Wetter Winter 2017/2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2017/2018 aktuelle Wetterprognose vom 25.11.2017 - Da zeichnet sich was länger anhaltendes ab

Die Großwetterlage stellt sich Ende November und Anfang Dezember um und sorgt mit einem Trog über Mitteleuropa für die Zufuhr gemäßigt kalter Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz, was die Schneefallgrenze Stück für Stück bis in die tieferen Lagen absinken lassen kann. Auch Dauerfrost erscheint nach der aktuellen Wettervorhersage für Dezember 2017 bis zum 1. Advent in manchen Regionen möglich zu sein - da schmeckt der Glühwein oder Punsch gleich besser.

Trog nicht ungewöhnlich, der Zeitpunkt und die Dauer aber schon

Normalerweise herrscht im ersten Dezemberdrittel häufiger ein milder bis nasskalter Wettercharakter vor, bevor es in der zweiten Dezemberdekade häufiger mal in Richtung Winter geht. Das scheint in 2017 anders zu sein und wird durch die Trogwetterlage hervorgerufen. Durch zwei stützende Hochdrucksysteme über dem Atlantik und dem westlichen Russland wird der Trog verstärkt, bzw. stabilisiert, was die Luftmassen allmählich auskühlen lassen kann. Durch die Stabilität könnte der Trog das komplette erste Dezemberdrittel mit weitgehend winterlichen bis nasskalten Wetterverhältnissen beeinflussen. Das wäre i.d.T. außergewöhnlich, da normalerweise Trogwetterlagen im Frühwinter nur eine Ausdauer von 3 bis 7 Tagen aufweisen.

Winterlich kalt

Beide Wettermodelle berechnen die Großwetterlage relativ eindeutig und übereinstimmend und sollte das so eintreffen wie simuliert, so werden im gesamten Strömungskomplex möglicherweise frühzeitig richtungweisende Grundsätze für den gesamten Winterverlauf gesetzt werden können (Stichwort Erhaltungsneigung). Die berechneten Temperaturen liegen am 4. Dezember zwischen -1 bis +3 Grad und am 8. Dezember zwischen -2 bis +2 Grad. Frost ist in den Nächten sehr wahrscheinlich, Dauerfrost ist über Süddeutschland möglich.

Entscheidend sind die Hochdrucksysteme

Ob der Winter das erste Dezemberdrittel weitgehend beeinflussen kann, hängt also von der Stabilität des Troges ab. Macht nur eines der Hochdrucksysteme schlapp, so kippt der Trog weg und aus winterlich nasskalt bis kalt wird mild. Das ist und bleibt der Unsicherheitsfaktor in den kommenden Tagen. Aktuell deutet aber vieles auf winterliche Wetterverhältnisse ab den mittleren und nasskalte in tieferen Lagen hin.

Kontrollläufe: Das ist zu kalt

Die Kontrollläufe berechnen für Anfang Dezember keine einzige Variante mehr, welche zu warm ist. Vielmehr liegen alle Varianten um 4 bis 9 Grad unter dem langjährigen Mittelwert. Zwar steigt der Trend im weiteren Dezemberverlauf wieder an, doch zeigt ein Temperaturmittelwert von -2 bis +2 Grad (wärmere Werte über dem Norden und Westen), dass die Werte weiterhin mit 1 bis 5 Grad unter dem für die Jahreszeit typischen Wert liegen können.

Diagramm Temperaturen im Dezember 2017 vom 25.11.2017

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe im Dezember 2017 von zu kalt, normal, zu warm.

Gedankenspiele um weiße Weihnachten 2017

Vor ein paar Tagen haben wir uns zu Gedankenspiele um mögliche weiße Weihnachten 2017 hinreißen lassen. Der Grundsatz der Überlegungen war: Was passiert, wenn die erste Dezemberdekade zu kalt ausfällt? Wird die zweite zu warm und pünktlich zu Weihnachten wieder kalt? Man wird sehen, aber das Schema ist grundsätzlich ein anderes wie in den letzten vier Jahren, als der Dezember und Weihnachten grundsätzlich zu warm ausfielen. Mit anderen Worten ist - zumindest in der Theorie - mal ein wichtiger Grundstein für weiße Weihnachten gelegt.

