Die Wetterlage schwenkt am Wochenende mal kurz auf nasskalt um und kann bis in tiefere Lagen für Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer sorgen. Etwa ab den mittleren Lagen kann es auch zur Ausbildung einer Schneedecke kommen. Als winterlich lässt sich das aber nicht wirklich bezeichnen, auch wenn die Temperaturen in den Nächten mal unter die 0 Grad Grenze absinken können. Bereits ab Sonntag macht sich auch schon mildere Luft auf den Weg in Richtung Deutschland, was in der Nacht auf Montag - und möglicherweise auch passend zum Berufsverkehr - in manchen Regionen zu Schneefall, Eisregen, oder auch gefr. Regen führen kann. Anschließend wird es rasch milder. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage Januar 2018.

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Wann kommt der Winter wieder?

Wie einer so passend auf wetter-14-tage.de geschrieben hat "ist nun Winter und da sollte es keine +10 Grad geben - das ist einfach ein Unding, genauso wie +10 Grad im Sommer eine Frechheit sind." Trotzdem hält sich der Winter nicht daran und tut sich über Deutschland, Österreich und der Schweiz weiterhin schwer, sich durchzusetzen. So kann es im Verlauf der kommenden Woche bis zum 25. Januar mit einer südwestlichen Grundströmung sogar noch etwas wärmer werden und die Temperaturen verbreitet auf +7 bis +12 Grad ansteigen lassen. Das macht den gegenüber dem langjährigen Mittelwert ohnehin schon um +3,6 Grad zu warmen Januar noch etwas wärmer.

Umso berechtigter ist die Frage - wann kommt er denn nun, der Winter? Kommt er überhaupt noch bis Ende Januar? Beide Wettermodelle bestätigen zunächst einmal die milder Vorderseitenanströmung bis zum 25. Januar eines Tiefdruckkomplexes zwischen Island, England und dem westlichen Skandinavien, welches auf einen Hochdruckkeil von den Azoren über die Mittelmeerregion bis über das westliche Russland aufläuft.

Misch-Masch Winterwetter

Das amerikanische Wettermodell berechnet für den Zeitraum vom 26. bis 27. Januar kurzzeitig ein Abkühlung der Temperaturen, bevor zum 28. und 29. Januar - ebenso kurzzeitig - mildere Luftmassen nach Deutschland geführt werden können. Vom 30. bis 31. Januar wölbt sich auf dem Atlantik dann das Azorenhoch steiler in Richtung England und Island auf, was das Strömungsmuster weiter meridionalisieren kann. Die Optionen für nasskalte Nordwestwetterlagen wären demnach höher als für milde Varianten einzustufen. Die Chancen auf Winterwetter sind nicht ganz auszuschließen, wenn sich das Hochdrucksystem noch etwas weiter nach Norden aufstellen würde. Das wird zum aktuellen Stand so aber nicht berechnet. Interessant aber ist der Ansatz, welcher seit ein paar Tagen immer wieder einmal so berechnet wird. Schaut man sich aber den aktiven Teils des Polarwirbels über Grönland und Kanada an, so kann man schon erahnen was passieren wird, falls diese Blockadehoch nicht zustanden kommen wird.

Polarwirbelberechnung Januar

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Wettermodell © www.meteociel.fr

Mildes Winterwetter

Eine andere Variante berechnet das europäische Wettermodell. Zunächst einmal bestätigt sich auch hier, dass der Zeitraum vom 26. bis 28. Januar kurzzeitig wieder nasskalt ausfallen kann. Darüber hinaus aber wird die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik als sehr aktiv berechnet, was das Azorenhoch weiter in Richtung England und Mitteleuropa verlagert. Statt nasskalt Nordwest, wäre eher mit einem milden Wettercharakter vorlieb zu nehmen. Dabei stößt die atlantische Frontalzone weit nach Osten vor, während sich weiter westlich gleich zwei Hochdruckzonen ausbilden können. Erst im Zeitraum nach dem 29. Januar ergeben sich nach diesen Berechnungen weitere Varianten, welche auch deutlich kälter ausfallen könnten. Dazu aber gegen 17:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose Februar 2018 mehr.

