Wetter Winter 2017/2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2017/2018 aktuelle Wetterprognose vom 28.12.2017 - Ansätze zur Veränderung der Großwetterlage?

Über den mittleren Lagen hat sich heute in einigen Regionen eine Schneedecke bis auf 400 Meter herab ausbilden können. Doch der Schnee fängt unterhalb etwa 600 Meter bereits wieder an zu tauen und so richtig Winterwetter ist das nicht - eher nasskalt. Daran wird sich auch morgen nichts verändern, bevor es kurz vor Silvester nochmals richtig windig werden kann, wobei stürmische Windböen in der Silvesternacht nicht immer nicht auszuschließen sind. Zudem ist eine rege Niederschlagsneigung zu erwarten, welche so manche Silvesterparty im Freien ins Wasser fallen lassen könnte. Dafür wird es aber wärmer und die Temperaturen könnten tagsüber mit +10 bis +14 Grad am 31. Dezember dem Frühling näher als dem Winter sein (in der Silvesternacht +4 bis +8 Grad).

Turbulenter Start in den Januar 2018

Da Deutschland, Österreich und die Schweiz am südlichen Gradienten der atlantischen Tiefdruckrinne liegt, wird sich auch im neuen Jahr zunächst einmal an dem aktiv-dynamischen Wetter nichts verändern können. Starkwindereignisse sind im Januar 2018 auch möglich und werden im Schwerpunkt für den 1./2. Januar und 4./5. Januar berechnet. Bei Temperaturen von +4 bis +8 Grad ist vorerst nicht mit dem Winter zu rechnen.

Die Chancen auf Winterwetter

Die Wettermodelle berechneten in den letzten Stunden immer wieder Ansätze, welche im Zeitraum ab dem 5. Januar eine Veränderung der Großwetterlage zulassen könnten. So ganz vom Tisch ist der Hochwinter also noch nicht.

Das amerikanische Wettermodell berechnete heute Nacht erneut die Ausbildung von hohem Luftdruck über dem skandinavischen Raum, welcher im Verbund mit tiefem Luftdruck über dem östlichen Skandinavien und dem westlichen Russland kalte Luftmassen arktischen Ursprungs nach Süden führen könnte. Diese Variante wurde vom europäischen Wettermodell heute Morgen im Detail zwar anders berechnet, doch auch hier zeigt sich über dem europäischen Nordmeer und Skandinavien die Ausbildung von hohem Luftdruck. Warum wäre das so wichtig für das Winterwetter? Wird die atlantische Frontalzone blockiert, so meridionalisiert das Zirkulationsmuster und es kommt entlang der Polarfront zu Wellenbewegungen. Das alleine hat nicht zwingend winterliche Wetterverhältnisse zur Folge, macht diese aber Wahrscheinlicher, als das bei einer strammen Westwetterlage der Fall wäre.

Polarwirbelberechnung Januar

Berechnung des Polarwirbels nach dem europäischen Wettermodell im Januar © www.meteociel.fr

Da der mögliche Wechsel der Großwetterlage erst im Ansatz zu erkennen ist, wird es in den kommenden Stunden bei den Wettermodellen noch zu einem regen hin und her der Varianten kommen. So bspw. das amerikanische Wettermodell von heute Morgen, welches erneut eine stramme Westwetterlage bis in das zweite Januar-Drittel hinein berechnete. Heute Nachmittag aber sieht das schon wieder anders aus und das Blockadehoch ist in den Berechnungen wieder enthalten, dieses Mal aber deutlich östlicher - über dem westlichen Russland.

