Wetter Winter 2017/2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2017/2018 aktuelle Wetterprognose vom 04.02.2018 - Welche Richtung schlägt der Winter im Februar ein?

Der Wetterverlauf der kommenden Woche ist für den letzten Wintermonat Februar ein durchaus typischer Verlauf. So strömen aus nordöstlichen Richtungen Kaltluftmassen nach Süden und initiieren über der Italien ein Tiefdrucksystem, welches sich nach Nordosten hin ausdehnt und - je nach Zugbahn - auch das Wetter über dem südlichen Deutschland beeinflussen kann. Entscheidend wird sein, wie das Tiefdrucksystem sich positionieren wird. Zieht es weiter östlich, so können die Kaltluftmassen bis über Süddeutschland angezapft werden. Liegt es weiter westlich, so können über die Alpen mildere Luftmassen über den Süden geführt werden. Aktuell berechnen beide Wettermodelle eine westlichere Zugbahn, was die Temperaturen am 6. und 7. Februar über den Gebieten etwa südlich der Mittelgebirge auf +2 bis +6 Grad ansteigen lassen kann. Weiter nördlich ist bei Temperaturen von -2 bis +2 Grad mit deutlich kälteren Temperaturen zu rechnen. In den Nächten ist allgemein Frost zu erwarten. Aber auch beim Niederschlag wird es darauf ankommen, welche Zugbahn das Tiefdrucksystem hat. Aktuell ist nur mit wenig Niederschlag zu rechnen. Alles in allem eine winterliche Misch-Masch-Wetterlage mit einem kalten Norden und nasskalten Süden. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage Februar 2018.

Unterschiedliche Wetterentwicklungen möglich

In der Zeit nach dem 9. Februar zeichnen sich unterschiedliche Wetterentwicklungen ab. Im Wesentlichen lässt sich das aber auf drei Varianten begrenzen.

Winterliche Variante

Westlich von Europa baut sich ein Hochdruckkeil von den Azoren über England, Skandinavien bis über das europäische Nordmeer auf und hält bis Mitte Februar die nordöstliche Grundströmung aufrecht. Die Tageswerte liegen bei dieser Variante meist um 0 Grad und sinken in den Nächten in den Frostigen Bereich ab.

Nasskalte Variante

Weder Fisch noch Fleisch beinhaltet die zweite Variante, bei der eine Hochdruckbrücke zwischen den Azoren und dem westlichen Russland entstehen kann. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen bei dieser Variante im gradientenschwachen Hochdruckumfeld, was die Tageswerte zwischen +0 bis +5 Grad und örtlich bis +7 Grad schwanken lassen kann. Niederschläge sind nicht gänzlich auszuschließen. In den Nächten vielfach Frost.

Milde Variante

Die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik ist in der dritten Variante recht hoch und drückt das Hochdruckgebilde weiter nach Osten, so dass Deutschland, Österreich und auch die Schweiz auf die milde Vorderseitenanströmung der Luftmassen gelangen können. Temperaturen von +5 bis +10 Grad wären dann nicht unwahrscheinlich und Nachtfrost wenig wahrscheinlich.

Polarwirbelberechnung Februar

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Wettermodell - Nichts Halbes und nichts Ganzes - Umbau der Polarwirbelstruktur? © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: Normales Winterwetter

Im Zweifel liegt man in Deutschland richtig, wenn das Wetter zwischen den Extremen liegt. So auch die Kontrollläufe, welche die Höhentemperaturen in ca. 1.500 Meter Höhe vom 8. bis 15. Februar im Bereich von -5 bis -7 Grad berechnen. Für tiefere Lagen hätte das ein Temperaturspektrum von -2 bis +4 Grad und ab den mittleren Lagen Dauerfrost zur Folge. Nicht wirklich eisiger Winter und auch nicht wirklich warm. So bleibt die Wetterprognose der vergangenen Tage nahezu unverändert: nasskalt und typisch für das Winterwetter über Deutschland.

Diagramm Temperaturen im Februar 2018 vom 04.02.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Februar 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Update Major-Warming

Aktuell ist ein kräftiges Minor-Warming aktiv und lässt die Temperaturen in ca. 30 km/h Höhe von -70 auf -12 Grad ansteigen und nimmt zum 5. Februar bereits wieder ab und kann sich nicht zu einem Major-Warming weiterentwickeln. Zum 10. Februar kommt es zu einem weiteren Minor-Warming, was über der Polregion zu einem Temperatursprung von knapp 50 Grad führen kann. Bis zum 12. Februar beträgt der Temperatursprung dann schon in Teilen bis zu 80 Grad und führt entlang des 65. Breitengrades zu einer negativen Entwicklung der zonalen Winde. Eine Ost-West-Umkehr ist somit nicht auszuschließen, da diese bereits seit mehreren Tagen simuliert und auch von den Kontrollvarianten bestätigt wird. Die höchste positive Windgeschwindigkeit wird mit +180 km/h am 5. Februar und die niedrigste negative am 14. Februar mit -90 km/h simuliert. Das wäre im Falle eines Eintreffen ein Major-Warming, dessen Einfluss etwa 3 bis 7 Tage später sich auf den Polarwirbel auswirken kann. Wohin die Reise aber für das Winterwetter über Deutschland gehen wird, bleibt abzuwarten. Aber die Sprunghaftigkeit der Wettermodelle könnte in den kommenden Stunden und Tagen im Zeitraum nach dem 13. Februar zunehmen.

