Wetter Winter 2017/2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2017/2018 aktuelle Wetterprognose vom 12.12.2017 - Sorgt ein Hoch über dem westlichen Kanada für einen Mildwinter über Europa?

Die Frage nach weißen Weihnachten 2017 ist noch nicht geklärt. Zwar gibt es einen Trend hin zu einem Weihnachtstauwetter kurz vor des Festtagen, aber im Detail gibt es noch viele Fragezeichen, wie sich das Wetter bis dahin entwickeln kann.

Ob Weihnachten weiß wird, hängt von mehreren Faktoren ab

Wir wollen an dieser Stelle nicht zu Tief einsteigen, wer genaueres wissen möchte, kann dies gerne in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Weihnachten 2017 nachlesen, wie der aktuelle Stand der Dinge ist. Was aus Sicht des Winters viel interessanter ist - wie entwickelt sich die Großwetterlage? Kommt es zum Durchbruch der atlantischen Frontalzone und beendet damit die zu meridionalen Großwetterlagen neigende Zirkulationsstruktur, oder ist das wieder nur ein kurzes Aufflammen einer scheinbaren nachhaltigen Milderung, welche letzten Endes nicht eintritt?

War die Erhaltungsneigung nun schon seit Ende November dominierend - und wird es wohl auch noch im zweiten Dezemberdrittel bleiben - so rückt langsam der Zeitpunkt eines Ausgleichsverhaltens näher.

Polarwirbel: Hitzehoch über dem westlichen Kanada und Alaska kann den Mildwinter über Europa bringen

In den letzten Tagen haben wir immer wieder auf die Kaltluftansammlung über Kanada und Grönland aufmerksam gemacht, welche sich langsam bis in Richtung Neufundland erstreckt. In Folge daraus kann die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik an Fahrt gewinnen und mit aller Macht in Richtung Mitteleuropa streben. Soweit nichts außergewöhnliches. Das Weihnachtstauwetter würde auch in 2017 eintreten können, wobei es im Detail noch sehr auf die Hochdruckposition über Mitteleuropa ankommen mag.

Viel interessanter aber ist die Struktur des Polarwirbel selbst. Gewinnt er an Stabilität, oder sind das nur kurze Phasen und bleibt im Wesentlichen Instabil? Das amerikanische Wettermodell berechnet rund um die Weihnachtszeit herum ein kräftiges Hochdrucksystem über Alaska, was stützend für eine nachhaltige Milderung über Mitteleuropa sein könnte. Warum? Hochdrucksysteme drehen sich im und Tiefdrucksysteme gegen den Uhrzeigersinn. Somit entsteht im Polarwirbel ein Strömungsmuster, welches die Kaltluftkonzentration über Kanada und Grönland noch erhöht.

Polarwirbelberechnung in der Vorweihnachtszeit

Berechnung des Polarwirbels nach dem amerikanischen Wettermodell über Weihnachten 2017 © www.meteociel.fr

Nun gäbe es aber noch eine weitere Variante, bei der sich das Hochdrucksystem - quer durch den Polarwirbel - mit dem sibirischen Hochdrucksystem verbinden könnte. Das wäre aber für den Winter über Deutschland, Österreich und der Schweiz auch nicht Zielführend, da die atlantischen Tiefdrucksysteme gegen das Hoch über dem östlichen Europa, bzw. westlichen Russland auflaufen. Das hätte dann eher den Effekt, wie man ihn von den letzten Wintern her kennt.

Winteraussichten 2017/18: nachhaltige Milderung möglich

Man sollte die Berechnungen aktuell noch mit einer gesunden Skepsis betrachten, denn in diesem Winter verläuft das Wetter grundsätzlich anders und Trogwetterlagen haben in dieser Wintersaison immer wieder gezeigt, dass sie sich durchsetzen können. Aber es spricht auch einiges für die Milderung, wobei der Polarwirbels selbst ein gehöriges Wörtchen mitzureden hat. Entscheidend wird es die Hochdruckpositionen sein.

Zusammenfassend:

Eine nachhaltige Milderung kann vor Weihnachten in Betracht gezogen werden, was auch von den Kontrollläufen heute Nachmittag gestützt wird. Kurz vor Weihnachten und im Zeitraum von Weihnachten bis Silvester 2017 zeigt sich wieder ein kühlerer Temperaturtrend. Wie unsicher die aktuelle Entwicklung ist, zeigt sich anhand der Höhentemperaturen in ca. 1.400 Meter Höhe, welche schon in der Vorweihnachtszeit eine Differenz von bis zu 16 Grad aufweisen. Zum Vergleich: für eine halbwegs brauchbare Wettervorhersage wäre eine Differenz von 2 bis 4 Grad für eine Wetterprognose von 2 bis 6 Grad wünschenswert.

Winterprognose Langfristmodell: Mild bis warm

Es sollte nicht verwundern, aber das Langfristmodell bleibt seiner Wetterprognose für den Winter 2017/18 weitgehend treu. Zwar wurde der Dezember 2017 vor ein paar Tagen mit einer Abweichung von -0,5 bis +1 Grad etwas nach unten korrigiert, doch die nachfolgenden Wintermonate Januar und Februar 2018 werden mit +1 bis +3 Grad teils sehr deutlich zu warm berechnet. Schaut man auf die durchschnittliche Temperatur, so ergibt sich nach dem Langfristmodell für den Winter 2017/18 eine Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +1,1 Grad.

Zum Vergleich: die Abweichung der zurückliegenden Winter

  • Winter 16/17: +0,7 Grad
  • Winter 15/16: +3,4 Grad
  • Winter 14/15: +1,6 Grad
  • Winter 13/14: +3,1 Grad

Die nächste Aktualisierung erfolgt heute Abend gegen 20:15 Uhr in einem Update der Wetterprognose für das Wetter Weihnachten 2017.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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