Der heutige Samstag und auch der morgige Sonntag verläuft noch ruhig und zudem kann die Sonne nach teils zäher Nebel- und Hochnebelauflösung mehr und mehr Anteile für sich gewinnen. Niederschläge sind so gut wie keine zu erwarten und bei einem frischen - teils unangenehmen - Ostwind steigen die Temperaturen auf -2 bis +3 Grad über dem Nordosten und +3 bis +7 Grad über dem Südwesten an.

Wetterwechsel mit erheblichem Unwetterpotential

Der Start in die neue Woche beginnt meist noch ruhig und verbreitet auch sonnig, doch schon zu den frühen Morgenstunden erreichen die ersten Wolkenfelder eines Tiefdrucksystems den Nordwesten und zum Nachmittag setzt kräftiger Niederschlag ein, welcher sich bis zum Abend auf die östlichen Landesteile ausweiten kann. So verlaufen die Tage bis zur Wochenmitte wechselhaft und windig, teils auch mit stürmischen Windböen über exponierten Lagen und entlang der Küstenregionen.

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Am Donnerstag aber berechnen die Wettermodelle eine kleinräumige Randtiefentwicklung, welche zum aktuellen Stand ein erhebliches Unwetterpotential in Form von orkanartigen Winden, bis hin zu Orkan mit sich führt. Wie diese Entwicklung im Detail ablaufen wird, bleibt noch abzuwarten, da aber beide Wettermodelle dieses Schnellläufersystem so berechnen, ist die Eintreffwahrscheinlichkeit zum aktuellen Stand als hoch einzustufen. Die aktuell simulierten Spitzenwindgeschwindigkeiten werden in tieferen Lagen zwischen 50 bis 90 km/h und über exponierten Lagen zwischen 80 und 130 km/h berechnet - Veränderungen sind noch möglich.

Bringt der Wetterwechsel den Winter?

Eine aktiv-dynamische Wetterentwicklung steht bevor und nicht nur Wind wird die Wetterwoche begleiten, sondern auch reichlich Niederschlag. Der Grund für die Schnellläufersysteme sind aber Temperaturgegensätze auf engstem Raum, was über Deutschland zu einem Auf und Ab der Temperaturen führen kann. So sind am Dienstag Schneeschauer bis auf mittlere Lagen, am Mittwoch bis in tiefere Lagen und am Donnerstag wieder bis in höhere Lagen ansteigend möglich. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage für das Wetter Januar 2018.

Ist das Randtief aber durch, so dreht die Grundströmung auf nordwestliche Richtungen und lässt die Temperaturen zum 19. Januar in Richtung der 0 Grad Grenze absinken, so dass Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer bis in tiefere Lagen und die Ausbildung einer Schneedecke ab den mittleren Lagen (300 bis 500 Meter) möglich ist.

Beide Wettermodelle springen auf Winterwetter

Im Zeitraum vom 20. bis 23. Januar berechnen beide Wettermodelle eine winterlich Wetterphase. Das Tiefdruckzentrum verlagert sich weiter nach Osten und nachfolgend dreht die Grundströmung auf nördliche Richtungen, was kalte Luftmassen arktischen Ursprungs nach Deutschland, Österreich und die Schweiz führen kann. Das amerikanische Wettermodell berechnet die Aufrechterhaltung der winterlichen Großwetterlage bis zum 26. Januar, wobei eine möglich weitere Randtiefentwicklung zum 24. Januar nochmals Unwetterpotential und eine kurzzeitige Milderung mit sich führen kann. Ob das aber so eintreffen mag, bleibt abzuwarten.

Wintereinbruch sehr wahrscheinlich

Die Kontrollläufe stützen den Wetterwechsel mehrheitlich. Gleichzeitig aber zeigt sich zum 18. Januar ein kurzer Temperatursprung nach oben, wenngleich die Berechnungen des amerikanischen Wettermodells zu den wärmsten Varianten zählen. Das bestätigt - und unterstreicht - noch einmal das Unwetterpotential am kommenden Donnerstag. Im Zeitraum vom 19. bis 23. Januar deutet vieles auf eine winterliche Periode hin, bei der auch die Ausbildung einer Schneedecke bis in tieferen Lagen möglich ist. Ab dem 24. Januar zeigt sich eine positive Temperaturentwicklung, wenngleich der Hauptlauf des amerikanischen Wettermodells etwas anders berechnet - er gehört somit zu den kalten Ausreißern.

