Wetter Winter 2017/2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2017/2018 aktuelle Wetterprognose vom 17.02.2018 - Der Wettertrend geht in Richtung Skandinavienhoch

Über Baden-Württemberg und Bayern ist heute mit teils länger andauern und kräftigen Niederschlag zu rechnen. Teils können die Niederschläge bis in tiefe Lagen in Schnee übergehen, meist ist jedoch erst ab Höhenlagen zwischen 300 und 800 Meter mit Schneefall zu rechnen. So ist ab den mittleren Lagen mit der Ausbildung einer Schneedecke von 2 bis 8 cm und örtlich bis 13 cm zu rechnen (Unwetterwarnungen | Warnlagenbericht). In den darauffolgenden Tagen beruhigt sich der Wettercharakter und so kann es bei einem Mix aus Sonne, Wolken, Nebel oder Hochnebel weitgehend trocken bleiben. Die Temperaturen erreichen über den Nebelgebieten Werte um 0 Grad, sonst sind +0 bis +5 Grad und über dem Nordwesten örtlich bis +7 Grad möglich. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage Februar 2018.

Winterwetter

Die Schwankungen der Wettermodelle war in den letzten Tagen hoch. So vollzogen die Berechnungen binnen eines Tages mehrere 180 Grad Wendungen und berechneten mal mildes Südwestwetter und mal kalte Nordost- bis Nordwetterlagen. Der Grund hierfür sind die noch nicht abzuschätzenden Auswirkungen der plötzlichen Stratosphärenerwärmung auf den Polarwirbel. Seit gestern Nachmittag aber zeichnet sich ein Wettertrend ab, der sich in den Berechnungen der Wettermodelle so langsam festigt.

Kalte Nordostwetterlage?

Das amerikanische Wettermodell berechnet zum 21. Februar die Ausbildung eines Hochdrucksystems über England. Bis zum 23. Februar dehnt sich das Hochdrucksystem weiter über Skandinavien aus und führt an seinem östlichen Gradienten mit Hilfe eines Tiefdrucksystems über dem östlichen Europa kalte Luftmassen arktischen Ursprungs nach Süden. Deutschland liegt dabei noch im gradientenschwachen Umfeld des Hochdrucksystems. So kann vom 22. bis 24. Februar mit teils neblig-trüben, teils hochnebelartig bewölktem Wetter bei Temperaturen knapp über 0 Grad gerechnet werden.
Im weiteren Verlauf dehnt sich das Hochdrucksystem weiter nach Norden aus und im Verbund mit dem Tiefdrucksystem über dem westlichen Russland und östlichen Europa werden aus nordöstlichen Richtungen kalte Luftmassen arktischen Ursprungs bis nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt werden können.
So werden bspw. für den 26. Februar Tageshöchstwerte im Bereich von -6 bis -1 Grad und in den Nächten von -10 bis -5 Grad und über Schnee und bei Aufklaren auch bis -20 Grad simuliert. Kommt Schnee? Zum heutigen Stand ist das nicht auszuschließen, doch ist bei Ost- bis Nordostwetterlagen die Niederschlagsneigung häufiger als gering einzustufen. Details bleiben aber grundsätzlich noch abzuwarten.

Polarwirbelberechnung Februar

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Wettermodell: milde - eine kräftige Hochdruckzone sorgt für eine gestörte Zirkulation mit Abbau des Wirbels über Kanada © www.meteociel.fr

Kalte Ostwetterlage?

Relativ ähnlich sind die Berechnungen des europäischen Wettermodells. Hier kann sich im Zeitraum vom 21. bis 23. Februar ebenfalls ein Hochdruckgebiet bis über Skandinavien positionieren. Im Gegensatz aber zum amerikanischen Wettermodell liegt das Hoch etwas südlicher. So werden bereits ab dem 21. Februar kalte Luftmassen aus nordöstlichen Richtungen nach Deutschland geführt werden können, bevor sich das Hochdrucksystem zum 24. und 25. Februar über der Ostsee positionieren kann. Nachfolgend werden aus östlichen Richtungen kontinentale Kaltluftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt werden können.

Polarwirbelberechnung Februar

Berechnung Polarwirbel nach dem europäischen Wettermodell: Hochdrucksystem über Skandinavien © www.meteociel.fr

Wie wahrscheinlich ist der Winter im letzten Februar-Drittel?

