Wetter Winter 2017/2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2017/2018 aktuelle Wetterprognose vom 16.02.2018 - Hochwinterlich kalt oder frühlingshaft mild?

Die kommenden Februar-Tage werden vom Wettercharakter her ruhig, aber auch unbeständig ausfallen können. So ist bei nasskalten Temperaturen von +1 bis +5 Grad und örtlich bis +8 Grad ein Wechselspiel aus Sonne, Wolken und zeitweiligen Niederschlägen zu rechnen, welche teils bis in mittlere Lagen herab als Schnee niedergehen können. In den Nächten ist allgemein mit Frost zu rechnen. Insgesamt ein für den Februar leicht zu warmer Wettercharakter. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Februar 2018.

Änderung in Sicht?

Wir bekommen in den letzten Tagen sehr viele E-Mails. Die eine Gruppe wünscht sich recht schnell den Frühling und die andere den Winter herbei. Ähnlich gegensätzlich sind die Berechnungen der Wettermodelle. So steht schon heute fest: das Wetter wird es nicht allen recht machen können.

Die milde Variante

Das amerikanische Wettermodell schwenkt in seinen Berechnungen heute erneut um und statt dem Zustrom kalter Luftmassen aus nördlichen Richtungen, werden bis Ende Februar milde Temperaturwerte aus südwestlichen Richtungen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt. Der Grund für die 180 Grad Wendung ist die Hochdruckposition, welches sich in den Berechnungen von heute Morgen nicht über Skandinavien, sondern über der Mittelmeerregion positioniert. In Folge daraus wären im Zeitraum vom 21. bis 28. Februar mit Tageswerten von +8 bis +15 Grad frühlingshaft milde Temperaturen möglich. Erst zum März verlagert das Hochdrucksystem seinen Schwerpunkt in Richtung Skandinavien und europäisches Nordmeer, was die Zufuhr kalter Luftmassen ermöglichen kann.

Polarwirbelberechnung Februar

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Wettermodell: milde - ja fast sschon frühlingshaft warme - Südwestwetterlage © www.meteociel.fr

Die Winter Variante

Das europäische Wettermodell berechnet zum 19. Februar die Ausdehnung des Hochdrucksystems über Skandinavien, welches sich dort bis zum 26. Februar behaupten und sogar noch weiter verstärken kann. Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen mit Hilfe eines Tiefdrucksystems über der Mittelmeerregion in eine östlich orientierte Grundströmung. Statt frühlingshaft milde Temperaturwerte wären nach dieser Simulation mit Tageshöchstwerten von -8 bis -2 Grad zu rechnen - Hochwinterlich kalt.

Polarwirbelberechnung Februar

Berechnung Polarwirbel nach dem europäischen Wettermodell: kalte Ostwetterlage © www.meteociel.fr

Hop oder Top: das Wechselspiel der Wettermodelle

Die Wettermodelle mögen in den kommenden Tagen noch mehrfach hin und her schwanken können, das war mit der plötzlichen Stratosphärenerwärmung auch nicht anders zu erwarten. Interessant ist nur, dass beide Wettermodelle keine einheitliche Linie finden. So berechnet zu einem Lauf das amerikanische Wettermodell das Hoch über dem Norden von Europa und das europäische Wettermodell das Hoch über der Mittelmeerregion und im anderen Lauf sind es exakt die gleichen Prognosen, nur eben in den jeweiligen Wettermodellen vertauscht. Gegensätzlicher kann es nicht sein.

Aber es zeichnet sich ein Muster ab, welches uns zu der Schlussfolgerung einer Hop oder Topgestörtes Zirkulationsmuster. Dann wären winterliche Wetterlagen wahrscheinlicher. Häufiger zeigt sich bei einem sog. Major-Warming eine Nord- bis Ostwetterlage, aber zwingend muss diese aber nicht sein.

Kontrollläufe: milderer Wettertrend

Welche Wetterentwicklung wahrscheinlicher sein wird, darüber können die Kontrollläufe Auskunft geben. Hier zeigt sich in den letzten Tagen ein zunehmend milder werdender Wettertrend ab. Der Hauptlauf des amerikanischen Wettermodells ist aber einer der zu warmen Simulationen, was in den kommenden Stunden sich noch mehrfach verändern wird. So liegt das Temperaturspektrum am 24. Februar zwischen -6 bis +11 Grad (Mittelwert: +7 Grad über dem Westen, +4 Grad über dem Norden und Süden und +2 Grad über dem Osten) und am 28. Februar zwischen -10 bis +15 Grad (Mittelwert: +5 Grad über dem Westen, +3 Grad über dem Norden und Süden und +1 Grad über dem Osten). Somit liegt der Mittelwert in einem Bereich, welcher für die Jahreszeit typisch ist, aber im Vergleich zu den letzten Tagen (-2 bis 0 Grad) im Trend milder geworden ist.