Langfristmodell viel zu warme Wintersaison

Scheinbar unnachgiebig bleibt das Langfristmodell in seiner Winterprognose 17/18. So werden die Wintermonate Dezember, Januar und Februar seit Wochen mit einer Abweichung von +1 bis +2 Grad konstant zu warm berechnet. Zwar gibt es hin und wieder Korrekturen der Abweichung auf bis +0,5 Grad oder +3 Grad, dass ändert aber nichts daran, als dass der Winter insgesamt zu warm ausfallen soll - zumindest zum heutigen Stand. Sollte sich nun aber die kalte bis winterliche Witterung im ersten Dezemberdrittel einstellen können, so wäre das zumindest für den Dezember mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht haltbar. Man darf gespannt sein, ob und wann das Langfristmodell in seiner Wetterprognose für den Dezember kippen wird. Vielleicht behält es aber auch recht - man wird abwarten müssen.

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2017/2018 vom 25.11.2017

Die Wetterlage ist aber allemal spannend und lässt die Herzen der Winterfans auf jeden Fall höher schlagen. Aus diesem Grund erfolgt heute Abend gegen 20:30 Uhr an dieser Stelle eine kurze Aktualisierung der Wetterprognose für den Winter 2017/18.

Update der Wetterprognose Winter 2017/18 von 20:23 Uhr
Es steht weiterhin eine absolut spannende Wetterentwicklung bevor, welche es Anfang Dezember nicht allzu häufig gibt.

Langsam wird es winterlich
Im Detail wird es wahrscheinlich darauf hinauslaufen, dass es über dem Norden und Westen, sowie in den tieferen Lagen über dem Süden einen überwiegend nasskalten Wettercharakter geben wird. Zwar ist auch hier die Ausbildung einer dünnen Schneedecke nicht auszuschließen, doch so richtig winterlich wird sich das nicht anfühlen. Anders die Situation in Höhenlagen ab ca. 300 bis 500 Meter, wo der Schnee bei Tageshöchstwerten um die 0 Grad im Zeitraum vom 29. November bis 4. Dezember auch längere Zeit liegen bleiben kann, sodass der nachfolgende Schauer die Schneedecke weiter ansteigen lassen kann. Insbesondere in den Nächten ist aber in ganz Deutschland mit winterlichen Verkehrsverhältnissen zu rechnen - und sei es nur wegen überfrierender Nässe.

Trog erneuert sich
Dass die nasskalte bis frühwinterliche Episode sich noch weiter verlängern kann, zeigt sich im Strömungsmuster selbst. Zwar wird der Trog immer wieder einmal von höhenmilden Luftmassen unterbrochen, doch keine zwei bis drei Tage später simulieren die Berechnungen der Wettermodelle von heute Nachmittag und heute Abend die Erneuerung der Trogwetterlage. Entscheidend, ob das so eintreffen wird, liegt in den Hochdrucksystemen westlich und östlich von Europa begründet. Kippt nur ein Hoch weg, war es das mit dem Trog und milderes Wetter wird sich einstellen können.

Polarwirbel 24. November 2017 AbendsSimulation des amerikanischen Wettermodells © www.meteociel.fr


Polarwirbel: Blockadehoch
Interessant aber ist, dass permanent auf dem Atlantik ein Blockadehoch berechnet wird. Das macht die Wetterlage so spannend und faszinierend - zumindest in der frühwinterlichen Phase. Anders wäre es, wenn jetzt Januar oder Februar wäre - hier kommen solche stabilen Wetterlagen schon häufiger vor. Man darf gespannt sein, was die Wettermodelle in den kommenden Tagen berechnen werden. Aller Voraussicht nach werden die milden Varianten wieder zunehmen können, denn eine Trogwetterlage Mitteleuropa gehört nicht zu den "normalen" Strömungsmustern.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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