Wetter Winter 2017/2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2017/2018 aktuelle Wetterprognose vom 18.01.2018 - Am Wochenende ein Hauch von Winter, doch wie nachhaltig ist dieser?

Nach dem Sturm beruhigt sich das Wetter am kommenden Januarwochenende wieder, wenngleich mit höhenkalter Luftmassen die Temperaturwerte wieder absinken und somit Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer bis in tiefere Lagen ermöglichen können. Schaut man sich die aktuelle Schneeprognose bis einschließlich den 21. Januar an, so sind bis in tiefere Lagen über Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern 0 bis 8 cm, weiter südlich 0 bis 2 cm und über Baden-Württemberg und Bayern 0 bis 8 cm möglich. Ab den mittleren Lagen werden über dem Süden 2 bis 16 cm und ab den höheren Lagen 20 bis 60 cm an Neuschnee simuliert. Doch bereits ab Sonntag wird es von Westen erneut unbeständiger und zum Montag auch milder - mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage Januar 2018.

Unwinterliche Wetterlage mit Milderung

Für den Zeitraum vom 21. bis 24. Januar nimmt die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik wieder zu und ein Tiefdruckkomplex zwischen Island und England treibt auf seiner Vorderseite sehr milde Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz. Entsprechend keilt hoher Luftdruck aus der Mittelmeerregion nach Norden in Richtung Skandinavien und dem westlichen Russland auf und verhindert, dass die atlantische Frontalzone weiter nach Osten vorankommt. Deutschland steht in diesem Zeitraum sozusagen zwischen den Fronten.

Läuft alles so wie berechnet, können bei einem leicht wechselhaften Wettercharakter bis zum 24. Januar Tageshöchstwerte von +7 bis +12 Grad erreicht werden.

Winteraussichten: Bleibt es mild?

Die Kontrollläufe bestätigen diese Milderung bis zu 25. Januar mehrheitlich, was die Eintreffwahrscheinlichkeit deutlich erhöht. Im darauffolgenden Zeitraum differenzieren sich die Simulationen der Wettermodelle.

So berechnet das europäische Wettermodell (übrigens auch gestern Abend) eine anhaltende Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik. Gleichzeitig liegt über dem westlichen Russland hoher Luftdruck und regt das Azorenhoch dazu an, sich weiter in Richtung Mitteleuropa auszudehnen um eine Hochdruckverbindung mit dem Kontinentalhoch anzudeuten. In Folge daraus bleibt eine milde und damit wenig winterliche Grundströmung erhalten. Die Tageswerte würden sich nach diesen Berechnungen bis Ende Januar im Bereich von +4 bis +8 Grad bewegen können.

Polarwirbelberechnung Januar

Berechnung Polarwirbel nach dem europäischen Wettermodell © www.meteociel.fr

Das amerikanische Wettermodell schlägt indes wieder eine andere Richtung ein. Repräsentierte es in den letzten Tagen stets die wärmsten Varianten, so kippt es seit heute Nacht wieder in die andere Richtung. Auch hier bleibt die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik hoch und auch hier schiebt sich das Azorenhoch in Richtung Mitteleuropa mit einer markanten Ausdehnung in Richtung Skandinavien und dem westlichen Russland. Am Ende des Januars könnte ein Skandinavienhoch entstehen, welches auf der unten stehenden Karte eine von Nord- nach Süd verlaufende Hochdruckachse zeigt.

Polarwirbelberechnung Januar

Berechnung Polarwirbel nach dem amerikanischen Wettermodell © www.meteociel.fr

Wie stehen die Chancen auf Winterwetter?

Es geht weiterhin hin und her. Und auch heute wieder ist die Ursache im Polarwirbel zu finden. Hier deutet sich in den letzten Tagen eine höhere Wahrscheinlichkeit einer sehr instabilen Entwicklung an, welche bis hin zu einem Polarwirbelsplit führen kann. Entscheidend ob sich über Deutschland, Österreich und der Schweiz milde oder winterliche Wetterverhältnisse durchsetzen können, wird sein, wie die Hochdruckeinschübe in Richtung Polregion von statten gehen werden. Man sieht diese komplexen und unterschiedlichen Simulationen der Wettermodelle sehr gut an den oben gezeigten Karten für den 28. Januar. Uns so lange das nicht geklärt ist, ist mit weiteren Schwankungen der Wettermodelle zu rechnen.