Polarwirbelberechnung Januar

Berechnung des Polarwirbels nach dem amerikanischen Wettermodell im Januar © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: verhalten, aber kälter

Die Zeiten der ganz hohen Temperaturen jenseits der +10 Grad Marke scheint mit dem 31. Dezember erst einmal vorbei zu sein. Die Kontrollläufe stützen ein Temperaturspektrum im ersten Januar-Drittel, welcher mit seinem Mittelwert fast exakt dem vieljährigen Mittelwert entspricht. Welche Temperaturen wären möglich? Das Temperaturspektrum liegt am 8. Januar zwischen -3 bis +10 Grad bei einem Mittelwert von +1 bis +2 Grad. Anders formuliert ist nasskaltes Wetter in tieferen und teils winterliche Wetterverhältnisse ab den mittleren Lagen wahrscheinlich. Tauwetter bis in höhere Lagen erscheint nach dieser Berechnung wenig wahrscheinlich.

Diagramm Temperaturen im Januar 2018 vom 28.12.2017

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Januar 2018 von zu kalt, normal, zu warm.

Wetterprognose Winter 2018: Ein Blick auf die Langfristmodelle

Zeit, mal wieder einen Blick auf die unterschiedlichen Berechnungen der Langfristmodelle zu wagen.

  • Das CFSv2 Modell bleibt seit Monaten unverändert und berechnet eine Abweichung der Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +2 bis +3 Grad im deutlich zu warmen Bereich. Mancherorts wird der Januar 2018 im Trend auch um bis zu +4 Grad zu warm berechnet.
  • Das Langfristmodell des DWD berechnet den verbleibenden Winter mit einer Abweichung+0,2 bis +1 Grad nur etwas zu warm
  • Die NASA berechnet die verbleibende Wintersaison mit einer Abweichung von +1 bis +2 Grad zu warm
  • Das IRI-Modell berechnet eine höher Wahrscheinlichkeit von normalen Temperaturen, welche im Trend etwas zu warm ausfallen.
  • Das METOffice simuliert mit einer Wahrscheinlichkeit von 40 bis 80 Prozent einen zu warmen Winter

Da hat sich in den vergangenen Wochen nur wenig verändert und der Wettertrend für den Winter 2018 bleibt in Summe - zum heutigen Stand - zu warm. Wie die Berechnungen der Wettermodelle von heute Abend ausfallen, klären wir an dieser Stelle in einem kurzen Update der Winterprognose gegen 20:00 Uhr.

Update der Wetterprognose Winter von 20:00 Uhr
Die Starkwindereignisse an Silvester wurden vom amerikanischen Wettermodell heute Abend schwächer berechnet, stürmische Windböen sind aber über höheren und mittleren Lagen weiterhin nicht auszuschließen. Ergiebiger Regen entlang eines breiten Streifens von Saarbrücken bis Berlin bleibt ein Thema.

Windig und ungemütlich ins neue Jahr
Wenig Veränderungen auch in den ersten Januartagen. Windig, wechselhaft und unbeständig und mit Temperaturen von +3 bis +8 Grad ist es für die Jahreszeit etwas zu warm. Darin stimmen sowohl die Simulationen der Wettermodelle, als auch die Kontrollläufe überein.

Winterliche Wetterentwicklungen nicht ausgeschlossen
Eine richtig nachhaltige Winterwetterlage berechnen beide Wettermodelle für das erste Januar-Drittel nicht. Aber es gibt weiterhin Ansätze, welche das Strömungsmuster im Verlauf der ersten Januardekade verändern können. Immer wieder zeigen sich sog. Downstream Developments mit nachfolgenden meridionalen Strömungsmustern, wie es bspw. heute der Fall ist (nasskalt in tieferen Lagen, Schneefall ab den mittleren Lagen). Im Grunde deutet vieles auf eine nasskalte Nordwestwetterlage hin. Nichtsdestotrotz werden die Simulationen für Freunde des Winterwetters wieder interessanter.

Polarwirbelberechnung Januar
Berechnung des Polarwirbels nach dem amerikanischen Wettermodell im Januar © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: breites Entwicklungsspektrum
Von Winter bis hin zu milden Temperaturen ist das Spektrum der Kontrollläufe breit gestreut. Im Mittel kommt dabei ein nasskalter Wettercharakter zustande. Interessant ist jedoch, dass von Simulation zu Simulation die Anzahl der kälteren - teils winterlichen - Varianten zunimmt.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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