Wetter Winter 2017/2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2017/2018 aktuelle Wetterprognose vom 17.11.2017 - Kurzes winterliches Intermezzo, anschließend deutlich milder

Die Frage nach Winter oder Frühling ist vorerst einmal geklärt. So zeigt sich am Wochenende und auch zum Start in die neue Woche ab den mittleren Lagen (400 bis 700 Meter) ein Hauch von Winter und auch darunter sind gelegentliche Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer nicht auszuschließen. Ab Dienstag dreht die Grundströmung auf Südwest bis Süd und führt deutlich mildere Luftmassen nach Deutschland Österreich und die Schweiz, was bis zum Donnerstag zu Temperaturen zwischen +10 bis +15 Grad führen kann.

Kurzes winterliches Intermezzo

So bestätigt sich das, was in den letzten Tagen über die kalten Ausreißer Varianten des amerikanischen Wettermodells schon gemutmaßt wurde und die warmen Varianten setzen sich durch. Der Grund hierfür ist die Konstellation aus tiefem Luftdruck zwischen Island und England und einem Hochdruckgebiet über der Mittelmeerregion. Das Zirkulationsmuster dreht auf Südwest bis Süd und führt in der Höhe von knapp 1.500 Meter Temperaturen von bis zu +12 Grad heran. Der Höhepunkt der fast schon frühlingshaft milden Luft wird wohl im Zeitraum zwischen dem 24. und 25. November erreicht werden können. Simuliert werden Tageshöchstwerte zwischen +6 bis +14 Grad bei einem Mittelwert um die +11 Grad.

November wird wohl zu warm ausfallen

Die Kontrollläufe stützen das für die Jahreszeit viel zu warme Wetter einheitlich, was die Eintreffwahrscheinlichkeit erhöht. Sollte sich das tatsächlich auch so abspielen können, hat der November ein sehr hohes Potential gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu warm auszufallen. Aktuell liegt die Abweichung bei rund +1,7 Grad im zu warmen Bereich und wird sich bis zum Dienstag einigermaßen normalisieren können. Darüber hinaus liegen die Temperaturen aber um bis zu +4 bis +6 Grad über dem langjährigen Mittel im viel zu warmen Bereich.

Wie lange bleibt es mild und wann kommt der Winter?

Der November gehört noch zu den Herbstmonaten. Zwar ist ein Wintereinbruch im November nichts außergewöhnliches, ist aber seltener als nasskalte Witterungsverhältnisse und eine langsame Einwinterung in den höheren Lagen. Wie lange aber hält sich die milde Luft? Bis so eine Großwetterlage ausgeräumt wird, vergehen mindestens 4 Tage und so ist mit dem Bestand der milden Luftmassen mindestens bis zum 26./27. November zu rechnen. Entscheidend, ob im Anschluss wieder kühlere Luftmassen nach Deutschland geführt werden können, liegt an der Position der atlantischen Frontalzone. Schafft sie es sich bis nach Skandinavien durchzusetzen, ergeben sich für Ende November wieder kühlere Varianten. Gelingt das nicht, verbleibt Deutschland auf der warmen Vorderseite der Tiefdrucksysteme

Wie die Chancen auf eine winterliche Wetterlage Anfang Dezember stehen, klären wir gegen 17:00 Uhr in einer neuen Wetterprognose zum Wetter Dezember 2017 und heute Abend erfolgt an dieser Stelle gegen 20:00 Uhr eine kurze Aktualisierung der Wetterprognose.

Update der Wetterprognose Winter 2017/18 von 20:01 Uhr
Es gibt durchaus Spielräume, im Wesentlichen aber bestätigten die Wettermodelle die durchgreifende Milderung im letzten Novemberdrittel, welche unter Umständen auch bis in den Dezember 2017 hinein verlängert werden kann.

Temperaturen von bis zu +15 Grad
Den Tiefdrucksystemen gelingt es nicht, sich bis nach Skandinavien durchzusetzen. Stattdessen laufen diese auf ein Hochdrucksystem über der Mittelmeerregion auf. Da aber von Skandinavien aus kalte Luft nach Süden in Richtung Deutschland strömt, kommt es aufgrund der Temperaturunterschiede zu einer enormen Wetterdynamik, welche zum aktuellen Stand wohl über England stattfinden wird. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen somit auf der starken Vorderseitenanströmung der Tiefdruckgebiete, was zu diesen warmen Temperaturen führen kann.

Spielraum zeigt sich in den abendlichen Berechnungen des amerikanischen Wettermodells. Ende November gelingt es der atlantischen Frontalzone sich in Richtung Skandinavien durchzusetzen und über Deutschland zum Dezemberstart einen nasskalten Wettercharakter zu ermöglichen, bei dem Schneefall ab den mittleren Lagen nicht auszuschließen ist. Diese Wetterlage hätte durchaus auch mehr winterliches Potential, wenn nicht gerade Anfang Dezember wäre, denn häufig bleibt es eben bei einem nasskalten und eben nicht winterlichen Wettercharakter.

Kontrollläufe: kältere Varianten Anfang Dezember nicht unwahrscheinlich
Gesetzt ist in den kommenden Tagen ein nasskalter Wettercharakter mit Schneeoptionen bis auf mittlere Lagen herab. Anschließend wird es ab dem 21. November rasch milder und der Höhepunkt könnte mit Tageswerten zwischen +10 bis +16 Grad am 24./26. November erreicht sein. So eine milde Wetterlage verschwindet aber nicht von einem Tag auf den anderen und so braucht es eben seine Zeit, bis sich die Großwetterlage umstellen kann. Als aussichtsreich für eine grundlegende Veränderung zeigt sich der Zeitraum Anfang Dezember, welcher nach den Kontrollläufen eine zunächst normalisierende Tendenz und darüber hinaus auch einen leicht zu kalten Trend gegenüber dem langjährigen Mittelwert aufweist.

Polarwirbel 17. November 2017 AbendsSimulation des Polarwirbels © www.meteociel.fr


Polarwirbel stabilisiert sich, AO- und NAO-Index neutral bis leicht positiv
War der Polarwirbel in den letzten Tagen noch der große Unsicherheitsfaktor, so stabilisiert sich dieser im letzten Novemberdrittel weitgehend. Große Überraschungen sollten also nicht mehr auftreten. Aber auch der NAO- und der AO-Index tendieren zu neutralen Zuständen, bzw. werden Anfang Dezember auch leicht positiv bewertet. Was bedeutet das? Die Wettermodelle werden hinsichtlich ihrer Vorhersagequalität nun wieder etwas genauer werden. Anders formuliert: Winterfans brauchen Geduld, schließlich ist noch Herbst.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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