Eine Sturmfront nähert sich am Wochenende Deutschland, zieht aber rechtzeitig nach Nordosten ab, so dass Deutschland nur von den Ausläufern des Tiefdrucksystems Bekanntschaft machen wird. Mehr wie auflebender, teils böiger Wind bei wechselhaften Wetter und zurückgehenden Temperaturen ist nicht zu erwarten. Dabei senken sich die Temperaturen von einem Bereich der +20 Grad Marke bis zum Sonntag und Montag mit +10 bis +15 Grad auf ein für die Jahreszeit typisches Niveau ab. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage Oktober 2017.

Dem Tiefdruck folgt ein Hochdruckgebiet nach

Wie bereits in der gestrigen Wettervorhersage beschrieben, setzt sich im Verlauf des letzten Oktoberdrittels mit hoher Wahrscheinlichkeit die Erhaltungsneigung durch. Vereinfacht ausgedrückt, gelingt es der atlantischen Frontalzone nicht, sich über dem skandinavischen Raum zu festigen und ermöglicht es dem Hochdrucksystem sich erneut nach Norden auszudehnen. Das blockiert wiederum die Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik, was im Verbund beider Wettersysteme über Deutschland, Österreich und der Schweiz für eine Verlängerung des goldenen Oktoberwetters führen kann. Soweit sind sich beide Wettermodelle mit ihren Simulationen einig.
Bemerkenswert ist die Ausdehnung des Hochdruckgebietes bis zum Kontinentalhoch und erreicht in den Simulationen der Wettermodelle bspw. zum 26. Oktober einen Kerndruck von bis zu 1045 hPa und erstreckt sich vom skandinavischen Raum über die Barentssee bis zur Karasee. Wäre nun Winter, so wäre es nur eine Frage der Zeit, bis die kalte Kontinentalluft nach Mitteleuropa geführt werden könnte. Aber auch so steigen die Wahrscheinlichkeiten für einen Kaltluftschwall zum November hin - dazu gehen wir heute gegen 17:00 Uhr näher darauf ein.

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Kontrollläufe: zu warmes Wetter im letzten Oktoberdrittel

Der Temperaturknick nach unten ist in den Kontrollläufen auf den Zeitraum vom 22. bis 23. Oktober beschränkt, anschließend geht der Temperaturtrend wieder nach oben und erreicht am 26. Oktober seinen voraussichtlichen Höhepunkt und nähert sich bis Ende Oktober seinem Normalwert. Die Niederschlagsneigung ist vom 24. bis 27. Oktober als weitgehend trocken zu bewerten und steigt erst gegen Ende Oktober von Nord nach Süd wieder etwas an.

Diagramm Temperaturen im Oktober 2017 vom 18.10.2017

Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe im Oktober 2017 von zu kalt, normal, zu warm.

Aktueller Wettertrend Langfristmodell Winter 2017/18

Um es kurz zu machen, die Wintermonate von Dezember bis Einschließlich Februar 2018 werden mit einer Abweichung von +0,5 bis +2 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert deutlich zu warm berechnet. Im Detail kommt es weniger darauf an, ob die Abweichung nun 1, 2 oder gar 3 Grad betragen mag, viel wichtiger ist der Temperaturtrend im allgemeinen und der wird seit Monaten für den Winter zu warm berechnet.

Woran liegt das? Sind denn keine kalten Winter - nicht einmal in der Simulation - möglich? Doch, schließlich ist es ja nur eine Simulation und man kann anhand des Oktobers sehen, wie schnell ein Umschwung stattfinden kann, dieses Mal jedoch von zu kalt in Richtung deutlich zu warm. Erinnert sei auch an den Januar vom letzten Jahr, als dieser im Oktober und November noch als zu warm interpretiert wurde und erst im Dezember der Umschwung erfolgte - kurz zur Erinnerung, der Januar 2017 war mit einer Abweichung von -1,8 Grad zu kalt ausgefallen und prägnant war ein fast drei Wochen lang anhaltender Hochwinter.

Es geht also noch und Winterfans sollten sich von der deutlich zu warmen Wetterprognose des Langfristmodells nicht irre machen lassen. Der Winter wird auch in diesem Jahr mit Schnee und Kälte Einzug halten. Wie aber kommt das Langfristmodell zu dem Schluss, als dass der Winter 2017/18 zu warm ausfallen soll? Schaut man sich den Winterverlauf über Europa an, so wird das relativ schnell klar. Fast überall in Europa werden die Temperaturen zu warm berechnet. Gleichzeitig wird aber auch eine erhöhte Niederschlagsneigung vor allem im Bereich zwischen Island und dem südlichen Norwegen berechnet. Das ist eine klassische West- bis Südwestwindzirkulation. Diese lässt zwar auch Kältephasen zu, jedoch dominieren die Tiefdruckgebiete in raschen Abständen mit milden Luftmassen das Wettergeschehen. Man darf gespannt sein, wie der Winter letztlich ausfallen wird. Gegen 17:00 Uhr erfolgt ein weiterer Wettertrend zum Wetter November 2017.

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