Wetter Winter 2017/2018 aktuelle Wetterprognose vom 14.12.2017 - Für Weihnachten 2017 ist noch alles möglich - wie stehen die Chancen?

| M. Hoffmann

Heute Vormittag bestätigte das amerikanische Wettermodell seine Berechnungen von tiefwinterlich weiße Weihnachten 2017, nachdem es heute Nacht kurzzeitig einmal umgesprungen ist. Sind damit winterliche Weihnachtsfesttage gesichert? Nein, keineswegs. Denn wie in der aktuellen Wetterprognose für das Wetter Weihnachten schon beschrieben, ist und bleibt das amerikanische Wettermodell ein Außenseiter. Andere Wettermodelle und auch die Kontrollläufe sehen die Wetterentwicklung hinsichtlich Schnee, Eis Frost und Kälte an Weihnachten weniger dramatisch.

Amerikanisches Wettermodell berechnet weiterhin tiefwinterlich weiße Weihnachten

Als langjähriger Beobachter der Wettermodelle kristallisieren sich zwei Typen mit unterschiedlicher Qualität heraus. Da ist das europäische Wettermodell häufig stabil in seinen Berechnungen und lässt sich nicht so schnell von Veränderungen beeindrucken. Grundsolide, liegt aber aufgrund dessen auch manchmal richtig daneben. Das amerikanische Wettermodell fällt hingegen häufiger mal als sprunghaftes Wettermodell auf. Mal extrem kalt, mal deutlich zu mild. Aber Wetterexperten kennen und fürchten das gleichermaßen, denn nicht selten liegt das amerikanische Wettermodell auch richtig. Manchmal fällt es auch schwer zu differenzieren - ist das jetzt ein Trend, oder doch nur wieder eine Modellspinnerei? Häufiger zieht das amerikanische Wettermodell lange Zeit seine Masche durch, kippt dann aber gnadenlos um. Das muss man wissen, um als Winterfreund später nicht enttäuscht zu werden.

Jedenfalls bestätigt das amerikanische Wettermodell heute Nachmittag zum vierten Mal in den letzten 24 Stunden eine hochwinterliche Wetterphase rund um die Weihnachtsfeiertage mit allem Drum und Dran: Wind, Sturm, Dauerfrost und kräftige Schneefälle. Da steckt schon etwas mehr als nur eine Modellspinnerei dahinter.

Vor ein paar Tagen haben wir einmal berichtet, dass zwei Wetterlagen um Weihnachten möglich sind: hoher Luftdruck Skandinavien und die Westwetterlage. Und genau darin liegen auch die Unterschiede der Wettermodelle. Das amerikanische Wettermodell tendiert zum eisigen Skandinavienhoch und das europäische Wettermodell lässt die atlantische Frontalzone an Weihnachten durchrauschen.

Man darf gespannt sein, wer als erster umkippt

Müssten wir einen Tipp abgeben, so würden wir auf das europäische Wettermodell setzen. Warum? Das amerikanische Wettermodell zeigte in den letzten Jahren immer wieder, dass es so sein Schwierigkeiten mit den nicht alltäglichen Wetterlagen hat, während das europäische Wettermodell hier mehr Beständigkeit aufwies. Das macht das europäische Wettermodell aber noch lange nicht zum besseren Modell, doch wenn es komplex wird, war - aus unserer subjektiver Sicht - hier mehr Verlass.

Kontrollläufe: verhalten, was den Winter angeht

Für den Zeitraum vom 18. bis 22. Dezember berechnen die Kontrollläufe mehrheitlich das Weihnachtstauwetter mit vorläufigen Höhepunkt am 20. Dezember, wo die Temperaturen Werte zwischen -1 bis +10 Grad bei einem Mittelwert von +4 bis +6 Grad erreichen können. Darüber hinaus deutet vieles auf eine nasskalte Wetterentwicklung über Weihnachten 2017 hin. So liegt der Temperaturdurchschnitt über dem Süden und Osten zwischen +1 bis +2 Grad und über dem Westen und Norden zwischen +3 bis +4 Grad. Das entspricht im Übrigen exakt dem vieljährigen Mittelwert - ganz normales Weihnachtswetter also? Ganz nebenbei - das amerikanische Wettermodell ist weiterhin ein sehr kalter Ausreißer und liegt mit seiner Temperatureinschätzung knapp 10 Grad unter dem Temperaturdurchschnitt der Kontrollläufe.

Wie viel Schnee ist an Weihnachten zu erwarten?

Aber nur einmal angenommen, dass amerikanische Wettermodell würde sich als Trendsetter erweisen - was wäre dann für Schneemengen zu erwarten?

Schneeprognose: Schnee vor Weihnachten zunehmend Mangelware

Schneeprognose bis 25. Dezember
Unter­teilung 0 - 400 m 400 - 800 m > 800 m
Norden 0 bis 1 cm 0 bis 2 cm 0 bis 3 cm
Westen 0 bis 2 cm 0 bis 7 cm 3 bis 15 cm
Osten 0 bis 5 cm 2 bis 9 cm 4 bis 18 cm
Süden 0 bis 7 cm 2 bis 15 cm 20 bis 90 cm

Die Schneeprognose ist vorbehaltlich der angemahnten Skepsis. Denn ein nasskaltes Wetterszenario mit einer grünen statt einer Weißen Weihnacht wäre zum aktuellen Stand wahrscheinlicher. Was sich im Tagesverlauf alles ereignet hat, wie die Berechnungen des Polarwirbels sind und wie das Silvesterwetter ausfallen könnte, klären wir heute Abend gegen 20:00 Uhr in einem kurzen Update der Wetterprognose Silvester 2017.

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Das Wetter-Jahr 2023 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2023 +3,6 +4,1 +2,7 69,2 l/m² - etwas zu nass
Februar 2023 +3,2 +2,8 +1,7 94 l/m² - etwas zu trocken
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2022 +18,3 +2,96 +1,96 58 l/m² - extrem trocken
Juli 2022 +19,1 +2,2 +0,8 37,1 l/m² - extrem trocken
August 2022 +20,22 +3,7 +2,3 48,5 l/m² - extrem trocken
September 2022 +13,4 +0,1 -0,4 98,9 l/m² - zu nass
Oktober 2022 +12,53 +3,53 +3,13 49,5 l/m² - zu trocken
November 2022 +6,4 +2,4 +1,6 49,6 l/m² - zu trocken
Dezember 2022 +1,8 +0,98 -0,02 64,8 l/m² - etwas zu trocken
Gesamtjahr 2023 +3,4 +3,5 +2,2 163,2 l/m² - leicht zu nass

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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