Die Gemeinsamkeiten der Wettermodelle bestehen aus der Ausbildung eines Hochdrucksystems über dem skandinavischen Raum. Das ist schon einmal eine grundlegende Änderung gegenüber den letzten Tage, was diese Wetterentwicklung zunehmend wahrscheinlicher macht. Anders formuliert haben bis Ende Februar kalte und winterliche Temperaturen eine höhere Eintreffwahrscheinlichkeit als eine nachhaltige Milderung.

Geht es nach den Kontrollläufen, so zeigen sich aber weiterhin gehörige Unsicherheiten in der kommenden Wetterentwicklung. So ist das amerikanische Wettermodell ein kalter Ausreißer, jedoch geht die Mehrheit der Kontrollläufe langsam wieder in die kältere Richtung, was den Mittelwert des Temperaturspektrums knapp unter dem vieljährigen Mittelwert einpendeln lässt (-1 bis 0 Grad über dem Süden und Osten und +0 bis +2 Grad über dem Norden und Westen). Auf den Mittelwert wird es aber nicht ankommen, da die Hochdruckposition zwischen hochwinterlich kalten, oder frühlingshaft milden Varianten entscheiden wird. Der Wettertrend aber geht im letzten Februar-Drittel in Richtung Hochwinter - zumindest für den Augenblick.

Diagramm Temperaturen im Februar 2018 vom 17.02.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Februar 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Welche Auswirkungen das Major-Warming (plötzliche Stratosphärenerwärmung) auf das Märzwetter haben und ein sog. März-Winter bevorstehen kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einer weiteren Wetterprognose März 2018 und gegen 20:30 Uhr erfolgt an dieser Stelle heute Abend eine Aktualisierung der Wetterprognose Winter.

Update der Wetterprognose Winter von 20:22 Uhr
Das amerikanische Wettermodell bestätigte sowohl heute Nachmittag, wie auch heute Abend, die Verlagerung des Hochdrucksystems zum 21. Februar in Richtung Skandinavien und darüber hinaus mit Ausdehnung in Richtung Island und Grönland. Das zeigt, dass sich in den letzten 24 Stunden eine Konsistenz in den einzelnen Berechnungen der Wettermodelle zueinander aufgebaut hat. Mit anderen Worten wird ein „gestörte Zirkulation“ im Verlauf des letzten Februar-Drittels zunehmend wahrscheinlicher - welche bis weit in den März hineinreichen könnte - und somit auch den März-Winter ins Spiel bringt.

Sollte sich diese Wetterentwicklung tatsächlich auch so durchsetzen können wie berechnet, so wären bspw. am 25. Februar Tageshöchstwerte von -8 bis -1 Grad, Nachttemperaturen von -12 bis -5 Grad und bei Aufklaren über Schnee bis -20 Grad möglich.

Hochwinterlich kalt
Aber auch das europäische Wettermodell berechnet die Verlagerung des Hochdrucksystems zum 20. Februar über Skandinavien und nachfolgend setzt sich mit Hilfe eines Tiefdrucksystems über der östlichen Mittelmeerregion der Kaltlufttransport aus nordöstlichen bis östlichen Richtungen in Gang. Im Grunde wurden heute Abend die Simulationen vom Tage nochmals bestätigt, was ein winterliches Wetterereignis im Verlauf des letzten Februar-Drittels bis in die erste März-Dekade hinein zunehmend wahrscheinlicher macht.

Polarwirbelberechnung Februar
Berechnung Polarwirbel im Februar nach dem europäischen Wettermodell - Vollständig gestörte Zirkulation bleibt in den Berechnungen erhalten © www.meteociel.fr


Kontrollläufe: Noch etwas kälter
Bestätigung erhalten die Wettermodelle auch von ihren Kontrollläufen. So findet sich der Mittelwert nun im gesamten Zeitraum vom 20. Februar bis zum 5. März um, bzw. unter dem langjährigen Mittelwert im normalen bis zu kalten Bereich. Der Mittelwert des Temperaturspektrums erstreckt sich über ganz Deutschland zwischen -2 bis 0 Grad, was noch einmal verdeutlicht, wie gering die Wahrscheinlichkeiten für deutlich zu milde Wettervarianten geworden sind.

Die nächste Aktualisierung der Wetterprognose Winter erfolgt an dieser Stelle am 18. Februar gegen 13:00 Uhr.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,6 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,05 +2,17 +1,48 652 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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