20 bis +25 Grad mit einen spätsommerlich warmen Temperaturcharakter zu rechnen. Zeitweilig können die Temperaturen aber mit +24 bis +28 Grad auch in den sommerlichen Bereich ansteigen.

Umschwung in den Herbst

Es ist zwar noch eine Weile hin, aber das amerikanische Vorhersagemodell berechnet diese Variante in den letzten Tagen immer wieder für den Zeitraum nach dem 15. September. Die atlantische Frontalzone verstärkt sich und setzt sich zum 17. September mit einem Sturmtief bis nach Skandinavien durch. Im weiteren Verlauf verlagern sich die Tiefdrucksysteme bis über das westliche Russland, was auf der Rückseite kühlere - herbstliche - Luftmassen nach Deutschland, die Schweiz und auch Österreich führen kann.

Mit viel Wind und Regen wären nach dem 17. September Temperaturen von +14 bis +18 Grad möglich - auch ein erster Herbststurm kann nach diesem Wettertrend nicht ausgeschlossen werden.

Polarwirbelberechnung September

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Vorhersagemodell: Bis Mitte September Spätsommer, folgt dann ein rascher Umschwung in den Herbst? © www.meteociel.fr

Europäisches Wettermodell: Schneller in Richtung Herbst

Nach dem etwas unbeständigen Wochenende setzt sich auch nach der Wetterprognose des europäischen Wettermodells im nachfolgenden Zeitraum die Hochdruckzone durch. Doch die atlantischen Tiefdrucksysteme können sich formieren und zum 11. September einen kräftigen Tiefdruckwirbel bei Island positionieren, dessen Ausläufer von Neufundland bis nach Skandinavien reichen können.

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Dem hat die Hochdruckzone wenig entgegenzusetzen und so können sich zum 12. September die atlantischen Tiefdrucksysteme über Skandinavien festigen und das Wetter über Deutschland, der Schweiz und auch Österreich zunehmend beeinflussen. Eine herbstlich frische Brise aus nordwestlichen Richtungen, dazu immer wieder Regen. Im Grunde aber bestätigt das den weiteren Wettertrend eines zunehmend herbstlichen Wettercharakters im Verlauf der zweiten Septemberdekade.

Polarwirbelberechnung September

Berechnung Polarwirbel nach dem europäischen Vorhersagemodell: Tiefdruckaktivität nimmt zu und ein herbstlicher Wettercharakter wird im Verlauf der zweiten September-Dekade etwas wahrscheinlicher © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: Weiterhin zu warmes Herbstwetter

Aktuell hat der September eine Abweichung von rund +2,4 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert vorzuweisen. Die kommenden Tage werden die Abweichung noch etwas ansteigen lassen können und im Zeitraum vom 10. bis 18. September simulieren die Kontrollläufe in ihrer Wettervorhersage eine Abweichung der Temperaturen von 2 bis 4 Grad im zu warmen Bereich.

Die um den 15. September herbstlichen Varianten der Wettermodelle stellen in den Kontrollläufen zum aktuellen Stand noch die kühleren Varianten dar. Die Mehrheit der Kontrollläufe favorisiert - wie in den letzten Tagen auch - eine langsame Normalisierung der Temperaturen.

So liegt das Temperaturspektrum am 12. September zwischen +13 bis +27 Grad (Mittelwert: +22 Grad) und am 19. September zwischen +13 bis +27 Grad (Mittelwert: +20 Grad).

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Etwas mehr Niederschlag

Ein grundsätzlich stabiler und spätsommerlicher Wettercharakter war in den letzten Tagen in Frage zu stellen. Das scheint sich nun so langsam zu bestätigen. Denn auch bei der Niederschlagsberechnung gibt es vermehrte Signale in die leicht erhöhte Richtung. So ist zwar weiterhin kein flächendeckender Landregen zu erwarten, doch nimmt die Niederschlagswahrscheinlichkeit grundsätzlich zu. Bis zum 20. September werden Niederschlagssummen von 8 bis 20 l/m² und örtlich bis 40 l/m² simuliert. Zum Vergleich: der Sollwert im September liegt bei rund 61 l/m².

Diagramm Temperaturen September 2018 vom 04.09.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe September 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Langfristmodell: Wettertrend für den Herbst und Winter 2018/2019

Die Prognosen der Wettermodelle berechnen einen Temperaturrückgang im zweiten Septemberdrittel. Und exakt diese Vorhersage wird vom Langfristmodell seit ein paar Tagen gestützt. So soll Ende September die Abweichung der Temperaturen im Bereich von -0,5 bis +1 Grad (über dem äußersten Osten bis +2 Grad) normal bis etwas zu warm ausfallen.
Kumuliert man die Werte der Kontrollläufe bis zur Septembermitte, so wäre eine Abweichung der Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +2 bis +3 Grad möglich. Anders formuliert müsste in diesem Fall die zweite Septemberhälfte um 1 bis 3 Grad zu kühl ausfallen, was einem herbstlichen Wettercharakter nahe kommt.

Der Oktober soll mit einer Abweichung von -0,5 bis +1 Grad weitgehend normal und im Trend etwas zu warm ausfallen. Das könnte mit Hochdrucksystemen und der nächtlichen Abkühlung ganz gut funktionieren. Der Nachtteil aber ist, dass die Trockenheit weiterhin anhalten könnte. So wird das Wetter im Oktober 2018 mit einem deutlichen Niederschlagsdefizit simuliert.

Eine nachhaltige Umstellung der Großwetterlage könnte im November in Gang gesetzt werden, welcher mit einer Abweichung von +0,5 bis +2 Grad zu warm simuliert wird. Der Winter 2018/19 aber wird mit einer Differenz von +1 bis +3 Grad deutlich zu warm berechnet.
Hinsichtlich der Niederschläge wird der November normal (im Trend etwas zu trocken), der Dezember, Januar und Februar 2019 aber deutlich zu nass simuliert.

Abweichungen der Temperaturen im Herbst und Winter 2018/19 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
September 2018 +0,5 bis +2 Grad Trend: zu trocken
Oktober 2018 -0,5 bis +1 Grad Trend: deutlich zu trocken
November 2018 +0,5 bis +2 Grad Trend: leicht zu trocken
Dezember 2018 +0,5 bis +3 Grad Trend: zu nass
Januar 2019 +1 bis +3 Grad Trend: zu nass
Februar 2019 +1 bis +3 Grad Trend: zu nass

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2018/2019 vom 04.09.2018

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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