Wetter Winter 2017/2018 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Winter 2017/2018 aktuelle Wetterprognose vom 01.11.2017 - Langsam aber stetig wird es kühler

Deutschland liegt weiterhin zwischen einem Tiefdrucksystem über dem skandinavischen Raum und einem Hochdrucksystem über dem Süden. So kommt es bei wechselnder Bewölkung vor allem über Norddeutschland immer wieder zu einer leichten Niederschlagsneigung, während über dem Süden - nach teils zäher Nebelauflösung - die sonnigen Anteile überwiegen und es dort weitgehend trocken bleiben kann. Das ändert sich am Wochenende kurzzeitig, wenn sich ein Tiefdruckausläufer Deutschland nähert und insbesondere am Sonntag über Süddeutschland für länger andauernden und ergiebigen Regen sorgen kann. Vorderseitig werden nochmals sehr warme Luftmassen nach Deutschland geführt, sinken aber zum Sonntag wieder auf Jahreszeit typische Werte ab. Zum Start in die neue Novemberwoche setzt sich wieder hoher Luftdruck mit einem weitgehend trockenen Wettercharakter durch und die Neigung zu Nachtfrost nimmt wieder zu.

Moderates Herbstwetter

Die Großwetterlage besteht im ersten Novemberdrittel aus einem Hochdrucksystem westlich von Europa über den Azoren und einem Hochdruckkeil des Kontinentalhochs über dem westlichen Russland. Gleichzeitig strömen zwischen dem östlichen Kanada und Grönland kalte Luftmassen auf den Atlantik in Richtung Neufundland. So ist die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik als hoch zu bewerten und die Tiefdruckrinne verläuft zwischen Neufundland, Island und Skandinavien. Die Hochdrucksysteme versuchen unterdessen eine Hochdruckbrücke quer über Mitteleuropa aufzubauen.

Das amerikanische Wettermodell berechnet Mitteleuropa weitgehend zwischen den Fronten. Es gelingt demnach keinem der Wettersysteme sich nachhaltig durchzusetzen, was im Zeitraum vom 4. bis 10. November kurze Zwischenhoch- und Tiefdruckphasen abwechseln lässt. Wirklich ergiebiger Dauerniederschlag ist nicht zu erwarten. Stattdessen nimmt die Neigung zu ausgedehnten Nebelfeldern zu und die Temperaturen können sich auf +6 bis +11 Grad einpendeln. Nachtfröste sind insbesondere bei Aufklaren zu erwarten.

Die Berechnungen des europäischen Wettermodells sind ganz ähnlich der amerikanischen Variante, was den moderaten und relativ ruhigen, aber nicht ganz beständigen Wettercharakter in der ersten Novemberdekade nochmals unterstreicht.

Wetterwechsel im zweiten Novemberdrittel?

Der Kaltluftzustrom über das östliche Kanada in Richtung Neufundland ist beachtlich und liegt in Hochdrucksystemen begründet, welche von den Aleuten aus versuchen in Richtung Polregion vorzudringen. So entsteht im Polarwirbel eine Grundströmung, welches die Kalten Luftmassen auf den amerikanischen Kontinent blasen. Doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich die Tiefdrucksysteme weiter nach Osten bewegen und das amerikanische Wettermodell berechnet für den 10. November die erhöhte Tiefdruckaktivität zwischen Grönland und dem europäischen Nordmeer.

Das erhöht die Optionen für eine Verlagerung der Tiefdruckaktivität in den Bereich zwischen Island und Skandinavien. Im Detail wird es nun darauf ankommen, wie sich das Hochdrucksystem verhalten wird. Dehnt es sich mit seiner Hochdruckachse relativ flach von West nach Ost aus, so ist mit einer aktiv-dynamischen Westwetterlage zu rechnen, bei der auch Starkwindereignisse nicht auszuschließen sind. Bleibt das Hoch westlich von Europa, so ist auch nordwestlichen Richtungen die Zufuhr kühlerer Luftmassen möglich. Verlagert sich das Hoch aber weiter über das östliche Europa, so gelangen Deutschland, Österreich und die Schweiz in eine milde Südwestströmung. Nach den aktuellen Simulationen ist eine kühlere und auch wechselhafte Wetterphase zum Beginn des zweiten Novemberdrittels die wahrscheinlichere Variante.

Kontrollläufe: Signale für einen Wetterwechsel

Die Kontrollläufe bestätigen einen weitgehend ruhigen Wetterverlauf im ersten Novemberdrittel, bei dem die Niederschlagsneigung zum kommenden Wochenende nur kurzzeitig ansteigen kann. Darüber hinaus sind bis zum 10. November nur schwache Niederschlagssignale auszumachen. Anders sieht es für die zweite Novemberdekade aus. Die Niederschlagsneigung steigt an und das Temperaturniveau sinkt ab. So liegt das Temperaturspektrum am 4. November zwischen +9 bi s+16 Grad (Mittelwert: +10 Grad über dem Norden und +15 Grad über dem Süden), am 9. November zwischen +5 bis +12 Grad (Mittelwert: +7 bis +8 Grad) und am 15. November zwischen +1 bis +11 Grad (Mittelwert: +6 bis +7 Grad). Der Mittelwert schwankt um den für die Jahreszeit typischen Wert. Mit anderen Worten sind deutlich zu warme Temperaturen nach dem 4. November weniger wahrscheinlich.

Diagramm Temperaturen im November 2017 vom 01.11.2017

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe im November 2017 von zu kalt, normal, zu warm.

Der Wettertrend Winter 2017/18 des Langfristmodells

Dass der November weitgehend normal verlaufen könnte, wird auch vom Langfristmodell heute so berechnet. Die Temperaturabweichung liegt gegenüber dem langjährigen Mittelwert im Bereich zwischen -0,5 bis +0,5 Grad und hat im Trend mit +1 Grad eine Tendenz leicht zu warm auszufallen.
Für die Wintermonate hat das Langfristmodell eine leichte Korrektur vorgenommen und berechnet den Dezember und Januar mit einer Abweichung von +1 bis +3 Grad noch etwas wärmer als in den letzten Tagen, während der Februar mit +1 bis +2 Grad weiterhin "nur" zu warm berechnet wird.

Diagramm der Temperaturentwicklung Winter 2017/2018 vom 01.11.2017

Das Langfristmodell hält recht "hartnäckig" an einen zu milden Verlauf des Wetter Winter fest, wenngleich die Randfaktoren für den Winter noch andere Möglichkeiten offerieren. Mehr dazu im blauen "Kasten" rechts, welcher bei Smartphones ganz unten zu finden ist. Man wird abwarten müssen.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Winter

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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