Wetter Winter 2017/2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2017/2018 aktuelle Wetterprognose vom 03.02.2018 - Erste Februar-Dekade weitgehend winterlich und dann?

Im Verlauf der kommenden Woche kann man das Wetter für Deutschland als winterlich bezeichnen. So fließen aus nordöstlichen Richtungen kalte Luftmassen arktischen Ursprungs nach Süden und erreichen zum Start in die neue Woche auch Deutschland - zuerst den Norden und dann auch den Süden. Viel Feuchtigkeit - und damit Schnee - haben die Luftmassen aber nicht im Gepäck und so kommt es am Wochenende noch häufiger zu Schauern, welche aber im Verlauf der kommenden Woche nachlassen. Anders sieht die Situation über Baden-Württemberg und Bayern aus, welche durch die Ausläufer eines Italientiefs beeinflusst werden können. Die Betonung liegt dabei noch auf können, da es im Detail auf die Zugbahn und auch die Dynamik des Tiefdrucksystems ankommt. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage Februar 2018.

Winter mit Schnee?

Sollte sich das Tiefdrucksystem - sowie vom amerikanischen Wettermodell berechnet -verhalten, so wären vor allem südlich der Linie von Stuttgart und Nürnberg immer wieder mit leichten, aber auch länger andauernden Schneefällen zu rechnen, welche in den tieferen Lagen des Südwestens auch in Regen oder Schneeregen übergehen können. Bis zum Donnerstag werden Neuschneemengen in tieferen Lagen von 0 bis 3 cm und ab den mittleren Lagen von 2 bis 12 cm und örtlich bis 20 cm in Aussicht gestellt. Der Schwerpunkt der Niederschläge liegt aber voraussichtlich über Baden-Württemberg.

Weiter nach Norden sind durch die vereinzelten Schauer 0 bis 2 cm möglich, wobei es entlang eines Streifens zwischen den Landesgrenzen von Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen auch 0 bis 8 cm möglich sein können.

Wie lange hält sich der winterliche Wettercharakter?

Zunächst einmal schwanken die Temperaturen mit -2 bis +2 um den Gefrierpunkt herum und vor allem in tieferen Lagen und über den Ballungsgebieten über dem Westen und Südwesten sind Plusgrade zu erwarten. Vor allem aber in den Nächten kann es knackig kalt werden. Berechnet werden Tiefstwerte im Bereich von -7 bis -2 Grad und bei aufklarendem Himmel über Schnee sind auch bis -12 Grad möglich.

Bis zum 11. Februar berechnen beide Wettermodelle einen weitgehenden Fortbestand der winterlichen, teils aber auch nasskalten Wetterverhältnisse in tieferen Lagen. Im weiteren Verlauf aber gehen die Berechnungen grundsätzlich auseinander.

Milde Wetteraussichten

Das europäische Wettermodell berechnet vom 10. bis 13. Februar eine hohe Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik. Gleichzeitig fehlt der tiefe Luftdruck über dem östlichen Europa und damit die Stütze für eine Hochdruckblockade. So wird die ohnehin schon fragile Trogstruktur aufgelöst und das Hoch verlagert sich weiter nach Osten und kann zum 12. Februar schon über Deutschland liegen. Die Temperaturen würden sich mit einer südwestlichen Grundströmung relativ schnell in Richtung der +5 bis +10 Grad bewegen können.

Nasskalter Wettertrend

Das amerikanische Wettermodell berechnet eine ganz ähnliche Variante, jedoch verlagert sich das Hochdrucksystem vom 11. bis 15. Februar weiter nördlich und baut eine Hochdruckverbindung mit den Kontinentalhoch auf. So können zum Beginn der zweiten Februar-Dekade kurzzeitig die Temperaturen in den positiven Bereich ansteigen, sinken darüber hinaus wieder in Richtung der 0 Grad Marke ab.

Winterliches nasskaltes oder mildes Wetter?

Das Temperaturspektrum und insbesondere der Mittelwert der Kontrollläufe sind vom 5. bis einschließlich dem 10. Januar als winterlich zu bewerten und liegen etwa um 2 bis 4 Grad unter dem langjährigen Mittelwert. Ab dem zweiten Februar-Drittel normalisiert sich das Temperaturspektrum und erreicht bspw. am 15. Februar Werte von -3 bis +7 Grad bei einem Mittelwert von +2 Grad über dem Westen, sonst um die +1 Grad. Eine richtig durchgreifende Milderung ist zum aktuellen Stand nicht zu erkennen. Aber richtiger Hochwinter eben auch nicht - nasskalt, bzw. normal scheint das Motto der Stunde zu sein.

Diagramm Temperaturen im Februar 2018 vom 03.02.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Februar 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Winterwetter durch Major-Warming in Stratosphärenhöhe?

Viele Anfragen erreichten uns heute Morgen, wie sich ein mögliches Major-Warming entwickeln könnte - wie ist der Stand? Kurze Anmerkung hierzu: erst einmal muss das Major-Warming tatsächlich auch eintreten, bevor es Auswirkungen auf den Polarwirbel haben kann und aktuell ist es nur in den Simulationen zu betrachten, dafür aber schon seit mehreren Tagen. Die Entwicklung beginnt nach den heutigen Berechnungen um den 10. Februar herum und in Stratosphärenhöhe steigen die Temperaturen von -70 Grad bis zum 12. Februar auf -8, teils auch bis +4 Grad an. Ein Temperatursprung binnen weniger Stunden von bis zu 74 Grad. Jetzt weiß man auch, warum sich das Phänomen plötzliche Stratosphärenerwärmung nennt. Anders als in den letzten Jahren breitet sich die Warmluft direkt über die Polregion aus und treibt den Kältewirbel auseinander. Anders formuliert ist das Potential für ein Major-Warming recht hoch.