Kontrollläufe: mäßig mildes Winterwetter

Schaut man auf die Kontrollläufe, so berechnet das amerikanische Wettermodell die kältesten Varianten und gilt somit als kalter Ausreißer. Die Wahrheit liegt aber zum heutigen Stand in der Mitte. So liegt das Temperaturspektrum bspw. am 30. Januar zwischen +2 bis +10 Grad bei einem Mittelwert von +6 bis +7 Grad. Das ist gegenüber gestern ein Sprung in die milde Richtung und ein Signal für den Wettertrend der Tage bis Ende Januar. Deutlicher zeigt sich das im nachfolgenden Diagramm.

Diagramm Temperaturen im Januar 2018 vom 18.01.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Januar 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Man wird sehen, ob das noch einmal in die andere Richtung springen kann. Mehr dazu in unserem Update der Wetterprognose Winter heute Abend gegen 20:00 Uhr an dieser Stelle.

Update der Wetterprognose Winter von 20:03 Uhr
Ein hochwinterliche Wetterphase ist bis zum 25. Januar mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit vom Tisch. Zwar gibt es am Freitag und Samstag hin und wieder etwas Niederschlag, welcher auch bis in tiefere Lagen als Schnee fallen kann, aber bei Temperaturen von +0 bis +5 Grad ist das in tieferen Lagen eher eine nasskalte Angelegenheit. Winterlich wird es wohl erst oberhalb von 400 bis 600 Meter werden können. Doch damit nicht genug, bereits zum Sonntag nähert sich von Westen mildere Luft, welche sich bis Montagabend auch nach Osten ausdehnen und auch dort die Tageswerte ansteigen lassen kann. Der Vorläufige Höhepunkt der Milderung wäre dann zum 24./25. Januar mit Tageswerten von +7 bis +12 Grad auszumachen.

Hoffnungsschimmer für den Winter
Ob es der Winter im letzten Januar-Drittel noch einmal schafft, sich bis nach Deutschland, Österreich und die Schweiz vor zu wagen, muss noch abgewartet werden. Warum? Die Modellläufe sind in sich noch nicht konsistent genug um mit Sicherheit sagen zu können, dass das bis Ende Januar mit dem Winter nichts mehr werden wird - es bleibt also beim Wettertrend.

Amerikanisches Wettermodell mit interessanten Ansätzen
Die Mildphase endet zum 26. Januar und nachfolgend können aus nordwestlichen Richtungen wieder etwas kühlere Luftmassen nach Deutschland einfließen. Interessant sind aber die Berechnungen der Hochdrucksysteme über den Azoren und dem Kontinentalhoch über dem westlichen Russland. Gelingt der "Brückenschlag", so kann es im gradientenschwachen Umfeld kühler (nicht kalt) werden. Interessant ist das deshalb, da mit dem Kontinentalhoch sich die Kaltluftmassen näher an Mitteleuropa heranwagen können, was grundsätzlich ein größeres Entwicklungsspektrum zulässt. Der "Knackpunkt" der Entwicklung liegt aber in der Positionierung des kräftigen sibirischen Hochdrucksystems.

Polarwirbelberechnung Januar
Berechnung instabiler Polarwirbel im Januar nach dem amerikanischen Wettermodell © www.meteociel.fr


Das europäische Wettermodell verfolgt heute Abend einen zum 27./28. Januar ähnlichen Ansatz, ein Hochdrucksystem in Richtung Skandinavien ausdehnen zu lassen. Schafft es den Sprung nach Norden, so könnten an den südlichen Gradienten kühlere, aber auch trockene Luftmassen nach Deutschland geführt werden. Simuliert werden bspw. für den 27. Januar Werte von knapp über 0 Grad. Zum Vergleich: heute Morgen erstreckte sich die Spanne am 27. Januar noch zwischen +4 bis +8 Grad.

Polarwirbelberechnung Januar
Berechnung instabiler Polarwirbel im Januar nach dem europäischen Wettermodell © www.meteociel.fr


In beiden Berechnungen aber macht der Polarwirbel keine gute Figur und neigt jeweils zu kräftigen Wellenbewegungen. Zum aktuellen Stand sind das aber lediglich interessante Ansätze und müssen sich in den kommenden Tagen erst noch entwickeln. Der Wettertrend ist erst einmal milder werdend.

Die nächste Aktualisierung der Wetterprognose Winter erfolgt an dieser Stelle am 19. Januar gegen 13:00 Uhr.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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