Kontrollläufe: Abkühlung, aber nicht winterlich

Die Kontrollläufe bestätigen einen milden Verlauf des Winters vom 21. bis 25. Januar mit anschließender Abkühlung, bei der auch Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer bis in tiefere Lagen wieder möglich wären. Doch bereits zum 28. Januar zeigt sich eine gegenüber dem langjährigen Mittelwert leicht positive Temperaturentwicklung. Wie gesichert ist das? Das Entwicklungsspektrum ist ab dem 28. Januar als hoch zu bewerten. So liegt die Differenz der Höhentemperaturen (rund 1.400 Meter Höhe) bei rund 16 Grad. Zum Vergleich: für eine halbwegs gesicherte Wettervorhersage wäre eine Differenz von 2 bis 4 Grad und für eine Wetterprognose von 2 bis 6 Grad wünschenswert. Und im Wettertrend? Das zeigt das Temperaturspektrum, welches bspw. am 30. Januar zwischen -3 bis +10 Grad bei einem Mittelwert von +4 Grad im nasskalten bis milden Bereich liegt. Hochwinterliche Varianten sind und bleiben bis Ende Januar -zum aktuellen Stand - Fehlanzeige.

Diagramm Temperaturen im Januar 2018 vom 19.01.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Januar 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Ob sich das im Februar - passend zu den Winterferien - ändern kann, klären wir gegen 17:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose Februar 2018. Heute Abend erfolgt gegen 20:00 Uhr an dieser Stelle nochmals ein Update der Winterprognose.

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Update der Wetterprognose Winter von 20:03 Uhr
Das amerikanische und auch europäische Wettermodell bestätigten heute Nachmittag und heute Abend erneut die Milderung vom 21. bis 25. Januar, welche zunächst stärker den Westen, aber bis zur Wochenmitte sich auch über dem Osten beeinflussen kann. Kritisch bleibt der Montag, wenn - passend zum Berufsverkehr - eine Niederschlagsfront bei Temperaturen um den Gefrierpunkt Deutschland überqueren kann. Schneefall, Eisregen, gefr. Regen oder einfach nur Regen sind dann zu den frühen Morgenstunden möglich - voraussichtlich entlang eines breiten Streifens von Bremen bis nach München.

Winter? Doch, ja, da war noch was!
Bis zum 24. Januar können mit einer deutlichen Milderung die Temperaturen nach den jüngsten Berechnungen auf +10 bis +14 Grad ansteigen. Da ist man den vorfrühlingshaften Werten deutlich näher, als den nasskalten oder gar winterlichen Varianten.

Amerikanisches Wettermodell mit interessanten Ansätzen
Diese Milderung ist aber nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells von heute Abend nur von kurzer Dauer. So können am 26. und 27. Januar entlang der östlichen Gradienten eines Hochdrucksystems von den Azoren bis nach Deutschland reichend, kühlere Luftmassen herangeführt werden. Dieses Hochdrucksystem kann sich aber bis Ende Januar und Anfang Februar 2018 nicht so recht positionieren, was im Verbund mit der aktiven Tiefdruckrinne von Neufundland bis nach Skandinavien für einen leicht wechselhaften, aber dennoch für die Jahreszeit zu milden Wettercharakter sorgen. Winterwetter - zunächst einmal - Fehlanzeige. Aber es zeigen sich durchaus auch Varianten, bei der das Hoch weiter nach Westen ausweichen und sich in Richtung Island und Grönland als Blockadehoch aufstellen kann. In der aktuellen Simulation zeigt sich der milde Westdrift aber sehr deutlich bis in den Februar hinein. Der Wirbel selbst erhält sich dabei weitgehend.

Polarwirbelberechnung Januar
Berechnung Polarwirbel im Februar nach dem amerikanischen Wettermodell © www.meteociel.fr


Das europäische Wettermodell berechnet übrigens das Hochdrucksystem im Zeitraum vom 27. bis 29. Januar deutlich weiter östlich und liegt mit seinem Kerngebiet über Frankreich und entlang der Alpen. So können in dieser Konstellation ebenfalls sehr milde Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt werden.

Das amerikanische Wettermodell gehört nach den Kontrollläufen von heute Abend zu den wärmsten Varianten und kann als warmer Ausreißer gewertet werden. Das Spektrum erstreckt sich nach dem 26. Januar zwischen winterlich bis fast schon frühlingshaft mild, wenngleich der Mittelwert mit +3 Grad nur knapp über dem langjährigen Mittelwert liegt. Zusammenfassend: so lange nicht klar ist, wie sich das Hochdrucksystem über Sibirien entwickeln und auch positionieren wird, ist noch mit weiteren Schwankungen der Wettermodelle zu rechnen. Der Wettertrend bleibt aber heute mild.

Die nächste Aktualisierung der Wetterprognose Winter erfolgt an dieser Stelle am 20. Januar gegen 13:00 Uhr.

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