Wetter Winter 2017/2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2017/2018 aktuelle Wetterprognose vom 13.11.2017 - Hop oder Top - Frühlingshaft mild oder winterlich kalt?

Das Wetter beruhigt sich in den kommenden Stunden. Über dem Süden lassen die Niederschläge nach und ab Dienstag legt sich ein Hochdruckgebiet quer über Bayern und Baden-Württemberg und kann dort bis einschließlich Donnerstag - nach teils zäher Nebel- und Hochnebelauflösung - für ein paar sonnige Momente sorgen. Weiter nach Norden, etwa nördlich der Linie von Saarbrücken und Berlin bleibt es häufiger stark bewölkt und ab und an sind ein paar Regenspritzer nicht auszuschließen.

Nasskaltes Comeback mit Schnee bis auf mittlere Lagen?

Die Richtung, in welche die Witterung geht, ist nun Jahreszeitlich festgeschrieben. Die Tage werden noch bis zum 20. Dezember kürzer und so hat die Sonne zum einen weniger Kraft und auch weniger Zeit für wärmere Temperaturen zu sorgen. Es liegt also allein an der Wetterkonstellation, welche über warmes oder kaltes Wetter entscheidet. Der November verlief bisweilen zu warm, hat aber durchaus Tendenzen gegenüber dem langjährigen Mittelwert normal auszufallen.

Ein Hauch von Winter oder doch von Frühling?

Das amerikanische Wettermodell berechnet zum kommenden Wochenende eine ganz interessante Wetterentwicklung. Ein Tiefdrucksystem positioniert sich zum 18. November über Skandinavien und führt bis zum 20. November kühle Luftmassen nach Deutschland, was die Schneefallgrenze am Sonntag und Montag auf bis 500 Meter absinken lassen kann. Gleichzeitig drückt ein Hochdruckgebiet bei Grönland die Tiefdruckrinne auf dem Atlantik weit nach Süden. So kommt es zum Showdown der Luftmassen Das Tief auf dem Atlantik pumpt warme Luftmassen aus südlichen Richtungen nach Norden. Gleichzeitig aber führt das Tief über Skandinavien im Verbund mit dem Grönlandhoch sehr kalte Luftmassen nach Süden.

Wer setzt sich durch? Zunächst die nasskalten Luftmassen, was bis zum 23. November zu Tageswerten zwischen +2 bis +8 Grad und Nachtfrösten führen kann. Darüber hinaus sind es aber die warmen Luftmassen, welche das Wettergeschehen über Deutschland, Österreich und der Schweiz dominieren könnten. Simuliert werden bspw. für den 26. November Tageswerte zwischen +10 bis +15 Grad. Da ist man dem Frühling näher als dem Winter.

Das europäische Wettermodell berechnet die kommende Wetterentwicklung komplett anders, was zeigt, wie unsicher die Wetterprognosen für das letzte Novemberdrittel derzeit noch sind. Hier gelingt es dem Hochdrucksystem sich über dem Atlantik zu positionieren. Auf dessen östlichen Gradienten rutschen in regelmäßigen Abständen Tiefdrucksysteme über Mitteleuropa ab und sorgen im Zeitraum vom 18. bis 23. November für eine kalte Wetterentwicklung, bei der es bis auf tiefere Lagen herab schneien kann.

Hop oder Top - Mittelweg wäre langweilig

Die Berechnungen der Kontrollläufe zeigten in den vergangenen Tagen, dass sowohl die Simulationen des europäischen, als auch amerikanischen Wettermodells kalte Ausreißer waren. Das amerikanische Wettermodell schwenkt nun um, während das Europäische seiner Linie treu bleibt. Was aber ist wahrscheinlicher? Die deutlich zu warme Variante des amerikanischen Wettermodells zeigt sich auch in den Kontrollläufen als eine der wärmsten Varianten. Die Mehrheit liegt im Jahreszeit typischen Bereich und im Trend sogar leicht darunter. Das zeigt, dass der Mittelweg beider Varianten die wahrscheinlichste Lösung ist. Nasskalt und unbeständig mit der Neigung zu Nachtfrösten. Die Unsicherheiten spiegeln sich auch beim Temperaturspektrum wieder, welches am 20. November zwischen +0 bis +12 Grad (Mittelwert: +4 bis +5 Grad) und am 27. November zwischen -5 bis +15 Grad (Mittelwert: +3 bis +5 Grad) liegen kann. Schaut man sich aber die Kontrollläufe genauer an, so zeigen sich entweder sehr kalte Varianten mit Dauerfrost teils in ganz Deutschland, oder sehr warme Varianten. Für den Mittelweg zeigt sich zum heutigen Stand weniger Zuspruch.