Diagramm Temperaturen im Februar 2018 vom 16.02.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Februar 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Update: Major-Warming

Die plötzliche Stratosphärenerwärmung erreicht aktuell mit +6 Grad ihren vorläufigen Höhepunkt über Kanada in rund 30 km Höhe. Normalerweise liegen die Temperaturen zwischen -70 bis -80 Grad. Das entspricht im Mittel einem Temperatursprung binnen weniger Tage von rund 80 Grad! Die Auswirkungen können enorm sein und zeigt sich auch in der Sprunghaftigkeit der Wettermodelle. Die Winde in dieser Höhe drehen sich normalerweise von West nach Ost und haben Windgeschwindigkeiten von 140 bis 180 km/h vorzuweisen. Aktuell aber beträgt die Windgeschwindigkeit -115 km/h. Durch das negative Vorzeichen hat sich auch die Windrichtung auf Ost-West geändert. Nun dauert es noch etwa 2 bis 6 Tage, bis sich die möglichen Auswirkungen auch in den unteren Luftschichten zeigen - erst dann werden die Berechnungen der Wettermodelle auch wieder zuverlässiger werden können. Was letzten Endes dabei aber für ein Wetter über Deutschland, der Schweiz und Österreich herauskommen wird, bleibt abzuwarten.

Polarwirbelberechnung Februar

Höhepunkt des Warming aktuell erreicht © www.meteociel.fr

Die nächste Aktualisierung erfolgt heute Abend gegen 20:00 Uhr an dieser Stelle mit einem Update der Wetterprognose Winter.

Update der Wetterprognose Winter von 20:04 Uhr
Seit längerer Zeit berechnen die Wettermodelle wieder einmal eine - zumindest weitgehend - ähnliche Wetterentwicklung. So kann sich zum 20. Februar ein Hochdrucksystem über dem Bereich zwischen England und Skandinavien ausbilden und sich zum 23. Februar weiter verstärken. Das europäische Wettermodell berechnet das Hochdrucksystem kräftiger und auch nördlicher als das amerikanische Wettermodell.

Geht es also nach dem europäischen Wettermodell, so mit ab dem 22. Februar mit einer strammen und kalten Nordostwetterlage zu rechnen, bei der auch Schneefall bis in tiefere Lagen möglich sein kann. Die berechneten Tageshöchstwerte liegen ab dem 21. Februar bereits verbreitet unter 0 Grad im Dauerfrostbereich. Bis zum 25. Februar verstärkt sich die Nordostströmung noch weiter, was die Zufuhr sehr kalter Luftmassen arktischen Ursprungs zur Folge haben kann. Eine Hochwinterliche Wetterlage.

Polarwirbelberechnung Februar
Berechnung Polarwirbel im Februar nach dem europäischen Wettermodell - Wirbel über Kanada wird mit dem Hoch weiter abgebaut - Polarwirbelsplit im Ansatz © www.meteociel.fr


Nach dem amerikanischen Wettermodell etwas später kälter
Das Hochdrucksystem verlagert sich nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells erst nach dem 24. Februar nach Skandinavien, führt aber dann relativ rasch sehr kalte Luftmassen arktischen Ursprungs nach Süden bis nach Deutschland, Österreich und die Schweiz. Welche Temperaturen wären denn zu erwarten? Rein aus der Simulation heraus werden am 27. Februar Tageshöchstwerte von -10 bis -1 Grad und in der Nacht von -20 bis -7 Grad berechnet. Ob das so kommen mag, bleibt abzuwarten, denn die Schwankungen bleiben erhalten. Apropos Schwankungen - diese Berechnungen des amerikanischen Wettermodells sind gegenüber heute Morgen einer erneute 180 Grad Wendung. Schaut man sich die Berechnung aber im Ganzen an, so erkennt man eine erneute vollständig gestörte Zirkulation. Eine Ordnung ist hier nicht mehr zu erkennen und der Wirbel über Kanada ist vollständig abgebaut. Das könnte - nach diesen Berechnungen und zum aktuellen Stand - wohl noch eine Weile dauern, bis der Frühling Einzug hält.

Polarwirbelberechnung Februar
Berechnung Polarwirbel im Februar nach dem amerikanischen Wettermodell - Vollständig gestörte Zirkulation © www.meteociel.fr


Kontrollläufe: Ist eine Entscheidung absehbar?
Nein, aber beide Berechnungen der Wettermodelle sind heute Abend das Ergebnis des Major-Warmings in Stratosphärenhöhe - woraus in den kommenden Stunden noch weitere Schwankungen entstehen werden. Und bei einem Major-Warming sind exakt diese Wetterentwicklungen etwas wahrscheinlicher als andere Varianten. Die Kontrollläufe ziehen da heute Abend nicht mit und zeigen, dass beide Varianten eher als kalte Ausreißer zu bewerten sind. So liegt der Mittelwert des Temperaturspektrums am 27. Februar über dem Süden und Osten zwischen -2 bis 0 Grad und über dem Westen und Norden zwischen 0 bis +2 Grad.



Die nächste Aktualisierung der Wetterprognose Winter erfolgt an dieser Stelle am 17. Februar gegen 13:00 Uhr.

Anzeige

 

Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

Unterstützen Sie uns!

Ihnen gefallen unsere Wettervorhersagen? Dann unterstützen Sie uns mit einem freiwilligen Geldbetrag in einer von Ihnen gewünschten Höhe.

Betrag auswählen
Weitere Informationen

Mach mit!

Wetter ist Ihre Leidenschaft und Sie schreiben gerne? Für unsere Rubrik der Wettermeldungen aus aller Welt suchen wir Verstärkung. Falls Sie Lust haben, ein Teil des Teams von Wetterprognose-wettervorhersage.de zu werden, melden Sie sich einfach und unverbindlich über das Kontaktformular.

Kontakt zu uns