Damit sich aber auch wetterwirksam etwas nachhaltiges Verändern kann, sollte sich die Windgeschwindigkeit entlang des 65. Breitengrades negativ entwickeln können. Geschieht das, so spricht man von einer Ost-West Umkehrung, welche der Stabilität des Polarwirbels gehörig zusetzen kann. Die Veränderung findet als von oben nach unten statt und welche Auswirkungen das auf das Wetter über Deutschland, Österreich und die Schweiz haben kann, lässt sich beim besten Willen (noch) nicht sagen. Auffällig war aber in den Jahren eines Major-Warming, dass die Wettermodelle in ihren Berechnungen zunehmend sprunghafter wurden. Apropos Windgeschwindigkeiten der zonalen Winde entlang des 65. Breitengrades in rund 30 km Höhe. Diese werden zum aktuellen Stand Anfang Februar mit einem Maximum von +180 km/h und im zweiten Februar-Drittel mit einem Minimum von -90 km/h berechnet. Das entspricht einer Differenz von 270 km/h.

Polarwirbelberechnung Februar

Major-Warming oder nicht: man wird abwarten müssen © www.meteociel.fr

Man darf wirklich gespannt sein, wie sich das entwickeln mag und welche Wetterauswirkungen das haben kann. Aus diesem Grund erfolgt heute Abend gegen 20:00 Uhr eine Aktualisierung der Wettervorhersage Winter an dieser Stelle.

Update der Wetterprognose Winter von 20:03 Uhr
Das europäische Wettermodell berechnet heute Abend die Zugbahn des Italientiefs etwas weiter nordwestlicher, was über dem Süden von Deutschland mildere Temperaturen heranführen kann. Ob es dann dort für Dauerfrost reichen wird, bleibt abzuwarten. Aktuell werden für den 6. Februar Temperaturen von +0 bis +4 Grad berechnet. Das amerikanische Wettermodell berechnet die Zugbahn etwas anders, so dass die +4 Grad Marke entlang des Alpenrandes möglich sein kann, aber etwa nördlich von Stuttgart und Mannheim die Grenze zu Dauerfrost beginnen kann. Das Italientief macht auch die Niederschlagserwartung wieder spannend. Denn gerade in den Grenzregionen von mild zu kalt ist mit Niederschlägen zu rechnen - ob Schnee oder Regen wird im Detail die Zugbahn des Italientiefs entscheiden, welche zum aktuellen Stand noch nicht gesichert ist. Mit weiteren Veränderungen ist zu rechnen.

Amerikanisches Wettermodell überwiegend kalt bis nasskalt
Je nachdem wie man Temperaturen um 0 Grad herum bewerten möchte, aber im Zeitraum vom 7. bis 15. Februar verbleibt Deutschland nach den aktuellen Berechnungen von heute Nachmittag und heute Abend in einem gradientenschwachen Umfeld. Das eine oder andere Niederschlagsfeld kann Deutschland dabei überqueren und die Temperaturen kurzzeitig auch mal bis auf +4 Grad ansteigen lassen, aber von einer nachhaltigen Milderung ist bis Mitte Februar nichts zu erkennen. Die Frostgrenze kann sich nach der aktuellen Simulation zwischen 400 bis 600 Meter bewegen. Nicht tiefwinterlich, aber auch nicht mild - insofern nur wenig Veränderungen gegenüber heute Morgen. Ein für Februar absolut typisches Wetter.

Polarwirbelberechnung Februar
Berechnung Polarwirbel im Februar nach dem amerikanischen Wettermodell - Gradientenschwaches Umfeld © www.meteociel.fr


Die Berechnungen des europäischen Wettermodells sind relativ ähnlich, jedoch zeigt sich ein größerer Einfluss der Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik, was aus südwestlichen Richtungen etwas mildere Luftmassen heranführen könnte. Statt Werte um 0 Grad wären mit +2 bis +6 Grad eher nasskalte Werte zu erwarten

Kontrollläufe: zu kalt bis normal
Die Kontrollläufe haben eine relativ klare Linie. Deutlich zu kalt zeigt sich der Februar vom 4. bis zum 10. Februar. Anschließend hat das Temperaturspektrum eine ansteigende Tendenz, bleibt aber bis Mitte Februar unter den langjährigen Temperaturniveau. Das unterstreicht zum aktuellen Stand noch einmal, dass milde Varianten zwar nicht auszuschließen sind, aber deren Eintreffwahrscheinlichkeit als gering einzustufen sind. Das amerikanische Wettermodell ist mit seinem Hauptlauf von heute Abend ganz gut in die Kontrollläufe eingebettet. Auch hier: weitgehend normales Februarwetter.

Langfristmodell mit weiterer Korrektur
Das milde Varianten im Februar eine weniger relevante Rolle zu spielen scheinen, zeigt auch die aktuelle Wettervorhersage des Langfristmodells für den Februar 2018. Lag die Abweichung in den letzten Wochen gegenüber dem langjährigen Mittelwert noch meist zwischen +1 bis +3 Grad, so ist dies zwischenzeitlich auf -0,5 bis +0,5 Grad korrigiert worden. Der Temperaturtrend geht mit einer Abweichung von -1 Grad sogar in die leicht zu kühle Richtung - vor allem über den nördlichen Bundesländern.

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2018 vom 03.02.2018


Die nächste Aktualisierung der Wetterprognose Winter erfolgt an dieser Stelle am 4. Februar gegen 13:00 Uhr.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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