Diagramm Temperaturen im November 2017 vom 13.11.2017

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe im November 2017 von zu kalt, normal, zu warm.

AO- und NAO-Index weiterhin auf negativem Kurs

Wenn man verstehen möchte, warum die Wettermodelle so unterschiedliche und auch sprunghafte Berechnungen abliefern, hilft ein Blick auf den Polarwirbel, denn meist wird das durch eine hohe Wellenbewegung entlang der Polarfront hervorgerufen. So auch dieses Mal. Hochdrucksysteme von den Aleuten, Sibirien und auch bei Grönland stören den Polarwirbel und verhindern eine Stabilisierung. Stattdessen gibt es die besagten Wellenbewegungen entlang der Polarfront. Die Schwierigkeit liegt nun darin vorherzusagen, auf welcher Seite der Welle Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen werden. Da aber der NAO-index negativ ist, spricht das für hohen Luftdruck über Island und Grönland, was eine deutlich zu warme Variante im letzten Novemberdrittel weniger wahrscheinlich macht.

Hop oder Top, eine Entscheidung ist noch nicht gefallen und die Wettermodelle sind in Lauerstellung. Aus diesem Grund erfolgt heute Abend gegen 20:00 Uhr eine kurze Aktualisierung der Winterprognose, dann auch mit dem Blick auf die Wintervorhersage des Langfristmodells.

Update der Wetterprognose Winter 2017/18 von 20:03 Uhr
Es bleibt spannend und das amerikanische Wettermodell springt von Frühling auf Winter. Das zeigt zum einen, wie komplex die kommende Wetterentwicklung ist und zum anderen wie unsicher die Wetterprognosen für das letzte Novemberdrittel noch ist.

Es bleibt dabei: Winter oder Frühling
Ob im letzten Novemberdrittel mit Hilfe des Grönlandhochs und einem Tief über der Barentssee Kaltluftmassen nach Süden geführt werden, oder ob ein Tief vor Mitteleuropa warme Luftmassen nach Norden führen kann, bleibt auch heute Abend noch offen. Warum? Heute Nachmittag zeigte sich eine neuerlich milde Wettervariante, welche die letzte Novemberdekade beeinflussen könnte. Heute Abend ist es eine sehr kalte und auch winterliche Variante - Hop oder Top. Und dass die Berechnungen hin und her springen bekräftigt die Extreme - eine "normale" Wetterentwicklung ist zum aktuellen Stand weniger wahrscheinlich geworden.

Trog Mitteleuropa bleibt eine Option
Welche Varianten sind denn möglich? Die erste Variante zeigt sich mit einem Tief vor Mitteleuropa, welches mit einer Warmluftpumpe aus südlichen Richtungen den Kaltluftzustrom aus nördlichen Richtungen bei Skandinavien blockiert und Deutschland, Österreich und die Schweiz im Einflussbereich milder und unbeständiger Luftmassen belässt. In der zweiten Variante kommt es zu einer Luftmassengrenze direkt über Deutschland, welche kalte Luft aus dem Norden von warmer aus dem Süden trennt. In der dritten Variante setzt sich die kalte Luft aus dem Norden durch und könnte über Deutschland Ende November für Winterwetter sorgen.

Annahme: Kaltluft kommt nach Deutschland
Was wäre dann für Wetter zu erwarten? Simuliert werden ab dem 26. November Höhentemperaturen von bis zu -10 Grad. Das würde über weite Teile von Deutschland für Dauerfrost reichen (mit Ausnahme der Küstenregionen). Schneefälle wären in diesem Fall bis in tiefere Lagen möglich. Ist bisweilen aber lediglich eine Simulation, welche sich in den kommenden Tagen noch mehrfach verändern kann.

Kontrollläufe: Unsicherheiten bestätigt
Vom 18. bis 22. November berechnen die Kontrollläufe einheitlich einen etwa um 2 bis 4 Grad zu kalten Temperaturverlauf gegenüber dem langjährigen Mittelwert. Darüber hinaus zeigt sich mit einem Temperaturspektrum von -9 bis +12 Grad (Mittelwert: +4 bis +5 Grad) eine enorme Bandbreite.

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2017/2018 vom 13.11.2017


Langfristmodell: Winter 2017/18 zu warm
Das Langfristmodell bleibt - trotz allen Spekulationen eines möglichen Wintereinbruchs Ende November - seiner Linie treu und berechnet den Dezember 2017 gegenüber dem langjährigen Mittelwert um +1 bis +2 Grad zu warm, den Januar mit +2 bis +3 Grad zu warm und den Februar 2018 mit +1 bis +2 Grad ebenfalls zu warm. Bei der Niederschlagsberechnung fällt auf, dass alle Wintermonate zu nass und insbesondere der Januar 2018 deutlich zu nass simuliert wird.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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