Polarwirbelberechnung Februar

Major-Warming in Stratosphärenhöhe © www.meteociel.fr

Die nächste Aktualisierung erfolgt heute Abend an dieser Stelle gegen 20:00 Uhr in einer Aktualisierung der Wetterprognose Winter.

Update der Wetterprognose Winter von 20:03 Uhr
Eine nasskalte Wetterentwicklung berechnete das amerikanische Wettermodell heute Nachmittag und auch heute Abend im Zeitraum vom 6. bis 10. Februar. Im Zeitraum vom 10. bis 15. Februar bildet sich eine Hochdruckbrücke von den Azoren bis über das westliche Russland aus. Zum 14. und 15. Februar könnte sich nach der Simulation von heute Abend ein autarkes Hochdrucksystem über Skandinavien ausbilden, was den nasskalten bis winterlichen Wetter Charakter im zweiten Februar-Drittel aufrecht erhalten kann. Da das Ganze aber im gradientenschwachen Umfeld und im zunehmenden Hochdruckeinfluss geschieht, ist nur mit einer geringen Niederschlagsneigung zu rechnen. Tagsüber wären um +0 Grad und in den Nächten -8 bis -2 Grad zu erwarten. Die Ausbildung von teils zähen Nebel- und Hochnebelfeldern wäre bei solch einer Wetterlage nicht untypisch.

Polarwirbelberechnung Februar
Berechnung Polarwirbel im Februar nach dem amerikanischen Wettermodell - Winterliche Großwetterlage - wenig Niederschlag © www.meteociel.fr


Europäisches Wettermodell
Das europäische Wettermodell berechnet bis zum 11. Februar eine fast identische Wetterentwicklung wie nach dem amerikanischen Wettermodell. Darüber hinaus aber kommt es nicht zu einer Ausbildung der Hochdruckbrücke. Folglich steigt demnach die Wahrscheinlichkeit für nasskalte bis milde Wetterlagen an.

Auffälliges Kontinentalhoch
Betrachtet man die Kontrollläufe, so fällt auf, dass eine Mehrheit einen größeren Einfluss des Kontinentalhochs auf Mitteleuropa berechnet. Das macht derzeit ein östliches Grundmuster wahrscheinlicher als andere Varianten. Das "Problem" dabei aber ist, dass es zwar kalt werden kann, aber der von den Winterfans gewünschte Schnee bleibt bei dieser Konstellation oftmals Mangelware, wenn nicht gerade die atlantische Tiefdruckrinne eine südlichere Bahn über die Mittelmeerregion nimmt und über Deutschland Grenzwetterlagen auslösen kann.

Polarwirbelberechnung Februar
Berechnung Polarwirbel Kontrolllauf - Stärkerer Einfluss des Kontinentalhochs? © www.meteociel.fr


Kontrollläufe: zu kalt bis normal
Nichts verändert hat sich in den letzten 24 Stunden in der Wetterprognose der Kontrollläufe. So liegen diese im ersten Februar-Drittel größtenteils knapp unter dem langjährigen Mittelwert und steigen in der zweiten Februar-Dekade langsam in den Jahreszeit-typischen Bereich an. Die Berechnungen des amerikanischen Wettermodells sind dabei gut eingebettet und repräsentieren quasi den Mittelwert.

Langfristmodell einen Tick kälter
Gegenüber gestern hat das Langfristmodell seine Wettervorhersage für den Februar 2018 ein Stück weit korrigiert und berechnet nun über dem Norden eine Abweichung der Temperaturen von -0,5 bis -1 Grad und örtlich bis -2 Grad. Über dem Süden liegt die Abweichung mit -0,5 bis +0,5 Grad im normalen Bereich. Im Schnitt ein normaler Februar mit der Tendenz leicht zu kühl auszufallen. In der Niederschlagsprognose wird der Februar gegenüber seinem vieljährigen Sollwert zum aktuellen Stand etwas zu trocken berechnet. Der Februar hat also gute Chancen, ein normaler Wintermonat zu werden. Aber nur einmal zum Vergleich: Damit der Winter noch normal ausfallen könnte, müsste der Februar 2018 um -6 Grad gegenüber seinem vieljährigen Mittelwert zu kalt ausfallen. Das erscheint zum aktuellen Stand sehr unwahrscheinlich.

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2018 vom 04.02.2018


Die nächste Aktualisierung der Wetterprognose Winter erfolgt an dieser Stelle am 5. Februar gegen 13:00 Uhr.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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