Wetter Winter 2017/2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2017/2018 aktuelle Wetterprognose vom 10.12.2017 - Der Milderung folgt eine nasskalte, teils winterliche Vorweihnachtszeit

Im Verlauf der kommenden Dezemberwoche wird vom Wetter allerhand geboten. Mit Wind und zeitweilig stürmischen Windböen, reichlich Niederschlag bei Temperaturen von +1 bis +5 Grad wird es aus Wettersicht nicht langweilig werden. Ab der zweiten Wochenhälfte pendelt sich die Schneefallgrenze auf 500 bis 800 Meter ein und kann ab den mittleren Lagen wieder für winterliche Wetterverhältnisse sorgen. Problematisch bleibt die Wettervorhersage für den Norden und Nordosten. Je nachdem, wie die Tiefdrucksysteme Deutschland überqueren, sind dort am heutigen Sonntag und Montag teils kräftige Schneefälle ab den mittleren Lagen nicht auszuschließen. Letztlich wird es auf ein sog. Nowcasting hinauslaufen.

Kein Winterwetter, kein mildes Wetter: nasskaltes Dezemberwetter

Andere würden es Misch-Masch-Wetter nennen, was für den Dezember aber völlig normal ist. Der Winter befindet sich in einer Übergangsphase, doch die Frage ist nur - wohin?

Winterliche Wetterverhältnisse zum 3. Advent

Nach den aktuellen Berechnungen des amerikanischen und auch europäischen Wettermodells erneuert sich der Trog über Mitteleuropa zum 15. Dezember. Gleichzeitig entsteht über dem Mittelmeerraum und der Adria ein schwachgradientiges Tiefdrucksystem an der richtigen Stelle, um die kühleren Luftmassen bis über die Schweiz und Österreich weiter nach Süden zu führen. Da sollte die Temperaturen über Süddeutschland auf -2 bis +2 Grad und über dem Norden auf +1 bis +4 Grad zurück gehen lassen. Schneefall wäre dann wieder bis auf tiefe Lagen herab und die Ausbildung einer Schneedecke ab 400 Meter möglich.

Winterliche Vorweihnachtszeit?

Wie lange hält sich der Trog dieses Mal? Dazu gibt es zwei unterschiedliche Interpretationen der Wettermodelle, welche sich aber in ihrer Entwicklung recht ähnlich sind.

Das amerikanische Wettermodell berechnet im Zeitraum vom 16. bis 19. Dezember die Ausdehnung des Azorenhochs bis nach England mit dem Ansatz dort für die Errichtung eines autarken Hochdrucksystems zur sorgen. Deutschland würde demnach bis zum 19. Dezember im Einflussbereich der winterlichen Kaltluft liegen können. Anders formuliert: winterlich weiße Vorweihnachtszeit mit der Option auf eine Schneedecke ab ca. 200 bis 400 Meter.

Das europäische Wettermodell berechnet die Ausdehnung des Hochdruckkeils südlicher. Zudem ist die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik zwischen Neufundland und Island um einiges höher als wie nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells. Diese Wetterlage wäre prädestiniert für ein Auflaufen der atlantischen Frontalzone auf das Hochdrucksystem, was über Deutschland, Österreich und der Schweiz im Vorweihnachtszeitraum vom 15. bis 18. Dezember teils für winterliche Wetterverhältnisse sorgen kann, doch steht die Milderung schon in den Startlöchern.

Kontrollläufe: für die Jahreszeit etwas zu kalt

In Etappen gehen die Temperaturen bis zum 19. Dezember zurück und haben am 11. und 14. Dezember ausgeprägte Mildspitzen. Im Zeitraum vom 15. bis 19. Dezember liegt der Mittelwert des Temperaturspektrum etwa um 2 bis 4 Grad unter dem, was für die Jahreszeit typisch wäre. Das könnte über dem Süden und Osten zu Tageswerten zwischen -2 bis +2 Grad und über dem Westen von +0 bis +3 Grad führen. Zusammenfassend: nasskalt mit winterlichen Optionen ab den mittleren Lagen (300 bis 600 Meter).

Diagramm Temperaturen im Dezember 2017 vom 10.12.2017

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe im Dezember 2017 von zu kalt, normal, zu warm.

Wie sich das Weihnachtswetter entwickeln kann und wie die Chancen auf weiße Weihnachten stehen, klären wir mit einer neuen Schneeprognose gegen 17:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter Weihnachten 2017. Gegen 20:00 Uhr erfolgt heute Abend an dieser Stelle ein kurzes Update der Winterprognose.

Update der Wetterprognose Winter 2017/18 von 20:02 Uhr
Die Milderung greift aktuell ganz schön durch. So sind die Temperaturen über dem Süden in 500 Meter Höhe aktuell auf bis +4 Grad angestiegen. Nach einer Neuschneedecke von 5 bis 10 cm ist daraus ein ganz schöner Matsch geworden. Bis morgen früh sollte es über dem Süden unterhalb etwa 500 Meter schneefrei sein.

Der Winter ist nicht weit entfernt
Bestätigt wurde heute Nachmittag und auch heute Abend eine windige und abwechslungsreiche Dezemberwoche, bei der die Temperaturen langsam wieder zurückgehen. Die Schneefallgrenze schwankt über dem Norden zwischen 300 und 700 Meter und über dem Süden zwischen 500 bis 1.000 Meter. Insgesamt ein nasskalter Wetterverlauf - daran hat sich nichts verändert.

Am 3. Advent wieder Schneefall bis in tiefere Lagen
Mit der Verlagerung der Tiefdruckaktivität nach Osten gelangen Deutschland, Österreich und die Schweiz wieder auf die Rückseite der Tiefdruckaktivität, was neben weiter zurückgehenden Temperaturen auch wieder Schneefall bis in tiefere Lagen zur Folge haben kann. Die Ausbreitung einer Schneedecke ist zwischen 300 bis 500 Meter möglich.

Wetterblick auf das Wetter an Weihnachten
Die Auswirkungen des Troges könnten sich nach der Simulation des amerikanischen Wettermodells bis zum 22. Dezember ausdehnen. Darüber hinaus setzt sich aber dann das Weihnachtstauwetter durch - zumindest nach den aktuellen Berechnungen. Ob das so kommen mag, kann zum heutigen Stand noch bezweifelt werden. Denkbar ist und bleibt auch die Ausdehnung einer Hochdruckbrücke, bzw. ein Hochdrucksystem über dem skandinavischen Raum. Statt Tauwetter wäre dann Dauerfrost möglich.

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2017/2018 vom 10.12.2017Azorenhoch neigt in der Vorweihnachtszeit zum Blockadehoch auf dem Atlantik © www.meteociel.fr

Polarwirbel neigt weiterhin zur Instabilität
Spannend bleibt die Frage, ob der Polarwirbel sich in der zweiten Dezemberhälfte stabilisieren kann. Heute Abend neigt er zumindest in der Weihnachtszeit noch zur Instabilität, wenngleich Deutschland, Österreich und die Schweiz über die Weihnachtsfeiertage auf der warmen Seite des Troges liegen. Ein Indiz, dass sich der Polarwirbel aber nachhaltiger stabilisieren könnte, liefert der Trend des AO-Index, welcher seit Tagen sich vom negativen Bereich mehr und mehr in den positiven Bereich verlagert. Gleichzeitig bleibt der NAO-Index zunächst noch orientierungslos, aber im Grunde "riecht" das nach einer markanten Umstellung kurz vor Weihnachten.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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