Diagramm Temperaturen im Januar 2018 vom 13.01.2018

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Januar 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Schneeprognose (Stand 13.01.2018): Schnee bis in tiefere Lagen möglich

Schneeprognose bis 23. Januar
Unter­teilung 0 - 400 m 400 - 800 m > 800 m
Norden 0 bis 8 cm 0 bis 9 cm 2 bis 20 cm
Westen 0 bis 2 cm 0 bis 7 cm 5 bis 30 cm
Osten 0 bis 4 cm 2 bis 10 cm 4 bis 20 cm
Süden 0 bis 7 cm 2 bis 20 cm 20 bis 100 cm

Schneefallgrenze selbst berechnen.

Zusammenfassend:

  • Eine turbulente Wetterentwicklung steht bevor
  • Stürmisch im Zeitraum 15. bis 17. Januar
  • Unwetterartige Starkwindereignisse am 18. Januar
  • Schneefall am Mittwoch
  • Am Donnerstag kurzzeitig milder
  • Im Zeitraum vom 19. bis 23. Januar winterlich teils bis in tiefere Lagen

Wie sich das Wetter darüber hinaus entwickeln kann, kläre wir gegen 17:00 Uhr in einem ersten Wettertrend für das Wetter Februar 2018 und gegen 20:30 Uhr erfolgt an dieser Stelle ein kurzes Update der Wetterprognose Winter.

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Update der Wetterprognose Winter von 20:31 Uhr
Es hat sich tagsüber in den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells nichts verändert. So bleibt ein besonderes Augenmerk auf den 18. Januar zu legen. Eine Randtiefentwicklung könnte am Donnerstag zu schweren Sturm bis hin zu orkanartigen Windböen führen. Die Höchstwindgeschwindigkeiten werden in tieferen Lagen zwischen 40 bis 80 km/h und über exponierten und mittleren Lagen zwischen 80 bis 120 km/h berechnet. Die kommende Wetterentwicklung hat also Unwetterpotential.

Der Sturm ist der Türöffner für den Winter
Wie so oft bei Wetter bringt der Sturm eine Veränderung beim Wetter. Das war Anfang Dezember so und ist wohl auch dieses Mal so. So verlagert sich das Tiefdruckzentrum weiter über das östliche Europa und Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen ab dem 19. Januar auf die kühle Rückseite. So ist bei einem nasskalten Wettercharakter mit Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer bis in tiefere Lagen zu rechnen und oberhalb ab etwa 200 bis 400 Meter ist auch die Ausbildung einer Schneedecke möglich. Im weiteren Verlauf verschärft sich die Zufuhr kalter Luftmassen, so dass nach diesen Berechnungen ab dem 21. Januar in ganz Deutschland Dauerfrost mit Schneefall bis in tiefere Lagen einstellen kann.

Im Zeitraum vom 21. bis 29. Januar berechnet das amerikanische Wettermodell heute Abend den Verbleib des Winters mit einer kurzen Unterbrechung am 24. / 25. Januar in Form einer möglichen Grenzwetterlage. Insgesamt aber eine sehr winterliche Berechnung.

Das europäische Wettermodell zieht bis zum 22. Januarmit und nachfolgend formiert sich zwischen Island und England ein kräftiges Tiefdrucksystem, was die Grundströmung auf südwestliche Richtungen drehen lassen könnte. Anders formuliert ist eine winterliche Wetterentwicklung nach dem 23. Januar keineswegs gesichert, was die Kontrollläufe mit einem breiten Entwicklungsspielraum so auch bestätigen. Der Mittelwert pendelt sich aber um den Jahreszeit-typischen Wert ein, was Temperaturen von -1 bis +2 Grad zur Folge haben könnte.

Randfaktoren sprechen für winterliche Wetterverhältnisse
Schaut man sich die Berechnung des Polarwirbels vom amerikanischen Wettermodell heute Abend an, so erkennt man ein Hochdrucksystem über dem skandinavischen Raum. Sollte das so eintreten, so hätte der Winter das Potential, sich mit einer Ostwetterlage bis in den Februar hinein zu verlängern.

Polarwirbelberechnung Januar
Berechnung instabiler Polarwirbel im Januar nach dem amerikanischen Wettermodell © www.meteociel.fr


Zusammenfassend:
Es "riecht" zum letzten Januar-Drittel hin stark nach Winter - wie lange er anhalten wird, steht aber noch nicht fest.

Die nächste Aktualisierung der Wetterprognose Winter erfolgt an dieser Stelle am 14. Januar gegen 13:00 Uhr.

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